Hündin gängelt Rüden

  • Ich kenne zwar eure Beziehungen zueinander nicht,aber für mich klingt das auch eher nach einer Konstellation,die nicht stressfrei werden wird.
    Allerdings würde ich eher dazu tendieren,mich von der Hündin zu trennen.Schlicht und einfach deshalb,weil es deiner Beschreibung nach so klingt,als hätte sie ausreichend Selbstbewusstsein,um eine neue Situation locker wegzustecken.
    Bei dem gepiesackten Rüden müsste man schon sehr genau gucken,dass so ein Wechsel ihn nicht komplett aus der Bahn wirft.
    Aber sowas kann auch immer genau anders rum ausgehen,je nachdem wie die Umstände sind.

  • Hallo, nein, nach den acht Wochen hat sich nichts wirklich verändert. Wie gesagt, ich hatte im Juli wieder angefangen zu arbeiten und als die Routine einsetzte (also 6-8 Wochen danach) ging es los. Nachmittags wenn ich mal wegfahre oder so, konnten wir dank Cam-Dokumentation auch sehen, das da wiederum nichts los ist.

    Sie ist kastriert und ebenfalls tierärztlich durchgecheckt worden. Schilddrüsenwerte wurden bei beiden Hunden als nicht auffällig eingestuft. Zusätzlich zu den Tests haben wir die Schilddrüse bei beiden zusätzlich per Ultraschall checken lassen, da es ja nahe lag, das es damit zusammenhängen könnte.


    Ich hätte vielleicht kein Problem damit, meine Hündin einzugrenzen. Wenn das aber auf Dauer hieße, sie in einem kleinen Bad einzusperren, in dem sie keinen "Gewohnheitsplatz" einnehmen kann, der für sie IMMER zugänglich ist, sondern nur für diese eine Situation geschaffen wird, ja, damit könnte ich mich nur schwer anfreunden. Einfach eben wegen diesem "Abschiebe-Gefühl" und ich hätte einfach die Sorge, das hieraus noch mehr Probleme zwischen den beiden entstehen könnten.


    Ich würde eher dazu tendieren, den Rüden abzugeben. Erstens, weil er leichter zugänglich ist und wie gesagt normal mit jedem klar kommt. Man kann schon sagen, das er ein absolut reines Wesen hat. Er mag Kinder, Katzen, Menschen und er baut zu jedem schnell Kontakt auf. Er ist führig und stellt nie ein Kommando in Frage. Einfach ein toller und unkomplizierter Hund. Kein Arbeitshund, sondern eher der Typ Couch-Potatoe.

    Die Hündin kam als schwierig zu uns. Sie sieht jede Nachlässigkeit, bemerkt jede Unsicherheit und scheut sich nicht solche Situationen auszunutzen. Ich musste lange daran arbeiten und habe sie seitdem ausser meinem Mann kaum jemanden mehr anvertraut, aus Sorge, das mir jemand mit einem Funken Inkonsequenz alles wieder kaputt machen könnte. Dazu kommt ein starker Jagdtrieb. Sie braucht regelmäßige Beschäftigung für Körper und Geist und Hundesport um ausgelastet zu sein. Tendenziell ist sie also eher der Hund, der Fehler übel nimmt und somit eher wieder "auf der Straße" landet, weil im neuen Zuhause evtl. etwas schiefläuft.

  • Wie groß sind den Deine Hunde ? Wie ging es mit einem Laufstall ? Würde die Hündin da drüber springen ?
    Nur so eine Idee ? Vielleicht kann man den oben auch zumachen, da gibt es ja recht große, so hätte sie auch Bewegungsfreiheit...

  • Lösung 1:
    zu Hause räumliche Trennung schaffen. Wenn es sich nicht um ein Loft handelt, gibt es wahrscheinlich (egal wie große) Durchgänge, die man bei Abwesenheit verschließen kann. Man muss ja nicht zwingend käufliche Gitter nehmen, sondern kann sich Gitter in der passenden Größe selber bauen, einen (stabilen) Paravent hinstellen, Schwing- oder Faltttüren anbringen, oder, oder, oder....
    Lösung 2:
    Hündin mit zur Arbeit nehmen?
    Lösung 3:
    Rüden auf der Arbeit in Box/Auto/separatem Raum unterbringen (das gewährleistet trotz geringem Platz zwischenzeitliche Gassigänge)
    Lösung 4:
    über Aushänge im Supermarkt, Tierarzt etc. eine Privatbetreuung für einen der Hunde suchen, die oft günstiger sind als Profi-Sitter/-Pensionen
    Lösung 5: Job aufgeben oder von zu Hause aus arbeiten

