Unerklärliches Verhalten

  • Och Mensch, das tut mir leid :(

    Unsere Katze hatte neulich etwas ähnliches, große Untersuchungen beim TA, alle ohne Befund, nach ein paar Tagen war es vorbei. Der Tierarzt vermutete Auren im Rahmen eines epileptischen Anfalls. Man muss halt nach dem Ausschlussprinzip arbeiten und manchmal wird man doch nicht schlauer :ua_nada:

    Viel Erfolg bei der Suche nach den Ursachen und gute Besserung für's Hundi!

  • Kuscheln kennt sie, aber hilft alles nichts. Wie gesagt, 3-4-5s, dann schießt sie hoch, nimmt "Mensch und Maschine" einfach mit. Deswegen dachte ich an eine Wärmflasche. 50°-60° gehen ja schneller Richtung Bauch, als meine schlappen 36. Mir fällt heute auf jeden Fall auf, dass sie nach hinten blickt. Es ist nicht mehr nur rechts unten, als ob man z.b. ein herzhaftes Bäuerchen machen möchte, also um den Kanal schön freizumachen Magen-Rachen usw, sondern schon ein "Was ist da hinten bloß los?"-Blick. Natürlich ängstlich und auch panisch. So ein Mist. Nachdem sie dann hochgesaust ist, kommt sie aber immer zurück (ja, darf nun aufs Sofa, Ausnahmesituation). Ich probier es nochmal mit Kuscheln. Sie sucht auf jeden Fall Nähe.

  • Ich versuche jetzt mal gerade, mir das vorzustellen. Evtl. ists ihr zu warm.
    Meine eine hält manchmal nur Kontakt durch eine Pfote, die an einem meiner Körperteile liegt- als Kontakt. Kein Streicheln- nur so eine Art Zusammenhalt.

    Bin da jetzt echt ratlos. Wünsche Dir trotzdem eine erträgliche Nacht- und Deinem Hund.


    lg
    Kathrin

  • Jetzt pennt sie. Jedenfalls erstmal. Der Tip mit dem Kuscheln schien sich übertragen zu haben auf sie. Hat eben gottlob geklappt. Sie pennt, in Herrchens bester Decke. Ich weiß nicht, ob ich es hier erwähnt hatte, aber gestern oder vorgestern hatte sie auch noch einen starken Brechreiz. Letzte Woche irgendwann kam das auch schonmal vor. Da dachte ich noch, es sei vielleicht das Trockenfutter. Hm.

    Vielleicht hängt das nun doch alles irgendwie zusammen. Aber schonmal gut, daß man das mit dem Ohr gefunden hat. Bei nachlassendem Augenlicht sind die ja nun besonders wichtig für sie. Poste morgen nochmal nach dem Besuch der Tierklinik. Irgendwas anderes muss sie auf jeden Fall noch haben. Schatten oder Lichtreflexe lassen doch einen Hund nicht stundenlang hechelnd rumwandern oder diese Gebetsstellung einnehmen. Ich kriech mal wieder mit unter die (ihre :)) Decke nun, hoffe, das klappt ohne sie groß wachzumachen ;-)

    Werd morgen nochmal posten. Selber mal gespannt, was genau das sein wird...

  • Hallo

    Bin Euch noch etwas Auflösung des Rätsels schuldig ;)

    Also wir waren nochmal hin zur Tierklinik. Der Doktor hat nochmal ins rechte Ohr hineingeschaut. Offenbar hat sich diese Sekretansammlung durch die Ohrspülung nun entfernt. Er erklärte noch, daß er nicht tiefer hineinblicken kann. Dazu benötigt der Hund eine leichtere Narkose, um dann mit einem Stabendoskop oder so ähnlich nochmal -störungsfrei ;)- bis zum Trommelfell zu schauen.

    Ich soll die Spülungen nun noch bis Montag vornehmen. Es gab auch Schmerztabletten mit nach Hause.Seit meinem letztem Post haben sich diese Schübe stark gelegt. Genauergesagt: So gut wie nichts mehr. Was eben noch auffällt ist, daß sie wohl beim Essen (auch Gähnen) noch immer etwas spürt. Womöglich noch Reste oder doch noch etwas tiefer etwas im Gehörgang. Ich soll nun erstmal weiter beobachten und notfalls nochmal zur Tierklinik fahren. Er sagte jedoch auch, daß diese "Erkrankung" nichts Lebensbedrohliches ist. Innenohr scheidet wohl aus, da der Hund sonst auch einen anderen Allgemeineindruck machen würde (Dauer-Kopfschiefhaltung). Möglicherweise müsste dann ein CT (Kosten knapp 300€) gemacht werden, um den gesamten Ohr-/Kauapparat sichtbar zu machen. Röntgen würde wohl nicht tief genug "leuchten"...Muss man jetzt mal sehen und auch abwägen alles. Ich hoffe aber mal, daß sie sich fängt und nochn paar Jahre macht. 14 sollte sie schon werden, naja. Wird eben doch langsam alt glaub ich.

