Mein Hund knurrt mich an...
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Bei mir hat das "bring" in solchen Situationen immer klasse geholfen.
Gut einüben.
Sich immer wieder alles mögliche bringen lassen. Kauknochen, hundebrot, solchen Sachen nach "angekaut sein" auch bringen lassen und gegen Wurst hergeben lassen. Wichtig ist die Bereitschaft des Hundes ZU DIR zu kommen: nicht du gehst auf ihn zu um etwas abzunehmen sondern er kommt zu dir um zu tauschen.
Das klappt sehr gut. Selbst draussen. Auch wenn man nicht immer Wurst dabei hat. Wichtig ist nur die Festsetzung im Hundehirn: bring= guuut
Die Wurst kann man ausschleichen, und nur noch punktuell einsetzen, zur Auffrischung......
Mir wird alles gebracht........Mäuse und Brot und Socken und und und.......der Tausch kann auch nur aus freudigem Spiel bestehen. Wichtig ist nur das anfängliche Einüben mit WUUURST
Selbst Katzenfutter kann man so tauschen. Belohnen ist das nicht! Ich tausche ja.......Versuche doch nicht ihm was abzunehmen wenn er knurrt. Muss doch nicht sein.........
Er verhält sich ganz normal. für einen Hund. Sind halt nicht alles "Schafhunde" auf dieser Welt.Birgit
- Vor einem Moment
- Neu
Hi,
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da kann ich mich greenleaf nur anschliessen.
dein hund verhält sich wirklich "normal" - aus seiner sicht. er hat schlicht was, was er behalten möchte - und das sagt und zeigt er dir.
er solls aber aus deiner sicht nicht haben und behalten - also ist es deine aufgabe, da dran zu arbeiten.
in deinem fall ist der gute alte tausch der beste weg.

es hilft ungemein, wenn man sich innerlich von der vorstellung von "bestechung" oder "mir fällt ein zacken aus der krone wenn ich als "rudelführer" anfange zu tauschen" verabschiedet und das ganze einfach als "übung" als "training" ansieht.
denn nix anderes ist es im prinzip: genauso wie du wahrscheinlich deinem hund mit viel geduld und humor das "sitz" oder das "gib pfote" beigebracht hast, genauso bringst du ihm mit viel geduld und humor das "gibs mir" oder "bring" oder "lass los" bei
du hast das "primatenhirn" im kopf - nutz es und lass deine fantasie beim "tauschen" spielen - dann braucht dein hund dich nie mehr anknurren.greenleaf hats gut beschrieben.
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Ich habe mir mal ein volles, von ihm gelöchertes Katzenschälchen bringen lassen: getauscht gegen ein offenes aber leeres Schälchen das er ausschlecken durfte.

Hab mich königlich amüsiert das ich die klügere bin.
Der Hinterlist sind keine Grenzen gesetzt.Birgit
mit schwungvollem Tauschhandel -
"Tauschen" üben ist eine gute Idee, und damit würde ich auch erstmal weiter machen - hat aber auch seine Grenzen: Man muß halt immer etwas besseres haben, als der Hund - bei Katzenfutterdose stelle ich mir das ein bißchen schwierig vor ;D
Ich finde die Idee mit dem Abrufen und dem Bringen auch sehr gut. Man muß halt ein bißchen gucken, was dem Hund am einfachsten fällt.
Gibt es irgendwas, was der Hund auch gerne mag (aber vielleicht nicht gar so extrem), auf dem er KAUT und mit dem du bisher noch nicht geübt hast? Vielleicht einen guten Kauknochen, den man ja normalerweise dem Hund gibt und ihn dann damit in Ruhe läßt.
Ich beschreib mal was ich machen würde: man nehme zum Beispiel ein Stück Ochsenziemer - 20 cm oder so reichen und sehr sehr viele sehr kleine Stückchen (in etwa Erbsengröße) der köstlichsten Leckerchen, die sich der Hund nur vorstellen kann - je dekadenter und stinkiger, desto besser (Käse, Würstchen, gekochte Geflügelherzchen, angebratene Leber...).
