Desinteresse / andere Hunde anbellen / Leine ziehen
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Guten Morgen!
Wie in der Vorstellungsrunde angekündigt habe ich den Hund des Chefs an einigen Tagen der Woche im Büro zu Gast - Luna, Malteser, 2 Jahre alt.
Im Büro klappt alles super - Sie hat mich als Rudelführer akzeptiert, gehorcht und geht auch immer brav auf ihren Platz, wenn ich das will.
Allerdings gibt es beim Gassi gehen einige Probleme, die ich nicht in den Griff bekomme:
1. Sie interessiert sich kein Stück für den Mensch am anderen Ende der Leine - Sie zieht und läuft dort hin, wo sie will. Training in Form von Richtungswechsel und oder einfach stehenbleiben, bis sie mich anschaut läuft gar nicht - ist ihr völlig egal. Ich könnte Tot umfallen und sie hätte 1000 andere Dinge zu beobachten, als mein Ableben zu bemerken.
2. Andere Hunde: 30 Meter Entfernung: der andere Hund wird registriert und aus der Jagdposition heraus beobachtet. 15 Meter Entfernung: Amoklauf – Zerren, Bellen (gibt es davon eine Steigerung???), komplett ausflippen bis der andere Hund vorbei ist. Spielt das Herrchen des Gegnerischen Hundes mit und lässt Luna nah ran, hört das Theater allerdings direkt auf, es wird geschnüffelt und alles ist wieder ok. Beim Herrchen ist es das selbe Spiel – aber wohl erst seit der Pupertät. Maßnahmen wie Dose klappern, einfach umdrehen und weglaufen, Wasserpistole, Ablenkungsversuche mit Spielzeug und Leckerlis haben nichts gebracht. Derzeit wird es wohl ignoriert…
Irgendwie bilde ich mir ein, dass dieses Verhalten aus einer Unsicherheit kommt, da Luna wenig Kontakt mit anderen Hunden hat?
Ich hoffe auf einen Tipp, ob und wie ich das eventuell mit ihr trainieren kann – leider sind meine Aktivitäten auf die Mittagspause beschränkt, aber besser wenig als gar nicht?
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Hi,
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Wie ist den Euer Verhätlnis?
Wie wärs wenn du dir ein paar Spiele zusammenstellst die du mit ihr machen kannst? Das stärkt Eure Bindung und zusätzlich wirst du interessanter für sie.
Schau das DU der Mittelpunkt bist vom Spaziergang, sprich Bindung stärker und bei DIR gibts immer etwas gaaaaanz tolles (Spiel leckerchen knuddeln) -
So wie sich der Hund benimmt, akzeptiert und respektiert er dich nicht im geringsten. Wie kommst du
da drauf? Rudelführer kannst du eh nicht sein, du bist kein Hund, kannst also mit einem Hund auch kein
Rudel bilden.
Warum sollte sie sich denn für dich interessieren? Weil du als Ballast an ihr hängst?Ich vermute, der Hund kläfft eher aus Frust, weil er zu dem anderen Hund hin will und du ihn hinderst.
Grundsätzlich würde ich keinen Kontakt an der Leine zulassen um diese Erwartungshaltung nicht zu fördern.
Ausserdem sind nicht alle Hund nett und das kann für so einen kleinen Hund schnell böse enden.
Bringt aber nur was, wenn der Besitzer auch mitmacht.Was meinst du denn mit Jagdpositon?
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@ CHCiara:
Ich habe schon mit der Schleppleine einiges an "Bindungsversuchen" gestartet – das funktioniert auch gut – auf der Wiese. Leider überträgt sich unser Training nicht auf die Wege, auf denen sie einfach nur neben mir laufen soll – wie gesagt, da kann ich machen was ich will – ich bleibe abgemeldet.
@ YorkieFan:
Vielleicht sind meine Formulierungen nicht "Hunde-Profi-Konform" - ich bin halt ein Anfänger.
Die Meinung, dass sie mich als Chef sieht habe ich, weil im Büro Anweisungen prompt umgesetzt werden (ich weiß ich bin kein Hund, aber ich reagiere nur auf Anweisungen, wenn sie vom Chef kommen…).
Mit "Jadposition" meine ich, dass er sich extrem in die Leine hängt – man merkt halt, dass er gleich durchstartet… Ok, also nicht zu anderen Hunden hinlassen, aber was mache ich anstelle? Ignorieren? Richtungswechsel?
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Dann übe doch zuerst auf der Wiese.
