einfach mal auskotzen über die momentane Situation....

  • Guten morgen...

    Dass Breandán Futteraggressiv ist, ist ja bekannt. Ich hatte ihn mitlerweile so weit, dass ich ohne Probleme an ihm vorbei gehen konnte, ihn ansprechen konnte, ja sogar, dass die anderen Hunde mit ihm zusammenliegen konnten und sie ihre Schweineohren verzehrt haben, ohne dass ein Knurren kam.

    Tja, seit Freitag ist alles anders.....ich hab die Hunde getrennt (weils Risiko mir da doch zu hoch ist wenn ich nicht zu Hause bin), hab jedem n Schweineohr gegeben und bin zur Arbeit. Nach ca ner halben Stunde ruft mich mein Ex an. (er hat ja leider immernoch keine Wohnung gefunden.....*grummel*) Er würde mit den Hunden im Schlafzimmer hocken, weil Breandán sie nicht mehr in den Flur lässt.....

    Leider kann ich nicht abschätzen, was nun genau vorgefallen ist. Hatte mich nun darauf besinnt, das Breani ihn nich mehr im Rudel akzeptiert und er deshalb verunsichert war, weil ich ned zu Hause war.

    Samstag gabs dann frische Karotte für alle zum Kauen. Alles kein Ding soweit. Aber ich trenne die Hunde ja mitlerweile im Normalfall um eventuellen Ärger vorzubeugen.

    Nun gestern abend. Breandán kriegt seinen Futterball, damit er vor dem Schlafengehen noch n bisserl was zu tun hat. Normalerweise sind sie alle (ausser Sally, der ist das zu blöd :D ) immer auf diesen Ball gestürmt und haben zusammen damit gespielt und sich ihre Leckerchen abgegriffen. Auch gestern abend kam es dann plötzlich komplett anders....ich leg den Ball in die Mitte, gehe einen Schritt zur Seite, sage den Hunden "Okay" und Brean steht plötzlich über dem Ball und knurrt den Rest weg. Es ist zum :(

    Jetzt hatte ich den Blödmann schon so weit, dass wieder alles schön ist und jetzt verteidigt er sogar schon den Futterball????? :???:

    Heisst also, ich kann jetz wieder von ganz vorne anfangen.... die Tagesmahlzeiten gibt es von mir nun nur noch aus der Hand für alle. Es gibt keinerlei Spielzeug mehr, dass mit Futter in Verbindung steht......
    Sonst liegen die Idioten Arsch an Arsch auf der Couch oder auf ner Decke.....
    Vorallem, dass es jetzt plötzlich so verschärft ist....

    Ich gehe davon aus, dass die Faktoren "Ex-Freund", eventuell einsetzende Rüpelphase und zusätzlich "3 läufige Hündinnen in der Nachbarschaft" noch mitspielen, aber irgendwo ist doch mal gut.....


    Naja, danke fürs zu hören, aber das musste jetz echt mal raus..........

  • Moin,

    ich verstehe nicht, wie man drei Hunden einen Futterball überlassen kann, wenn ein futteraggressiver Hund dabei ist.
    Da gibt es nichts zum Ausko***n, es ist eine Situation entstanden, die du selbst provoziert hast.
    Ja, ich weiß, wovon ich spreche, ich habe auch einen ressourcen-aggressiven Hund ("nur" gegenüber Hunden), niemals käme ich auf die Idee, dass er sich einen Futterball, nicht mal eine Möhre oder Sonstiges mit unserem Ersthund teilen sollte.
    Selbst wenn es 100mal gutgehen würde (das probiere ich nicht mal in meinen Träumen aus), würde ich so ein Risiko nicht eingehen.
    Da gibt es nichts zu üben, sondern präventiv die Ressourcen einteilen, jedem das Seine und zusammen geht es nicht.
    Punkt.
    Ich lasse die Hunde erst wieder zusammen, wenn alles aufgefuttert ist und die Plätze verlassen wurden.
    In deinem Fall hätte der futteraggressive Hund den Flur verlassen müssen, bevor der Rest der Meute diesen betritt.
    Das könnte hier genauso passieren, selbst die bereits entleerte Futterschüssel, die im Flur steht, könnte dem futteraggressiven Hund einen Grund darstellen, den Hund anzupöbeln, der sich in seiner Gegenwart in die Nähe des Napfes traut.
    Also, muss der futteraggressive Vierbeiner die Räumlichkeiten verlassen, wo er gefressen hat, bevor der Rest dort auftaucht.
    Mit diesem Management, welches ich betreibe, gibt es auch keinerlei Probleme mehr, alles eine Frage der Organisation, die akribisch sein muss, da der Rest der Meute durch Aggressionen eines Hundes auch massiv verunsichert werden kann.
    Bei Futter hört die Freundschaft auf, wie unter Menschen, wenn es um's liebe Geld geht.
    Du kannst nicht erwarten, dass domestizierte Raubtiere, die eine Futteraggression gegenüber Artgenossen haben, friedvoll eine Futterressource teilen.
    Trainigsziel sollte sein, dass du ein klares Management diesbezüglich führst, dann kracht es auch nicht mehr.
    Das ist viel einfacher, als ein nettes Teilen von einem Futterball oder Sonstigem in der Zukunft zu erwarten.
    Selbst wenn du es schaffen würdest, dass es 20mal gut verläuft, kann dir niemand garantieren, dass beim 21. Mal nicht die Post zwischen den Hunden abgeht.