Man braucht weiterhin ein gutes Auge und ein kurzes knackiges Wort (oder einen Clicker), das während des Übens automatisch die Bedeutung "das war super, dafür gibts eine Belohnung" bekommt (wenn man schon ein Markersignal aufgebaut hat, kann man natürlich das nehmen).
1. Schritt: Man gebe dem Hund den Ochsenziemer und lasse ihn das Dings anknabbern und dabei erstmal in Ruh. Wenn er sich "eingekaut" hat, dann versucht man den Augenblick, wenn sich das Maul öffnet mit dem Markersignal (im folgenden mit "Click" bezeichnet") zu "erwischen" und wirft ihm danach eins der kleinen Leckerchen direkt vor die Schnüß. Vielleicht nimmt er das nicht, sondern kaut weiter. Das ist aber nicht schlimm.
Sobald das Leckerchen gelandet ist, "clickt" man das nächste "Maul geht auf" und wirft wieder ein Leckerchen zum Hund. Das wiederholt man, egal ob der Hund das Leckerchen nun aufsammelt oder nicht - meiner Erfahrung nach fangen die Nasen aber meistens ungefähr nach dem 4 - 6 Leckerchen an, erstmal die schon dort liegenden aufzusammeln - DAS markierst du wieder mit einem "click" und wirfst diesmal drei oder vier Stückchen eins nach dem anderen direkt vor den Hund.
Dann läßt Du ihn wieder seinen Ochsenziemer kauen und wiederholst den ganzen Ablauf.Wenn er anfängt, sofort nach dem Leckerchenwurf selbiges zu fressen oder sogar schon direkt nach dem Cllick erwartet, dass ein Leckerchen angeflogen kommt - SUPER ersten Lernschritt geschafft.
Ich würde auf diesem Level trotzdem noch vier bis fünf weitere Wiederholungen machen (sprich, beim Maulöffnen "clicken" und das Leckerchen direkt vor die Hundeschnüss werfen), damit der Hund sich auch wirlich sicher werden kann, dass du keinerlei Anstalten machst, ihm das Dings wegzunehmen.2. Lernschritt.
Wenn der Hund sicher verstanden hat, "wenn ich die Schnüss öffne (und dabei vielleicht sogar schon der Ochsenziehmer rausfällt
), höre ich ein "click" und danach kommt mir ein Leckerchen fast in selbige Schnüss geflogen - und mein Mensch bleibt auf genügend Abstand, das Leben ist großartig!!!" Dann fliegt ihm das Leckerchen NICHT mehr ganz so bequem zwischen die Füße - wirf es ihm so, dass er sich ein bißchen recken oder vielleicht sogar aufstehen muß, um es zu bekommen - aber auch so, dass es von DIR weit genug weg ist, damit er nicht im Konflikt kommt.
Möglicherweise reicht dazu ein einzelnes Leckerchen erst mal nicht, das macht, wie schon im ersten Lernschritt, erstmal nichts aus. Click das nächste "Maulöffnen beim Kauen" an, und versuch, das Leckerchen dicht zum ersten Leckerchen zu werfen. Und mach einfach so lange weiter, bis das Leckerchenhäufchen reicht, dass er es aufsammelt. Wenn das gar nicht klappt, versuch, ob Du noch ein stücken weiter von Hund und Leckerchen weg gehen kannst oder geh sogar für 20 Sekunden ganz aus dem Raum, sodass er in Ruhe die Bröckies aufsammeln kann.
Das ganze wiederholst du wieder so lange, bis er direkt nach dem click aufstehen und das Leckerchen nehmen kann - wenn er das das erste Mal macht, kannst du ihm einen Jackpot geben --> eine ganze Handvoll Leckerchen werfen - ruhig so, dass die sich überall hinverteilen UND aus dem Raum gehen und ihn in Ruhe den restlichen Ochsenziemer aufessen lassen.3. Lernschritt - anderer Tag ;D.
erstmal wiederholst Du je ein paarmal die Lernschritte 1 und 2, einfach nur um den Hund zu erinnern, was ihr grad macht. Ausserdem ist das wirklich eine gute Maßnahme, dem Hund zu vermitteln: es geht mir erstmal nur darum, dass Du das Dings kurz lockerer im Mund hälst/los läßt - du darfst es auf jeden Fall behalten.
