Ist (m)EIN Hund manchmal dumm?

  • Vielleicht liegts auch ein bissi daran, dass du Lino jedesmal hilfst. Dass ist für ihn dann auch bequemer,
    als selber was zu probieren.
    Dazu fällt mir ein, was mal vor Jahren eine Trainerin über ihren Hund sagte. Der war es gewöhnt Befehle
    flott und total toll auszuführen. Aber er hatte es schlicht verlernt Probleme selber zu lösen, es wurde ihm
    ja immer gesagt, was er zu tun hat.
    Ansonsten nimm ihn einfach wie er ist, ein liebenswerter Kerl.

  • Stimmt, das mitder Tür hab ich vergessen, das rafft er auch nicht. Wobei ich ihn dabei verteidigen muss das er früher immer Schläge bekommen hat vom Vorbesitzer wenn er unerlaubt durch Türen ist. Also kann ich ihm das nicht zum negativen auslegen ^^

  • Mein Hund rennt 10mal gegen die geschlossene Tür, in der Hoffnung, das sie doch irgendwann aufgeht. :hust:
    Wenn dein Hund gerne und motiviert Tricks und Kommandos lernt, darf ich als "dummer Hund"-Halter sagen, dass noch Hoffnung besteht. Ihm wurde wahrscheinlich wirklich aberzogen, selbst Entscheidungen zu treffen - siehe die Sache mit der Tür - und das verknüpft er wohl mit anderen Situationen. Ich denke, er braucht einfach Unterstützung, indem du ihn ermutigst, sich selbst Lösungen zu überlegen ;)

  • Ich bin noch nicht ganz davon überzeugt, dass der Hund wirklich dumm ist (obwohl es das natürlich auch gibt).

    Für mich hört sich das erst einmal nach einem Hund an, der -- vielleicht schon in einem sehr frühen Alter --schlechte, vielleicht auch sehr schlechte, Erfahrungen damit gemacht hat, Dinge auszuprobieren und es jetzt vollkommen aus seinem Repertoire gestrichen hat. Dafür spricht m.E. auch, dass man ihm ja offenbar aktiv erwünschtes Verhalten vermitteln kann (Sitz, Komm, Bleib etc.)

    Timon war zu Anfang zwar nicht so extrem wie du es beschreibst, aber manche Elemente erkenne ich wieder. Mit so einem Hund würde ich definitiv Clickertraining machen. Bei Timon war es anfangs etwas zäh, weil er das Konzept "ich probiere jetzt einfach mal aktiv aus, solange bis die Alte das Clickerdings betätigt --UND ich kann nichts falsch machen, sondern nur richtig" erst verstehen musste. Anfangs sehr leichte und kurze Übungen, damit der Hund Erfolge feiern konnte.

    Aber als er das mal kapiert hatte, ging es echt ab. Der Hund ist richtig gut und kreativ. Ich habe jetzt eher das Problem, dass ich mir mindestens einmal pro Woche etwas ganz neues einfallen lassen muss, weil der Hund sonst sichtbar gelangweilt und unterfordert ist.

    So einen Hund muss man genau beobachten und jeden selbständigen Problemlösungsansatz bestätigen. Darüber hinaus würde ich ihm anfangs auch durchaus bei den Problemlösungen helfen, warum auch nicht, es stärkt nochmal das Vertrauen. Wenn er nicht um den Zaun herumkommt, dann zeigt man ihm den Weg und freut sich mit ihm, dass es klappt.

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