'Urlaub' bei den Eltern - mein Welpe wird zur Furie
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Wenn es in Berlin-Kreuzberg mit der Knallerei nicht schon für Menschen unerträglich wäre, würde ich ja wieder nach Hause fahren, denn obwohl mein Hund (13 Wochen) den Garten und den Wald liebt, wird sie hier bei meinen Eltern zunehmend wilder. Sie hört nicht mehr auf Nein (was das Annagen von Möbeln, Teppichen etc. angeht) Und was mich sehr viel mehr stört: sie fordert mich ständig zum Spielen auf und beißt mich dabei viel heftiger. Und sie rennt neuerdings weg, wenn ich versuchh, sie zu fassen zu kriegen, um ihr Treppen hoch oder runter zu helfen oder ihr das Geschirr anzulegen. Das ist auch neu und unerfreulich.
Sie kommt nicht zur Ruhe, dreht ständig hoch und ich kann ja nicht den ganzen Tag im Bett liegen (also, ich kann schon, aber ich kriege bei meinem Bett leider kein Internet und ab und zu brauche ich das diese Woche doch noch)
Ich weiß, es ist alles neu für sie und vor allem treffen wir praktisch nie auf irgendwelche Hunde. Ich hab's heute schon mit dem Hund einer Nachbarin versucht, aber der hat in seinem ersten Lebensjahr keinen anderen Hund zu Gesicht bekommen und spielt nicht mit Artgenossen :-/ In Berlin trifft sie täglich einen gleichaltrigen Spielkameraden zum Toben auf der Wiese - plus ein halbes Dutzend andere interessierte Hunde.Ich habe jetzt eine Welpenschule am Freitag aufgetrieben aber hat bis dahin irgend jemand eine Idee, wie ich ein bisschen Ruhe in die ganze Sache bringen kann?
Ich kann frühestens in einer Woche zurück und hab Angst, dass ich dann mit der ganzen Sozialisierung von vorne anfangen kann. Sie bellt neuerdings auch fremde Menschen an (die ein oder zwei, die uns auf der sonst leeren Straße begegnen). Das darf bei einer 'Berlinerin' nun gar nicht einreißen 
Spazieren im Wald ist großartig - sie liebt es, kommt aus dem Hüpfen gar nicht mehr hinaus. Und danach ist sie auch immer platt (fast schon zu platt. Sie ist ja noch klein und selbst die kürzest mögliche Runde ist doch etwas anstrengend für sie, aber es ist das highlight unseres Tages)
Aber ich brauche irgendwie mehr Ruhe in den Abläufen und vor allem: andere Hunde! (Falls das irgendjemand liest, der in auch nur annähernd in der Nähe von Salzhemmendorf wohnt, meldet Euch bitte. Ich fahr auch gerne länger, damit mein Hund endlich mal wieder einen Vierbeiner zu Gesicht bekommt, der Lust hat zu spielen)eta. Vielleicht liegt's ja daran, dass ich endlich wieder online und deshalb selber entspannter bin, aber jetzt liegt sie gerade friedlich zu meinen Füßen und kaut auf ihrer Kaustange. Das ist ja wie beim Zaharzt: Kaum klagt man sein Leid, ist das Problem erstmal weg

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Jaja, Schmerz laß nach, der Doktor kommt :-)
Mach Dich nicht verrückt! In dem Alter spinnen sie eh
Die neue Umgebung wird sie so hochpushen, denke ich. Das dürfte aber von Tag zu Tag besser werden. Völlig unwichtig finde ich in dem Zusammenhang andere Hunde. Nutze die Zeit, um selbst mit ihr zu spielen und vielleicht ein paar kleine Übungen zu machen. Und vor allem: Achte darauf, dass Du selbst umso ruhiger wirst, je mehr sie aufdreht! Wenn Du dann nämlich noch nervös wirst, dann dreht sie erst recht hoch. -
Zitat
Jaja, Schmerz laß nach, der Doktor kommt :-)
Mach Dich nicht verrückt! In dem Alter spinnen sie eh
Die neue Umgebung wird sie so hochpushen, denke ich. Das dürfte aber von Tag zu Tag besser werden. Völlig unwichtig finde ich in dem Zusammenhang andere Hunde. Nutze die Zeit, um selbst mit ihr zu spielen und vielleicht ein paar kleine Übungen zu machen. Und vor allem Achte darauf, dass Du selbst umso ruhiger wirst, je mehr sie aufdreht! Wenn Du dann nämlich noch nervös wirst, dann dreht sie erst recht hoch.Ich versuch's - aber ich gebe zu, es fällt mir schwer. Ich kann kaum einen Schritt gehen, ohne dass sie angestürmt kommt und sich in meine Hosenbeine verbeißt. Und diese und andere Rückschritte zerren an meinem Nervenkostüm, dass eh noch etwas labil ist durch die Stubenreinschlacht und die blöde Dauererkältung.
Ich versuche es jetzt mal mit dem Aufzählene von allen Sachen, die sie super macht: Sie hat seit über einer Woche nachts nicht ins Zimmer gepinkelt. Häufchen gab's drinnen schon seit zwei Wochen nicht mehr und die zwei kleinen Pipiunfälle vorgestern und heute waren meine Schuld (ich hatte vergessen, zu checken, wann wir das letzte Mal in Ruhe draußen waren). Wir waren gestern in einem Restaurant, wo sie super brav war und sie hat nicht ins Auto gekotzt - auch nicht als sie heute nicht auf meinem Schoß saß.
