Unerklärliches Verhalten
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Hallo.
Ich habe mit meinem 12 Jahre altem Hund ein Problem. Das macht mich fertig. Vorab: ich war auch bereits beim TA. Werde morgen in die Tierklinik fahren. Ihre Diagnose: Wird langsam blind.
Soweit kein Problem für mich. Ich möchte hier kurz schildern, was ich miterlebe seit einigen Tagen. Irgendwie denke ich, daß es ganz sicher nicht nur das schwindende Augenlicht ist.
Zum Ablauf, was sich mir darstellt. Sie legt sich z.B. hin...liegt 3-4-5s, schreckt plötzlich auf (wie von einer Nadel gestochen) und braucht Stunden, bis sie sich wieder beruhigt. Letzte Nacht war so eine Nacht. Es war schlimm. Dabei hechelt sie wie verrückt. Essen und Trinken ist aber alles normal. Hört auch auf ihren Namen usw. Also ist gegenwärtig sozusagen.
Dann fiel mir auf, daß sie irgendwie zwanghaft, ja fast krampfartig immer nach rechts unten blickt. Das rechte Ohr dreht sich dabei ebenfalls in ihre Blickrichtung bzw. Richtung "Geräuschquelle". Der TA meinte dazu, sie würde eben auf ein Geräusch reagieren, da sie ja nicht mehr so gut sieht. Ich glaube das jedoch nicht mehr. Wenn sie ein normales Geräusch hört /bspw. meinen Ruf oder ein fallendes Feuerzeug ausserhalb ihres Blickwinkels), dreht sich die Muschel (Standohr) hin und nötigenfalls eben der Kopf mit. Aber sie zeigt ein wirklich gedrungenes, zwanghaftes und unkontrolliertes Verhalten dabei. Sie schreckt dabei dermaßen auf, dass sie wie gesagt Stunden braucht, sich wieder zu beruhigen. Selbst ich kann da nicht eingreifen steuernd.
Während dieser "Anfälle" (sie dauern stets eben diesen einen Augenblick, dann springt sie hoch, läuft ein paar Runden, legt sich wieder hin für 3-4-5s und dann begint das Spiel irgendwann von vorne)....Stundenlang. Klar, dass der Hund sich damit selber in Panik bringt. Dann gibt es Tage, wie heute, wo wieder garnichts ist. Bis eben gerade

Habe nun auch schon alles probiert. Augen verdeckt, ohren zugehalten. Trotzdem erfolgt diese Reaktion. Ich gebe ihr seit Montag Karsivan, vom TA verordnet.
Kennt jemand so ein Verhalten? Odersieht sie irgendwelche Eintrübungen vor ihrem "inneren" Auge durch die fortschreitende Erblindung? Oder fällt das Augenlicht bei ihr einfach mal aus (sodas sie sich erschreckt) und dann geht es wieder mal an? Sowas gibt es ja garnicht oder? Ja, sie ist ängstlich, seit jeher, aber es wirkt alles so gedrungen, getrieben, zwanghaft...ewelches normale Geräusch lässt einen Hund hochschrecken derart bzw. seinen Kopf dermassen zur "Geräuschquelle" hinzukippen. Ich denke, sie hat irgendetwas am Kopf. Was sagt ihr dazu? Ich weiss nicht mehr weiter. Tierklinik? (habe null Erfahrung mit sowas, da meine Hunde immer gesund waren und nie direkt zum TA oder sowas gebracht werden mussten).
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8. Dezember 2011 um 23:33
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Unerklärliches Verhalten - Vor einem Moment
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Nachtrag zur Verdeutlichung:
Stellt es euch so vor, als ob ihr (oder euch selber) im rechten Gehörgang, tief drinnen, etwas durchs Ohr läuft. Hunde drehen ihren Kopf ja dann so nach rechts, also kippen ihn, um dann anschließend mit dem Lauf zu kratzen. Nur kratzt sie eben nicht oder reibt sich am Sofa oder sonstwo. Ihre Ohren schüttelt sie aber ab und zu. Aber auch nichts stündliches. Laut TA-Allgemeincheck sind die Ohren ebenfalls ok.
