Hündin gängelt Rüden
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Hallo, ich bin noch ganz neu hier im Forum und bin hier gelandet, weil ich Ratschläge benötige.
Ich habe zwei Terrier, Rüde (5) & Hündin (4). Beide sind schon mehrere Jahre in meinem Besitz, aber nicht als Welpen zu mir gekommen. Sie konnten immer alleine bleiben, verstanden sich immer gut und ich hätte nicht gedacht, das es jemals Probleme geben könnte. Doch genau dies ist nun der Fall.
Die Hündin ist sehr dominant, unerschrocken und ein absolutes Arbeitstier. Der Rüde ist extrem unterwürfig. Er hat von Anfang an alle Hunde beschwichtigt und ist auch eher der ruhige, zurückhaltende Typ. Er versteht sich mit jedem und orientiert sich stark an der Hündin.
Alleinbleiben war nie ein Problem, so hab ich mir auch nichts dabei gedacht, als ich wieder anfing halbtags zu arbeíten. Anfangs war alles gut. Keine Probleme, alles wie immer. Doch umso stärker die Routine wurde desto größer wurden die Auffälligkeiten. Der Rüde wurde immer introvertierter und begann sich den ganzen Rücken aufzubeissen. Ebenso die Pfoten. Medizinisch wurde alles abgeklärt, es konnte nichts gefunden werden. Wir haben Blutbilder machen lassen, Organe gecheckt, speziellere Tests-nichts. In meiner Abwesenheit habe ich begonnen, ihm einen Kragen umzumachen, damit er sich nicht weiter kaputt beisst. An die Pfoten bekommt er Kindersocken. Hat erstmal gewirkt. Trotzdem gab es noch weitere Probleme. Ich konnte keinen Schritt mehr machen, ohne das er fiepend um mich herumwuselte usw., jedesmal als wenn für ihn eine Welt zusammenbrechen würde. Meine Hündin hat das alles nicht beeinflusst. Sie war wie immer. Die Probleme treten auch nur auf, wenn ich meinen geregelten Arbeitszeiten nachgehe. Nachmittags wegfahren usw. kann ich noch immer, ohne das es Probleme gibt. Der Streß ist mittlerweile nicht mehr zu überbrücken. Weder für meinen Rüden noch für mich.
Da mein Rüde immer weiter klammerte und regelrechte Trennungsängste entwickelte, haben wir einen Hundetrainer zu Rate gezogen.
Da die Ursache unklar war, war sein erster Schritt die Installation einer Cam in meiner Abwesenheit um zu schauen, wie sich der Rüde verhält. Und das Ergebnis hat mich regelrecht von den Socken gehauen. Sobald mein Auto vom Hof ist, beginnt die Hündin ihn regelrecht zu mobben! Egal wo er liegt, sie scheucht ihn weg. Egal, was er macht, sie geht ihn knurrend an und drängelt ihn mit der Schulter weg. Sie reitet auf und dominiert ihn wo sie nur kann. Er versucht sich unsichtbar zu machen und verzieht sich in eine Ecke, wo er knabbernd ausharrt. Und sie lauert regelrecht auf ihn, auf die eine Bewegung die sie wieder als Veranlassung zum gängeln nutzen kann. In dem Moment wo mein Auto wieder auf den Hof fährt, zieht sie sich in ihren Korb zurück, rollt sich ein und ist die Friedlichkeit schlechthin. Mein Rüde bleibt verstört zurück.So, erste Handlung war nun natürlich, die beiden in meiner Abwesenheit räumlich zu trennen. Leider ist es aufgrund des Schnitts unserer Wohnung nicht auf die Dauer machbar.
Der Hundetrainer hat mit uns einzeln gearbeitet und dann auch zusammen. Er bestätigt die starke Dominanz unserer Hündin, die sich im normalen Umgang aber wenig zeigt. Ich mache mit beiden Sport. Mit der Hündin Agility und Obedience, mit dem Rüden Fährte. Ausserdem fahre ich mit beiden täglich Fahrrad und beschäftige sie draussen mit Denksportaufgaben, wie Suchspielen und der Gleichen. Meines Erachtens bevorzuge ich keinen von beiden und auch unser Trainer ist der Meinung, das ich keinen der beiden hervorhebe und sie nach meinen Möglichkeiten und ihren Bedürfnissen gleichwertig behandel.
Im Alltag zeigt sich kein Dominanzverhalten untereinander. Sie gibt den Ton an, er fügt sich ohne murren. Ich kann mich auch nicht dran errinnern, das er ihre Position jemals in Frage gestellt hätte. Irgendwie waren von Anfang an die Fronten geklärt.
Nun wollten wir die Situation entspannen, in dem zumindest der Rüde in meiner Abwesenheit Fremdbetreut wird. Leider haben wir niemanden gefunden. Es gibt hier in der Nähe zwar eine Tagespension, aber die übersteigt unser Budget. Die Hündin könnte auch alleine Zuhause bleiben. Meine Chefin hatte schon vorgeschlagen, ihn mit zur Arbeit zu nehmen. Haben wir probiert, leider mag ihre Hündin ihn nicht
Somit ist der Plan auch gescheitert.Unser Hundetrainer ist der Meinung, das die beiden so ja einwandfrei sind. Und er könne nicht an einem Verhalten arbeiten, das sich im normalen Umgang nicht zeigt. Wir haben es auch mit Video-Übertragung versucht, so das wir auf einem anderen Monitor 1:1 gucken können und dann ein Eingreifen möglich wäre. Aber irgendwas war im Ablauf wohl anders als sonst, so das sie dann natürlich nichts gemacht hat.
