Kira versteht sich nicht mit Partner :(

  • Hallo alle zusammen!
    Ich habe ein für mich sehr grosses Problem!
    Ich bin seit Februar mit. Meinem Freund zusammen,er lebt auch bei mir (kennen uns schon Jahre) Anfangs hatte meine Kira keine ersichtlichen Probleme mit ihm. Er hat eine sehr betimmende stimme,aber kira verstand sich einigermassen mit ihm. Seit er da ist haben wir es ihr abgewöhnt auf der Couch rum zu hüpfen,was auch mit der zeit gut geklappt hat. Aber so 100%ig ins herz schliessen konnte meine kira meinen freund nicht. Ich dachte mir ich lass ihr einfach etwas zeit. Mein Freund sollte ihr leckerlies geben, er versucht mit ihr zu schmusen,er ruft sie und sie soll zu ihm kommen zum schmusen. Hat sie auch anfangs gemacht,wenn auch sehr misstrauig. Nun ist es so,dass es sich nicht gebessert hat,sondern es sich stetig verschlimmert. Mittlerweile ist es so,dass wenn ich nicht im raum bin und mein Freund nur im selben Raum wie Kira ist,Sie viepst und ein richtig schlimmes angstbellen an den tag legt,als ob er sie ab schlachtet! Es ist sehr schlimm und es tut mir in der Seele weh das aus dem anderen Zimmer zu hören,wie Sie scheinbar wirklich vor Angst leidet. Und es wird immer schlimmer. Sobald sie mich sieht kommt sie gleich zu mir gestürmt,,als o ich ihre rettung wäre vor dem tot oder so. Es belastet mich auch sehr, habe schon mit dem Gedanken gespielt das einer gehen muss,er oder. Sie....naja wenn dann er,war mein gedanke,was schon sehr hart ist. Natürlich will ichbeide nicht los werden!!!! Deswegen muss ich schauen was ich tun kann und zwar schnellstmöglich.Ich dachte es würde evt helfen beide zusammen in die Hundeschule zu schicken, aber bin nicht sicher ob dies das richtige wäre.. vielleicht sind hier ja erfahrene leute,die mir ein Paar ratschlâge geben können um abhilfe zuschaffe. Es macht mich echt fertig meine kleine so leiden zu sehen!

    Liebe grüsse sandra

  • Hallo,
    ich kann mir vorstellen, dass bei Euch mehrere Faktoren aufeinandertreffen.

    Mittlerweile stellt sich ja heraus, dass Euer bisher versuchter Weg, bei dem Dein Freund sich aktiv um Kira bemüht, für Euch alle nicht der richtige zu sein scheint.
    Statt also Kira sozusagen "zwangszubeschmusen", würde ich ihr einfach eine Auszeit davon gönnen. Dein Freund soll sie einfach möglichst wenig beachten, nicht aktiv auf sie zugehen und sie komplett in Ruhe lassen. Oft fällt es solchen Hunden leichter, sich von schräg hinten links ums Eck heranzutasten und in Eigenregie festzustellen, dass der "Typ" da ja doch gar nicht so schlimm ist...WENN Kira sich ihm von sich aus nähert, soll er am besten wenig und absolut beiläufig auf sie reagieren - ihr also nicht prompt die volle Aufmerksamkeit schenken, nur irgendwas murmeln und weiterlesen/daddeln, was auch immer.

    Der 2. Faktor, der eine Rolle spielen könnte, bist möglicherweise versehentlich Du selbst.
    Mittlerweile artet das Ganze ja schon in eine gewisse Anspannung aus. Wenn Du z. B. mit quasi angehaltenem Atem im Raum nebenan darauf lauschst, was sich im Nachbarzimmer zwischen den Beiden so tut, gibst Du der ganzen Geschichte ungewollt noch eine Extraportion Dramatik mit. Manchmal machen wir Menschen durch unser Verhalten aus kleinen Problemen erst die großen! Weil wir zu menschlich gedacht an die Sache herangehen.

    Nehmt einfach die ganze Brisanz, die sich da unterschwellig entwickelt hat, heraus.
    Es ist grundsätzlich erst mal nichts schlimmes, wenn ein Hund seine Zeit braucht, mit einem relativ neuen, eng mit ihm zusammenlebenden Menschen "warm" zu werden.
    Der erste eingeschlagene Weg - der durchaus seine Berechtigung hatte - war offensichtlich für Euch drei nicht der richtige, dann probiert man es genau anders. Statt aktiver Kontaktaufnahme, abwarten und den Hund machen lassen, in seinem ganz eigenen Tempo.