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Ich muss da an das Vestibularsyndrom denken. Was mich allerdings stutzig macht, ist das sie ja auch zwischendurch ganz normal ist und es dann wieder anfängt.

Vielleicht googelst du mal. Zu dem Thema gibt es viele Infos.
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An Vestibularsyndrom hatte ich jetzt auch sofort gedacht. Aber da du morgen ja doch eh in die TK fährst, würde ich das dort auf jeden Fall ansprechen. Kann ja auch von der Wirbelsäule kommen oder doch mit den Augn zusammenhängen oder eine Art epileptischer Anfall oder oder oder......... das kann alles mögliche sein. Also morgen einfach fragen

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Hallo Liekedeeler.
Daran habe ich auch erst gedacht, zumal Schäferhund-Collie-Mix. Sollen ja recht oft betroffen sein. Dazu kann ich sagen, dass sie standfest ist, also nicht schwankt oder so. Hat sich mal übergeben letzte Woche, aber nuja...würd ich nun auch nicht als besonders bezeichnen. Blödes Trockenfutter eben.
Der TA meinte noch, sie könne noch hell und dunkel unterscheiden. Habe daher mal alle Lichtquellen total runtergedimmt und ihren Kopf berührt, um vlt eine Angstreaktion vor dem eigenen Schatten auszuschließen. Was soll ich sagen? Selbst da kam es vor, aber auch nur einmal. Gerade eben ist das Licht an. Tritt wohl auch nur abends richtig schlimm auf. tagsüber schaut sie zwar auch mal so seltsam nach rechts unten (und immer nach rechts unten), aber sie beruhigt sich WESENTLICH schneller. Ich versteh das alles nicht mehr. Für ein CT muss ein Hund sicher in die Totalnarkose? Ich weiss wirklich nicht, ob ich ihr das zumuten möchte, zumal man bzgl. des Vestibularsyndroms und Vollnarkosen ja auch schlimme Dinge lesen kann (tritt dann erst richtig auf).
@ Rittho: Auch daran hab ich gedacht. Aber einen epileptischen Anfall, der sich immer und immer wieder genauso äußrt wie beschrieben...haargenau dasselbe, immer und immer wieder. Sie sabbert auch nicht oder nässt ein odersowas. So ein Mist dass so ein Hund nicht sprechen kann. Naja, ich werd da morgen nochmal hin, richtig - mit einem Videobeweis. Hab nämlich ein paar gemacht. Sowas ist wirklich keine normale Erblindung mMn. Zumal sie ja auch Zeit hat, sich daran zu gewöhnen. Jetzt grad liegt sie wieder ruhg, als ob nix is. Folgt zur Küche nach, trinkt, isst, schläft wieder. Hat aber Perwollfell bekommen durch Karsivan, so weich die Gute jetzt :-)
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Und, was ist aus der Untersuchung geworden?

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Hallo,
es könnten auch Schmerzen von der Wirbelsäule oder der Hüfte sein.
Je nach Bewegung kann es auslösen oder auch nicht.Ich bin auch gespannt was die Tierklinik sagt.
Bitte schreib uns mal das Ergebnis oder die weitere Vorgehensweise.Liebe Grüße
Steffi
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So. Bin zurück. Und zurück mit meiner Guten :)
Der Tierarzt in der Klinik hat tief im Gehörgang einiges an Sekret entdeckt. Wirklich sehr sehr tief drin. Als das herausgeholt war, entdeckte er eine Art Ausstülpung....entweder entzündlich oder gewachsenes Fleisch vor dem Trommelfell. Es könnte möglich sein, daß das Ungehagen des Hundes dadurch bedingt ist / war. Er meinte noch, man müsse jetzt sehen. Es könnte auch Innenohr sein. So genau fand man das heute bei dem besuch nicht heraus bzw. war es wohl nicht möglich.
