Brauche euren Rat!!!! Bitte

  • Hallo,

    ich habe mich heute angemeldet und brauche gleich mal euren Rat.
    Ich danke schon mal jedem, der mit antwortet

    Es geht um folgendes:

    Mein Partner (30) und ich (24) haben uns vor 7 Monaten einen Labradorrüden geholt. Cooper war zu diesem Zeitpunkt bereits 6 Monate und wurde nicht gerade toll und artgerecht gehalten. Es wurde Wasser rationiert, kaum Sozialisierung vorgenommen und Erziehung hat er auch nicht genossen, zudem kam er nur 3x am Tag a 15 Minuten an der Leine raus.
    Als wir diesen kleinen, aufgedrehten Hund gesehen haben, wussten wir, dass das "unser" ist.
    Zu diesem Zeitpunkt habe ich wenig gearbeitet und mich fast ausschließlich alleine um meinen Liebling gekümmert, nun habe ich aber seit 4 Monaten einen neuen Job, so dass ich von 8.00 Uhr- 17.30 Uhr aus dem Haus bin.
    Mein Freund ist selbständig und macht nebenbei noch eine Ausbildung. Er kümmert sich momentan ausschließlich um Cooper, da ich es kaum schaffe.
    Cooper ist an sich ein toller Hund, der aber leider nicht wirklich geprägt worden ist. Seit ca. 8 Wochen hat er oftmals heftige Keilereien mit anderen Rüden, so dass wir Dauergäste beim Tierarzt sind. Wir wohnen in Berlin, direkt am Park und leider ist es sehr schwer solchen Begegnungen aus dem Weg zu gehen. Nach vielem üben besitzt er mittlerweile einen recht guten Grundgehorsam.
    Ein weiteres Thema ist, dass er mittlerweile fast jeden Tag zwischen 7 h und 10 h alleine ist.
    Ich habe ein schlechtes Gewissen, da ich mir immer geschworen habe, meinen Hund nie so lange alleine zu lassen. Anfangs waren es maximal 5 h am Tag und das auch nur 2-3 Tage die Woche.
    Ich frage mich, ob mein Hund glücklich ist und wir ihm das bieten können, was er braucht! Auffällig ist auch, dass er auf dem Land viel ausgeglichener wirkt und besser hört, als in der Stadt. Auch seine Aggressionen sind auf dem Land deutlich weniger. Kann es daran liegen, dass er als Welpe nicht ausreichend sozialisiert wurde?
    Mittlerweile frage ich mich, ob es für den Dicken besser wäre, wenn er zu jemanden auf dem Land kommt, wo er nicht so lange alleine ist und den ganzen Tag draußen sein darf!
    Ich bin echt verzweifelt. ich liebe meinen Hund über alles und es würde mir das Herz brechen, wenn ich ihn weggeben würde, aber ich möchte das es meinem Hund gut geht.
    Über Antworten und Meinungen wäre ich euch echt dankbar!

    Liebe Grüße,

    Julia und Cooper

  • Vom Alter her passt es schon, dass er sich gerade mit anderen Rüden misst, das muss nichts mit schlechter Sozialisation zu tun haben. Seid ihr in einer Hundeschule? Ein guter Trainer könnte mal mit euch zusammen spazieren gehen und schauen, wie ihr Rüdenbegegnungen besser gestalten könnt, bzw. was genau das Problem ist.


    Du schreibst "auf dem Land". Wenn ihr Ausflüge dorthin macht? Wie viel Beschäftigung und Auslastung bekommt er denn bei euch sonst so?


    Wenn du um 17:30Uhr Nachhause kommst, hast du keine "Lust" mehr, so als Ausgleich ;) , noch länger spazieren zu gehen?
    Wenn ihr die "schwierige" Phase hinter euch habt, ist die Bewegung an der frischen Luft doch was feines?! Und dann würdet ihr vielleicht auch einen Gassi-Gänger finden, der Cooper händeln kann...

  • Hallo Julia,

    7 bis 10 Stunden täglich alleine zu sein, ist für einen Hund natürlich deutlich zu lange. Aber das weißt du ja auch schon selbst.
    Ich will dir keine Vorwürfe machen, aber wusstest du nicht schon früher, dass du mal wieder arbeiten gehen wirst? Hast du das nicht mit eingeplant? Ihr hattet euren Hund gerade mal 3 Monate als du wieder arbeiten bist...

    Eine gute Möglichkeit für Cooper wäre, dass ihr euch eine gute Hundetagesstätte bzw. wegen der Rüdenprbleme eine Einzelperson sucht die auf ihn aufpasst, während ihr arbeitet. Dann muss der Kleine nicht so lange alleine sein.

    Wegen des Rüdenproblems solltet ihr euch an einen kompetenten Hundetrainer wenden, der sich die Situation mal anschaut und euch Tipps gibt. Aus der Ferne ist das alles schwer zu beurteilen.

  • wie wäre es denn mit einem Gassigänger der ihn über Mittag mal für 2h mit rausnimmt?

    Ich finde, wenn Cooper mit der zeit gut uzurechtkommt solltest du dir nicht zu viele gedanken machen und versuchen es optimaler zu gestalten also dann vlt mit Gassigänger.

