Bindung an die neue Familie

  • Ich hab mich heute mal gefragt, wie lange es eigentlich dauert, bis ein Welpe sich an seine neue Familie gebunden fühlt, wann er quasi Herrchen und Frauchen als neue Familie betrachtet.

    Haku ist jetzt seit 2 Wochen hier, in der ersten Woche ist er mir auf Schritt und Tritt gefolgt, war ich mal außer Sichtweite (Duschen, Einkaufen) gab es Gejaule (auch wenn mein Freund dabei war), seit Montag arbeite ich nun wieder und mein Freund ist bei ihm, ich finde jetzt hat es sich etwas eingependelt, es gibt kein großes Trara mehr, wenn ich mal schnell ins obere Stockwerk husche oder kurz in einen anderen Raum verschwinde.

    Bei seinem Einzug gab es auch kein großes Gewinsel, er fiept zwar ab und zu, aber das ist mehr ein "bespaß mich jetzt" oder "fütter mich" - Fiepen.

    Ich denke, er würde er auf der Straße jedem hinterherlaufen, den er gerade interessant findet, an uns orientieren tut er sich nicht wirklich. :headbash: Auch wenn der Abruf geübt wird ist alles andere erstmal interessanter. Da hat man manchmal das Gefühl, hauptsache IRGENDWER bespaßt ihn oder füttert ihn, also dass er quasi noch nicht wirklich an uns hängt.

    Im Moment liegt er auf meinen Füßen, da beschleichen mich solche Fragen nicht so sehr, aber ganz häufig legt er sich auch alleine in die Küche, während wir uns in einem anderen Zimmer aufhalten. Da frage ich mich natürlich: wieso legt sich ein 11 Wochen alter Welpe lieber alleine in die dunkle Küche, auf die kalten Fliesen, wenn er auch bei seiner Familie liegen könnte? Soll ich dann versuchen ihn zu uns zu locken oder ihn einfach in Ruhe lassen? :???:

  • Die Art der Frage kenne ich auch. Elly liegt manchmal auch alleine in der Küche. Warum auch nicht. Welpi hat sich schon an euch gewöhnt :) da werden plötzlich alle anderen interessanter. Der Kleene entdeckt die Welt.

  • Ich kann dir da jetzt keine genaue Antwort dazu geben, kann dir aber beschreiben, wie's mit Abby so war ;)

    Also als ich sie abgeholt habe gabs schon gefiepe und alles war ganz schrecklich ;) is ja auch verständlich, was würden wir sagen wenn wir plötzlich unsere Familie verlieren... :verzweifelt:
    das war dann aber ganz schell auch wieder vergessen. In der Tat, wie du es beschreibst wars auch bei uns, sie wäre jedem und allem hinterhergelaufen. Das hat sich aber dann so schleichend verändert und jetzt merkt man das sie immer alles bei mir sucht: Schutz, Hilfe etc.
    Jetzt sind wir aber ein eigespieltes Team und wenn sie mal angst vor irgendwas hat das werde ich vorgeschoben :rollsmile:

    Ich denke echt das das von Hund zu Hund verschieden ist, bei uns hats gerade mal ein paar Tage gedauert, ich war allerdings auch die ganze Zeit zu Hause... was allerdings bei uns der Vorteil ist, das wenn ich mal weg bin, sind meine Mitbewonder zuhause, die auch einen Hund haben und somit is immer Ablenkung da.

    ich hoffe ich konnte dir ein kleines bisschen helfen,
    Andrea

  • Wenn er etwas gruselig findet, kommt er auch zu mir. Nicht für lange, aber zumindest einmal "kurzer Rückzug um eine neue Strategie auszuwählen" :headbash:

    Dieses jedem hinterherlaufen kann ich vielleicht noch verstehen, irgendwer könnte ja was zu fressen haben oder irgendwas anderes tolles, das ist interessant und darum toll für ihn.

    Aber wenn ich ihn alleine in der Küche sehe, denk ich mir: das kann doch nicht schön sein, wieso machst du das? :gott:

  • jaaa ich kann das echt sehr gut verstehen...
    Abby hat das echt nie gemacht... wenn sie mal alleine irgendwo hingelaufen is, dann nur um eine kleine Überschwemmung anzurichten :hust:
    ich weiß nich, vielleicht braucht er ja auch manchmal so ne auszeit und is schlau genug das dann auch zu nemen.. Beachtet ihr ihn denn auch mal nicht, wenn er bei euch is? Also quasi bei euch aber sich mit sich selbst beschäftigen?