    Letzte und Not-Lösung:
    Einen Hund abgeben - deine Erwägungen bzgl. der Wahl des abzugebenden Hundes sind plausibel - jedoch sollte man das "Leid" für so einen sensiblen Hund (Rüden) auch nicht unterschätzen. Ich habe genau so ein Exemplar als 5jährigen aus Privathand übernommen. Er hat(te) hier mittlerweile ein Jahr zum Einleben und ist immer noch nicht richtig "angekommen", hatte im ersten halben Jahr unter ständigen Zipperlein zu leiden (bin der Meinung immungeschwächt durch Streß) und enorm unter dem Verlust des alten Frau'chens und Zuhauses gelitten....

    Eigentlich, auch auf deinen Rüden bezogen, nicht ganz fair, ihm nur wegen der vermeintlichen "Unkompliziertheit" das zuzumuten, wo doch eigentlich die Hündin der "Störfaktor" ist....

    Keine leichte Entscheidung....

    Dir trotzdem viel Glück - egal, was passiert und wie du dich entscheidest....

  • Hi,

    Hmm, das klingt ja nicht gut...

    Ich habe auch ein "kleines" Agressionsproblem mit meiner Hündin, sie hat plötzlich angefangen draußen auf andere Hündinnen loszugehen. Verletzt wurde hierbei zum Glück keiner.
    Da ich selbst nicht weiterkam, habe ich mir bei einer kompetenten Trainerin Rat gesucht. Sie beobachtete meine beiden Hunde beim Spazierengehen und stellte fest, dass meine Hündin von meinem Rüden "genervt" wird, da er dauernd mit ihr spielen will und sie darauf keine Lust hat. Dadurch staut sich bei ihr Frust und Stress an, den sie dann am nächstbesten geeigneten Hund ablässt.
    Ich sah meine Hündin also einige Zeit als den "bösen" Hund der "ohne Grund" auf andere Hunde losgeht. Bis ich gemerkt habe, dass sie in Wirklichkeit nur aus Stress so reagiert. Mir ist klar geworden, dass es für meinen Hund einen sehr klaren Grund gab, warum sie sich so verhalten hat und ich ihn einfach nur nicht gesehen habe. Nachdem die Hundetrainerin mir das aufzeigte, habe ich mich wirklich gefragt, wie mir diese Tatsache vorher entgehen konnte. Es war plötzlich so offensichtlich!

    Warum ich dir das erzähle: Versuche, die Ursache für das Verhalten deiner Hündin zu finden. Kann es sein, dass sie beim Alleinebleiben Stress hat? Das wäre jetzt die einzige Ursache, die mir aus deiner Schilderung heraus einfallen würde, aber du kennst deine Hündin sicher am Besten und so fällt dir vielleicht noch etwas ein, woran es liegen könnte.

    Hunde sind meistens nicht "einfach so" aggressiv, sondern es gibt meistens eine Ursache für so ein Verhalten. Nach gesundheitlichen Gründen für das Verhalten hast du ja schon gesucht, vielleicht gibt es aber noch andere Themen an die man denken sollte.

    Habt ihr die Hündin mal aufgenommen, wenn sie ohne den Rüden alleine zu Hause ist? Wäre ja interessant zu wissen, was sie dann macht. Schläft sie ruhig und entspannt oder ist sie dann auch unruhig? Macht ihr an dieser Situation alleine mit dem Rüden etwas solchen Stress, dass sie sich ein Ventil dafür sucht?

    Als du geschrieben hast "Terrier" dachte ich erst an deutlich kleinere Hunde und hätte dann für jeden Hund eine geräumige Box als Aufenthaltsort vorgeschlagen, während du nicht da bist. Die meisten Hunde lieben ja ihre Box, wenn sie richtig daran gewöhnt wurden!
    Für Hunde in der Größe dürfte es aber schwierig sein, passende Boxen aufzustellen, denn die nehmen ja dann doch sehr viel Platz weg.

