Samthandschuhe an oder "da muss er durch"?
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Okay, FReunde such ich selbst aus-> da grüsst der Terrier.
Von meinem kenn ich auch die Nummer: Suoveräne Hunde okay, andere selbst unsichere Hunde geht gnadenlos in die Hose.
Da braucht das Gegenüber nur falsch zu atmen und schon geht`s los.
Hochziehen, kann ich verstehen. Passte in dem Moment nicht, verunsicherte, tat vielleicht auch weh-> abschnappen ohne ernsthaft verletzen bzw. ohne Spuren mit Terierkreischen.
Ich würd bei allem nicht sagen: Da muss er durch. Sondern vielmehr: Ich muss blocken und ihn da ruasnehmen, da ihn das nur noch mehr verunsichert, nach hinten drängt und er iwann garantiert nach vorn marschiert weil er gar nicht mehr anders kann.
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Also so wie du Feny beschreibst könnte das auch Amy sein. Bei ihr hat sich das langsam so entwickelt. Nur reagiert sie nicht ganz so heftig. Bei Hunden knurrt sie und zeigt ihre Zähne. Sie hat meist keine Lust auf Kontakt und das ist okay. Ich denke man erspart sich eine menge Stress wenn man nicht in allem gleich ein Problem sieht an dem man herumerziehen muss. Was die Sache mit deinem Vater angeht, wundere ich mich. Hat er sowas vorher nie gemacht? Dann würde ich ihn mal beim Tierarzt vorstellen. Vielleicht mag er es aber auch einfach nicht hochgenommen werden. Dann würde ich das eben soweit möglich respektieren. Also auf das was sein muss reduzieren z.B. hochheben auf den Behandlungstisch beim TA o.ä.
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ich bin bei sowas immer ein freund des gepflegten mittelwegs, sprich weder kontakt mit kindern total meiden noch auf teufel komm raus forcieren.
mein hund hat auch, allerdings von grund auf, eine extrem niedrige reizschwelle.
im bezug auf kinder habe ich es so geregelt: wann immer mir ein williges kiddie in die quere kam, wurde es eingespannt für einen sehr kurzen aber dafür überaus positiven kontakt.
sah bei mir so aus: kind eine ordentliche handvoll leckerlies in die hand gedrückt, hund durfte es direkt aus der offenen hand futtern, allgemeine freude und tschüss.
ohne streicheln und grossartigem tamtam, einfach nur aus sicht des hundes extrem positiv und stressbefreit.
ich bin damit sehr gut gefahren, er benimmt sich kindern gegenüber mittlerweile super entspannt und mag ihre nähe. -
AmyAndMe, doch, hat er schon mal gemacht. Allerdings ist das kein Fiepen á la "Aua, lass das!" - sondern einfach "ich will das nicht!". Vielleicht liegt es auch daran, dass alle Leute meinen so ein kleiner Hund ist doch quasi eine Katze und die zieht man ja einfach so am Bauch hoch (tut man das überhaupt? Ich hab keine Ahnung von Katzen.). Wenn ich Fény aus irgendwelchen Gründen hochnehme, zB an der Rolltreppe, dann kriegt er 1. ein "Pass auf" = irgendwas kommt, 2. ein "Arm", dann weiß er schon und 3. trage ich ihn so wie auch große Hunde getragen werden- also einen Arm vor dem Brustkorb, einen unterm Po. Ich stell mir dieses ambauchhochgeziehe nicht so angenehm vor.
Also kann es natürlich auch sein, dass der Faktor Schmerz bzw Unwohlsein dazu kommt, denke aber nicht, dass das medizinisch bedingt ist. -
Jetzt bin ich im Bilde was mit heftig gemeint ist.
Ich würde das nicht Samthandschuhe nennen sondern selbstverständlich.
Ich kenne meinen Hund und sehe ihm sofort an, wenn ihm jemand unbehagen bereitet
oder angst macht. Mein Hund wird dann nicht angefasst.
Bei Besuch hat er alle Zeit der Welt auf diesen zuzugehen. Lässt man ihm die Zeit,
hat man einen Freund fürs Leben, lässt man sie ihm nicht, wehrt er sich auch und
das ist auch sein gutes recht. Mein Hund ist introvertiert, auf mich fixiert und damit
zufrieden. Warum sollte das schlimm sein?
Ich bin eh kein Freund von Dauertätschlern, ich fass andere Hunde auch nicht an,
es sei denn, sie fordern es ein. -
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Ich würde Kontakte auch nur noch kontrolliert zulassen und wenn du siehst das es zu viel wird dann eben abbrechen. Ein bisschen Kontakt finde ich aber trotzdem immer gut, sonst hätte ich Sorge das irgendwann vom Hund aus gar nichts mehr "toleriert" wird.
