Aufreiten auf Welpen/Junghündin

  • Gestern bin ich mit Fina im Park unterwegs gewesen.
    Da kam uns eine einjährige Münsterländerin entgegen.
    Wir kennen sie aus zwei/drei Begegnungen.

    Da beide Hunde ziemlich verrückt waren, haben wir sie von der Leine gelassen.
    Und sofort hat die Münsterländerin meine Finja beritten. Ich habe sie dann runter, da das Mädchen nicht dazu in der Lage war. Doch die Hündig wollte nicht nachlassen. Sie ist immer wieder hinter Finja und hat es versucht.

    Habe Finja dann abgerufen. Sie kam auch sofort. Hatte den Eindruck, "endlich komme ich da weg".
    Bin dann mit der angeleinten Finja weg.

    Mein Problem bzw. mein Denken ist nun, wie verhalte ich mich da richtig.
    Persönlich mag ich das Aufreiten nicht, weder von anderen noch möchte ich es bei Finja (erleben).


    Habe einige Threads zu diesem Thema gelesen, bin aber weiter unsicher.

    LG Moni

  • Ich mach das absolut von der Situation und den Hunden abhängig!

    Aufreiten ist halt auch Teil des hundlichen Sozialverhaltens und ich unterbinde das NICHT in jeder Situation.

    Gründe für das Aufreiten sind folgende:
    1. Aufreiten beim Deckakt bzw. aus sexueller Motivation
    2. Aufreiten zur Machtdemonstration
    3. Aufreiten zur Stressentladung
    4. insbesondere Welpen und Junghunde erproben das teilweise auch zwanglos und spielerisch

    Bei einem Junghund, der sich da noch gar nicht richtig durchsetzen kann und einem penetranten "Aufreiter", der von seinem Besitzer nicht abzurufen ist würde ich das wohl auch abbrechen!

  • Zitat

    Da beide Hunde ziemlich verrückt waren, haben wir sie von der Leine gelassen.

    Das war wahrscheinlich der erste Fehler.. :D
    Wir kennen auch nen Mali Junghund , der NICHTS anderes tut als Aufzureiten. Da ist ein leinenloser Kontakt gar nicht möglich.

  • Das Verhalten haben wir gestern das erste Mal bei der Münsterländerin gesehen.
    Und zu Anfang hat sie es auch nicht getan. Erst nach ca. 4/5 Minuten.

    Leider ist das Mädchen, dass mit ihr unterwegs war sehr jung und unerfahren. Benutzt z. B. die ganze Zeit die Hundepfeife, schreit und gestikuliert. Ihre Hündig hört ihr nicht zu.

    Deshalb habe ich die Situation durch Abrufen und Anleinen von Finja beendet.

    Vorhin haben wir die Münsterländerin wieder gesehen und sie hat es bei einem anderen Hund versucht. Da hat der Besitzer es zugelassen und das Mädchen kann sich nicht durchsetzen.

  • Du hast völlig richtig reagiert. Von meinem Welpen/Junghund schmeiß ich jeden Rammler achtkantig runter, wenn die Besitzer nicht sofort zur Stelle sind. Da bin ich absolut nicht zimperlich, erst recht nicht, wenn die Gewichte sehr unterschiedlich sind. Bis zum sechsten Lebensmonat ist das Becken eines Junghundes nämlich nicht fest verknöchert, sondern noch knorpelig und entsprechend verletzlich - und da kann sowas ganz, ganz böse Folgen haben.

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