Welpe erkennt sein Frauchen nicht :(

  • Hallo!
    Ich habe seit einer Woche eine Chihuahuawelpen. Mein Freund und ich wohnen noch nicht zusammen und deswegen haben wir uns entschieden, dass der Hund hauptsächlich bei mir zuhause sein soll (ausgenommen Besuche bei ihm). Seitdem wir sie haben, war sie auch nur bei mir, um sich erst mal im seinen neuen Heim einzugewöhnen.
    Obwohl mein Freund und ich fast die gleiche Zeit mit ihr verbringen, ist sie viel mehr auf ihn fixiert. Wenn ich sie rufe oder möchte, dass sie zu mir kommt, reagiert sie meist gar nicht. Wenn mein Freund sie ruft, freut sie sich und kommt sofort angelaufen. Wenn andere Leute sie rufen, kommt sie ebenfalls meistens angelaufen und wedelt mit dem Schwänzchen.
    Ich kann mich nicht dran erinnern, dass ich ihr mal weh getan hab oder, dass sie andere schlechte Dinge mit mir verbindet, deswegen kann ich mir ihr Verhalten nicht erklären. Ich möchte bald mit ihr in die Hundeschule gehen, in der Hoffnung dass sie mich als ihr Frauchen anerkennt und dass eine innige emotionale Bindung entsteht. Sie bekommt Streicheleinheiten, Leckerchen und sehr viel Aufmerksamkeit von mir, auch wenn ich mal schimpfen muss, wenn sie etwas verbockt.
    Ich würde mich über Tipps und eure Erfahrungen freuen! =)

  • Ich weiß ja, dass der Hund keine bösen Absichten hat, aber es tut schon ziemlich weh vom eigenen Welpen mehr oder weniger ignoriert zu werden... Meine Angst ist einfach, dass er sich das während seiner Sozialisierungsphase einprägt und es sich nicht mehr ändern...

  • Hey Nina,
    das ist doch Schwachsinn. Natürlich kann er auch später noch eine super Bindung zu dir aufbauen. Schau dir doch die ganzen Leute hier im Forum an, die einen "gebrauchten" Hund bekommen. Da scheint sich ja auch immer wieder ein neues, super entspanntes und intimes Verhältnis aufzubauen.

    Zum Thema:

    Die Kleine ist seit einer Woche da ? Ich bitte dich, lass sie doch erst einmal Hund sein. Sie muss doch erst noch richtig ankommen, sich einleben und sich an alles gewöhnen. Einen richtigen Rückruf auf Kommando werdet ihr wohl kaum schon haben. So behaupte ich, dass alles was sie momentan zum Kommen bewegt die reine Neugierde ist. Und hey, dich hat sie ja ständig vor Ort und kann dich stets beschnuppern. Andere Leute sind da erstmal viieeel interessanter;)

    Grüße

    Vincent

  • Danke erstmal für Eure Tipps und Ermutigungen!
    ich mache mir nur halt Gedanken, weil sie meinen Freund genau so viel sieht wie mich und da das Interesse halt viel größer ist. Ich werde mal eine Weile abwarten, sehen was die Hundeschule bringt und das Beste hoffen

  • Dass Herrchen die absolute Nummer Eins ist, sowie er da ist, habe ich schon desöfteren gehört.
    Ich glaube das ist einfach so, weil da einer kommt, der macht jetzt mal was anderes, der ist interessant-jippie...
    Mach dir keinen Kopf, das wird noch.

  • Zitat

    Dass Herrchen die absolute Nummer Eins ist, sowie er da ist, habe ich schon desöfteren gehört.
    Ich glaube das ist einfach so, weil da einer kommt, der macht jetzt mal was anderes, der ist interessant-jippie...
    Mach dir keinen Kopf, das wird noch.

    kommt mir doch auch alles so bekannt vor ;)

    Mein Mann ist derjenige, der die Bande auf die Couch hebt und sich dazusetzt.
    Sie sprechen sozusagen auch mit meinem Mann und lassen ihn wissen: geh jetzt mit uns
    in die Küche und gib uns ein Leckerlie"

    Auch wenn unsere von mir weit aus mehr Zuwendung erhalten, es sind manchmal die kleinen Dinge.

    Trotzdem kann ich nicht feststellen, dass sie zu mir weniger Bindung haben.

  • Wenn ein Hund einen anderen Menschen mehr beachtet und sich mehr mit ihm beschäftigt, heißt es nicht automatisch, dass dieser Mensch auch mehr respektiert wird und mehr ernst genommen wird als der, der nicht so belagert wird. :)

    Das Beispiel von MGF2 ist da eines der sehr offensichtlichen. Die Hunde mögen den Mann nicht lieber, sondern er ist einfach besser manipulierbar. Hunde denken sehr Ressourcenorientiert und sind Opportunisten und halten sich natürlich an die, welche die Ressourcen etc auch öfter rausrücken oder sich vom Hund komandieren lassen in dieser Hinsicht.

