Riesenproblem-Alleine bleiben

  • Hallo Zusammen,

    ich hätte da gerne mal wieder ein Problem.

    Mein Pudelchen kann nicht alleine bleiben, er heult wie ein Wolf.
    Damit der Text hier jetzt nicht so lang wird, versuche ich mich kurz zu halten.

    Fakten:
    - Rüde, Pudel, knapp 2 Jahre alt, habe ihn seit er 16 Wochen ist
    - werktags tagsüber von 8 Uhr bis ich von der Arbeit komme (ca. 19 Uhr) ist er bei meiner Mutter
    - er bleibt problemlos mit dem Hund meiner Mutter (Pudel, Kryptorchid, 13 jahre) vormittags zwischen
    1-4 Stunden alleine (würde auch länger durchhalten, da vollkommen entspannt)
    - es ist egal, ob er mit Mutters Hund zusammen bei ihr oder bei mir alleine ist
    -bringe ich die beiden zu mir, läuft meiner direkt ins Wohnzimmer wil es ihm völlig klar ist, das ich gleich gehe.
    Interessiert ihn nicht die Bohne
    - Meiner ist definitiv ranghöher als der senior meiner mutter. er orinientiert sich im alltag kein bisschen an ihm.
    Im gegenteil, er macht sein Ding, ist höchstens eifersüchtig und blockt mutters hund, wenn er kann.

    Problem:
    - wenn ich versuche, ihn bei mir alleine zu lassen, z.b. am wochenende oder mal abends oder so, gibts riesentheater, egal ob er die ganze Wohnung zur Verfügung hat oder nur einen Raum. Er heult durchgehend wie ein Wolf.
    - er neigt eh dazu mich auf schritt und tritt zu verfolgen und zu beobachten. richtig entspannen tut er nur wenn er auf meinem schoss liegt oder nachts im bett

    Seit ich versuche, das alleine bleiben konsequenter anzugehen wird seine "Verfolgung" schlimmer.
    Ich habe immer schon die badezimmertür zugemacht, mal diese oder jene tür etc.
    Seit ich das verstärkt übe, kann ich nichtmal ins bad gehen ohne das er direkt anfängt zu winseln.
    d.h. mein training macht alles irgendwie noch schlimmer.
    Er postiert sich mitlerweile im flur, von dem alle räume abgehen um schnell noch mit durchzuschlüpfen.
    Ich kann ihn natürlich auch in sein körbchen schicken. da bleibt er auch. aber auch dort fängt er an zu winseln. teilweise sogar wenn ich neben ihm auf der couch sitze und fernseh oder lese. Er weiss, das er im korb bleiben muss, ist aber angespannt und winselt.

    Was kann ich tun?

    Ach so, ich habe schon sehr viel an seiner frustrationstoleranz gearbeitet. In jedem Bereich macht er alles absolut perfekt für mich, lässt sich überall abrufen, läuft nirgendwo hin ohne ein ok von mir etc. daher verstehe ich das noch weniger

    Danke und lg

    Jen

  • Ich würde das Alleinsein nochmal von ganz Anfang aufbauen:

    Ich nehme mal an er kommt auch mit ins Bad ;)

    1. Währen des Badbesuches ignorierst du ihn völlig.
    2.Du lässt ihn vor der Tür "Sitz" machen,lässt die Tür offen,gehst ins Bad und kommts sofort wieder heraus.Loben!
    3. " machst die Tür zu "
    4. " " " und bleibst etwas länger drinn "
    5. Die Zeitspanne von 4. immer weiter ausdehnen.
    6.Vorherige Schritte auch auf andere Räume übertragen
    7.Auch auf den Garten übertragen.

    So würde ich dir raten vorzugehen...und wenn du sagts Schritt 1&2 kann er schon, würde ich dir trotzdem raten sie zu wiederholen.

    Liebe Grüße und Viel Glück :smile:
    Alrun

  • Genau wie Alrun schreibt, würde ich es auch üben. Wenn Du die Zeitspanne dann schon mal ein bisschen ausgedehnt hast, würde ich sie variieren. Also nicht linear immer steigern, sondern mal 3 Minuten, mal 5 Minuten (wenn er so lange schon kann), dann mal nur 2 Minuten.

    Sein Gejammer musst Du immer ignorieren, schenke ihm nur Aufmerksamkeit, wenn er ruhig ist. Und lasse nicht zu, dass er Dich dauernd verfolgt. Er versucht Dich zu kontrollieren und ist natürlich sauer, wenn Du Dich ihm entziehst. Daher würde ich ihm auch nicht erlauben, sich im Flur aufzuhalten. Sein Bett sollte nicht an einer zentralen Stelle stehen, wo er alles im Blick hat.

