Welpe findet keine Ruhe

  • so, hier gehts weiter (nach der vorstellung weiter oben) ;)

    wir haben seit gestern eine mischlinshündin (chihuahua und dackel) von ca. 15 wochen (genauer konnte es die vorbesitzerin nicht eingrenzen)
    der hund wurde von der vorbesitzerin auf anraten des therapeuten ihres ADHS-kranken sohnes (es sind insgesamt 6 kinder im haus) angeschafft und musste doch wieder weggegeben werden, weil gerade dieser sohn angst hat vor dem hund
    seit gestren abend wohnt leyla nun bei uns
    es fallen mir zwei sachen auf:
    1. leyla findet nicht eine sekunde ruhe.... sie ist ständig auf achse, wie soll ich es sagen, in bereitschaft eben
    wenn wir ein wenig zur ruhe kommen, ist sie auch still..... aber wehe, jemand bewegt auch nur den kleinen zeh, dann steht sie sofort gewehr bei fuss und ist voll da
    wenn einer aufsteht und seinen geregelten ablauf nachgeht, läuft sie nebenher, wenn sich zwei menschen gleichzeitig in der wohnung bewegen ist sie komplett durcheinander
    sie hat seit gestern abend um ca. 19:00 h ca. 2 stunden nur geschlafen, wir waren auch heute viel gassi, sie ist fix und fertig, legt sich auch oft hin zum schlafen, und keine sekunde später rührt sich etwas oder jemand in der wohnung, schon steht sie wieder.... sie findet einfach keine ruhe
    sie tut mir so leid

    2. (das wird kürzer) sie leckt alles ab.... uns, den teppich, jedes papierchen auf der strasse, die tischbeine... ach, einfach alles

    ich hoffe, jemand kann mir einen rat geben

  • Hi,

    Lass die Maus erstmal ankommen! Sie ist doch erst seit gestern da, da ists ganz normal dass sie aufgeregt ist und nicht schlafen kann!

    Parallel kannst du mit ihr aber schonmal Boxentraining/auf dme Platz bleiben üben. Das muss aber ganz ganz langsam gemacht werden und Schritt für Schritt.

    lg,
    Sanne

  • Gaaanz laaangsam mit den jungen Hunden! ;)
    Der Hund muss sein neues zu Hause und die dort lebenden Personen u. die allgemeine Lage erst einmal abchecken. Er lernt euch kennen und einschätzen, daher das Hinterlaufen, denke ich. Das hat meiner auch gemacht, als er bei uns einzog und er war da 7 Jahre alt.
    Mit der Zeit legte sich das Verhalten. Er rennt jetzt nicht immer hinterher oder steht auf, wenn einer sich in der Wohnung zu schaffen macht. Er bleibt meist entspannt liegen.
    Der Grat zwischen Über- und Unterforderung ist schmal, deshalb den Hund genau beobachten und nicht zuviel von ihm verlangen. In den ersten Wochen müssen es keine langen Spaziergänge sein, schon gar nicht bei einem 15 Wochen alten Hund. Lieber viele kleine Gänge machen und dabei auch mal innehalten (auf einer Wiese), bissl mit ihm reden, hinhocken und ihn rufen etc.

    L.G.

  • na, dann bin ich ja erst einmal beruhigt
    vielen dank für eure schnellen antworten =)

    äääääähm......... und das mit dem alles anlecken????
    |)

  • Hi,

    Schauen, dass sie immer genug Wasser hat, auch weiß wo es steht und gut rankommt. Meiner macht das mit dem Ablecken manchmal, wenn er Durst hat.
    Allerdings macht er das auch so mal gerne ;)
    Schlimm ist es nicht, schleckt sie etwas ab und ihr wollt das nicht, ruhig und freundlich, aber bestimmt "aus" oder "nein" sagen und sie dort wegnehmen.

    lg,
    Sanne

  • Huhu!
    Ich kenn das von "unserem" Dackel ... viel mehr dem Dackel meiner Mutter, der mit 2 "kleinen" Kindern zusammen lebt!

    Dort ist ständig Action, es ist immer irgendwie jemand in Bewegung, macht was, unternimmt was ... wie das eben in einer großen Familie so ist!

    Wenn der Hund "so mitläuft", dann lernt er das Ruhegeben nicht. Der Hund weiß also nicht, dass er eigentlich schon müde ist und schlafen sollte, weil er ja nie wirklich Ruhe hatte!
    Das verursacht Stress und setzt den Hund unter Druck!

    Das ist nicht böse gemeint. In Familien ist eben Action (ich kenn das ja selber) ... aber wenn der Dackel bei uns ist (also keine Kinder im Haus) hab ich immer erstmal damit zu kämpfen, dass dieses fiese Wiesel-Tier mal zur Ruhe kommt!

    Müdigkeit kennt der Dackel nicht, denn dort ist es nur wirklich ruhig, wenn alle schlafen oder nicht zuhause sind!

    So ist das eben in den Familien ... für Tiere ist es aber schwierig, wenn sie keine geregelten Ruhezeiten haben und lernen, auch im Beisein der Menschen zu entspannen!

