Hund geht auf alles und jeden los

  • Schön guten Abend liebe Community

    es geht um den Hund meines Freundes, und zwar ist es ein Labrador-Schäferhund Mix und 1 Jahr und 7 Monate alt.
    Und der geht auf alles und jeden los.

    Angefangen damit hat es als der Hund ca 8 Wochen war, da ging er zum ersten mal in eine Fremde Familie die es eigentlich auch für immer sein sollte. Allerdings haben wir den Hund dann nach ca. 2 Wochen wieder geholt was da passiert war keine ahnung aber auf jedenfall nichts gutes. Der Hund als ich ihn holte war völlig verängstigt und hat sobald man die Hand gehoben hat zusammengezuckt.
    Wie schon oben gesagt fremde Hunde, fremde Menschen ist ein no go, sie geht direkt drauf los, da hilft auch kein "aus" oder "schluss" mehr :hilfe:
    Sie ist sehr gut erzogen, hört auf: Sitz, Platz, Aus, Warte usw.....

    Kann mir jemand sagen was ich dagegen machen kann, damit sie ihre aggressivität verliert :hilfe:
    Abgeben wollen wir sie auf keinenfall.

    Liebe Grüße

  • Einen wirklich guten Hundetrainer suchen und mit ihm zusammen daran arbeiten, dass dieser Hund das Vertrauen sowohl zu Menschen als auch zu anderen Hunden widererlangt.

    Wenn du magst, schreib, wo du wohnst und vielleicht kann dir jemand einen HT empfehlen.

    LG
    cazcarra

  • Ich habe auch so einen Hund und gehe mit ihm seit 5 Wochen zum Hundetrainer, was meiner Meinung nach die einzigste Lösung ist. Er macht schon Fortschritte und ist daher auch schon im Gruppentraining.

  • Hallo Pia,

    das hört sich gar nicht gut an und es tut mir in der Seele weh, wenn ich sowas lese. Meine erste Frage ist bei sowas immer: wieso schafft man sich dann überhaupt erst einen Hund an?? :irre3:

    Das Du dich jetzt diesem Hund angenommen hast und eine Änderung für den Hund einbringen willst ehrt Dich, aber ich will Dir sicher keine Angst machen, aber der Weg wird lang werden!

    Wie der Vorschreiber schon sagte, hier muss u n b e d i n g t ein Hundetrainer herangezogen werden, der sein Handwerk wirklich versteht. Dieser sollte auf verängstigte Hunde spezialisiert sein, man kann dermassen viel verkehrt machen, das glaubt man nicht.

    Unser Momo war ebenfalls als 8 Wochen alter Welpe in eine Familie vermittelt worden und schon nach kürzester Zeit hagelte es Hilferufe bei der Züchterin. "Der Hund macht das nicht" oder "der Hund kann gar nichts" usw. usw.
    Die Züchterin hat hier ebenfalls kurzum den Hund zurückgeholt und was sich ihr da anbot, war ein Bild des Jammers.

    Momo wurde sich komplett selbst überlassen, wurde im Garten angepflockt und allein gelassen. Inzwischen sind wir fest davon überzeugt, dass man ihm gegenüber auch körperlich wurde.

    Er hat, wie in deinem Fall, auch alles und wirklich jeden angegangen. Ob diese Personen, Autos, Pferde noch 100 Meter weg waren oder nur 10.....er machte stets den gleichen Aufstand.

    Da wir (also meine Frau und ich) insgesamt 2 Hunde haben, haben wir hausintern die Regel so festgelegt, dass jeder einen Hund übernimmt und für ihn verantwortlich ist. Unsere Trainerin empfahl uns zu diesem Schritt, da es für Momo wichtig war, dass er schnell eine feste Bezugsperson bekam, zu der er Vertrauen aufbauen konnte. Wir haben der Trainerin vertraut und sind mit diesem Schema sehr gut gefahren.

