• Hallo,

    wir haben unsere kleine Maus (4 Monate altes Labbimädchen) jetzt eine Woche. Da Sie die ersten Tage auf Grund ihres Zwingerhustens ziemlich fertig war haben wir erstmal nur kleine Spaziergänge gemacht und den Garten erkundet.
    Seit gestern geht es ihr allerdings erheblich besser und ich habe mit der Erziehung ganz sachte angefangen. Sitz und hier ohne Ablenkung und mit ganz viel Lob und Leckerli.
    Ich habe an der kleinen Maus allerdings so ein paar Dinge festegestellt die ich gerne abstellen möchte so nach und nach. Vielleicht könnt ihr mir ja so den ein oder anderen Rat geben :hilfe:

    1. Wenn wir vom Spaziergang zurück kommen dreht die Maus Zuhause erst so richtig auf. Sie rast durch unser Wohnzimmer wie eine Irre und ist durch nichts zu stoppen. Dabei geht sie über Tisch und Bänke. Ich habe schon überlegt sie dann zu schnappen und in den Kannel zu sperren aber ich möchte nicht das sie den Kannel als Strafe sieht.
    2. Sie spielt manchmal sehr sehr grob. Klar knaulen Welpen aber Amy ist dabei sehr grob. Wir haben es dann mit Abbruch des spielens und ignorieren versucht. Sie kommt dann hinter einem her und schnappt immer weiter das tut richtig weh und sie schnappt überall hin wo sie ran kommt.

    Ich hoffe ihr habt da Tips für mich. Ach so, ich war heute mit der Maus zwei mal spazieren und beide male hat sie immer wieder geweint ist stehengeblieben wollte nicht mehr weiter und manchmal hat sie sich sogar hingesetzt und wollte nicht mehr laufen.

    So freue mich auf antworten

    VG Annika & Amy

  • Das aufdrehen kenne ich auch,das gibt sich wenn sie älter wird. Um es zu unterbrechen ist das ruhige Unterbringen im Kennel nicht verkehrt. Damit sie es nicht als Strafe verknüpft gib ihr doch einen gefüllten Kong
    oder etwas anderes zum knabbern. Das funktioniert mit unserem 4 Monate alten Welpen super. LG

  • Hallo,

    zu 1: Wie reagiert ihr? Wie lange dreht sie so auf?
    Tische und Bänke wären für mich tabu - da würde ich entsprechend reagieren. Den Rest würde ich ignorieren.
    Sie einfach in den Kennel zu sperren halte ich für keine gute Idee.
    Kannst du ihr nicht so eine Ersatzbeschäftigung anbieten (wie schon erwähnt Kong, eine Knabberstange oä)?

    Ich würde wenn dann ein "Ruhewort" konditionieren und auch das mit dem Kennel so aufbauen, dass sie freiwillig hineingeht und sie nicht dort eingesperrt wird, wenn sie ein bisschen rumtobt.
    Ich halte das ja für normales Verhalten, was man mal erträgt und gut ist. Kleine Kinder rennen auch durch die Bude, wenn sie ihre 5 Minuten haben.
    Hat meiner zur Welpenzeit auch gemacht - auf die Idee, ihn dafür wegzusperren, wäre ich gar nicht gekommen :fear: . Wenn man selber Entspannung ausstrahlt, fährt auch so ein kleiner Zappelphilipp wieder runter.

    Zu 2: Ihr dürft ihr ruhig zeigen, dass das richtig unangenehm ist und wehtut. Ein lauter Schmerzschrei und Spiel abbrechen. Fährt sie so hoch, dass sie überall reinzwickt, würde ich mich für nen Moment von ihr fernhalten.

  • Also der "Welpenwahnsinn" ist völlig normal. Ich würde an Eurer Stelle wie schon geschrieben da eingreifen wo etwas kaputt gehen kann und (Tische und Bänke) und ansonsten ignorieren und abwarten. Ich musste eigentlich immer lachen wenn meine in dem Alter wild knurrend und rennend durch die Gegend schoss. Manchmal hat sie das heute noch und ich amüsiere mich köstlich. Mein Junghund ist jetzt 6 Monate und hat das kaum noch, was ich fast schade finde.

    Und auch das grobe beim spielen ist normal, wenns zu heftig wird laut quietschen, weggehen und wenn sie hinterher kommt ruhig auch mal aus dem Zimmer gehen und die Türe schließen. 1 Minute warten, dann wieder rein.

    Ich weiß, das alles ist nervig, aber es ist doch normal und gibt sich mit der Zeit von alleine.

  • Lehn dich erst mal zurück und atme tief durch. Ihr habt die Kleine eine Woche und dazu war sie in der Woche auch noch krank. Mach mal langsam, Welpen haben noch einen
    starken Folgetrieb, du brauchst sie dafür, dass sie diesem Trieb folgt nicht mit Futter
    belohnen. Freu dich wenn sie zu dir gehopst kommt, kuschel mit ihr, lehr sie ihren Namen
    kennen. Das ist wichtiger als Sitz oder irgendwelche Ausbildungsschritte.
    Versteck dich im Haus mal spielerisch und lass sie dich suchen. Nutze nie deine Hände oder Füße als Jagdobjekt, bring ihr gleich bei, dass du tabu bist als Kauobjekt und biete ne Alternative.

