Spazierengehen klappt nicht-brauche dringend Ideen!

  • Zitat

    Nicht immer hilft die Regel, ignoriere die Angst. Man sollte nur nicht so ein großes Ding drauß machen. Versuche doch mal, wenn er blockt - dich an der gespannten Leine hinzuhocken und ihn zu dir locken mit offenen Armen und freundlicher ruhiger Stimme. Wenn er kommt bestätige ihn kurz mit streicheln und dann geht es weiter. Oder versuche die Richtung zu wechseln.
    Grundsätzlich würde ich dir auch empfehlen, dass du ihm gar nicht so einen großen Radius an der Leine zugestehst, nimm ihn dicht an dich ran - höchstens 1 m die Leine lang lassen. Klar, wenn er sein Geschäft erledigen möchte oder auch mal schnüffelt kannst du die Leine länger lassen, aber im prinzip danach gleich wieder kurz halten. Sehr gerne dabei ruhig freundlich mit ihm reden und streicheln. - hin und wieder... Damit gibst du ihm Sicherheit.

    Du sagst er hatte ortopädische Probleme? In welcher Art? Es kann auch sein, dass bei dieser Kälte die Gelenke schmerzen und er daher am Anfang sich ungern bewegt und wenn er warmgelaufen ist, es etwas besser geht.

    Das mit dem Hinhocken versuche ich auch oft, irgendwann kommt er dann auch. Ich lobe ihn und will weitergehen und dann läuft er wieder nicht weiter. Vermutlich muss ich eher an meiner Geduld arbeiten :ops:

    Das mit dem Leinenradius muss ich morgen mal probieren, danke für den Tipp :)

    Das mit den Gelenken habe ich mir auch schon gedacht, allerdings spricht der Gartenspurt zwei Minuten bevor wir rausgehen dagegen...
    Er ist wegen FCP operiert worden und muss eventuell bald nochmal operiert werden. Je nachdem, wie alles verwächst. Er bekommt Rimadyl und in der Wohnung und im Garten bewegt er sich völlig normal. Die Bewegungsprobleme treten immer erst vorm Gartentor auf.

  • Hi,

    Ich würde unbedingt mit ihm die Leinenführigkeit im Garten üben. Ihn nicht alleine voraus flitzen lassen, und auch nicht nur bis zum Gartentor an der Leine gehen, sondern mit ihm an der Leine kreuz und quer im Garten herumlaufen und wirklich üben, dass er ordentlich mitläuft und auf dich achtet.

    Wozu? Dein Hund muss die Leinenführigkeit noch lernen. Im Garten weißt du, dass er kein Angstproblem hat. Also kannst du dort mit ihm üben. Das Geübte kannst du dann mit raus in die Angst-Situation nehmen.
    Wenn dein Hund das Laufen an der Leine erst draussen lernen soll, ist es sehr viel schwieriger. Unter Stress lernt er schlecht.

    Er muss das völlig verinnerlicht haben: an der Leine sein heisst auf Frauchen achten (nicht schnüffeln, nicht rumkucken, nicht stehenbleiben, sondern locker folgen - nicht bei Fuss, einfach an der lockeren Leine), erst dann kannst du das auch draußen erwarten.

  • Das wichtigste hierbei ist Geduld und nur wenige neue Reize.

    Wie gehen mit unserem ängstlichen Gassi-Hund auch immer auf dem selben Weg entlang. Dieser ist ca 1km lang und wir brauchen zwischen 1 und 1,5 Stunden. Am Anfang wollte er gar nicht gehen, also sind wir immer kurz raus, 5m gegangen, 10m gegangen, 20 m gegangen (und viel herumgestanden) und haben uns einfach mal irgendwo hingesetzt...alles in 30Minunten oder noch länger. Wenn er sich hinlegt, reden wir ruhig auf ihn ein, bis er wieder aufsteht (da haben wir uns am Anfang gut und gerne 30 Minunten den Hintern abgefroren). Wenn ein Hund oder ein Mensch kommt, müssen wir ihn abschirmen - am Anfang stand er dann für 10 Minunten nicht mehr auf, mittlerweile lässt er sich nach ner Minute wieder weiterschleifen.

    Auf dem Rückweg hat er lange Zeit so gezogen, dass er fast keine Luft mehr bekam. Mittlerweile kann er sogar schnuppern oder Pipi machen.