    Ich würde dann auch für räumliche Trennung erstmal darüber nachdenken, ein Gitter fertigen zu lassen, das in einen Durchgang passt. Wenn es möglich ist. Wobei das auch wieder relativ hoch sein sollte, da so große Hunde ja sicher auch hoch springen können.

    Dass die Züchterin es schlimm findet, wenn du den Hund abgeben willst, finde ich sehr schade. Ich lese aus deinem Text heraus, dass deine Hunde dir wichtig sind und du bisher auch nichts gescheut hast, um deinem Rüden zu helfen (Tierarzt, Hundetrainer etc.)
    Dass du über eine Abgabe nachdenkst, zeigt meiner Meinung nach dass du im Sinne deines Hundes entscheiden willst und nur das richtige für deine Tiere tun willst. Dass die Züchterin den Hund offenbar weder zurücknehmen will noch erlaubt, dass er anderweitig vermittelt wird, finde ich sehr schwach :(

    Ich hoffe du findest eine Lösung im Sinne der Hunde!

    lg,
    Sanne

  • Hallooo :)
    Ich hab den Thread vor ein paar Stunden gelesen und dann ist mir eben was eingefallen:
    Wenn du wirklich sehr an deinen beiden Hunden hängst und beide unbedingt behalten willst hätte ich eine Idee, die vielleicht etwas abgedreht klingt aber um meinen Hund zu behalten würde ich sowas definitiv in Erwägung ziehen. Ich bin eben ins Bett gegangen und hab mir überlegt, wie du deine Hunde räumlich trennen kannst. mir ist folgendes eingefallen:
    Guck mal so sieht unser Bett aus (aus Platzmangelgründen haben wir es höher gebaut um kommoden drunter zu bekommen)

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    nun meine idee: du baust euer bett höher (ich mach dir gerne ne anleitung. das material dafür gibts für 17euro im baumarkt) und machst statt kommoden so holzstäbe außen rum. als eingang kannst du so nen türtrenner nehmen, die gibt es mit türchen zum aufmachen.
    du müsstest halt darauf eingehen und dir sowas bauen, es ist bestimmt gewöhnungsbedürftig höher zu schlafen, aber es ist ja kein hochbett. man kann bequeum so ohne leiter drauf. dein hund hätte tageslicht (mit gitterstäben, statt kommode ist es ja noch heller als bei mir) und meiner meinung nach für 4 stunden auch genug platz. sie könnte rumlaufen, du könntest ihren korb reinlegen. für wasser und co ist trotz rumlaufbreich noch genug platz. man sieht es ja auf dem 3 bild und bei uns sind ja noch die großen kommoden drunter, der platz wär ja noch zusätzlich bei dir frei.
    wär halt ne geräumigere box, sie ist nicht ausgeschlossen und hat tageslicht. ein bett hat jeder in der wohnung, also am platz kanns nicht mangeln ;)

    ich würde mir das überlegen. so ein kleiner schritt dafür, dass man seinen hund behalten kann ;)

  • Hallo und vielen Dank für eure Anregungen!
    Auf ein paar werde ich nun gleich mal eingehen.