Wir haben dann einen zweiten Ausbilder konsultiert, der aufgrund dieser Problematik aber ebenfalls keine Lösung zur Hand hatte :|
Im Grunde wurde nun allseits geraten, ihm ein schönes neues Zuhause zu suchen. Entweder als Einzelhund oder zu einem ebenfalls zurückhaltenden Hund und vor allem nicht wieder zu einer Hündin.
ich möchte aber nicht so leicht aufgeben und hoffe, das ihr vielleicht noch Ideen parat habt.
Sollten noch Fragen offen sein, beantworte ich diese natürlich gerne. Ich wette, ich habe bestimmt irgendwas vergessen, da es ja eine ganz Fülle von Informationen ist.
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25. Dezember 2011 um 20:17
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Hündin gängelt Rüden - Vor einem Moment
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Gibt es in Deiner Wohnung gar keine Türen?
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Zitat
Gibt es in Deiner Wohnung gar keine Türen?
Nur unser Badezimmer hat eine Tür
Für Türgitter sind die Durchgänge viel zu breit. Daher hab ich nun behelfsweise ein Brett im Durchgang stehen. -
Das reicht doch dicke aus. Bring ihr eben bei, dass sie im Bad zu bleiben hat. Mach ihr da eine gemütliche Ecke, trainier es und dann bleibt sie eben dort.
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Puh, also wenn das echt so extrem ist würde ich dem Rüden wirklich ein gutes Zuhause suchen, als Einzelhund und wo er sich dauerhaft erholen kann.
Der Stress ist ja enorm und hat sicherlich auch dauerhaft Spuren hinterlassen.
Die Hündin hat ihr perfektes Opfer gefunden mit dem sie beliebig verfahren kann.
Sorry! Wenn ich das so sage, aber ich denke der Hund gehört in ein anderes Zuhause ohne weitere Experimente.
Das geht ja vermutlich schon sehr lange so ohne das es bemerkt wurde und die Hündin wird sicherlich immer wieder versuchen sich an dem Rüden abzureagieren, wenn sie die Möglichkeit bekommt. -
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Unser Bad ist dafür leider nicht groß genug. Sonst wäre es eine Alternative gewesen. Ausserdem hat es kein Tageslicht. Wenn ich ihr noch ne Decke oder so reinlege, hätte sie vielleicht 2 qm. Das empfinde ich einfach zu klein. Und wie gesagt, ohne Fenster... . Es wäre dann so eine Art Behelfsplatz und ich möchte nicht, das sie sich "abgeschoben" fühlt. Zumal sie den Platz im "normalen" Alltag nicht für sich nutzen könnte.
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Was soll die denn machen, wenn sie allein ist?
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@ Quirina
Ich habe schon oft und lange darüber nachgedacht, glaub mir. Meines Erachtens lieber ein Ende mit Schrecken als ein Ende ohne Schrecken. Und er ist halt so ein lieber Hund. Leider kann sich seine Züchterin nicht wirklich mit dem Gedanken anfreunden, denke ich. Sie wollte ihn erstmal leihweise zu sich holen, damit er sich erholen kann. Aber ich denke nicht, das meine Hündin danach anders ist. Und ohne ihre Zustimmung darf ich den Rüden nicht abgeben. Ich habe ihr alles erklärt und ihre erste Reaktion war quasi, das sie nicht fassen kann, das ich mit dem Gedanken spiele, ihn abzugeben. Klar macht mich das traurig und ja, ich hänge an ihm. Aber das ist einfach kein Leben für ihn. Ich arbeite nun seit Mitte Juli wieder und ich weiß nicht, wann sie damit angefangen hat. Verhaltensänderungen zeigte er erst, als sich quasi die Regelmäßigkeit einstellte. So nach ca. 6-8 Wochen.
@ flying-paws
Naja, ich bin 4 Stunden ausser Haus. Da möchte sie bestimmt nicht die ganze Zeit "nur" im Korb liegen, sondern bestimmt auch gerne mal die Stellung oder Postion verändern. Vor allem nicht nur im dunkeln oder mit künstlicher Beleuchtung, abgeschottet "vom Rest der Welt".
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Das mit dem mangelnden Tageslicht sehe ich als Problem. Das mit der Größe des Zimmers nicht.
Wenn Du allerdings ein Problem damit hast sie einzugrenzen, dann solltest Du sie wohl besser abgeben.
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Naja, wenn die Züchterin nicht einverstanden ist, dann soll sie ihn zurücknehmen und ihm ein neues, schönes Zuhause suchen. Entschuldige wenn das jetzt hart klingt, aber ich bin der Meinung das der Rüde ein Recht auf körperliche und vor allem seelische Unversehrtheit hat.
Und wie Du schon selber sagst, es kann ja nicht der Weg sein, einer der Hunde ins Bad einzusperren.
Die Aussage der Züchterin finde ich da echt voll daneben.
Hat sich vor 8 Wochen irgendwas verändert ? Oder gibt es Anhaltspunkte warum sie auf einmal so reagiert ?
Läufigkeit ? Vielleicht auch gesundheitliche Probleme der Hündin ? Schilddrüse ? Keine Ahnung...da kann ja viel im Spiel sein. - Vor einem Moment
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