    Wenn Ihr Euch in irgendeiner Art und Weise unsicher seid, ob und wie Ihr das Ganze richtig angehen könnt, holt Euch einen Trainer ins Haus - Hundeschule an sich bringt in diesem speziellen "Fall" eher nicht so viel. Es geht ja um die Grundlagen des Zusammenlebens daheim. Solch ein Trainer schaut sich Euch allesamt zusammen an, erklärt Euch Kiras Verhaltensweisen und wie Ihr adäquat darauf regieren könnt, um sie im genau richtigen Moment z. B. zu ignorieren, im genau richtigen Moment besonders "mutiges" Verhalten zu bestätigen. Das ist eine sehr spannende Sache, bei der man sehr viel über sich, den Hund und die Kommunikation miteinander lernen kann. Dazu braucht es keine zig Trainerstunden - oft genügen einige, wenige Zusammenkünfte.

    Männer sind oft ganz arme Socken im Umgang mit sensiblen Hunden, weil sie oft allein durch ihren gesamten Habitus sehr einschüchternd wirken können. Dein Freund soll sich nicht entmutigen lassen!

    Laßt Euch ein klein wenig helfen, dann ist das "Problem" ganz bald Vergangenheit.

    LG, Chris

  • Kannst du sicher ausschließen das NIE irgendetwas zwischen den beiden vorgefallen ist? Hat er sie mal sehr grob behandelt während du nicht da warst? Wie steht dein Freund zu dem Hund? Ist er ein tierlieber Mensch oder duldet er sie halt weil er mit dir zusammen sein möchte?

    Ich würde mich nach einem guten Trainer umschauen der zu euch nach Hause kommt und die ganze Situation mal als aussenstehender betrachtet. Das kann schon sehr viel helfen.

    Ist Kira generell ängstlich?

  • Kann das von Chris alles so Unterschreiben. Für viele Hunde ist genau das der richtige weg.

    Meine Hündin hat auch ihr eigenes Tempo. Wir leben auch schon 8 Jahre zusammen und Sie hat schon einige Partner kommen und gehn sehn. Darum ist das für mich selbstverständlich, das Sie mein Hund ist und der Partner damit nichts zu tun hat und es ist mir auch nicht wichtig, ob der neue Partner eine Bezugsperson für Sie wird oder nicht.
    Meine Hündin ist so auf mich bezogen, die würde sich verarscht vorkommen, mit dem "Mitbewohner" in die Hundeschule gehn zu müssen.
    Ist einfach zu Personenbezogen dafür. Das ist ein teil von ihrem Charackter, der lässt sich nicht verändern.

    Am besten klappt es, wenn der Partner Sie einfach in ruhe lässt. Meine Hündin bestimmt selbst das Tempo. Die schleicht sich so wie Chris das beschrieben hat, dann gern mal von der Seite an und guckt und lotet aus, wie der fremde so tickt.
    Ich misch mich da nicht ein, mich interessiert es nicht. Meine Hündin kann aber jederzeit zu mir kommen und sich hinter mir verstecken. Manchmal fängt die dann auch hinter meinem Rücken an den "fremden" zum Spielen aufzufordern.
    Wenn ich merke die Beziehung läuft gut und man kann über die Zukunft nachdenken und zwischen Hund und Partner läuft es schon ganz gut. Dann bring ich meinem Partner bei wie er durch Bestechung mit Leckerlies eine Basis hat, wo er auch mal von meiner Hündin ein Kommando verlangen kann.

    Erst wenn ich merke das sich Partner und Hund Akzeptiert haben und vertrauen da ist, dann hat mein Partner das recht auch mal mit meiner Hündin zu schimpfen. Wenn das vorher passiert, ist es auch schon vorgekommen das ich auf 180 war aber meinem Partner gegenüber. Meine Hündin dann auch wenn Sie was angestellt hat, sofort hinter mich hole und dann klar stelle das mein Partner noch kein recht dazu hat meiner Hündin Regeln aufzustellen.
    Jemand der ihr noch zu fremd ist, hat ihr einfach garnichts zu sagen. Auch das herkommen nicht zu befehlen. Streicheln lassen, wenn Sie nicht von sich aus kommt geht auch garnicht.
    Ihr Tempo ist das richtige Tempo. Ihr Tempo kann auch gerne mal ein halbes oder ein ganzes Jahr dauern.

    Und egal wie gut sich dann beide verstehn. Gassi gehn konnte nichtmal ein Partner mit ihr, mit dem ich 2 Jahre zusammengelebt hatte. Wenn ich aber mal nicht da war, Vertraute Sie ihm schon genug um wenigstens mit ihm ihre Geschäfte draussen zu erledigen. Zog nach erledigung aber sofort wieder nachhause. So ist das eben mit Personenbezogenen Unsicheren Hunden.

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