    Gruß
    Leo

  • Wieso tust Du Dir bzw. Euch den Stress überhaupt an???

    Lass doch einfach so stehen: der Hund ist lieb und nett, aber wenns ums Futter geht ein echter A***. Ist halt so und fertig.

    Ist zwar schön die Vorstellung der Idylle, dass zwei oder mehrere Hundis gemeinsam was knabbern - aber ist es ein Weltuntergang wenn es nicht geht?

    Horch mal selbst in Dich rein: wie wichtig findest Du dieses "Teilen" von Futter noch, wenn Du die eigene, menschliche Erziehung über Bord wirfst?
    Ich glaube, dass uns das akzeptieren der Tatsache, dass ein Hund da anders ist, so schwerfällt, weil es in der menschlichen Erziehung so wichtig ist: "Gib Deinem Bruder, Deiner Freundin auch was ab" - und es verwerflich ist, wenn man es nicht tut.....

    Eigentlich ist Dein Hund mit dem, wie er sich verhält, normaler, als ein Hund der gerne und bereitwillig alles an andere Artgenossen abgibt...

  • Ein Futterball für mehrere Hunde? :???: Wie soll das denn gehen? Der eine rollt, der andere frisst?
    Das wäre, als würde ich bei 5 hungrigen Kindern oder Erwachsenen einen Teller auf den Tisch stellen.

    Futte sollte (meiner Meinung nach) immer klar zugeteilt werden. Und der eine hat am Futter des anderen nichts zu suchen.

    Mit deinen Methoden unterstützt du die Agressionen der Hunde noch.

  • Guten Morgen;

    die anderen haben es eigentlich schon geschrieben.
    Hunde getrennt füttern und keinerlei Spielchen die Fressen beinhalten mit allen Hunden gemeinsam. :gut:

    Ich hab hier die Mädels ebenso beim Füttern in getrennten Räumen und beide müssen warten bis die andere "fertig" ist..... dann sammel ICH die Näpfe ein und geb die Ladys frei. Nicht dass ich befürchten müsste das eine der Damen ihr Futter verteidigt...nein ich glaub sogar sie würden aus einem Napf ohne Probleme futtern...aaaaaber ich möchte nicht das hier ein Hund um sein Futti iwie bangen muss und absolut in Ruhe fressen kann ;)
    Auch Kauzeugs gibt es hier getrennt. Die Kleene isst eben schneller und würde dann sicherlich versuchen der Grossen ihres abzuluchsen :smile: Und die Grosse würde es auch abgeben ohne Murren....aaaaaber jeder soll ja "seins" haben udn auch satt werden :D

  • Worüber ich so geschockt bin ist, dass es vorher jediglich bei Kauknochen, Schweineohren etc eine Ressourcenverteidigung. Also alles, was kein normales Leckerchen ist oder regelmäßig zum Verzehr da ist, sondern "speziell" ist.
    Den Ball gab es bisher fast JEDEN Abend ohne irgendwelche Probleme. Das ist das, was mich irritiert.
    Nun gut, dann fällt nun auch dies weg. Dann gibt es halt nun 3 Bälle in 3 verschiedenen Räumen...

    Das "Futternäpfetauschen" nach dem Fressen habe ich damals schon abgestellt, als ich merkte, dass Breani da ziemlich heftig reagiert. Seitdem werden alle in getrennten Räumen gefüttert und Breandán hat erst Zugang zum Rest, wenn alle aufgefressen haben und ich die Schüsseln beseitigt habe.

    Kauknochen etc genau das Selbe. Wobei sie da morgens bisher nicht ausser Sichtweite waren. Da sie dort nur durch ein Babygitter getrennt sind, wenn ich zur Arbeit gehe.

    Das Problem ist einfach, dass ich noch nie nen Futteraggressiven Hund im Rudel hatte. Klar, mal einer der als Junghund aufgemuckt hat. Da hat dann aber ein: "Na, nu is aber gut" gereicht und alles war okay.
    Ich habe einfach die Befürchtung, wenn ich es so akzeptiere wie es ist, dass sich Breandán immer mehr herausnimmt. Sodass wir irgendwann so weit sind, dass ich sogar nur noch getrennt Leckerlies verfüttern kann. Und das braucht nun wirklich kein Mensch.

    schara
    Mit den "Alten" 3 bzw bisher war es halt immer so, dass mal 3 am Ball waren; einer hat gerollt, gefressen und die anderen haben das gefuttert, was der erste übersehen hatte. Mal hatten nur 2 Lust auf das Spielchen etc.

