An der Leine alles Andere tabu?

  • Anjou ist jetzt bald 14 Monate. Und noch lange nicht "fertig", so er es denn jemals sein wird, hehe.
    Ich hoffe nicht, es macht doch so viel Spaß :D
    Und ich sag einfach mal: Es werden noch andere Baustellen kommen :D

    Ich kann nur eins sagen: Habt Geduld =)
    Bei einem jungen Hund ist Ablenkung ganz normal. Bleibt dran, aber setzt euch nicht unter Druck. Das kommt!


    Manchen hilft es eben wirklich die Leine etwas länger oder kürzer einzuhaken als Zeichen für den Hund.
    Mir war das immer zu umständlich (auch weil ich verschiedene Leinen nutze) :ops:
    Oder eben ein Kommando einführen, das entspannte Phasen ein- und ausleitet, wo sie lernt, dass jetzt kein Schnüffeln usw. gefragt ist. Bis das wirklich sitzt, braucht aber Zeit. Sie ist doch noch jung :)

  • Zitat

    Fibi betrachtet das Loben oder Belohnen auch immer als Auflösesignal für ein Kommando. Da haben wir wohl auch etwas falsch gemacht.
    :???:

    Das gleiche Problem hatte ich nach einiger Zeit mit Toni auch, da Fehler meiner seits, hat er das Loben falsch verknüpft.
    Ich habe immer zum Schluß gelobt und ihn gleich darauf hin laufen lassen ("Lauf"" ist unser frei Signal).
    Das habe ich, als ich später drüber nach gedacht habe, in jeglichen Trainingssituationen gemacht, Lob und "Lauf".
    So hat er rein logisch verknüpft Lob gleich frei. :headbash:
    Das ganze wieder zu unterbinden war etwas schwieriger.
    Um Toni von etwas abzuhalten kommt von mir häufig ein "Na", ist anders als "Nein".
    "Nein" =verboten, "Na"= "Jungchen überlege den nächsten Schritt und ein schärferes, etwas lauteres (nicht schreien) "Hey" = ein "erschreckendes" unterbrechen der momentanen Handlung.
    Also habe ich angefangen, wenn er nach dem Lob los gelaufen ist mit einem "Hey", er lässt sich davon wirklich gut stoppen, später reichte ein "Na" wenn er ansetzte nach dem Loben los zu laufen.
    Danach ging es in die Übung zurück die wir gerade gemacht haben, Bsp. "Fuß" er musste dann noch mal ein paar Meter "Fuß" laufen, dann ein Lob, ist er nicht gleich los gelaufen noch ein, zwei Meter weiter im "Fuß" und erst dann kam, ohne noch mal zu loben, das "Lauf".
    Gleiches wenn er nach dem Loben aus einem "Sitz" oder "Platz" aufgestanden ist.
    Wieder zurück ins "Sitz" oder "Platz" kurz warten, Loben, 1-2sec. noch mal warten, frei Kommando.
    Das Loben sollte dabei immer ruhig sein.

    So haben wir das wieder gut im Griff und sind aus diesem Teufelskreis wieder raus gekommen.
    Es dauert aber auf jeden Fall länger, eine falsch Verknüpfung wieder raus zu kriegen.

  • Also für mich hört sich das alles ganz normal an für einen Hund in diesem Alter.

    Ich würde auch einfach das Fuß-Kommando weiter festigen, dann klappts irgendwann auch bei Ablenkung.

    Helfen kann aber auch die Unterscheidung zwischen verschiedenen Leinen. Ich handhabe es auch so: An der Flexi darf sie alles, außer ziehen (sonst gibt's Stop-and-Go). An der 2 m Leine wird ordentlich Fuß gelaufen (per Richtungswechsel und Clickern geübt) Das hat Happy ganz schnell kapiert.

    LG Lily und Happy

  • du kannst es ja auch mit zwei verschieden leinenlängen probieren.

    vielleicht so: mach ein ritual daraus: sitzen lassen, du machst mit viel tamtam (also so, dass der hund es sieht) die leine kurz, für den hund: achtung da ändert sich jetzt was!!
    kurze leine = laufen, gucken, laufen, gucken (vielleicht mit leckerchen in der hand "hand dich binden") ein paar meter so laufen. dann loben, leckerchen geben. sitzen lassen und leine wieder mit viel tamtam länger machen, schnuppern lassen und "normal" weiter laufen. dann das gleiche wieder von vorne.

    so würd ich es versuchen...

    lieben gruß & viel spaß

  • Zwei verschiedene Leinen find ich zwar gut aber zu umständlich.