    Bin derzeit aber einfach nur froh, daß sich mal wieder etwas Ruhe hier breitmacht. Ich kam nun auch mal wieder zu meinem Schlaf und brauch jetzt noch ein wenig, um den verschobenen Tagesablauf wieder hinzubiegen. Sie pennt nun auch endlich mal durch. Ein schmerzgeplagter Hund sieht für mich auch anders aus. Berichte mal weiter, falls sich Neuigkeiten ergeben in diesem Fall.

  • Schön, dass es deinem Hund wieder besser geht. Aber bitte beobachte das Ohr sehr genau. Das mit den Schmerzen beim Gähnen hat mich jetzt etwas stutzig gemacht.
    Bei meiner kleinen Dicken war das einzige Symptom, dass sie von jetzt auf gleich plötzlich ihr Maul nicht mehr öffnen konnte, nicht fressen und nicht gähnen. Herausgekommen ist beim MRT, dass der Gehörgang chronisch entzündet war und sogar schon teilweise zerstört. Wir haben davon nichts gemerkt, der Hund hat sich bis dahin vollkommen normal verhalten, nie Schmerzen gezeigt, keine Kopfschiefhaltung, nichts.

    Bei ihr musste damals eine Bullaosteotomie gemacht werden, wobei der innere Gehörgang entfernt wird. Eine schwere OP, aber sie hat das mit ihren damals 8 Jahren relativ gut weggesteckt. Die Augennerven waren durch die OP etwas betroffen (hängt ja alles dicht zusammen), musste über längere Zeit Augentropfen geben, aber das hat sich wieder vollkommen zurückgebildet. Jetzt ist sie schon 10 Jahre und hatte mit dem Ohr seitdem keine Probleme mehr.

    Ich will dir wirklich keine Angst machen, aber wenn du meinst, der Hund spürt beim Fressen und Gähnen immer noch was (trotz Schmerzmittel ???), dann kläre das ab und warte nicht zu lange. Hunde sind wahre Meister im verbergen von Schmerzen.
    Alles Gute deinem Hundi
    Rita

  • Hallo Marcel,

    kann es sein, daß dein Hund an SARDS (oder SARD) erkrankt ist? Das ist ein noch ziemlich unerforschter Krankheitskomplex, dessen auffälligstes Merkmal die schnelle Erblindung ist. Die wird durch eine Überproduktion des Streßhormons Cortisol ausgelöst, und diese Überproduktion löst oft auch noch anderes aus, z.B. eine enorm gesteigerte Unruhe, unerklärliches Hecheln, Verwirrung, kurz: vieles von dem ,was du beschreibst und was oft aussieht wie neurologische Probleme. SARDS tritt übrigens häufig im Zusammenhang mit dem Cushing-Sydrom auf.

    Sprich doch deinen TA mal darauf an, oder besser gleich einen Spezialisten. Wie gesagt, dieser Krankheitskomplex ist selten und wenig erforscht, aber man kann wenigstens einiges tun, um einem betroffenen Hund das Leben zu erleichtern, zum Beispiel den Cortisolspiegel regelmäßig kontrollieren. Wir wünschen euch jedenfalls alles Gute!

  • Hallo nochmal!

    Wollte eben Neugikeiten mitteilen:

    Ihr geht es nun wieder so wie vorher auch :-) Ich bin endlich super-zufrieden und auch beruhigt wieder. Das ging mir auch schon alles an die Substanz. Ist der Hund krank, ist die ganze Familie krank. Kennt ihr ja. Klar, ihr Augenlicht lässt weiter nach, aber sie ist wieder aktiv, freut sich, bellt, will spielen, isst, trinkt, liegt, schläft, ist eben einfach wieder Hund :-)

