Welpe und Kinder ...

  • Huhu,

    in ein paar Wochen kommt unsere Welpendame und ich habe noch ein paar Fragen:

    Unsere Kinder sind 7 und 8 Jahre alt (und noch ein teenie dazu der aber wegen Leistungssport kaum zuhause ist ...) und freuen sich natürlich auch auf den Welpen.

    Allerdings haben mich jetzt so viele gewarnt, daß das totale Chaos ausbrechen wird, Welpe nur am durchdrehen sein wird und Kinder nur am heulen ... also ich will jetzt einfach wissen: wie mach ichs richtig ?

    Was dürfen Kinder, wie kann ich ihnen in Ruhe zeigen Bezug zum Welpen aufzubauen ohne daß alles in wilder Toberei endet ?

    Wie reagier ich für den Fall, daß Welpi eben spielenderweise doch nach Kinderhänden und - hosen schnappt ?

    und vorallem: Wie erzeihe ich Welpi am besten zur Ruhe während meine Kinder nunmal eben auch da sind ...?

    Ne Freundin empfahl eine Box im Wohnzimmer, falls es ganz hoch hergeht, aber ich kann ja schlecht das arme Hundekind da einfach reinsperren, also nee ...

    Meine Kinder sind keine Raufbolde sondern sehr verständig, trotzdem muß ich ja klare Ansagen machen und fühl mich da im Vorfeld einfach unsicher ...

    Brauch ne kleine Anleitung - bitte !

    Danke !

  • Hmm, also pauschal würde ich sagen, dass allen von Anfang an Grenzen gesetzt werden müssen, die Kinder müssen lernen, die Ruhephasen des Hundes zu akzeptieren, ihn dann auch völlig in ruhe zu lassen, sie sollten lernen, dass wenn der Hund beim Toben z.B. zu serh hochdreht auch aufhören zu können um die situation zu beruhigen. Dem Welpen müssen natürlich auch klare Grenzen aufgezeigt werden, wenn er "spielerisch schnappt" dann muss ihm mit Ruhe und Konsequenz und einem klaren Nein beigebracht werden dass er das nicht darf, wobei ich mir fast sicher bin, dass die Kinders das schneller lernen werden als der Welpe :roll: Mach dir nicht zuuuu viele Gedanken, schaut erst mal wieder Welpe überhaupt drauf ist UND wie es dann läuft wenn der Welpi da ist.

  • Ja, erstmal cool - Du bist doch die Souveräne, die auch 3 Kids halbwegs hinbekommen hat! :D

    Wichtig ist - wie bereits gesagt - beide brauchen da ihre Grenzen. Hund eh, erziehungstechnisch allgemein. Allgemein da gültig für sein Leben bei Euch und im Zusammenspiel mit allen anderen Familienmitgliedern.

    Die Kinder haben da wohl auch einiges zu "schlucken" - erstens: Hund ist kein Spielzeug. Der Hund hat nicht 24h am Tag das zu machen was ich will - in dem Sinne: ich weck ihn jetzt weil ich spielen will..etc.pp.
    Es ist genauso ein Lebenwesen, was seine individuelle Alleinzeit braucht / streßfreie Ruhezeit / Schlaf...etc.pp.

    Besonders ein kleiner Welpe sollte nicht gleich überrollt werden - er muss sich erst eingewöhnen...er ist gerade weg von seiner Hundefamilie, in einer neuen Umgebung. Alleine und vielleicht ein wenig ängstlich. Er braucht viel Schlaf und sollte am Anfang am besten lernen Ruhe zu halten - und diese insofern auch bekommen.

    Es sollte klar sein, was für die Kids tabu ist: den Hund wecken, nerven, hinterherlaufen / bedrängen / auf ihn zuspringen wenn er Angst hat/ streicheln wenn er es nicht will etc.
    Es ist ein Lebewesen...vielleicht zu erklären wie ein kleines Baby (auch wenn der Vergleich hinkt/ unglücklich ist) - es braucht Ruhe, braucht nähe aber auch seine persönliche Zeit zu entdecken ohnebedrängt zu werden. Hat Bedürfnisse (futter, nähe, ruhe, schlaf...), sollte gefördert werden (spiele, ängste vor komischen sachen nehmen, möglichkeiten haben Dinge zu entdecken und zu lernen) und...Respekt und Liebe! ;)

    Das ein Welpe schnappt / rumgnibbelt ist normal - sollte in der Beisshemmung erlernt werden. Es tut schon weh, weil die Welpenzähne sehr spitz sind...da sollten alle an einem Strang ziehen wie man es dem Kleinen liebevoll beibringt. Da musst Du nur mal hier zum Thema suchen oder googlen! Kratzer und ein wenig Blut wird Euch nicht erspart bleiben! :D

  • Gehts ein bisschen konkreter ... bitte bitte ?

    Also: Welpe soll Ruhe halten lernen - WIE mach ich das wenn Welpe nicht Ruhe halten will ?
    Alle Kinder aus dem Raum ? Oder alle Kinder ruhig hinsetzen ... an den Tisch vielleicht ?

    Wann bringe ich das Nein bei .. so früh schon ?

    Ist das mit der Box also Quatsch ?

  • Wie habt ihr euch denn auf den Hund vorbereitet ? Ich bin etwas erstaunt über die vielen Fragen...
    Als Bandit mit 10 Wochen einzog war meine Tochter 2 und mein Sohn 4 Monate alt.
    Vieles ergibt sich doch im alltäglichen Miteinander.

