Mein Hund knurrt mich an...
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Hat halt jeder seinen eigenen Weg, einen Hund zu erziehen - muss ja nicht nur ein Weg zum Ziel führen.
Vielen Dank auf jeden Fall für die vielen nützlichen Tipps und Anregungen und allen Leuten hier einen guten Rutsch ins neue Jahr 2012.
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Hi,
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Ganz ehrlich ich kenn mehr als einen Hund der ums Verrecken nicht tauschen will und dann?
Ich etabliere dann das Spiel, du darfst aber nach meinen Regeln.
Der Hund darf an die Beute, darf damit mit mir spielen, aber wenn ich sie haben will und er sie nicht rausrückt, dann wirds fade, dann darf er nichts mehr ausser neben mir sitzen, sofort wenn er ausspuckt geht es weiter.
Sorry aber genau dadurch verschwindet der Konflikt, weil er lernt
1. verteidigen ist zwecklos
2. mir wird eh nix weggenommen
3. wenn ich mitmache ist es viel schöner.
Ich sehe nicht wo hier ein schwerwiegender psychischer Schaden entstehen sollte. -
ZitatAlles anzeigen
Ganz ehrlich ich kenn mehr als einen Hund der ums Verrecken nicht tauschen will und dann?
Ich etabliere dann das Spiel, du darfst aber nach meinen Regeln.
Der Hund darf an die Beute, darf damit mit mir spielen, aber wenn ich sie haben will und er sie nicht rausrückt, dann wirds fade, dann darf er nichts mehr ausser neben mir sitzen, sofort wenn er ausspuckt geht es weiter.
Sorry aber genau dadurch verschwindet der Konflikt, weil er lernt
1. verteidigen ist zwecklos
2. mir wird eh nix weggenommen
3. wenn ich mitmache ist es viel schöner.
Ich sehe nicht wo hier ein schwerwiegender psychischer Schaden entstehen sollte.Hat doch niemand behauptet... zumindest nicht auf diesen Ablauf bezogen... und: deswegen wurdest Du doch gebeten, etwas konkreter zu werden... wegen mir dürfte es auch ruhig NOCH konkreter und genauer sein.
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Zitat
Das hast du jetzt schön auf den Punkt gebracht...genau das will ich doch als Hundehalter...

Wirklich?
Warum?Stell dir vor du findest eine Bombe. Möchstes du da vielleicht gerne wissen, dass die "scharf" ist und am besten noch, wie lange Zeit Du noch zum Wegrennen/entschärfen hast? Und - Wäre es nicht überhaupt sehr nützlich, zu wissen, dass der harmlos aussehende Teddybär tickt, weil er eine Bombe ist BEVOR man in die Luft geflogen ist?
Noch mal: Ich möchte, dass der Hund KEINEN GRUND mehr zum Knurren hat. Aber noch knurrt, wenns ihm wirklich brenzlich wird, damit ich noch entschärfen/wegrennen/abrufen kann.
Neulich auf einem Kennenlernspaziergang: unbekannter unkastrierter Rüde und mein superkompetenter Crispel, beide etwa gleich groß. Der andere hat erstmal voll die imponierende Körperhaltung eingenommen und Crispel hat gebögelt. Irgendwann gabs dann eine Begrüßung, sehr steif das ganze.
Dann hat der andere in T-Stellung seinen Kopf auf Crispels Rücken gelegt und ist dann aufgesprungen - noch vor dem hochspringen, sagte ich zum Herrchen "Sie sollten jetzt abrufen, das könnte gleich Ärger geben" und Herrchen fragt "Wieso, was ist denn?? Und nach ein paar endlos erscheinenden reglosen Sekunden sagte Crispel "grrrrrrrrrrrrrrrrrrrrrrrrrrrrrrrrrrrrrrrrrrrrrrrrrrr".
Ich "darum"
- tollerweise kam der Hund auf Rückruf!!! Tolle Hunde - BEIDE"!!!!Herrchen hatte nicht GESEHEN, was sich da anbahnt, aber als es dann knurrte, hat er es verstanden. Ich hab schon Hunde gesehen, bei denen sämtliche Vorwarnzeichen so "ausgetrieben" worden waren, dass wirklich von jetzt auf gleich Keilerei war. Bei Crispel habe ich ZEIT, sehr viel ZEIT und noch hin zu gehen, und den anderen Hund selber von ihm runter zu pflücken!
Wieso habe ich soviel Zeit? Weil ich ALLES, was Crispel an aversivem Zeugs von anderen Hunden ertragen muß, mit positiven Sachen von mir verknüpft habe. Ich kann noch ganze Sätze sprechen, BEVOR er anfängt zu knurren, bei kleineren Hunden löst er das Problem selbstständig, indem er einfach losrennt, wenn ihn ein angeleinter Hund anprollt kommt er zu mir und will Kekse... und weint dabei "och Manno, wir könnten und nett begrüßen und dann unserer Wege gehen, mennoooooooooo!!" (gut, das ist reininterpretiert ;D)
Kennen wir Hunde, die bei "anprollendem Gegner" zurückkreischen - oh ja! Finden wir das erstrebenswert? Ich denke nicht....