Am Besten übt ihr laaange bis du das Gefühl hast es Sitzt richtig gut an Orten an denen ihr euch beide gut auskennt und an dennen ihr vertraut seit.
Irgendwo wo es so wenig wie möglich ablenkung hat.Denn wenn du zu früh unter Ablenkung übst, kann das ein grosser Rückschlag sein unter Umständen. Weisst du wie ich meine? Kennst du Bindungsspiele? Ist sie verspielt?
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Es geht mit verspielt sein... Bällchen findet sie manchmal interessant...
Ich habe nur das Problem, dass wir hier mitten in der Stadt sind und der einzige grüne Fleck der sich fußläufig anbietet, leider auch bei anderen Hundehaltern sehr beliebt ist...
Ich muss das nicht machen, aber ich möchte dem Hund irgendwie gerne helfen, weil ich denke, dass es so auch für ihn ziemlich anstrengend ist...
Die Problematik mit der Leine ist für mich auch eher zweitrangig - so "böse" wie es sich anhört, der Hund muss ja aufgrund seiner körperlichen Statur schon immer da hin, wo ich auch hin möchte. Aber die Situationen mit anderen Hunden ist sowohl für mich, als auch für den Hund extrem anstrengend - wir kommen auf unserer Runde an bestimmt 10 anderen Hunden vorbei und der Spaziergang soll ja eigentlich entspannend und schön für den Hund sein und nicht 60 Minuten Dauerstress bedeuten.
Wir haben jetzt auch eine Gassi-Freundin mit vorbildlich erzogenem Hund - Ich habe ja insgeheim die Hoffnung, dass wenn wir mit ihr zusammen eine Runde drehen, Luna sich da vielleicht an bisschen was von ihrem neuen Freund abschaut... Mal sehen.
Ich versuche das mit der Schleppleine einfach weiter - vielleicht bin ich auch einfach zu ungeduldig :-)
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Wenn du ehrlich bict, dann hört sie auf dich, wenn sie nichts besseres zu tun hat. Und nicht weil sie
dich respektiert.
Es ist ja nicht dein Hund, deshalb die Frage: Was macht der Besitzer mit ihr. Hat sie überhaupt die Erfahrung
machen können, dass Menschen richtig spannend sein können? Ballspielen in Gegenden wo andere Hunde frei
laufen würde ich lassen, das kann übel ausgehen.
Wenn der andere Hund auch an der Leine ist, nimm sie an die dem Hund abgewandte Seite, so dass du zwischen
Dem entgegenkpmmenden Hund und deinem läufst. Das Problem beim Kontakt an der Leine ist, wie schon gesagt
nicht jeder Hund ist freundlich, und bei so einem kleinen Hund reicht ein Schnapper schon und das wars.
Die zweite Gefahr ist, dass sich die Leinen verhaken und man dann die Hunde nicht schnell genug trennen kann. -
Zitat
Wenn du ehrlich bict, dann hört sie auf dich, wenn sie nichts besseres zu tun hat. Und nicht weil sie
dich respektiert.Das meinte ich mit Sie muss sich spannender machen
ZitatBallspielen in Gegenden wo andere Hunde frei
laufen würde ich lassen, das kann übel ausgehen.Das auf jeden Fall ich nahm an das so wie sie schrieb die Wiese "leer ist"
Kontakt mit anderen Hunden an der Leine ist bei mir auch absolutes Tabu! Viel zu gefährlich und an der Leine darf mein Hund sowieso nichts.. Dafür gibts den freilauf.
Frag doch mal deinen Chef was er so mit ihr in diesen Situationen macht. SChafft er es für seinen Hund spannend zu sein?
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Kurz meine Meinung:
Arbeite an der gesprächsbereitschaft, an nichts anderem. Nur an der Ansprechbarkeit: erst ohne Ablenkung, dass bissl mehr usw.
Das muss zuerst an der Kurzen Leine funktionieren, bevor der Hund mehr Freiheit durch die SL bekommt.Für mich braucht ein Hund Bewegung und einen "Job". Nicht aber schlicht-chaotisch geworfene Bälle ohne Sinn. Der "Job" oder nennen wirs Köpfchenarbeit ist bei einem Hund in der Grundausbildung bei mir vorwiegend eben das Alltagstraining mit Hauptaugenmerk immer wieder auf der Gesprächsbereitschaft. Denn was nützt es wenn der Hund "Sitz" kennt, aber leider das Kommando nicht hört, da er an das Schnitzel denkt, die Katze, den Ball, etc.
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