Dann machst Du das gleiche, wie Schritt 2, nur wirfst Du die Leckerchen einen halben Meter weiter weg als zuvor. Wieder mit ausreichenden Wiederholungen - und wieder beim ersten Mal "Ochsenziemer los und liegenlassen und Leckerchen aufsammeln geht = click ---> Jackpot mit Leckerchen-Regen und Rausgehen.4. Lernschritt - anderer Tag:
Schnelldurchlauf der bisherigen Lernschritte mit jweils 2-3 Wiederholungen.
Bei Schritt 3 gibst du beim ersten Mal, wo er losgeht und die Leckerchen aufzusammeln wieder einen Jackpott mit einem kleinen Leckerchenregen (so 10-15 Stückchen) bleibst aber im Raum und wartest einfach kommentarlos, bis der Hund sich wieder am Ochsenziemer festgekaut hat. Dann wiederholst Du.
schnüss auf, click, Leckerchen werfen. Schnüss auf, click, Leckerchen werfen
halt so oft, bis er wieder losmarschiert. Losmarschieren = Click = noch ein Leckerchen. Dann wieder warten, bis er wieder Ochsenziemer kaut.Lernschritt 5:
Im weiteren werden die Leckerchen dann schrittweise weiter vom Hund weg geworfen, dann wandern die Leckerchenlandepunkte in DEINE Richtung - bis Du die Belohnungsleckerchen aus der Hand geben kannst. Das ist mal wieder einen Riesenjackpot wert, denn das ist die Grundlage für den Abruf von der begehrten Ressource. Nur hat man bisher eben noch gar nicht gerufen, sondern sich erstmal nur das Verhalten aufgebaut - und das baust Du Dir halt weiter aus, indem du auf diesem Lernschritt erstmal bleibst, bis er wirklich ohne zu zögern nach dem Click zu Dir läuft, um die Leckerchen abzuholen.Lernschritt 6
Klappt Lernschritt 5 zuverlässig, baust Du das Rückrufsignal ein und zwar wie folgt:
Hund kaut am Ochsenziemer, Schnüss geht auf, Du sagst "Hund, KOMM", wartest eine Sekunde und clickst dann, egal ob der Hund sich schon in Deine Richtung bewegt hat oder nicht, und Leckerchen erst einmal irgendwo zwischen Hund und Dich werfen.
Weil Mensch jetzt Extra-Töne (den Rückruf) von sich gibt, kann das erstmal ein bißchen verwirrend für den Hund sein, besonders, wenn das Rückrufsignal nicht 100% positiv verknüpft ist, in diesem Fall würde ich die Gelegenheit nutzen und ein NEUES Signal verwenden, dass den alten Rückruf dann irgendwann ersetzen kann. Man denkt sich also einfach ein neues Wort aus.
Nach fleißigem Üben kannst Du ihn dann irgendwann zuverlässig von einem Ochsenziemer abrufen ;DIch würde dann das ganze Spielchen von Schritt 1 bis 6 mit anderen für den Hund interessanten Sachen durchspielen - das geht von Mal zu mal schneller, weil der Hund anfängt das Konzept zu begreifen und zu generalisieren.
Irgendwann seid ihr dann bei DEM Objekt der Begierde angekommen, einer Dose Katzenfutter
gleiches Spielchen...Man muß auch nicht erst die ganzen Schritte mit dem Ochsenziemer, dann 1-6 mit einem Parmaschinkenknochen, dann 1-6 mit einem Rinderknie, dann 1-6 mit was auch immer.... durchspielen. Man kann mal dies mal das nehmen, sollte aber immer ungefähr wissen, auf welchem Lernschritt man das letze mal mit speziell DIESEM Dings war, und dann ein oder zwei Lernschritte DAVOR wieder anfangen, damit es leicht losgeht. Das geht recht einfach, wenn du Dir eine kleine Tabelle machst, wo die Spaltenbezeichnungen z.B. die einzelnen "Dinger" sind, und die Zeilen die einzelnen Lernschritte und dann schreibst du in das entsprechende Feld halt Datum/Uhrzeit rein, wann du das gemacht hast.