    Was uns ungemein hilft, ist unsere Hündin, die mit stoischer Ruhe diese Ausflüge über sich ergehen lässt. Ohne sie, würde er definitiv nicht außerhalb des THs, also seinem Schutzraum, laufen. Vielleicht kenntst du jemanden, der mit einem verträglichen Hund voraus laufen könnte und dein Hund hinterher?

  • Zitat

    Das wichtigste hierbei ist Geduld und nur wenige neue Reize.

    Wie gehen mit unserem ängstlichen Gassi-Hund auch immer auf dem selben Weg entlang. Dieser ist ca 1km lang und wir brauchen zwischen 1 und 1,5 Stunden. Am Anfang wollte er gar nicht gehen, also sind wir immer kurz raus, 5m gegangen, 10m gegangen, 20 m gegangen (und viel herumgestanden) und haben uns einfach mal irgendwo hingesetzt...alles in 30Minunten oder noch länger. Wenn er sich hinlegt, reden wir ruhig auf ihn ein, bis er wieder aufsteht (da haben wir uns am Anfang gut und gerne 30 Minunten den Hintern abgefroren). Wenn ein Hund oder ein Mensch kommt, müssen wir ihn abschirmen - am Anfang stand er dann für 10 Minunten nicht mehr auf, mittlerweile lässt er sich nach ner Minute wieder weiterschleifen.

    Auf dem Rückweg hat er lange Zeit so gezogen, dass er fast keine Luft mehr bekam. Mittlerweile kann er sogar schnuppern oder Pipi machen.

    Was uns ungemein hilft, ist unsere Hündin, die mit stoischer Ruhe diese Ausflüge über sich ergehen lässt. Ohne sie, würde er definitiv nicht außerhalb des THs, also seinem Schutzraum, laufen. Vielleicht kenntst du jemanden, der mit einem verträglichen Hund voraus laufen könnte und dein Hund hinterher?

    Danke :)
    Ja, dass hört sich ähnlich an wie bei uns. Ich habe am Anfang gedacht, er läuft nicht weil er Schmerzen hat. Eigentlich ist er nämlich überhaupt nicht ängstlich, in der Wohnung ist er total entspannt und selbst Silvester war kein Problem. Ich übe jetzt mal Leinenführigkeit im Garten, wir müssen ihn eh dort über Stöckchen führen (Hausaufgabe der Physiotherapie) und draussen versuche ich die unangenehmen Stellen mit Futtertube angenehmer zu gestalten. Vielleicht verknüpft er sie ja dann positiver mit der Zeit.
    Und ich versuche mir eine große Portion Geduld anzueignen :D

  • Naja, dein Hund kennt es ja nicht die Welt zu erkunden.
    Ich denke es liegt in der Natur der Hunde, sich in der Natur vorwärts zu bewegen.
    Die einen wollen weiter laufen, die anderen weniger, aber alle Tiere wollen laufen.
    Du hast nur das Pech, dass dein Hund es nie kennengelernt hat und die sozusagen erst den Schlüssel
    finden musst.Mir wäre als eine Lösung als erstes eingefallen mit anderen Hunden raus zu gehen, aber wie du ja geschrieben hast, hast du das schon versucht.
    Ich würde es trotzdem noch einmal versuchen, indem du dir von Freunden 1 oder 2 Hunde nach Hause holst und die mit deinem Hund, entweder im Garten oder bei dir zuhause spielen lässt.Sind die Hunde vetraut, würde ich einfach alle 3 an die Leine nehmen und mit denen raus gehen, also du nimmst sie an die Leine.Hunde lernen wesentlich schneller von anderen Hunden als von uns Menschen und dein Hund könnte die anderen Hunde einfach "kopieren" und einfach laufen.Das andere wäre einfach mit dem Auto weiter weg zu fahren und dann versuchen zu laufen.Jeder Meter den dein Hund von sich aus mit dir läuft, bringt Vertrauen und bringt dich näher an dein Ziel!

  • Ich weiß nicht, ob es was hilft oder ob das überhaupt umsetzbar ist...aber was wäre denn, wenn ihr irgendwo seid, wo nichts passieren kann.... er will mal wieder nicht weitergehen und du lässt die Leine fallen und rennst ohne was zu sagen ganz schnell weg?! Vielleicht um eine Ecke, sodass er dich nicht mehr sieht?
    Vielleicht gibt es eine Möglichkeit, das mal auszuprobieren...

    Und was ist, wenn du kein großes Tamtam drum machst? Einfach Leine dran und los geht's, Hund nicht beachten? Müsstest du ihn dann erstmal ne zeitlang hinter dir herziehen?

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