Ein Rückschritt im Alleinebleiben?

  • Bislang war das Alleinebleiben für meine Maus kein großes Problem. Ich hatte das nie wirklich systematisch und total regelmäßig aufgebaut aber schon von Anfang an in kleinen Schritten geübt. Es gab nie ernsthafte Probleme.

    Wenn ich sie alleine lasse schläft sie. Nehme ich zumindest an, denn sie gähnt immer wieder mal, wenn ich wieder da bin, streckt sich und es gibt eine warme Stelle in ihrem Korb oder auf dem Teppich. (Einmal hab ich sie auch beim Schlafen 'erwischt') Sie ist nicht übermäßig warm, wenn ich wieder da bin, es gibt auch keine Speichelflecken oder ausgiebig geleckte Stellen im Fell. Ich weiss von meinem Mitbewohner, dass sie manchmal kurz ein bisschen jammert, aber das war's. Es wird auch nix auseinandergenommen oder angekaut.

    Aber ich werde zunehmend sehr aufgeregt und mit ausgiebiger Beschwichtigung begrüßt - ganz viel geduckt um mich rumwuseln, pföteln, mich ablecken etc. etc.
    Ich bin nicht sicher, was ich davon halten soll.

    Heute war ich im Bad (kommt öfter vor ;) )und manchmal jammert sie wenn sie nicht mit rein darf, manchmal nicht. Heute hat sie ausgiebigst bestimmt 5-10 Minuten gebellt und richtig laut geheult - erst unglücklich, dann frustriert. Wie ein Wolf - das hatte ich bis dahin noch nie von ihr gehört.

    Ist das eine Phase? (sie ist 5,5Monate)
    Mach ich was falsch?

    Ich lasse sie nicht jeden Tag allein - vielleicht ist das ein Problem. Wenn ich sie alleine lasse dann ca 30min. -2 Stunden tagsüber, abends auch mal sehr viel länger (4-5 Stunden) das sie ab 9 Uhr in der Regel nur rumliegt und döst. Die BEgrüßung ist immer gleich 'stürmisch'

    Gbt es Meinungen dazu? Tips? Muss ich das Alleinsein neu aufbauen und/oder täglich mit ihr üben? Ist alles paletti und ich mach mir nur zuviel Gedanken?
    Ich bin ein bisschen ratlos.

  • Hallo!

    Für mich liest es sich schon mal so, als ob Du das Alleinesein schön aufgebaut hast.


    Zitat


    Ist das eine Phase? (sie ist 5,5Monate)
    Mach ich was falsch?

    Nein,
    ich glaube nicht, daß Du da was falsch machst.
    Man hört und liest öfters, daß die Junghunde "plötzlich" nicht mehr alleine bleiben können.
    In dem von Dir aufgeschriebenen Alter fängt, oftmals neben der Pubertät, auch noch die sogenannte "Unsicherheitsphase" an.
    Alles, was vorher "normal" war, wie die Mülltonne draußen im Hof, ist nun auf einmal zum "Bösen Feind" mutiert.

    Du wirst sicherlich schon festgestellt haben, daß der Hund etwas "ängstlicher" wirkt, obwohl es vorher keine Probleme gegeben hat.
    Autos, die am Bürgersteig parken = so etwas gab es vorher nicht :lol:
    Ein Baum ist ein Ungeheuer, auch wenn dieser schon seit Jahren im Wald steht.
    Die Straßenlaterne? Ui, gefährlich, muß verbellt werden...


    Ich glaube, wenn sich diese Hunde gerade in dieser Phase befinden, ist es auch für sie "schlimm", daß ihre Halter nicht da sind. Es spielt dann keine Rolle, daß es vorher geklappt hatte.
    Jetzt ist der Hund eh schon unsicher. Das führt zum doofen Gefühl und zum Streß.
    Das macht er ja nicht mit Absicht, sondern das gehört zu seiner Entwicklung dazu.


    Zitat

    Gbt es Meinungen dazu? Tips? Muss ich das Alleinsein neu aufbauen und/oder täglich mit ihr üben? Ist alles paletti und ich mach mir nur zuviel Gedanken?
    Ich bin ein bisschen ratlos.

    Ich an Deiner Stelle würde einfach "neu" mit ihr üben.
    Sprich, mach so weiter, wie sonst auch.
    Diese Unsicherheitsphase geht auch wieder vorbei.
    Und da die Pubertät einen Hund gerne bereits erlernte Dinge wieder "vergessen" lassen, kann es nicht schaden, wenn Du beim Üben einen kleinen Schritt zurück gehst.


    Schöne Grüße noch
    SheltiePower

  • Danke für dei beruhigenden Worte und den Rat. Sie hat ehtue wieder gehuelt asl ich im Bad war, allerdings nicht annähernd so lang.
    Ich geh einen Schritt zurück und gehe die nächsten Tage mal öfters kurz weg (Müll raubringen, kurz was einkaufen) und dann wieder rein. Ich habe sie gesern schon zweimal einen halbe Stunde allein gelassen und bin auf die vielen Beschwichtigungsverscuhe nicht groß eingegangen - kurz gestreichelt und dann mit etwas Spielen abgelenkt.

    Mittwoch wollte ich nachmittags eigentlich ins Kino, da suche ich vielleicht doch einen Sitter für die Maus oder power sie vorher ordentlich aus.

  • Hallo,

    ich kann mich da nur anschließen.
    Wenn man nicht auf das Geheule eingeht und kleinere Schritte macht, dann legt sich das wieder so schnell wie es gekommen ist.

    Ich werde nie vergessen wie plötzlich eine Mülltonne ein junghundfressendes Ungeheuer wurde und eine schlagende Tür gleich einen Krieg ankündigte.
    Ein flatternde Tüte war gleich eine Killertüte mit Mordgelüsten, Steine plötzlich Ungeheuer mit bösen Gedanken... usw.

    Je gelassener man damit umgeht um so schneller verschwindet diese Phase auch wieder.

    Liebe Grüße

    Steffi

  • :lol: Killertüte - sehr schön.

    Ja, abends ist sie nervöser als sonst und tagsüber unkonzentrierter. Bei ihrem armen besten Freund will sie ständig aufreiten (der ist ne coole Socke und läßt sich dass kurz gefallen, dann scheucht er sie weg) und sie heult immer noch, wenn ich ins Bad gehe :muede: - allerdings sind wir jetz bei 5 nicht merh 10 Minuten.
    CIh muss meinen armen Nachabrn noch sagen, dass das (hoffentlich) nur eine Phase ist.

    So, nu muss ich mal einlaufen und lass sie kurz allein. Mal sehen, wie das läuft.

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