  • Hallo,

    erstmal ein dickes Danke für die schnellen Antworten.

    Also erstmal zu der Frage, wie lange und wann Cooper draußen ist.

    6.00-7.00 Uhr toben im Park, Suchspiele, Training (Grundgehorsam), momentan viel mit Schleppleine, da der Rückruf noch nicht ganz so toll funktioniert

    je nachdem, wann mein Freund oder ich nach Hause kommen:
    zwischen 15.00 und 17.30Uhr und dann für 1,5h bis 2h entweder in Park oder an See: baden, toben mit anderen Hunden, Training, Suchspiele, Fährtenlegen usw.

    Abendrunde ca. 22.30 Uhr ca. 20-30min an der Leine (Gassirunde)

    Wenn mein Freund zwischen den Terminen zu Hause ist, geht er mit dem Dicken zwischendurch auch runter zum pullern. (aber nur Dienstag und Mittwoch)

    An der Wochenenden ist es natürlich anders: da fahren wir viel raus aus Berlin und durchforsten die Wälder und Wiesen

    Zu der Frage, ob ich nach der Arbeit keine "Lust" habe: doch habe ich, ich finde nichts schöner, aber leider habe ich das Problem, dass ich ihn bei Keilereien kaum gehalten bekommen, geschweige denn ihn dort weg bekomme. Unser Labi ist ein bissel zu groß geraten. Schulterhöhe: 65 cm, Gewicht: 38 kg!
    Ich bin leider mittlerweile sehr unsicher und habe Angst, das ihm oder einem anderen Hund wirklich mal etwas schlimmeres als Kratzer passieren.

    Über einen Hundesitter habe ich auch schon nachgedacht, aber so lange wir das Aggressionsproblem nicht völlig im Griff haben, möchte ich die Verantwortung keinem überlassen. Außerdem kann er ziemlich an der Leine ziehen, obwohl dies immer besser funktioniert.

  • Zitat


    Über einen Hundesitter habe ich auch schon nachgedacht, aber so lange wir das Aggressionsproblem nicht völlig im Griff haben, möchte ich die Verantwortung keinem überlassen. Außerdem kann er ziemlich an der Leine ziehen, obwohl dies immer besser funktioniert.

    Also wenn du denkst das sich da wirklich ein handfestes Aggressionsproblem entwickelt, dann würde ich dir empfehlen einen Hundetrainer dazuzuholen. Deine Unsicherheit überträgt sich automatisch auf Hund. Das kann dann entweder sein das Cooper auch unsicher wird oder eben das er nen cleverer Sturkopf mit Machoqualitäten ist und deine Unsicherheit gnadenlos ausnutzt ;-)

  • Achso zu der Frage mit der Arbeit:

    Ich habe zu dem Zeitpunkt nicht Vollzeit gearbeitet und die ersten Wochen, nachdem wir Coopi mit 6 Monaten übernommen haben, war ich ganz zu Hause, um ihm die Eingewöhnung leichter zu machen! Ich habe dann aber eine andere Stellen angeboten bekommen mit mehr Möglichkeiten, die ich dann angenommen habe. Leider kann man ja nicht nur von Luft und Liebe leben und man hat ja auch gewisse Träume ;)
    Eigentlich war geplant, dass Cooper mit auf Arbeit kann, aber da eine Kollegin eine Hundehaarallergie entwickelt hat, was vorher nicht bekannt war, kann ich Coopi nicht mitnehmen. Achso ich arbeite als Ergotherapeutin im Seniorenheim.

  • Hier gibt es doch sicher Foris, die euch einen guten Trainer in Berlin empfehlen können =) . Sonst vielleicht in einem neuen Thread gezielt danach fragen?!

    Ich denke nicht, dass euer Hund auf dem Land automatisch glücklicher ist. Ich würde schauen, die Baustellen in den Griff zu bekommen und dann macht es auch mehr Spaß, bzw., ihr findet leichter einen Gassigänger.

  • Zitat

    Also wenn du denkst das sich da wirklich ein handfestes Aggressionsproblem entwickelt, dann würde ich dir empfehlen einen Hundetrainer dazuzuholen. Deine Unsicherheit überträgt sich automatisch auf Hund. Das kann dann entweder sein das Cooper auch unsicher wird oder eben das er nen cleverer Sturkopf mit Machoqualitäten ist und deine Unsicherheit gnadenlos ausnutzt ;-)


    Cooper ist definitiv ein cleverer Sturkopf mit Machoqualitäten! Habe schon einen Termin mit einer Hundetrainerin gemacht und gehe meist mit meinem Freund gemeinsam raus, damit Cooper die Unsicherheit von mir nicht spürt! Wenn mein Freund dabei ist, hab ich keine Angst, da er ihn halten kann.

  • Schau dir die Trainerin gut an und wenn du Bauchschmerzen bei irgendwas hasst, dann lass die finger davon! Es gibt in Berlin und im Umland wahnsinnig viele schwarze Schafe. ich kann dir, wenn du mit der jetzigen Trainerin nicht glücklich wirst, auch den Namen von meinem Trainer nennen.

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