  • Ja, es gibt quasi auch "Ruhe-Phasen", wenn ich z.B. den Haushalt mache, dann "blende ich ihn aus" (also nicht wirklich, aber zumindest so, dass er merkt, dass gerade kein Animationsprogramm drin ist), ich mach dann halt meine Arbeit und spreche ihn nicht an, damit er mir nicht (noch mehr) dazwischenwuselt ;)

    Manchmal, wenn er in der Küche liegt und ich dann in der Küche rumwusel legt er sich auf meine Füße, sonst liegt er immer in einer Ecke (er hat gerne eine Wand im Rücken), es ist also scheinbar nicht so, dass er es soooo doooof findet in meiner Nähe zu sein. Wenn ich dann in einen anderen Raum wechsel, bleibt er aber dort. Aber ich kann ja auch nicht den ganzen Tag in der Küche verbringen :headbash:

  • hahahaha jaa in der Tat das is nich wirklich ne Lösung... :-p

    Ich glaube, dass das an sich nicht so schlecht is... ich mein, welpen sind ja auch noch sehr schnell müde und schlafen an ort und stelle ein und merken dann schonmal nicht dass das Frauchen gar nich mehr da ist :-D

    Auf meinen Füßen schläft Abby übrigens auch am liebsten, wenn ich in der Küche bin ;-)

  • Gerade, dass er nicht mehr immer eure Nähe sucht, zeigt, dass er angekommen ist.
    Nach meiner Erfahrung geht ein Welpe erst dann " eigene Wege ", wenn er sich in seiner neuen Familie sicher fühlt.
    LG Micha

  • Ich hab das Gefühl, du beschreibst garnicht deinen Haku, sondern meine Kida. Sie ist zwar erst den zweiten Tag hier und da ist die Bindung auf jeden Fall noch nicht so stark, das ist klar, und interessant findet sie draußen sowieso alles! Wenn jemand den Weg entlanggeht, wird sich erstmal hingesetzt und beobachtet. Da kann man rufen und machen, was man will. An der Leine folgt sie mir allerdings schon toll :D Außer, dass sie gern noch kreuz und quer rennt und man oft fast über die stolpert oder sie sich gegen die Leine wehrt, wenn sie eine andere Richtung einschlagen will... Aber es macht einen schon stolz, dass sie einem hinterherdackelt - Auch, dass sie das wahrscheinlich bei jedem machen wurde!

    Wenn sie Angst hat und wir uns vor der Haustür befinden oder in der Nähe, rennt sie als erstes dort hin und will rein. Wenn das nichts bringt, kommt sie zu mir und wechselt dann zwischen Tür und meinerseits.
    Eben waren wir nochmal draußen und sind einem Dackel begegnet... Da bekam sie große Angst und wollte weg, hat auch keinen Schutz bei mir gesucht. Aber das wird alles noch :) Zwei Tage sind ja fast garnichts im Vergleich, wie lange sie noch hier sein wird!

    Wenn ich den Raum wechsel, folgt sie mir auch sofort und will nicht allein sein. Darum bewege ich mich relativ leise, damit sie auch mal wirklich zur Ruhe kommt und Schlaf bekommt. Das ist natürlich kein Dauerzustand, aber hin und wieder mal nötig, finde ich. Außerdem kann man, wenn sie schlafen, eher den Haushalt schmeißen :D

  • Hm, ist diese Dackelphobie eine Eigenart der Weißen? :headbash: Haku findet alle Hunde toll, aber hier in der Gegend gibt es einen Rauhaardackel, wenn er den sieht, ergreift er die Flucht :???:

    Er hatte auch echt schnell raus, auf welches Grundstück er zurück muss und rennt auch zielstrebig zur Haustür. Als vorhin bei der Welpenstunde dann die anderen Besitzer darüber gesprochen haben, dass ihre Welpen ohne Leine laufen und immer in ihrer Nähe bleiben, da hab ich halt nur gedacht: sobald da jemand anderes ist oder einfach irgendwas interessantes, wäre Haku weg, daher bleibt er an der Leine bis er wenigestens einigermaßen reagiert, wenn ich ihn anspreche.

    @ Micha Danke, das macht mir etwas Mut :gut:

    Mir bleibt ja eh nichts anderes übrig als zu warten, ich muss draußen wohl einfach interessanter werden als der Rest :rollsmile: Und ich werd ihm dann noch ein Bettchen für die Küche besorgen, nicht dass er es bräuchte, aber ich denke, es beruhigt mein Gewissen, wenn er dann zumindest nicht auf den Fliesen liegen muss, wenn er schon in der Küche bleiben will :hust:

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