    Celtana, Deinen Tipp werde ich definitiv mal ausprobieren, damit sie auch bewußt unterscheidet zwische kurzer Leine und langer, bzw. ohne. Gute Idee.
    :smile:

  • Ja, mit einer verstellbaren Leine geht das auch so. Laut hörbar mehrmals den Karabiner klicken lassen, dieses akustische Signal verknüpfen Hunde seeehr schnell.

    LG Lily und Happy

  • Wegen dem Clickern nochmal: man muss es nicht ausschließlich machen. Ich benutze den Clicker eigentlich nur beim Tricktraining. Draußen im Park z.B. finde ich keine passenden Momente und nehme lieber klassisch: Leckerchen, Lob und Streicheleinheiten.

    Beim Clickern wird gezielt das geforderte Verhalten belohnt. Wenn ich einen meiner Hunde abrufe, weiß ich z.B. nicht wann der Click am besten wäre. Leckerchen ist eindeutig. Hund bei mir = Leckerchen. Aber da könnte dir ein erfahrener Clickerer mehr Tips geben :)

  • Hallo,
    ich würde zwei Dinge aufbauen. Ein "Weiter", d.h. ein Kommando dafür, dass sie weiterläuft, wenn sie irgendetwas interessant findet. Das kannst du gut mit einem Spielzeug oder mit Futter üben. Spielzeug auf den Boden, Hund an die Leine, am Spielzeug vorbeigehen, sie nicht ranlassen, sondern weitergehen, evtl. auch locken und in dem Moment in dem sie sich mit ihrer Aufmerksamkeit von dem Gegenstand löst, Kommando und loben (Click, verbal, Leckerli, Spielzeug.)

    Ich würde auch über verschiedene Leinenlängen arbeiten. Lange Leine: Du darfst schnüffeln, kurze Leine: bleib auf meiner Höhe und orientiere dich an mir.
    Leichter geht es am Anfang, wenn du mit Geschirr und Halsband arbeitest. Am Geschirr ist alles erlaubt (außer mir den Arm auszukugeln). Dann Leine umklicken ans Halsband. Evtl. verknüpft mit einem "Startwort", "Arbeit" z.B.
    Dann dich bewegen, kommt Zug auf die Leine weil der Hund zieht, nichts tun, nur stehenbleiben. Orientiert sich der Hund zurück zu dir, loben (am besten mit Click bestätigen) und Leckerli. Dabei evtl ein paar Schritte zurückgehen und den Hund dabei zu dir einladen. Bewege dich, wechsel Richtungen, am besten bevor der Hund im wahrsten Sinne zum Zug kommt. Immer wenn er auf deiner Höhe ist, oder sich an dir orientiert (Blick, Ohr etc) bestätigen.
    Läuft er an dir vorbei, umdrehen und weitergehen. Ist er wieder auf deiner Höhe, bestätigen usw. Bleibt er stehen, einfach weitergehen und ihn mit sanftem Zug mitnehmen, orientiert er sich wieder an dir/ist auf deiner Höhe: click und loben.
    Das Ganze kannst du immer mal wieder für ein paar Minuten in den Spaziergang einbauen, dann wieder die Leine lang machen bzw zum Geschirr wechseln. Die Abstände zwischen den Übungseinheiten verkürzen und die Einheiten langsam verlängern.
    Ich finde diese Methode hat den Vorteil, dass man schnell von A nach B kommen kann (mit Geschirr, denn daran kann ich den Hund auch mal weiterziehen bzw. der Hund darf ziehen und ich muss nicht ständig umdrehen bzw. stehenbleiben) und ich kann, wenn ich oder der Hund mal schlecht drauf ist, auch mal fünfe gerade sein lassen. (nur am Geschirr)
    Arbeite ich am Halsband, heißt es volle Konzentration auf den Hund. Und irgendwann weiß der Hund einfach: Leine am Halsband: ich orientiere mich am Menschen, Leine am Geschirr: ich darf vor mich hinbummeln. Das Ganze funktioniert auch mit langer Leiner/kurzer Leine aber ich finde, für den Hund ist es dann schwieriger zu unterscheiden am Anfang. Und ich würde meinen Hund am HB auch nicht ziehen lassen.

    Liebe Grüße
    Nele

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