Und sie ist ein Schnuckel
Offensichtlich bin ich ein Internetjunkie und meine latenten Entzugserscheinungen der letzten Tage habe das Ganze wohl angestachelt
Danke für die aufmunternden Worte - und Du findest, andere Hunde treffen ist nicht wichtig??? Ich habe einfach das Gefühl, sie kann nicht ausreichend raufen und tobt sich deshalb an mir aus. Aber es ist mein erster Hund, ich hab nicht wirklich Ahnung.
Ok: Mehr Ruhe und Gelassenheit für mich!!! Und ich versuch es vielleicht mal mit Übungen. Ich hatte immer den Eindruck, sie ist zu jung für echtes Training. Sie kann Sitz und kommt wenn ich Hiiiiiier rufe (obwohl sie oft erstmal checkt, ob ich auch wirklich das Spezialleckerli in der Hand habe...)
Und gerade reißt sie wieder knurrend und grunzend an meiner Hose... seufz...Falls Du Vorschläge hast, was ich am besten übe, sag Bescheid.
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Lass ihr das Geschirr doch um und mach eine leichte Hausleine oder Wäscheschnur dran. Dann hast du das Problem mit dem Wegrennen schonmal erledigt und Sie kann sich kein Spielchen draus machen.
LG katja
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Lass ihr das Geschirr doch um und mach eine leichte Hausleine oder Wäscheschnur dran. Dann hast du das Problem mit dem Wegrennen schonmal erledigt und Sie kann sich kein Spielchen draus machen.
LG katja
Soeben geschehen. Obwohl ich extrem ungern physisch an ihr 'ziehe'. Aber ich merke dass mein Gelduldsfaden extrem dünn wird, wenn ich ihr hinterherjagen muss, nur um ihr zu helfen vom Wohnzimmer in den Garten zu kommen (Treppe mit Fliesen - das schafft sie noch nicht) Ich hab auch schon geschnauzt - komplett kontraproduktiv aber ich konnte einfach nicht anders :-/
Gerade hat sie so heftig nach etwas geschnappt mit dem sie nicht spielen darf, dass ich ein amtlich blutendes Loch im Finger habe. Durch meinen Aufschrei und das anschließende timeout (ich mußte raus a) um nicht handgreiflich zu werden und b) um ein Pflaster zu holen) ist sie jetzt sehr kleinlaut. Auf einmal klappen lauter Befehle, von denen ich gar nicht wußte, dass sie sie schon beherrscht... (wie 'Platz' und 'Bleib') Sie ist ja eigentlich ne ganz liebe und sonst auch nicht aufmüpfige Maus - ist halt alles nur ein bisschen stressig für uns beide.
Jetzt pooft sie auf ihrem Platz und ich genehmige mir erstmal ein Glas Rotwein! -
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Also Ich bin keiner der seine Hunde ´durch die gegend pfeffert´, aber wenn meine was anstellen (Scheiße fressen oder sich drin wälzen oder andere Fantasievolle Dinge....) dann blöcke Ich die auch an. Und wenn Luna mich zu doll anrempelt, weil Sie gerne mal aufdreht gibts auch mal einen Knuff.
Das haben Sie mir bis jetzt ( 12 und 6 Jahre) noch nicht krumm genommen.
LG Katja
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Auszeit ist immer gut. Ich kenne solche Momente, in denen man kurz davor ist, den Welpen zu erwürgen
Ich bin dann immer aus dem Raum und hab mir erstmal gemütlich einen Kaffee getrunken o.ä. Wenn Du die Möglichkeit hast, dann laß sie alleine, sobald sie zu arg aufdreht. Das wird sie schnell kapieren.
Hilfreich wäre wahrscheinlich eine Box, um dem Terrorkrümel immer mal eine Auszeit zu verordnen. Damit habe ich gute Erfahrungen gemacht. Allerdings soll die Box kein Straflager werden!
Bist Du mit Kauartikeln bewaffnet? Kauen beruhigt. Oder pack ihr Leckerlie-Päckchen zur Beschäftigung. Kannst z.B. Leckerlies in die Papprollen von Klopapier oder Haushaltrolle einpacken, auch Socken eignen sich. Oder Du stopfst einen Karton mit allerlei Papier voll und wirst ein paar Leckerchen mit rein. Alles Beschäftigungen, die Spaß machen und gleichzeitig ermüden;)
Du kannst auch jetzt schon kleine Übungen zur Impulskontrolle anfangen. Z.B. legst Du ein Leckerlie vor Dich auf den Boden und sagst "nein". Erst auf Dein Signal (z.B. ok) darf sie es nehmen. Außerdem übst Du das "aus" mit Tauschen oder Leckerlies. Aber aufpassen: nie zu lange üben, immer nur wenige Widerholungen. Sonst kann sie sich nicht mehr konzentrieren und dreht auch wieder hoch.
Wichtiger als das Spiel mit anderen Hunden finde ich den Bindungsaufbau. Sonst hast Du nachher einen Hund, der sich mehr für andere Hunde als für Dich interessiert. Und Du sollst doch der Lieblings-Spielpartner sein
Was natürlich nicht heißt, dass sie nicht auch mit anderen Hunden spielen soll. Nur den Fokus würde ich darauf nicht legen. -
Danke für die tips!!! Leckerlikarton ist ne prima Idee. Das Aus muss ich sowieso dringend üben. Ich hatte schon mal einen Anfang gemacht aber es scheint alles wieder weg zu sein.
So, jetzt gibt es erstmal einen Spaziergang für uns beide. Ich fühl mich immer noch mies und kann etwas frische Luft gebrauchen.
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