    Als dreifache Mutter solltest du reichlich Erfahrung haben in Sachen Intuition und Entscheidungsfähigkeit.

    Es gibt nunmal keine Gebrauchsanleitung für Welpen :D

  • Was ich dir sehr empfehlen kann, sind Absperrgitter. Bei uns darf die Hündin nicht an die Tische, weder in der Küche, noch im Wohnzimmer. Um die Essecke in der Küche kam ein Absperrgitter, das wir früher wegen der Kinder vor dem Kaminofen hatten. Für das Wohnzimmer hatte mein Mann einen Zaun zusammen genagelt, der die Sitzecke abtrennte. Diese Vorrichtungen haben unser Zuhause nicht gerade schöner, die ersten beiden Monate mit dem Welpen aber sehr viel entspannter gemacht. Die Hündin war ja immer dabei, aber eben auf der Distanz, die wir beim Essen usw. auch haben wollten. So hat sie von sich aus Ruhe gelernt - es passierte dann ja nichts!
    Im übrigen glaube ich, dass ein normaler Welpe von sich aus ein hohes Schlafbedürfnis hat und wenn man diesem Sorge trägt und ihn dann auch wirklich in Ruhe lässt, hat man schon viel gewonnen.
    Das Überall-Hinzwicken und Kindern hinterher flitzen gehört zum Welpen dazu. Wir haben immer laut aufgequietscht, wenn sie uns gezwickt hat und haben uns dann ruhig abgewendet. Nach ein paar Sekunden/Minuten haben wir ihr wieder Kontakt angeboten. Menschliche Körper waren vom ersten Tag an als Knabberspaß tabu. Meine Tochter war erst 3, hat aber schnell begriffen, dass es sinnvoll ist, stehen zu bleiben und sich abzuwenden, wenn der Welpe hinterher rennt und sie anspringen will.
    Habe ich bestimmt überlesen, aber was für einen Hund bekommt ihr denn?

  • Zitat

    Was ich dir sehr empfehlen kann, sind Absperrgitter. Bei uns darf die Hündin nicht an die Tische, weder in der Küche, noch im Wohnzimmer. Um die Essecke in der Küche kam ein Absperrgitter, das wir früher wegen der Kinder vor dem Kaminofen hatten. Für das Wohnzimmer hatte mein Mann einen Zaun zusammen genagelt, der die Sitzecke abtrennte. Diese Vorrichtungen haben unser Zuhause nicht gerade schöner, die ersten beiden Monate mit dem Welpen aber sehr viel entspannter gemacht. Die Hündin war ja immer dabei, aber eben auf der Distanz, die wir beim Essen usw. auch haben wollten. So hat sie von sich aus Ruhe gelernt - es passierte dann ja nichts!

    Das kann man dem Hündchen auch ohne den Absperrkram beibringen. Bandit hatte als Welpe Küchenverbot, das klappt auch durchaus ohne Gitter oder ähnliches.

  • Zitat

    Das kann man dem Hündchen auch ohne den Absperrkram beibringen. Bandit hatte als Welpe Küchenverbot, das klappt auch durchaus ohne Gitter oder ähnliches.

    Das kommt auf den Hund an ;) Meine Labrador-Hündin hatte weder ein Absperrgitter, noch eine Hundebox. Meine Tochter war damals knapp 2 als sie zu uns kam. Heute ist meine Tochter 14 und ich wüsste oftmals nicht, was ich ohne Absperrgitter und Hundebox tun würde um meinem kleinen Terror-Welpen namens Emily Manieren beizubringen :lol:

    Mücke - Du hast eine Bordeaux-Dogge - sehe ich das richtig in Deinem Avatar? Die mag das eventuell noch ohne derartige "Sanktionen" gelernt haben. Ich schicke Dir mal meine Emily^^ Die belehrt Dich schnell eines besseren....

    Der Gedanke "Armer kleiner Welpe kommt mir nicht in die Hundebox" kann sich ganz schnell in "GOTT SEI DANK habe ich eine Box!" ändern.

    So war es zumindest bei uns.... Ein Absperrgitter oder eine Hundebox sollen ja als Erziehungshilfen und nicht als Dauerlösung genutzt werden. Ich weiß nur, dass man einen Welpen mit Pfeffer im Hintern nicht so schnell "zur Ruhe" bringen kann wenn er seine 5 Minuten hat, wie man sich das vielleicht Anfangs so schön vorstellt....

  • Zitat

    Ein Absperrgitter oder eine Hundebox sollen ja als Erziehungshilfen und nicht als Dauerlösung genutzt werden.


    Schon klar. Fakt ist, dass du mit Gitter zunächst mal auf der sicheren Seite bist.
    Ist ja im Prinzip das Gleiche wie mit der Leine. Ist der Hund angeleint, schlampt man mit der Kommunikation und muss natürlich auch nicht wirklich konzentriert sein, weil der Hund kann ja nicht weg.

    Geht der Hund frei neben mir und soll z. B. nicht zum anderen Hund oder ähnliches ist meine Aufmerksamkeit schon eine andere...

    Für mich ist Erziehung, wenn der Hund auf meine Signale reagiert und auf Distanz bleibt. Einen Zaun durch die Bude oder um den Küchentisch zu ziehen fällt wohl eher unter die Kategorie Management.

Jetzt mitmachen!

Du hast noch kein Benutzerkonto auf unserer Seite? Registriere dich kostenlos und nimm an unserer Community teil!