    Hintergrund der Vorgehensweise war der, dass bei 1 festen Bezugsperson der Hund nicht durch widersprüchliche Kommandos weiter verunsichert wurde. Ein "Sitz" von meiner Frau ist anders als wenn ich diesen Befehl anwende. Der eine arbeitet mehr mit dem Körper, der andere mehr mit der Stimme usw. Viele kleine Nuancen, die bei einem unsicheren Hund schnell dazu führen können, dass er nicht weiß, wie er reagieren soll.

    Weiß ein Hund nicht, wie er reagieren soll, ist der Punkt erreicht, wo er gerne selbständig eine Entscheidung fällt. Leider ist diese Entscheidung meist nicht das gewünschte Verhalten, was wir uns vorgestellt haben.

    Einen verängstigten Hund wieder zu festigen, ihn wieder aufzubauen und ihm das Vertrauen zurückzugeben sowie sein Vertrauen zu gewinnen ist eine echte Herausforderung. Und hierzu rate ich ganz ganz dringend dazu, hier wirklich auf professionelle Hilfe zurückzugreifen. Da kann dir auch niemand aus dem Forum helfen, denn jeder Hund ist anders, jeder Mensch ist anders. Was bei mir gut funktioniert, muss nicht zwangsläufig auch bei dir funktionieren.

    Kleine Info am Rande: als wir Momo bekommen haben, war er 6 Monate alt. Inzwischen geht er auf sein 7. Lebensjahr zu und wir haben immer noch Baustellen, die es zu "bearbeiten" gilt. Zwar ist er inzwischen wirklich ein super Hund geworden, aber das letzte Quentchen fehlt ihm noch. Er neigt leider immer noch dazu, dass er sich hin und wieder erlaubt einen Jogger zu stellen. Und solange er das tut, habe ich Arbeit mit ihm ;-)

    Was ich aber sagen kann ist, dass Momo uns gerade WEGEN dieser Schufterei ganz besonders ans Herz gewachsen ist. Wir beobachten unseren Momo oft und erinnern uns zurück, wie er noch vor 3-4 Jahren war. Heute gehen wir durch Situationen, wo er damals nicht durchgekommen wäre, ohne Radau zu machen.

    Wichtig ist, dass Du dem Hund eine vernünftige Beschäftigung anbietest, die er gerne macht und auch gut kann. Erfolgserlebnisse sind nicht nur für den Menschen schön sondern gerade auch für Hunde. Eine gute Möglichkeit, ihm Selbstvertrauen zurückzugeben!

    Ich wünsche dir viiiiiiel Erfolg und gib nicht auf!!

    Liebe Grüße
    Volker

  • Hey, ich komme aus der selben Gegend (Aken, falls dir das was sagt... ;) )

    Ich habe bis jetzt noch keinen Trainer gebraucht, aber ich werde mich mal bei Freunden in der Heimat umhören und dir bescheid geben...

    Abgesehen davon sagt es nicht über den Erziehungsstand eines Hundes aus, wenn er Sitz und Platz kann.
    Wichtig sind eher Grundgehorsam, was ein ungefährliches Verhalten in so ziemlich jeder Alltagssituations beinhaltet.

    Liebe Grüße

  • ja Aken sagt mir was, war da schon öfters :smile:

    Naja wie gesagt der Hund gehört meinem Freund, der aber nicht so recht mit klar kommt.
    Deswegen hab ich jetzt das "Ruder" in die Hand genommen.
    Weg geben werden wir sie im keinen fall ( wer weiß was dann mit ihr passiert) :mute:

    Hab zwar selber 2 Hunde aus dem gleichen Wurf, mit denen sie sich auch versteht, aber das schaff ich auch schon noch sie in die richtige bahn zu lenken.
    Gut, dass habe ich mir schon gedacht, das ich das allein fast nicht hinbekommen werde.

    Aber ist sehr nett wenn jemand einen Hundetrainer kennt in der Umgebung hier, der auch was davon versteht.
    Hatte auch schonmal überlegt mit ihr auf ein Hundeplatz zu gehen, aber ich denke das bringt mir jetzt keine Punkte.

  • Nein - den Hundeplatz kannst du vergessen. Dieser Hund braucht deine besondere Aufmerksamkeit und individuelles Einzeltraining.

    Ich schau mal, ob ich eine Adresse für dich finde.

    LG
    cazcarra

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