    Wilde fünf Minuten haben Welpen einfach, nimms mit Humor. Sie gerade dann wegzusperren würde ich nicht machen, spiel doch mit, setz dich auf den Boden und tobe
    ne Runde mit. Das schafft Bindung. Knuddel sie, sei albern, sieht doch keiner ;)

  • Zitat

    Lehn dich erst mal zurück und atme tief durch. Ihr habt die Kleine eine Woche und dazu war sie in der Woche auch noch krank. Mach mal langsam, Welpen haben noch einen
    starken Folgetrieb, du brauchst sie dafür, dass sie diesem Trieb folgt nicht mit Futter
    belohnen. Freu dich wenn sie zu dir gehopst kommt, kuschel mit ihr, lehr sie ihren Namen
    kennen. Das ist wichtiger als Sitz oder irgendwelche Ausbildungsschritte.
    Versteck dich im Haus mal spielerisch und lass sie dich suchen. Nutze nie deine Hände oder Füße als Jagdobjekt, bring ihr gleich bei, dass du tabu bist als Kauobjekt und biete ne Alternative.

    Wilde fünf Minuten haben Welpen einfach, nimms mit Humor. Sie gerade dann wegzusperren würde ich nicht machen, spiel doch mit, setz dich auf den Boden und tobe
    ne Runde mit. Das schafft Bindung. Knuddel sie, sei albern, sieht doch keiner ;)

    Genau. Stimme zu bis auf den letzten Absatz: Also wenn unsere ihre wilden 5 Minuten hatte ist die komplette Familie inkl. Kater gemeinschaftlich aufs Sofa geflüchtet und hat zugesehen dass sämtliche Gliedmaßen außer Reichweite sind. Da war dann regelrecht Alarm, weil sie in der Zeit auch wie wild um sich geschnappt und gebissen hat.

    Es war immer ein Bild für Götter, wir alle auf dem Sofa im Wohnzimmer, Hund davor immer hin und her gerannt. Mein Mann hat uns mal dabei beobachtet und sich schief gelacht, unsere Köpfe gingen wie beim Tennis immer hin und her, dem Hund nachschauend. Auch beim Kater.

    Ihre wilden 5 Minuten beendete sie immer mit einem Riesensatz ins Körbchen und nur 2 Minuten später schlief sie tief und fest.

  • Ich würde dieses "Erfolgserlebnis" meinem Welpen nicht gönnen, ganz ehrlich. Dem
    Zwerg komme ich dann schon noch bei. Ich würde sie kurz festhalten, macht sie dann
    weiter gibts nen kleinen Knuff und das Spiel ist zu Ende. Aber aufs Sofa fliehen vor
    meinem Welpen würde ich sicher nicht. Grenzen müssen eben erst erlernt werden,
    dass ist so bei Kindern.

  • Mir kommt das auch sehr bekannt vor :-)
    Meine ist nun 6 Monate als, und beispielsweise dieses im Haus durchdrehen hat von einem auf den anderen Tag irgendwann aufgehört.
    Haltet den Kopf hoch, mit der Zeit legt sich einiges, und haltet euch an den ein oder anderen Tipp den man hier bekommt. Perfekt kann sich keiner verhalten...

  • Zitat

    Ich würde dieses "Erfolgserlebnis" meinem Welpen nicht gönnen, ganz ehrlich. Dem
    Zwerg komme ich dann schon noch bei. Ich würde sie kurz festhalten, macht sie dann
    weiter gibts nen kleinen Knuff und das Spiel ist zu Ende. Aber aufs Sofa fliehen vor
    meinem Welpen würde ich sicher nicht. Grenzen müssen eben erst erlernt werden,
    dass ist so bei Kindern.

    :lachtot:

    Nein, ich lache nicht über Dich. Aber das "fliehen" vor dem Welpen muss so aussehen als seien wir vor ihr davon gerannt. Und da hatte ich gerade übelst Kopfkino (Hund beginnt zu spinnen - ein Schrei der Mama durchs Haus - "Alaaaaarm !!!!!! "eine ganze Familie inkl. Kater rennt kreischend ins Wohnzimmer und hopst aufs Sofa, der Hund kläffend hinterher).

    Quatsch !!!!!!!! So wars natürlich nicht.

    Aber - ganz ehrlich - wir haben sie einfach machen lassen und einfach geschaut dass wir aus dem Weg sind. Festhalten? Knuffen? Wozu? Das ganze hat sich nach wenigen Wochen von alleine gegeben ohne dass wir uns beißen lassen mussten (so gut festhalten kann man einen Welpen im Wahn nämlich kaum dass er einen nicht erwischt), und festhalten macht sie doch nur noch verrückter. Wie gesagt, ich spreche von den wilden 5 Minuten, und 5 Minuten sind nach 5 Minuten vorbei. Wozu also nen Aufstand machen ?

    Jetzt haben wir einen Hund, der mir fast schon zu ruhig erscheint für 6 Monate.

  • :D Zugegeben, auf den ersten Blick eine lustige Vorstellung. Ich finde es aber richtig,
    wenn ein Welpe von Anfang an lernt Regeln zu beachten. Dazu gehört, ich beiße nicht
    in Menschen. Oder das hat Konsequenzen für mich.
    Und gerade bei Rassen die wie Labbis zur Distanzlosigkeit neigen kann ich nicht früh
    genug anfangen darauf zu achten, dass Menschen das nicht dulden ;)
    Meine Welpen hatten das übrigens sehr schnell raus und hielten ihre spitzen Zähnchen schnell im Zaum. Und ich tobe so auch heute noch hin und wieder mit meinen inzwischen
    erwachsenen Hunden und es macht riesigen Spaß.

    Mit sechs Monaten ist dein Hund fast auf dem Sprung Richtung erwachsen werden,
    warte ab, was die Zukunft bringt.

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