Wenn Du es erstmal geschafft hast, von solchen Verlockungen abrufen zu können, bist du im Prinzip durch damit. Denn dann könnstest du ihn einfach nötigenfalls anleinen und aus dem Raum, wo das "Dings" ist rausbringen, Du gehst wieder rein, Tür zu Hund bleibt draussen, du sammelst das Dings ein, fertig.
Ich würde noch daran arbeiten, dass es unwichtig wird, wie dicht du dabei am Hund stehst, wenn der was hat. Da Du davor ja derzeit Angst hast, würde ich erstmal mit dem Abruf-Programm starten, und wenn das klappt, dann erst mit der Distantverringerung beginnen. Bis dahin seit ihr ein eingespieltes Team, er weiß, dass Du ihm nichts aus dem Mund reißt, und du weißt, wie du es trotzdem in Sicherheit bringen kannst, und so habt ihr beide Vertrauen darauf was genau passiert und das weder Knurren noch Beißen notwendig ist.
Distanzverringerung ist im Prinzip noch viel einfacher - der Aufbau beginnt genauso, nur brauchst Du nicht auf "schnüssöffnen" zu achten, du clickst und wirfst einfach Leckerchen und die Lernschritte bestehen darin, dass Du nach ich sag jetzt mal 10 Wiederholungen einen halben Schritt näher ran gehst.
Auch da kannst du alles erstmal mit einem "Dings" üben, und dann zu einem weiteren gehen und wieder von vorne starten - von Mal zu Mal abwechseln.
Wenn Du, ich sagmal 4 "Dingse" soweit "durch" hast, dass Du DIREKT neben dem Hund stehen kannst und Leckerchen plummsen lassen kannst, ohne dass irgendwelche Geräusche aus dem Hund kommen (ausser den Kaugeräuschen), kannst du versuchen, ob er sich aus der Knabberhaltung (die ja meistens liegend ist) aufsetzen kann, indem du die Leckerchen nicht mehr fallen läßt, sondern so hälst, dass er sich aufsetzen muß. Klappt das nicht automatisch nach einem click und dem hingehaltenen Leckerchen, kannst Du einen Zwischenschritt einbauen - geh erstmal wieder ein oder zwei Schritte weg und stell dich etwas seitwärts zum Hund - nicht frontal - und machst aus der Entfernung das Abrufspielchen (da waren wir ja immer auf recht großer Distanz geblieben. Kann er zu Dir kommen um das Leckerchen zu holen, hälst Du es eben DA so, dass er sich dazu hinsetzen muß, oder Du gibst das Sitz Signal.
Nach ein paar Wiederholungen gehst Du ein paar Zentimenter dichter an die "Nagestelle" heran.Ich mag das "aufsetzen" an einer Ressource sehr gerne, weil es den Hund aus der typischen Ressourcenverteidigungs-Haltung (nämlich meistens mit dem Kopf tief mit der Ressource im Maul oder Maul sichernd über der Ressource) herausbringt.
Das erste Mal davon gehört/gesehen habe ich in einer Seminar-DVD von der amerikanischen Trainerin Trish King Es ist wirkich ziemlich erstaunlich wie schnell ein Wechsel der Körperhaltung einen Wechsel der Emotion, die hinter der Ressourcenverteidigung steckt, mit sich bringt. Ich versuche das dementsprechend so früh wie möglich in den Trainingsplan reinzubringen. Aber dazu gehören immer zwei und erstmal ist es wichtig, dass das mit dem Abrufen klappt und Du Dir sicher bist, dass er Dir genügend vertraut, dass er das in kurzer Distanz hinbekommt. -
sind ja gute Ideen.