    Zum Krankheitsverlauf seit meinem letztem Post: Habe ihr viel viel viiel Aufmerksamkeit zuteil werden lassen. Mehr als normal üblich. Verhätschelt und vertätschelt oder wie man es nennt. Irgendwie sind ihre "Anfälle" bzw. diese Schübe dann immer weniger geworden und nun seit 2 Wochen ist garnichts mehr. Ganz im Gegenteil: Sie lebt wieder vollkommen auf. So kenn ich sie garnicht sozusagen. Richtig lebendig. Und es tut wirklich gut, den Hund so zu sehen. Ich..wir werden die Tage nochmal zur Tierklinik fahren, als Nachkontrolle wegen ihrem Ohr da. Vielleicht nochmal reinigen lassen oder falls man noch was feststellt, eben diesen kleineren Eingriff da vornehmen lassen. Ich selber stelle aber keine Probleme mit ihrem Hören fest. Leises Rascheln links, alles ok...rechts dasselbe. Trotzdem fahren wir nochmal hin. Irgendwie hab ich den Eindruck, sie hat verstanden, daß Herrchen sie nochn bischen behalten möchte eigentlich und sie sich dann wirklich angestrengt hat, wieder fit zu werden. Vielleicht hat sie auch gemerkt, daß wenn Herrchen für sie kocht, das schon ein wichtiges Ereignis ist...ich weiss es nicht, aber so ein Hund ist eben manchmal doch etwas mehr als nur ein Freßschlauch. Bin stolz auf sie und melde mich nochmal, falls nochmal etwas sein sollte oder es weitere Neugikeiten gibt.

    Kurzum: Soweit schien alles von ihrem rechten Ohr auszugehen...wie der Tierarzt in der Tierklinik vermutet hatte (gab dann 1 Woche lang täglich eine Spülung).

  • Hallo. Ich nochmal als Threadersteller. Habe leider schlechte Nachrichten dieses Mal. Meine Aika ist heute nacht um etwa 4 Uhr verstorben. Wir hatten noch eine schöne Zeit seit dem 9. Dezember 2011. Sie wurde knapp 13 Jahre alt. Schäferhund-Collie-Altdt. Schäferhund-Mix. Schade schade. Ich kann das alles noch garnicht fassen. Aber da liegt sie nun, alles Leben fort. Innerhalb von nichtmals 2 Stunden, nachdem sie sich schon super an die zunehmende Blindheit gewöhnt hatte und ich diesen "neuen" Hund eigentlich noch mehr mochte als den "alten", verabschiedete sie sich schnell und ohne langwieriges Leiden von mir. Details möchte ich nicht nennen, aber ich sagte ihr:"Du darfst nun gehen, wohin Du möchtest!"...dann tat sie ihren letzten Atemzug. Ich bin traurig, erschüttert, fassungslos, dankbar und ohne großes schlechtes Gewissen. Sie hatte nie Hunger, war nie krank.

    Ich denke, da lag also noch etwas mehr im Argen mit ihr seit Dezember als nur dieses "verstopfte" Ohr.... Aber ich habe ihr die Zeit wirklich angenehm gemacht seitdem noch (Sofa nicht mehr tabu, keine Schimpfe mehr, richtig gutes Futter, viele Leckerlies für nichts, viel viel viel gutes Zureden (da sie ja nichts mehr sah, Pupille wurde fast schlohweiss innerhalb von 3 Monaten)....und vorgestern kam sie dann nochmal an....als ich grad einschlafen wollte und schaute mich lange lange aus nächster Nähe an ("...aber Du siehst mich doch garnicht mehr, Aika", dachte ich so noch....dann leckte sie mir die Hand. Sehr sehr lange. Ich denke, da wusste sie schon, daß bald etwas Schlimmes geschieht. Aber was gibt es schöneres, als wenn sich ein Hund, der nicht sprechen kann wie wir, sich mitzuteilen versucht. Das tut so gut und ich bin ihr so unendlich dankbar für alles.

    Fühle mit allen, die ihren 4-beinigen Lebensgefährten/ihre -beinige Lebensgefährtin ebenfalls verloren haben! Ich hab das vorher immeretwas weggeschoben, aber es ist ein einschneidendes Ereignis. Zumindest war ich zu Hause (seltsamerweise wurde ich plötzlich wach) und wir konnten als Team auch die letzte Hürde nehmen. Ach Mensch, ist das alles schitte. Mir fehlen die Worte. Schrecklich.

  • Es tut mir sehr leid für Dich, aber Du hast Deiner Maus einen unbeschwerten Lebensabend geschenkt und ihr konntet Euch liebevoll verabschieden. Damit hast Du es ihr ermöglicht friedlich zu gehen. Ich wünsche Dir viel Kraft für die kommende Zeit... :solace:

    Machs gut Aika...

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