    In diesem Zusammenhang kommt das "Ablecken" dazu ... dein Welpe kompensiert damit Stress - so sehe ICH das! Andere Hunde lecken sich die Pfoten, knabbern etwas an oder denken sich andere Dinge aus!

    (Nicht immer ist ein solches Verhalten ene Stressreaktion! In deinem Fall würde ich das aber so interpretieren!)

    Ansonsten stimme ich dem zu: lass deinen Welpen erstmal ankommen!

    VG, aussiemausi!

  • Hi,

    Denke das mit dem Ablecken kann verschiedene Gründe haben. Mein einer Hund leckt immer noch gern glatte Oberflächen wie z.B. Spiegel ab, scheint ihm einfach zu gefallen.
    Er ist dabei auch nicht hektisch oder sowas sondern sitzt in aller Ruhe vorm Spiegel und schleckt :headbash:

    In eurer Situation kanns aber tatsächlich auch Stress sein, ganz klar dass die Situation für ihn momentan etwas stressig ist.
    Ich würde erstmal zuwarten.

    lg,
    Sanne

  • Hallo, erst einmal!


    So,
    jetzt habt Ihr seit kurzer Zeit einen Hund, und dazu noch einen jungen Hund.
    Warum er bisher noch keine, oder kaum Ruhe findet, liegt auf der Hand.

    Er hat, für ihn so ziemlich plötzlich, ein neues Zuhause bekommen.
    Und das ja bestimmt schon zum zweiten Mal (mindestens)!
    Warum, das weiß er ja nicht.

    Genauso wenig weiß er, wie lange er bei Euch bleibt!
    Klar, wenn es nach Euch geht, für immer. Aber das kann er ja nicht wissen. Für ihn könnte es morgen ja schon wieder zurück, oder ganz woanders hingehen ;)
    Schließlich hat er das ja schon einmal durchgemacht!

    Und er muß ja erst einmal mit der veränderten Situation klar kommen! Anderes Haus / andere Wohnung, andere Menschen, andere Regeln, andere Gerüche, und so weiter. Das muß ja erst einmal irgendwie verarbeitet werden! Dann ist schon klar, daß er die Nähe der Bezugspersonen sucht.

    Hinzu kommt noch, daß er aus einem Haushalt mit mehreren Kindern kommt. Könnte mir vorstellen, daß es relativ viel Trubel dort gab. So etwas kann Streß verursachen (was jetzt nicht negativ gemeint ist). Wenn es täglich "so" war, wird er wohl erst jetzt bei Euch so richtig zur Ruhe kommen können.
    Warum es nicht auf Anhieb klappen kann, ist auch klar! Schließlich darf man nicht vergessen, daß es mehrere Tage braucht, bis sich der Körper vom Streßlevel "erholt" hat und wieder richtig runter fahren kann.

    Das nun mal zur Erklärung vorab.


    Es könnte sein, daß es noch etwas dauern wird, daß sie auch dann zur Ruhe kommt, auch wenn Ihr "sinnlos" durch die Wohnung läuft.
    Vorerst wird es wohl ihre Verlassensängste dafür sorgen, daß sie quasi "immer auf Sprung" bereit ist.

    Wichtig ist jetzt, daß Ihr nicht ständig wie auf "rohen Eiern" läuft. Bleibt normal, und macht auch normal Euer Ding. Laß auch einfach den Hund in Ruhe, sollte er sonst nichts anderes "nerviges" machen.
    Mit der Zeit wird er dann merken, daß es nichts Besonderes ist, wenn Ihr durch die Wohnung läuft, und dann auch von selbst zur Ruhe kommen.

    Du hast schon Recht, so ein junger Hund sollte noch sehr viel schlafen.
    Das wird er hoffentlich auch tun, sobald er sich bei Euch etwas eingelebt hat.


    Zitat

    2. (das wird kürzer) sie leckt alles ab.... uns, den teppich, jedes papierchen auf der strasse, die tischbeine... ach, einfach alles

    Wegen dem Lecken:
    Dazu kann ich nicht viel sagen.
    Dazu könnte es mehrere Ursachen geben.
    Möglich, daß es von alleine wieder verschwindet und dies nichts Besonderes war.
    Aber es ist auch möglich, daß die Ursache für dieses Verhalten etwas tiefer geht.

    Wenn er ein NEIN kennt und es funktioniert, ihn mit einem NEIN zu unterbrechen, würde ich ihm auf diese Weise ruhig erklären, daß ich es nicht so schön finde.

    Ansonsten würde ich das mal im Auge behalten. Hält es sich alles noch im normalen Rahmen, würde ich dem keine so große Bedeutung beimessen und "nur" erzieherisch dagegen angehen.
    Kommt es Euch allerdings eher so vor, als ob dies "unter Zwang" geschieht, dann würde ich gucken wollen, warum das so ist und woher das kommt.


    Schöne Grüße noch
    SheltiePower

  • Mona ist nun 4 Wochen bei uns und steht immernoch zeitweise Gewehr bei Fuß neben uns, wenn einer aufsteht...
    Das sind immerhin Kinder und die haben Angst, dass "Mama" weggeht - ohne sie... Gib der kleinen Maus noch etwas Zeit. Das wird bestimmt besser, wenn sie merkt, dass es ganz unspektakulär ist, wenn einer von euch mal zur Toilette geht etc.

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