Hund soll nachts nicht ins Schlafzimmer... aaaaber:

  • Hallo Ihr Lieben,


    Seit letzten Donnerstag darf ich mich stolze Besitzerin eines wunderschönen 7 Monate alten Rüden nennen.
    Er hat ein wunderbares Wesen, ist vom ersten Tag an sehr treu und schmusebedürftig gewesen :heart: ...
    jedoch macht sich das leider auch nachts bemerkbar.

    Wir ( mein Partner & ich ) haben beschlossen, unseren Schmuser nachts nicht mit ins Schlafzimmer zu nehmen, was ihm leider ganz und garnicht passt.

    So fiept er die halbe nacht durch wie verrückt, kratzt an der Tür und möchte rein.
    Alle liebevollen Versuche ihm sein Hundebettchen schmackhaft zu machen mit viel loben , belohnen und Leckerchen versagt, da Frauchens Bett doch viiiiiiel kuscheliger ist :ugly:

    Nun zu meinem Problem:

    Mit dem Fiepen kann ich leben, da muss man eben konsequent sein ( auch wenn es einem das Herz zerreisst ),
    aber letzte Nacht hat er beschlossen aus Frust ( ?!? ) in das Büro zu pinkeln und auch ein Häufchen zu hinterlassen.

    Heute Morgen durfte ich das ganze also stillschweigend wegputzen und beten das der Laminat das aushält :headbash: ... ( Nein, unser Büro hat keine Tür :-) )

    Was kann ich denn nun tun, dass das nicht nochmal passiert? Wie kann ich ihm das austrichtern.
    Im Nachhinein bestrafen nützt ja da auch nichts, jedoch würde ich mich ärgern wenn das nun jede Nacht vorkommt.

    Über schnelle Hilfe wäre ich sehr dankbar!!

  • Für ihn ist das eine Art des Allein bleibens. Woher habt ihr ihn, bzw hat er dort gelernt allein zu bleiben?

    Er ist ja nun noch nicht mal eine Woche bei euch, ich könnte mir vorstellen dass er einfach Angst hat wenn er euch nicht mehr findet. Ich persönlich würde ihn in seinem eigenen Körbchen mit ins Schlafzimmer nehmen. Wenn er da drin dann schläft rückt das Körbchen (nach ein paar Tagen, nicht sofort) immer weiter Richtung Tür, auf den Flur ect.

  • Leider weiss ich nichts über die Familie wo er vorher war, da er laut der Vermittlerin schnellstens da raus musste wegen einer "Hundehaarallergie" :???:

    Das mit dem Körbchen wäre auch meine Idee gewesen, aber sobald er im Schlafzimmer ist, hat er den inneren Drang auf das Bett springen zu müssen. Egal wie oft ich "Nein" sage und ihn auf seinen Platz verweise, sobald ich wieder liege spüre ich ein "Flup" und da liegt er wieder im Bett und guckt mich großäugig an. :muede:

  • Würde es ebenfalls wie Padua machen.

    Der Hund hat verlustängste und er wahrhaftig noch nicht lange bei euch. Wenn der Kerl mal einige Wochen bei euch ist und auch wirklich angekommen sieht die welt schon ganz anders aus.

    Nimmt das Körbchen mit ins Schlafzimmer und macht es ihm dort Schmackhaft, wobei ich sagen muss das mein Hund nie in ein Körbchen oder auf eine Decke wollte, der hat sein platz hinter der tür gefunden :roll:

    Wenn ihr probleme mit dem bett habt wie wäre es dann mit einem Zimmerkennel also einer Box wo du den Hund bei euch im zimmer über nacht rein tust. Wichtig ist, er muss es als Ruhezone anerkennen.

    So bekommt der Hund sicherheit und ihr könnt in ruhe schlafen. Zu beginn würde ich die Tür geschlossen halten dann merkt ihr auch besser wenn er mal muss und könnt schneller reagieren, ansonsten wackelt er vielleicht nur ins büro und wieder zurück.

    Gut ding will weile haben :smile:

  • Meine Vermutung ist hald dass er einfach Verlustängste hat - er sieht und hört euch nicht, denkt er ist allein.

    Ok, *aufdieGefahrhindassichjetztgesteinigtwerde* habt ihr evtl eine Box für ihn? Die könntet ihr vorübergehend neben euer Bett stellen, dann weiß er dass ihr da seid und kann nicht drauf springen.
    Oder ihr könntet die Schlafzimmertüre offen lassen und ein Kindergitter darin befestigen, das Körbchen stellt ihr davor. So sieht und hört er euch, kann aber trotzdem nicht ins Bett.

  • Hallo,

    ich würde mich anschließen, einfach weil er erst so kurz bei Euch ist.
    Du solltest ihm nicht unterstellen, dass er aus Frust pinkelt - er kann einfach noch nicht alleine sein. ;-)

    Wir wollten unsere Hündin auch nicht im Schlafzimmer haben, anfangs durfte sie jedoch einige Tage. Danach bekam sie ihren Platz vor der Tür, und die Tür wurde nur angelehnt. Da sie dann trotzdem nachts hereinkam und uns wachschlabberte (auch wenn sie nicht musste) haben wir für wenig Geld ein Kinderschutzgitter gekauft.