Aber etwas umständlich, finde ich.Der Knackpunkt ist nicht das ich mich dem Hund nähere sondern das er zu mir kommt. Da muss auch keine Annäherung geübt werden.
Bring" ist ja ein einfaches Kommando. Die meisten Hunde sind ausserdem gierig, und geben gerne ab für etwas anderes. Die Arbeit mit dem Futterdummy basiert ja darauf. Es muss nicht immer was besseres sein.......
Dabei wird dem Hund eine eigene, positive Handlung abverlangt. Der Hund geht AKTIV in das Tauschgeschäft ein.Der Halter bleibt passiv, er verringert NICHT die Distanz, er bietet nur an.
Leckerchen werfen und einatmen lassen ist , für mich, eine passive Arbeit.......der Hund erkennt doch gar nicht das ein Abgeben des Gegenstandes von ihm gesteuert werden kann.
Das ist für mich wichtig. Oft wurden mir Sachen zum Tausch angeboten.......freiwillig........ohne das ich bemerkte das Herr Hund sie in seinem Besitz hatte.
Ich war sehr froh das mir er das iphone meines Sohnes zum Tausch anbot.
Blöder Sohn lässt es ja überall rumliegen für alle zur freien Verfügung.
(jetzt nicht mehr)Auch die Brille meines Mannes von neben der Couch wo sie unbemerkt runtergefallen war....wurde nicht zerkaut sondern angeboten......war mir eine Wurstscheibe schon wert!!
Die alte Brotzeittüte vom Feld war billiger: einmal richtig loben und nen Schmatzer und gut wars.
Für aus dem Kinderzimmer entliehene Fantaflaschen gab es irgendein Schnipsel der grad rumlag: Karotte, Apfel, uswDie Beziehung zum Hund wird ziemlich interessant so. Die Familie strengt sich auch mehr an beim aufräumen........
Der Hund freut sich wenn er tauschen kann.......und wenn Not ist dann lang ich trotzdem hin. Da schaut der Hund nur recht verdutzt: WIE?? EINFACH SO?? UMSONST??
Klappt recht gut.Birgit
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Zitat
sind ja gute Ideen.
Aber etwas umständlich, finde ich.Die Erklärung ist komplizierter als die ausführung ;D
ZitatDer Knackpunkt ist nicht das ich mich dem Hund nähere sondern das er zu mir kommt. Da muss auch keine Annäherung geübt werden.
Joaaaaaa, für mich in dem Fall auch, daher hab ich ja so ausführlich beschrieben, wie ich das aufbauen würde!Zitat
Bring" ist ja ein einfaches Kommando. Die meisten Hunde sind ausserdem gierig, und geben gerne ab für etwas anderes. Die Arbeit mit dem Futterdummy basiert ja darauf. Es muss nicht immer was besseres sein.......
Dabei wird dem Hund eine eigene, positive Handlung abverlangt. Der Hund geht AKTIV in das Tauschgeschäft ein.ich habe zwei Hunde im Haus, die extremst gierig sind, und eben NICHT "gerne" abgegeben haben - ganz im Gegenteil. Einer der beiden hat eine üble Beißgeschichte, weswegen er schon in mehrfach vermittelt war bzw aus Vermittlungen zurückgekommen ist, und sogar schon aus einem Tierheim geflogen ist, weil er nämlich NICHT getauscht sondern ordentlich zugebissen hat.
Deshalb trainiere ich, dass sich die Hunde von der Ressource wegbewegen - muß auch erstmal gar nicht zu mir/Halter sein, einfach nur WEG von dem Dings, was immer da auch ist.
Das bringt nämlich zu keinem Zeitpunkt den Hund in Konflikt, weil er und Mensch zu dicht an der Ressource sind.Ich stimme Dir zu - Und zum Mensch gehen und dort die Ressource tauschen ist auf jeden Fall besser als Mensch geht zum Hund und tauscht. Aber gerade wenn der Mensch Angst hat, hebe ich diesen Schritt für später auf - sofern der Schritt dann überhaupt noch notwendig ist.