Deswegen gebe ich ab und an irgendwelchen ruhigen Kindern mal ein Leckerchen in die Hand und das dürfen sie dann den Hunden geben oder hinwerfen. Aufdringliche Kinder (bzw. natürlich auch Erwachsene) halte ich auf Abstand und hochheben darf sie sowieso niemand anderes. -
Hast du schon mal überlegt bei Fény ein Alternativverhalten für solche Situationen aufzubauen? Ich fände es sinnvoll ihr aufzuzeigen, daß sie auch gehen kann, wenn ihr eine Situation nicht paßt und nicht auf die von dir beschriebenen Weise reagieren muß. (Dafür müßtest du allerdings dafür sorgen, daß ihr diese Option auch immer offen steht, was nicht immer leicht sein wird. Aber hier im Forum wird es bestimmt Leute geben, die das mit ihren Hunden erfolgreich durchexerziert haben und dir da Tips geben können)
Zusätzlich würde ich aber trotzdem an ihrer Frustrationstoleranz arbeiten, da sie die Grenzen dessen was sie toleriert, gerade in Bezug auf Hundekontakte, doch sehr gering ist. Ein Hund muß sich definitiv nicht alles gefallen lassen, aber man muß sie ja nicht auch noch unbedingt auf diesem Weg unterstützen sondern kann versuchen dem entgegen zu wirken in dem man sie auf der einen Seite Sicherheit gibt und auf der anderen Frustrationstoleranz trainiert um so seinen Stresspegel zu verringern.LG Franziska mit Till
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Verwirrend ist glaube ich, dass er einerseits sehr aufdringlich ist- andauerndes Anspringen, dem ich auch einfach nichts entgegenzusetzen habe, da es meine Familie nicht stört, ergo von ihnen belohnt wird.
Nach alldem stelle ich fest, dass ich das ähnlich sehe wie ihr.
Fény ist nicht everybody's darling, es wäre okay, wenn er es wäre, aber es ist auch okay, dass er es eben nicht ist. Blöd nur, wenn man so putzig aussieht, dass alle einen andauernd Dauerknutschen wollen. Naja. Jeder hat sein Päckchen zu tragen.Vor ein paar Tagen hatten wir eine richtig blöde Situation. Ein (total hirnverbrannter) Freund meines Bruders kam zu Besuch, Fény rennt zur Tür (auch etwas woran wir arbeiten, auch schlecht, wenn die Familie das "nicht so schlimm" findet, argh). Der Hund war kaum mehr zu beruhigen, lag im Körbchen, knurrend, ab und an wieder bellend. Nicht so schön. Aber ganz ehrlich. Wenn jemand mit nem Helm aus einer mit Alu umwickelten Suppenschüssel, nacktem Oberkörper und Gorilla-Brustgetrommel reinkommt... irgendwie verständlich.
Jedenfall kam er gar nicht mehr runter, ich hab ihn mir dann geschnappt und zu meinen Füßen ins Platz gelegt, da lag er dann auch, nicht so richtig zufrieden, aber das Knurren ebbte irgendwann ab. Ich löse den Hund auf und ein paar Minuten später war's dann passiert. Fény hatte sich zwar etwas abgeregt, aber gruselig fand er das ganze immer noch. Was macht der Freund meines Bruders? Schmeißt sich über den Hund um ihm einen Kuss zu geben und beschwert sich, dass Fény ihn "gebissen" hat.
NATÜRLICH finde ich das überhaupt nicht toll, wenn mein Hund sowas tut, aber in dem Moment konnte ichs ihm so gar nicht verdenken und hab dem Freund meines Bruders nur ne verbale Nackenschelle gegeben, dass das kein Plüschtier ist und er ihn bitte in Ruhe lassen soll.Alles in allem: nein, ich finde auch, dass mein Hund sagen darf, wenn er etwas nicht will und Fledermausohren kein Freifahrtschein für andere Leute sind das Tier ungefragt anzupatschen. Aber ich finde es schade, dass er so krass reagiert. Gerade auch bei den Situationen mit anderen Hunden (die mit Menschen sind ja eher unangekündigt, abrupt), würde ich mir wünschen, dass er wenigstens klar warnt bis er sich den anderen denn vom Leib hält. Ob ich ihm das irgendwie eintrichtern kann weiß ich nicht. Mehr als versuchen dazwischenzugehen, bevor der berühmte Tropfen in das übervolle Fass tropft kann ich wohl nicht.