    Du musst da einfach den längeren Atem haben und 110 % konsequent sein. Es bedarf viel Training, aber dann wird das schon.

    Ich drück Dir die Daumen

  • schließe mich meinen Vorschreibern an, was den Aufbau angeht.


    Dein Denkfehler:
    wenn ein anderer Hund dabei ist, dann ist das KEIN "alleine bleiben" ;)
    Kein Wunder, dass der arme Kerl heult, weil sein Rudel weg ist ... =)

    Deshalb musst in winzigen ersten Mäuseschritten (später können die Schritte, sprich die Zeitintervalle, dann größer werden) das Alleinsein wie oben beschrieben, gesondert aufbauen. Grade die kurzen Einheiten am Anfang sind sind besonders wichtig, weil du damit die Grundlage legst.
    Wenn du das erste Mal aus der Haustür gehst, nur bis 5 zählen, dann sofort wieder reinkommen.
    Wichtig ist, dass du den Hund nicht dabei beachtest. Es soll selbstverständlich sein.
    Tagsüber ihm immer mal wieder in der Wohnung die Tür vor der Nase zumachen :)

  • sorry, ich hab im vorigen Post aus Versehen, Textzeilen gelöscht, konnte dann nicht mehr editieren.

    Es muss heißen:

    Wenn du das erste Mal aus der Haustür gehst, nur bis 5 zählen, dann sofort wieder reinkommen.
    Wenn er dann ruhig auf seinem Platz geblieben ist, kannste ihm n paar Leckerlis geben.
    Zeit dann langsam und in Minischritten von Tag zu Tag etwas ausdehnen.

    Wenn er irgendwann soweit ist, dass du auch mal ne Stunde wegbleiben kannst, dann wieder reinkommen und irgendwas normales tun. ... Wichtig ist, dass du dann den Hund nicht dabei beachtest. Keine besondere Begrüßungszeremonie. Es soll selbstverständlich sein.

  • Kann es ein, dass er die Wohnung Deiner Mutter als "sein sicheres Zuhause" empfindet :???: ?. Schließlich ist er dort ja längere Zeit (tagsüber/unter der Woche) als bei Dir. Ich weiß' von einigen Hunden, die in ihrer gewohnten Umgebung problemlos allein bleiben können, woanders funktioniert es aber nicht.
    Zudem führt Ihr im Grunde ja schon so'n bisschen eine "Wochenend-Beziehung", d. h. sein normaler Alltag findet bei Deiner Mutter statt. Verfolgt er die denn auch?
    Und wenn er Dich dann am WE mal für sich hat, kriegt er wahrscheinlich die Krise, wenn Du gehst. Entsprechend macht er Theater und "bewacht" ich, wenn Du da bist.

  • Danke für die Tips bisher
    HHer Dackeline

    teilweise könntest du recht haben, aber er bleibt auch bei mir in der Wohnung problemlos "alleine", wenn mutters hundi auch da ist. Es liegt also eher nicht an der Wohnung, sondern an der Gesellschaft.
    Ach so, ich hatte meine mutter gebeten es bei ihr mal zu testen. d.h. meinen , wie gewohnt, in ihr schlafzimmer sperren, damit er die katzen in ruhe lässt (das kennt er) und dann mit ihrem hund die wohnung verlassen.
    tja, hund war ruhig und entspannt.
    Mutter hat sich schon gewundert, dann aber bei ihrer rückkehr festgestellt, das sie aus versehen eine der katzen mit ins schlafzimmer gesperrt hat. tja, versuch ungültig...

  • Zitat

    Danke für die Tips bisher

    Ach so, ich hatte meine mutter gebeten es bei ihr mal zu testen. d.h. meinen , wie gewohnt, in ihr schlafzimmer sperren, damit er die katzen in ruhe lässt (das kennt er) und dann mit ihrem hund die wohnung verlassen.
    tja, hund war ruhig und entspannt.
    Mutter hat sich schon gewundert, dann aber bei ihrer rückkehr festgestellt, das sie aus versehen eine der katzen mit ins schlafzimmer gesperrt hat.

    tja, versuch ungültig...


    :lachtot: :lachtot: :lachtot:

  • Hallo Jen,

    weisst Du warum Dein Hund winselt wenn er alleine ist ?

    Zitat

    er neigt eh dazu mich auf schritt und tritt zu verfolgen und zu beobachten. richtig entspannen tut er nur wenn er auf meinem schoss liegt oder nachts im bett

    Such mal nach "Kontrollfreak" "Mein Hund kontrolliert mich" usw.

    Ganz interessant und aufklärend ist auch das Video "Mops Henry Hundeprofi" bei Youtube (Achtung : Mit Martin Rütter).

    Grüße Bernd

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