Zitat
Der Halter bleibt passiv, er verringert NICHT die Distanz, er bietet nur an.Leckerchen werfen und einatmen lassen ist , für mich, eine passive Arbeit.......der Hund erkennt doch gar nicht das ein Abgeben des Gegenstandes von ihm gesteuert werden kann.
Natürlich tut er das, desshalb arbeite ich wie beschrieben mit dem Markersignal. Das gibt es, wie beschrieben für "Maul öffnen", "Dings rausfallen lassen", "von dem Dings" weggehen".
Die Hunde wissen genau, für was die Belohnungen kommen. Es ist höchstens zunächst für den HUND passiv, der muß nämlich erstmal fast nichts machen - der Mensch muß gucken und koordinieren, was er clickt, und wohin das Leckerchen gezielt wirdZitat
Das ist für mich wichtig. Oft wurden mir Sachen zum Tausch angeboten.......freiwillig........ohne das ich bemerkte das Herr Hund sie in seinem Besitz hatte.Klaro, aber das ist ein SPÄTERER Lernschritt, zudem sich der Hund selber entscheiden sollte. Ich mach da nicht den Anfang.
Sprich, wird mit "Dings mitbringen" zu irgend einem Zeitpunkt vom Hund entgegen getragen, clicke ich das natürlich an (anfangs, wenn der Hund noch ne Ecke weg von mir ist), die Belohnung gebe ich aber VON MIR WEG und ich bewege mich auch solange NICHT Richtung Ressource (sollte der Hund das Dings dann fallen lassen, um sich die Belohnung zu holen), bis wirkich 200% klar ist, dass ich das Dings aufheben kann, ohne dann einen Hund im Gesicht hängen zu haben.Zitat
Ich war sehr froh das mir er das iphone meines Sohnes zum Tausch anbot.
Blöder Sohn lässt es ja überall rumliegen für alle zur freien Verfügung.
(jetzt nicht mehr)Auch die Brille meines Mannes von neben der Couch wo sie unbemerkt runtergefallen war....wurde nicht zerkaut sondern angeboten......war mir eine Wurstscheibe schon wert!!
Die alte Brotzeittüte vom Feld war billiger: einmal richtig loben und nen Schmatzer und gut wars.
Für aus dem Kinderzimmer entliehene Fantaflaschen gab es irgendein Schnipsel der grad rumlag: Karotte, Apfel, uswDie Beziehung zum Hund wird ziemlich interessant so. Die Familie strengt sich auch mehr an beim aufräumen........
Der Hund freut sich wenn er tauschen kann.......und wenn Not ist dann lang ich trotzdem hin. Da schaut der Hund nur recht verdutzt: WIE?? EINFACH SO?? UMSONST??
Klappt recht gut.Birgit
du setzt voraus, dass der Hund das macht - bei einem richtigen Ressourcenverteidiger ist das wie schon gesagt ein fortgeschrittener Trainingsschritt.
Manche Hunde verwöhnen einen da sehr, und lassen sich mehr oder weniger kommentarlos alles aus dem Gesicht ziehen, der Crispel ist so einer - bei dem kann ich auf zehn Meter entfernung die Luft anhalten und es fällt im das Dings aus dem Gesicht, das er grad hat.
Der Gandhi verstand in dieser Hinsicht aber mal sowas von keinen Spaß - der schnappt, macht aber keine Löcher.
Der Gibbs hat Leute verletzt - mit gerissenen Löchern. Auf der Beißskala von Ian Dunbar ist das Stufe fünf von sechs... und man SIEHT es nicht der guckt und explodiert.
"Experten" hatten alles von gewaltsamen Maulöffen bis Tauschen durch - aber alles was ER hat ist halt wertvoller als das, was irgendwer tauschen wollen würde, Pech, also...Gandhi hat schnell angefangen, das Dings mitzubringen, bei dem "vom Dings abrufen lassen"Training - und war dann entsprechend grantig, weil nun war ich noch dichter an ihm mit seiner Ressource dran... Also weg mit der Bestärkung. Immer wieder und wieder und wieder - und sollte das Dings bei mir ausgespuckt worden sein, habe ich anfangs nicht aufgesammelt, sondern bin davon WEG gegangen!