Ich beobachte den Hund mal weiter. Am Donnerstag sollen wir...und möchte ich nochmal zur Vorstellung in die Tierklinik, ob die Spülungen nun etwas bewirkt haben. Nötigenfalls steht eine OP unter leichter Narkose an. Ich hoffe, daß es wirklich eher "außerhalb" ist und nichts weiter tief drinnen. Seltsamerweise hat sie ihren Kopf jedoch praktisch nie geschüttelt und sich irgendwo gerieben mit der Seite. Naja. Mal abwarten. Möglicherweise aber auch etwas Organisches. Dank der Videos konnte er aber auch sehen, daß sie etwas hat und nicht einfach nur aus Langeweile oder als eine Art "Tick" abzutun ist.
Die fortschreitende Erblindung jedoch wurde erneut attestiert. Vielleicht sind diese Schübe von ihr in Zusammenhang mit einer nachlassenden Gehörtauglichkeit zu suchen. Aber ehrlich gesagt, weiß ich nicht, wieso sie dann so "abfahren" soll. Es wirkte auf mich als sei sie (von einem Fremdkörper / Schmerz / o.ä.) getrieben und nicht aus Angst vor Unbekannten derart verhaltensuaffällig geworden. Ich fang den Hund bestmöglichst auf, da ich verstehe, wenn normale Schatten auf einmal bedrohlich wirken könnten oder Schallquellen durch Reflexion vielleicht ebenfalls bedrohlicher wirken als noch mit 100% Augenlicht. Also wie gesagt: Ich war hin. Mein Gewissen ist beruhigt erstmal und ich bleib vor allem weiter am Ball - gerade weil es ein alter Hund ist. Ich habe ihm viel gutzumachen, denke ich.
Preis des Besuches der Tierklinik war okay meiner Meinung nach. Eine Komplett-Untersuchung (also äußerlich, Sehtest, Körper abtasten usw) mit der Ohrenspülung liegt bei etwas über 30€.
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Hallo.
Ich bins nochmal :-/
Nachdem man nun das Ohrenproblem einigermaßen ausschließen kann, hat sie gerade wieder diesen Schub. Ich werd morgen nochmal zur Tierklinik mit ihr. Ich werd den Eindruck nicht los, als ob sie getrieben wird durch Schmerzen. Nun rächt es sich, daß man so einen tapferen Hund hat
Langsam glaube ich auch, es hat etwas mit dem Bauch / dem Darm / der Gebärmutter o.ä. zu tun. Vielleicht auch schmerzhafte Parasiten? Kann sowas sein? Angefangen hat das Ganze heute etwa 1 Stunde nach dem Essen. Sie hielt ihren Verdauungsschlaf undohne Vorwarnung dann springt sie wie von einer Nadel gestochen auf und tja...die alte Leier dann eben. Das trat nun aber schonmal auf, aber direkt beim Futtern...vorgesternoder so? Eine weitere Übereinstimmung zur Eingrenzung des Problems vielleicht. Sie hat den Napf dann auch zur Hälfte stehengelassen gehabt (sogar ihr Lieblingsfutter).Sie isst nun nichts mehr und trinkt auch nichts mehr seit einigen Stunden. Legt sich hin, fährt wieder hoch, hechelt, ist rast- und ruhelos. Das Gesäß ging auch eben hoch, Vorderläufe auf dem Boden. Gebetshaltung oder wie man sowas nennt. Immerhin schüttelt sie nun wegen der Ohrenspülung den Kopf, alles raus damit.
Hat jemand noch etwas zur ersten Hilfe? Helfen Wärmflaschen? Habe auch noch Magerquark und Karotten im Haus. Wär das gut jetzt? Oder komplette Diät bis morgen zur Tierklinik? Aber wie auch reinbekommen. Hm
Denke nicht, daß ich die Nacht zur Ruhe kommen werde. Dürft gerne antworten daher, vor allem mit der Wärmflasche. Sowas Blödes
(zum Glück aber frei die Wintermonate. An Schlaf ist nicht zu denken bei der Bewegung im Haus - steigt über Tische und Bänke, im wahrsten Sinne :-/ ) -
Marcel,
wie wäre es mit Deiner Körperwärme- kannst Du sie evtl. dazu bewegen, sich neben Dich zu legen?
Hier hilft das bei Beschwerden sehr. Hund an Mensch, leise streicheln.viel Glück. Berichte bitte weiter.
lg
Kathrin - Vor einem Moment
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