Interessant zu sehen war auch, wie er sich bei einem Besuch bei seinem ehemaligen besten Freund (engl. Bulldogge) sichtlich unwohl gefühlt hat. Zwei Mal hat er den Burschen richtig verkloppt- der ihm daraufhin zwar immer noch bulldoggentypisch stoisch hinterhertrottete, aber immerhin Abstand hielt. Man sah wie genervt Fény war und im Endeffekt suchte er dann auch irgendwann aktiv Schutz bei den Menschen. Wohl fühlt er sich in der Rolle des Verprüglers auf jeden Fall nicht. -
Zitat
Hast du schon mal überlegt bei Fény ein Alternativverhalten für solche Situationen aufzubauen? Ich fände es sinnvoll ihr aufzuzeigen, daß sie auch gehen kann, wenn ihr eine Situation nicht paßt und nicht auf die von dir beschriebenen Weise reagieren muß. (Dafür müßtest du allerdings dafür sorgen, daß ihr diese Option auch immer offen steht, was nicht immer leicht sein wird. Aber hier im Forum wird es bestimmt Leute geben, die das mit ihren Hunden erfolgreich durchexerziert haben und dir da Tips geben können)
Das versuche ich seit jeher. Ist aber wirklich sehr schwierig, da er (
) sich selber überhaupt nie aus irgendwas rausnimmt und dann auch mault, wenn er weggeschickt wird. Durchgezogen wird es natürlich trotzdem.
Ich denke, dass viele dieser Situationen auch ein Resultat davon sind, dass er bei meinen Eltern (mehr Leute, mehr Bewegung, mehr Ansprache, mehr alles) mehr unter Stress steht und kaum abschalten kann als bei mir. Wir haben ihm jetzt im 1. Stock im Büro einen Platz eingeräumt (er hat im Erdgeschoss, in dem sich das Leben abspielt im Flur und in der Küche einen Platz, jeweils unter so Art Tischen, hatte gehofft, dass ihm dieses geschützte, höhlenartige, irgendwie Sicherheit gibt), den er überraschenderweise sogar nutzt. Ursprünglich wollte ich das nicht, da ich eigentlich nicht will, dass er so viele Treppen läuft, allerdings gibt es im Erdgeschoss aufgrund der Raumaufteilung keinen gescheiten Platz und so blieb nichts anderes. Ich bin gespannt wie das mit dem Platz dort weiter gehr. Der Vorteil ist, dass man zur Not auch einfach die Tür zu machen und ihn so "zwingen" kann ein bisschen runterzufahren.ZitatZusätzlich würde ich aber trotzdem an ihrer Frustrationstoleranz arbeiten, da sie die Grenzen dessen was sie toleriert, gerade in Bezug auf Hundekontakte, doch sehr gering ist. Ein Hund muß sich definitiv nicht alles gefallen lassen, aber man muß sie ja nicht auch noch unbedingt auf diesem Weg unterstützen sondern kann versuchen dem entgegen zu wirken in dem man sie auf der einen Seite Sicherheit gibt und auf der anderen Frustrationstoleranz trainiert um so seinen Stresspegel zu verringern.
Frustrationstoleranz ist bei uns DAS Thema, das fällt ihm leider enorm schwer, bedingt dadurch Unruhe und dadurch wird er noch mehr zum Nervenbündel. Wir arbeiten dran. Aber sowas ist ja nicht von heute auf morgen vorbei und ich denke auch nicht, dass das jemals wirklich vorbei sein wird, da es einfach sein Charakter ist.. Wie ich ihm allerdings Frusttoleranz im Bezug auf Hundekontakte konkret beibringen soll ist mir schleierhaft.. oder meintest du jetzt einfach (haha
) allgemein Frusttoleranz?
Aber genau das ist das, was ich meine. Er muss nicht alle lieben, aber er soll auch nicht jedes Mal so überzogen reagieren. -
Ich hab hier auch so ein Spezialist

Ich handhabe es so:
Ich schütze ihn vor Situationen die er nicht mag und mit denen er nicht zurechtkommt. Wenn er in solchen Momenten in eine Bedrängungssitution kommt und eventuell unangenehm reagiert, hab ich eindeutig gepennt ! Ich würde dann nicht maßregeln, da das Verhalten aus einer Überforderung/Unsicherheit heraus entsteht.
So z.B. wenn dein Vater überraschend versucht in hochzuheben, in diesem Fall hat er ja keine andere Möglichkeit zu artikulieren das er das nicht möchte.Anders verhält es sich wenn er gezielt Ärger sucht, bzw. die Möglichkeit hätte auszuweichen.
In deinem Fall in einer Begrüßungssituation mit nem anderen Hund, wo er auch einfach weggehen könnte... stattdessen meint er nenen anderen Hund dumm anmachen zu müssen. In diesem Fall würde er "Ärger" mit mir bekommen.
Ich bin nicht der Meinung das man jeden mögen muss, trotzdem ist es nicht angebracht gleich ne Schlägerei anzufangen !
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