    Das wäre vielleicht auch eine Idee für Euch. Gitter an die Tür, Tür aber einige Tage offen lassen und dann immer weiter anlehnen, bis sie fast zu ist. So sieht und hört er Euch, aber das Schlafzimmer bleibt trotzdem Eure Zone.
    Bei uns war das eine gute Lösung. :-)

    Ps.: So hört Ihr ihn auch erstmal besser wenn er nachts muss und könnt mit ihm rausgehen.


    Liebe Grüße,
    Chrisi

  • Hmm, Hunde koten und urinieren nicht aus Frust in solchen Momenten, sondern aus Angst.

    Und warum trenne ich ein hochsoziales Rudeltier, welches durchaus auch im Verband lebt, nachts vom Rudel?

    Wenn Du ihn nicht im Bett haben, wohl aber ohne Unfälle wie der im Büro leben möchtest, dann wird Dir nichts anderes übrigbleiben als den Hund mit ins Schlafzimmer zu nehmen und ihn regelmäßig aus dem Bett zu werfen.

    Oder aber du akzeptierst seinen Wunsch nach Kontaktliegen und Geborgenheit/Schutz. Nichts anderes sucht Dein Rüde nämlich.

  • Zitat


    Er hat ein wunderbares Wesen, ist vom ersten Tag an sehr treu und schmusebedürftig gewesen :heart: ...
    jedoch macht sich das leider auch nachts bemerkbar.

    "Schmusen" hat bei Hunden eine andere Bedeutung als bei Menschen. Es ist der Test, ob der Deine Individualdistanz immerzu unterschreiten darf und macht daran fest, ob er über Dich verfügen kann. Die meisten Menschen lassen das nicht nur zu, sondern belohnen ihren Hund auch noch fleißig für dieses Verhalten.

    Wenn ein junger Hund in eine andere Hundegruppe kommen würde, dann würde er zur Eingliederung zunächst beweisen müssen, dass er sich zu benehmen weiß. Das heißt: Ein souveräner Althund würde zunächst einfordern, dass der Neue sich fern von ihm hält. Dass er seine Drohsignale und Zürckweisung sofort umsetzt und annimmt. Und das in den Anfangswochen ziemlich streng.

    Zurück zu Dir: Der Haken an der Sache: Er möchte das dann immer, weil er ja gewöhnt ist, dass er frei über Dich verfügen kann. Also ist er hochgradig gestresst, wenn er das nicht mehr kann und ihn die blöde Tür daran hindert. Und Stress äußert sich bei Hunden nunmal so, dass sie dann auch ihre Geschäfte nicht mehr halten können.

    Viele Grüße
    Corinna

  • "Wenn ein junger Hund in eine andere Hundegruppe kommen würde, dann würde er zur Eingliederung zunächst beweisen müssen, dass er sich zu benehmen weiß. Das heißt: Ein souveräner Althund würde zunächst einfordern, dass der Neue sich fern von ihm hält. Dass er seine Drohsignale und Zürckweisung sofort umsetzt und annimmt. Und das in den Anfangswochen ziemlich streng"

    Ich kann den Kleinen aber nicht neu aufnehmen in ein neues Umfeld und ich dann erstmal zurückweisen... Ich weiss das es bei Hunden so läuft aber wie man das ins menschliche umsetzt weiss ich nicht. Und ich gebe meinem Hund gerne diese Streicheleinheiten, die darf er sich ruhig einfordern, denn in dieser Hinsicht bin ich ihm verfallen mit Herz und Seele.

    Das mit dem Frust habe ich ja deswegen mit ?!? untermalt, weil ich es ihm eben nicht unterstellen möchte aber mir auch keine andere Umschreibung einfällt ( ausser angst ).


    Das mit der Box ist eine gute Idee und das mit dem Kindergitter wäre auch eine annehmbare Option.

    "Und warum trenne ich ein hochsoziales Rudeltier, welches durchaus auch im Verband lebt, nachts vom Rudel?

    Wenn Du ihn nicht im Bett haben, wohl aber ohne Unfälle wie der im Büro leben möchtest, dann wird Dir nichts anderes übrigbleiben als den Hund mit ins Schlafzimmer zu nehmen und ihn regelmäßig aus dem Bett zu werfen."

    Ich weiss nicht wie es bei dir / euch ist, aber ich möchte in wenigen Momenten doch noch ein Stück Zweisamkeit mit meinem Partner genießen und da muss der Hund meines Erachtens nicht dabei sein. Wenn das bei euch so ist , so ist das jedem seine Angelegenheit :)

    Und ich denke schon das mir etwas anderes übrig bleibt, denn ich bin ja das Frauchen und nicht umgekehrt. Wenn ich ihn nun frei nach seinem Willen gewehren lassen würde, würde er mir wohl bald auf der nase herum tanzen ;)

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