    Den Ball gabs bisher ja nie als Futterersatz. Also "satt" wurden sie ja vorher durchs normale Abendessen.

  • Genau das was Schweizer schreibt, waren meine Gedanken..

    Ich hätte in Peppers Anwesenheit Futter nur für alle zugänglich gemacht, wenn ich die TÄ schon lange nemme gesehen hätte :hust: Die hat nämlich nicht nur geknurrt, sondern sofort zugelangt. Ansonsten war sie ein Engelchen, aber nicht bei Futter. Bei ihr war es aber nicht der Napf, sondern Futter. War das Futter weg, war das Teil (egal ob Napf oder Futterball) egal. Außer der Futterdummy, da wäre sie immer explodiert, egal ob der gefüllt wäre oder nicht. Den gab es nur in meiner Anwesenheit. Und sie war nur Hunden gegenüber aggressiv.

    Hier war und ist es so: Futter/Kauzeug von Hund A sind für Hund B, C, ... tabu. Ohne wenn und aber! Rafft Hund B das nicht, erkläre ich es ihm! Lee geht z.B. erst an die Näpfe der anderen Hunde, wenn der jeweilige Hund seinen Napf freigibt (als Pepper krank wurde hat sie öfter mal was im Napf liegen lassen). Ich teile Futter/Kauzeug zu und das hat so akzeptiert zu werden. Es wird nicht geklaut!!
    Das der futteraggressive Hunde den Raum verlassen muß, habe ich so nie gemacht, weil alle meine regeln sehr schnell begriffen haben.
    Wenn Kauzeug übrig ist, wird es weggeräumt.
    Pan entwickelt gerade auch ne kleine Futteraggression, der wird in einem anderen Raum (direkt bei mir) gefüttert. Packe ich da nun allen 3 einen Futterball hin, ist es nur eine Frage der Zeit bis es da knallt. Denn so bekomme ich dieses 'Problem' (' weil ich Futteraggression nicht als Problem sehe) nicht in den Griff, im Gegenteil.

    Zu dem 'es ging ja immer gut':

    3 Hunde fressen über Jahre hinweg Kopf an Kopf, es gibt nie ein Problem. Und dann knallt es und zwar so massiv, dass es ein Hund nicht überlebt. Nein, das ist kein Märchen!

  • Und bitte nicht falsch verstehen: Ich verlange nicht, dass sie sich alle lieb haben, wenns ums Futter geht, dass sie "alle an einem Öhrchen knabbern" etc. Aber ne gegenseitige Toleranz sollte meiner Meinung nach schon soweit da sein, dass sich alle noch normal in der Wohnung bewegen können.

  • Zitat

    Lee geht z.B. erst an die Näpfe der anderen Hunde, wenn der jeweilige Hund seinen Napf freigibt (als Pepper krank wurde hat sie öfter mal was im Napf liegen lassen). Ich teile Futter/Kauzeug zu und das hat so akzeptiert zu werden. Es wird nicht geklaut!!

    Zu dem "Klauen" von Futter:
    Da ist Breandán der Einzige, der das machen würde. Die anderen haben immer gewartet, bis der jeweilige Napf freigegeben wurde, bevor sie überhaupt in die Nähe gegangen sind. Breandán war derjenige, der die anderen anfangs immer von ihren eigenen Näpfen verdrängt hat. Ich habs unterbunden und seitdem gibts kein Futternapftauschen mehr.

    Ebenso bei Schweineohren & Co am Anfang.
    Keiner der Alten hat geklaut. Es war immer nur der Jungspund, der es versucht hat. Er hat also eigentlich keinerlei Grund, Angst um SEIN Futter zu haben, weils die anderen nicht interessiert. Eher andersrum.

    (Gut, okay, ausser die Futterballgeschichte..des hab ich nu kapiert)

  • Zitat

    Und bitte nicht falsch verstehen: Ich verlange nicht, dass sie sich alle lieb haben, wenns ums Futter geht, dass sie "alle an einem Öhrchen knabbern" etc. Aber ne gegenseitige Toleranz sollte meiner Meinung nach schon soweit da sein, dass sich alle noch normal in der Wohnung bewegen können.

    Es sind Tiere, das daf man nie vergessen.

    Meine beiden Boxer haben sich heiß und innig geliebt, keiner konnte ohne den anderen sein, aber bei Kauknochen hätten sie sich ernsthaft verletzt, daß ist nunmal so.

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