    Weniger ist mehr. Man muss einen Hund und auch keinen Welpen verhätscheln und nur um ihn herum sein. Meine Hunde baden sich in Aufmerksamkeit meinerseits, weil sie die nicht ununterbrochen zur Verfügung haben. Auch untereinander stehen sie einander nicht ununterbrochen zur Verfügung. Umso schöner ist es dann, wenn sie der Mittelpunkt meiner Erde sind. Wenn auch nur für den Augenblick wenn wir was üben oder raus gehen. Ansonsten sind sie abgeschrieben. Das heißt ich habe meistens anderes zu tun, als mich ununterbrochen mit ihnen zu beschäftigen.

    Aber hier gilt, wie bei allen Neueinzügen: Ankommen lassen. In einem Monat kann die Welt schon wieder komplett anders aussehen.

  • Du schreibst, Herrchen und Frauchen verbringen gleich viel Zeit mit dem Hund. Rein quantitativ mag das stimmen. Aber ich Wette, du bemühst dich mehr um den Welpen? ;) und genau das ist der häufigste Fehler. Du bemühst doch ständig um den Hund, reagierst auf jedes Geräusch und auf jeden Pups. Und genau aus dem Grund bist du für den Hund langweilig, schließlich braucht er um deine Aufmerksamkeit nicht zu buhlen, sie ist immer und ständig verfügbar.
    Willst du nun einen Hund, der nach dir schaut und für den deine Nähe etwas besonderes ist, wirst du dein Verhalten ändern müssen.

    Bist du dazu bereit, deinen Welpen oft zu ignorieren?
    Bist du dazu bereit, nur noch dann zu streicheln, zu spielen, etc. wenn du es wirklich willst und zwar nicht aus dem Grund weil Welpi so süß ausschaut?
    Wenn ja kann ich dir Tipps geben, wenn nein wirst du trotzdem viel Spaß an deinem Welpen/Hund haben, aber für ihn nie spannend sein!

    Aber lass deinen Welpen auch erst mal ankommen, eine Woch ist dafür viel zu kurz!

  • Zitat

    Du schreibst, Herrchen und Frauchen verbringen gleich viel Zeit mit dem Hund. Rein quantitativ mag das stimmen. Aber ich Wette, du bemühst dich mehr um den Welpen? ;) und genau das ist der häufigste Fehler. Du bemühst doch ständig um den Hund, reagierst auf jedes Geräusch und auf jeden Pups. Und genau aus dem Grund bist du für den Hund langweilig, schließlich braucht er um deine Aufmerksamkeit nicht zu buhlen, sie ist immer und ständig verfügbar.
    Willst du nun einen Hund, der nach dir schaut und für den deine Nähe etwas besonderes ist, wirst du dein Verhalten ändern müssen.

    Bist du dazu bereit, deinen Welpen oft zu ignorieren?
    Bist du dazu bereit, nur noch dann zu streicheln, zu spielen, etc. wenn du es wirklich willst und zwar nicht aus dem Grund weil Welpi so süß ausschaut?

    Wenn ja kann ich dir Tipps geben, wenn nein wirst du trotzdem viel Spaß an deinem Welpen/Hund haben, aber für ihn nie spannend sein!

    Aber lass deinen Welpen auch erst mal ankommen, eine Woch ist dafür viel zu kurz!


    Genau das ist es. Der Hund muss sich nach dir richten, nicht du dich nach ihm.
    Verstehe mich bitte nicht falsch. Das heißt nicht, dass du den Hund nicht liebst und ihm das Beste geben willst. Es ist nur einmal so, dass ein Hund auch seine Verhaltensregeln braucht und du bist dran, ihm sie zu zeigen.
    Und dadurch, dass du ihm auch zeigst, wann es Spielzeit ist (bspw.) und wann nicht, lenkst du auch die Aufmerksamkeit auf dich. Wichtig ist, dass du ihn nicht die ganze Zeit bespaßt, sondern es um Ressourcenarbeit geht. Du sagst an, wann was gemacht wird.
    Was auch wichtig ist, in Zusammenhang auf die Ressourcen, bedenke, dass dein Hund auch viel Ruhe braucht (bis zu 18-20 Stunden Schlaf am Tag). Demnach musst du ihm auch sagen, wann Ruhe sein soll. Heißt, er wird dann nicht bespaßt, wird sogar ignoriert.
    Und lass euch vor allem Zeit... er ist erst eine Woche da.

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