    1. Bett erhöhen: leider nicht möglich, da Wasserbett ;)
    2. Wir haben durchgängig offene Wohnbereiche. Ähnlich dem Loft-Style-Living. Daher nur am Bad die Tür. Wir haben zwei etwas schmalere Stellen, an einer davon habe ich derzeit das Brett stehen. Meine Hunde akzeptieren dies momentan glücklicherweise noch als Barriere, kamen bislang auch nicht auf die Idee hinüberzuspringen oder so.
    3. Die Hündin kann ich nicht mit zur Arbeit nehmen, das sich die Hündin meiner Chefin mit anderen Hündinnen auf jeden Fall nicht verträgt. Dort kann ich keine räumliche Trennung vornehmen, da alle Räume irgendwie genutzt werden. Ich kann mich auch nicht hundertprozentig darauf verlassen, das Türen wieder gewissenhaft verschlossen werden (Altenwohnheim, teils geistig behinderte Menschen).
    4. Aushänge haben wir schon über Wochen versucht, ebenso Anzeigen in unseren örtlichen Zeitungen. Leider hatten wir nur mittelmäßige Resonanz (um genau zu sein 3 Anfragen) und in Frage kam von denen keine-weil nur nachmittags oder nur unregelmäßig.
    5. Hund im Auto lassen ginge vielleicht momentan. Aber bei starken Minusgraden oder auch Sonneneinstrahlung, wenn es wieder wärmer wird, müsste ich davon wohl auch eher absehen.
    6. Job aufgeben- darüber brauche ich gar nicht nachdenken, mein Mann würde mir definitiv einen Vogel zeigen. Auch wenn er Verständnis für die Hundeproblematik zeigt, ginge das für ihn einen Schritt zu weit. Ich war ewig lange auf Jobsuche, bis ich endlich einen wie für mich zugeschnittenen Job gefunden hatte, wenn ich den jetzt an den Nagel hänge...da wäre es definitiv mit seinem Verständnis vorüber. Heimarbeit habe ich lange nach etwas seriösen Ausschau gehalten, leider ebenfalls ohne Erfolg.
    7. Natürlich haben wir auch geschaut, was passiert, wenn beide einzeln allein zuhause sind. Sie legt sich in den Korb und schläft fast die ganze Zeit. Zwischendurch steht sie auf und legt sich auf den Läufer, wälzt dich auf diesem hin und her und schläft dort weiter. Mehr passiert bei ihr nicht.
    Wenn er alleine ist, ist er sehr unruhig. Liegt die meiste Zeit mit dem Kopf auf den Vorderpfoten. Steht immer wieder auf. Läuft hin und her. Kaut auf seinem Kauknochen rum. Aber ansonsten ist auch bei ihm nichts los.

    Ich muss mir, denke ich, noch weiter Gedanken machen.
    Die Züchterin hatte wie gesagt vorgeschlagen, ihn eine Weile aufzunehmen, damit er "auf andere Gedanken kommt und auch mal was anderes sieht" und sich wieder fangen kann. Ich sehe darin aber auch, das er vorübergehend in ein fremdes Rudel kommt etc. und sich wieder komplett umstellen muss und zwar nur für eine begrenzte Zeit. Dann kommt er wieder und alles ist beim alten. Lohnt sich dafür der Streß für ihn? Vielleicht sehe ich es verkehrt- momentan denke ich aber eher nein, es lohnt sich nicht. Gerne lasse ich mich aber eines besseren belehren.

    Wie gesagt, wenn tendiere ich zur Abgabe des Rüden. Klar, ist die Hündin der Störfaktor. Und vielleicht gerade deswegen tu ich mich schwer, sie abzugeben. Ihr Schicksal wäre ungewiss. Erstmal wird es schwer jemanden für sie zu finden und was ist, wenn sich wieder Probleme auftun, wie gesagt, sie ist sehr dominant und wittert jede Nachlässigkeit? Nicht umsonst sind wir ihre vierten Besitzer... .

    Ich muss mir nochmal alles durch den Kopf gehen lassen, evtl. nochmal mit der Züchterin sprechen.

  • Hi,

    Ich würde den Rüden nicht vorübergehend zur Züchterin zurückgeben, wie du sagst ist es eine große Umstellung und nachher ist er dann eh wieder bei dir.
    Das würde für mich nur in Frage kommen, wenn ich an einer Lösung für das Problem arbeite und mir ziemlich sicher bin, dass ich es in kurzer Zeit gelöst habe. Sprich nur dann, wenn sich danach für den Rüden auch wirklich etwas verbessert. Sonst sehe ich da keinen großen Sinn drin und es ist ja doch nur hin und her.

    Gestern habe ich meinem Freund von eurem Problem erzählt und er brachte eine total simple Lösung hervor: Die Hündin einfach anbinden im Haus. Wenn man so eine Leine hier nimmt: https://ssl.kleinmetall.de/kleinmetall-sh…ie=96&object=68 kann sich die Hündin darin kaum verheddern, man kann sie so einstellen dass die Hündin noch etwas Bewegungsfreiheit hat und trotzdem dem Rüden einen Schlafplatz und einen Wassernapf außerhalb ihrer Reichweite aufstellen.
    Wir haben die gleiche Leine (bei Einzug hat noch ein Gartenzaun gefehlt) und sind sehr zufrieden damit.
    Man braucht nur zwei Haken in der Wand und kann die Laufleine montieren.
    Vielleicht wär das ja was?

    lg,
    Sanne

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