Ich hab die Löcher gesehen, die der Gibbs seinem Pflegeherrchen gerissen hat. Will ich nicht haben, sowas...
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Wow, was für ein langer Beitrag - danke Shoppy, werde ich mir mal in Ruhe durch lesen.

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Das mit dem Katzenfutter haben wir jetzt ziemlich gut im Griff, weil er eigentlich gar nicht mehr die Möglichkeit hat, an dieses ran zu kommen.
Was er jetzt aber immer mehr entwickelt, ist, dass er sich dafür dann halt irgendwas anderes schnappt, wo er genau weiß, das darf er nicht haben. Beispiel vorhin: Er schnappt sich eine kleine Kerze und rennt damit hinters Sofa. Ich will sie ihm natürlich wieder nehmen und er fängt wieder mit dem gewohnten Verhalten (dreht sich von mir weg und knurrt) an.
Sehr interessant auch: Letztens hat er eine Pantoffel geklaut und ist damit ins Bad geflüchtet...wir aber sind ihm nicht hinterher, sondern sind einfach mal im Wohnzimmer geblieben, um zu schauen, was er macht. Und was macht er? - Kommt mit dem Schuh im Mund zu uns zurück und wedelt uns damit vor der Nase herum, so als wolle er sagen "kommt schon, versucht ihn mir zu nehmen...". Da will er wohl nur Aufmerksamkeit? - Oder ist das eine völlig andere Baustelle als das mit dem Knurren...
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Tja, diese Situation kenne ich auch von meinem Wuff. Dein HUnd weiß, dass er Aufmerksamkeit bekommt, wenn er etwas stibitzt. Also denkt er sich, dass es was gaaaaaaaanz tolles sein muss. Eine tolle Ressource, die beschützt werden soll.
Als Carlos anfing diese Spielchen zu machen, haben wir ihn konsequent ignoriert. Er ging dann sogar so weit, dass er uns die ganzen Schuhe ins Wohnzimmer geschlürt hatte. Oder damit über eine Stunde um uns herum scharwenzelt ist.
Erst soll dein Kleiner lernen, dass es gar nicht so doll ist, wenn er etwas klaut. Also ignorieren und die für euch wichtigen Dinge aus seiner Reichweite stellen. Dann kannst du weiter an dem Tauschen arbeiten (Knochen gg sein ultimatives Lieblingsfressen). Wenn er das dann macht, kannst du die Leckereien langsam ausschleichen. Wichtig: er soll nicht merken, dass er im Nachteil ist, wenn er euch etwas überlässt - das schürrt nur sein Misstrauen.
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Das mit dem Ignorieren machen wir mittlerweile bei bestimmten Gegenständen, wo wir genau wissen, das macht er jetzt nur, wenn er Aufmerksamkeit will (z.B. hat er gestern auch einen Turnschuh verzogen, als ich ins Fitness-Studio wollte).
Hatte letztens Gelegenheit mit einer sehr erfahrenen Hundebesitzerin zu reden und als ich ihr das erzählte, dass mich mein Hund bei manchen solchen Gelegenheiten eben anknurrt, da meinte sie, das geht gar nicht. Natürlich wäre das eine Warnung, aber er hat mich als sein Herrchen eben nicht zu warnen.
Sie meinte, sie würde in so einem Fall auch kein Tauschgeschäft machen, sondern vielmehr sofort dem Hund den Gegenstand etc. nehmen, keine Angst zeigen und ihm zur Not auch mit härteren Bandagen zu kommen, wenn er nicht sofort pariert...
Sie meinte auch, dass ein Grund für so ein Knurren mangelndes Vertrauen zu mir oder sogar mangelnde Bindung zu mir sein könnten...aber kaum bin ich mal länger nicht da, da winselt er rum.Ach ja, einige Tipps von hier habe ich schon angefangen, umzusetzen - natürlich merke ich, dass das viel Geduld erfodert...

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