Klar, auch das "Zurückprollen" könnte man Wegbestrafen, aber auch davon bearbeitet man nicht die Ursache, sondern nur das resultierende Verhalten des Hundes!
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Zitat
Hat doch niemand behauptet... zumindest nicht auf diesen Ablauf bezogen... und: deswegen wurdest Du doch gebeten, etwas konkreter zu werden... wegen mir dürfte es auch ruhig NOCH konkreter und genauer sein.
Ja, das hätte ich auch gerne konkreter.
Ich interpretiere aus der Beschreibung (bitte korrigiere mich, wenn ich das falsch verstanden habe), dass beide Parteien Körperteile an der Beute haben - das ist ein fortgeschrittener Trainingsstand - oder der Hund ist eben ein relativ gesehen "harmloser" Ressourcenverteidiger.
"Nicht loslassen wollen" ist für mich irgendwie nicht das gleiche wie "Menschen Löcher in die Arme Tackern, wenn der sich nur unbeabsichtig in die Richtung einer potentiellen Ressoure bewegt". (zugegeben, so lautet die Beschreibung des Hundes auch nicht, aber ich kenne ihn nicht, den Halter nicht und gehe daher vom schlimmsten Fall aus, um nicht Tipps zu geben, die dann zu Beißunfällen führen könnten...)Ich geh in meinen Trainingsprotokellen, die ich beschreibe von DEM Worst-Case-Szenario aus - wenn man während des Trainings feststellt, der Schritt Eins ist Pillepalle, dann macht man eben gleich mit dem nächsten weiter bis man auf "oh, ab hier meint er es dann ernst, aha!" stößt. Dann hat man schlimmstenfalls eben ein paar Minuten mit "albernen" Trainingsschritten "verschwendet" und bestenfalls keine Löcher im Körper.
Letzeres finde ich irgendwie besonders erstrebenswert und nicht nur weil Hundebisse weh tun, sondern weil beissende Hunde im Tierheim landen, bzw. da nicht wieder rauskommen, wenn sich Beißvorfall auf Beißvorfall türmt, weil Leute ständig das Problem von der Mitte aus bearbeiten - oder allerübelsterweise "dem Hund gar nichts durchgehen lassen" wollen, und dann den Arm im Hund wieder finden... Hunde können FÜNF MAL zu beißen, bevor wir überhaupt bemerken und anfangen können darauf zu reagieren, DASS er beißt...
Der Hund ist schneller als ich - immer. Im Gegensatz zum Hund kann ich aber Trainingspläne entwickeln, um in diese Situation gar nicht erst zu kommen.Und übrigens genau deshalb (weil manche Hunde auf Teufel komm raus nicht tauschen), arbeite ich nicht über Tauschen. Ich forme mir "Dings ausspucken und davon entfernen".
Ich hatte schon eine 35 Kilo Schäferhündin am Zerrseil hängen, die nie im Leben losgelassen hätte und die übel strenge Augen bekommen hat - wie macht man das da "fade" ohne loszulassen? Jedes "lockerer lassen" hat sie sofort wieder festgezogen.
Ich HABE dann losgelassen - und "Maulöffnen" angeclickt. nach dem 10ten oder 11 Click&B (auf die Erde geworfene Riesenwurstwürfel) hat sie das Teil das erste Mal ausgespuckt, hastig ein Stückchen Wurst gefrssen, Teil wieder aufgesammelt, rauf rum gekaut, nach weiteren ca. fünf C&B wieder ausgespuckt und so weiter. Irgendwann hat sie das Teil ausgespuckt, ohne dass ich vorher geclickt hatte - und ist dann einer Wurfwurst hinterher gesaust. Wir haben Sie das Zergel wieder aufsammeln lassen - und sie hat es sofort wieder ausgespuckt. Das haben wir noch drei Mal wiederholt bevor wir das Zergel das erste Mal aufgenommen haben. Dann habe ich das gleiche Spielchen nochmal von vorne angefangen - mit dem Zergel in der Hand. Das ganze hat vielleicht zwanzig Minuten gedauert.
Ihr Frauchen hat das zuhause mit der heißgeliebten Frisbee wiederholt, mit Bällen, mit diversen Zergels, dann ahben wir ein Signal eingeführt und das Thema ist durch. Frisbee zurückbringen klappte auch vorher - nur LOSLASSEN ging nicht. und Tauschen ging nicht, weil wenn man ein zweites warf, hat sie das erste mitgenommen, wenn man ein drittes warf hat sie die beiden ersten mitgenommen.... -
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Ganz ehrlich ich kenn mehr als einen Hund der ums Verrecken nicht tauschen will und dann?
Ich etabliere dann das Spiel, du darfst aber nach meinen Regeln.
Der Hund darf an die Beute, darf damit mit mir spielen, aber wenn ich sie haben will und er sie nicht rausrückt, dann wirds fade, dann darf er nichts mehr ausser neben mir sitzen, sofort wenn er ausspuckt geht es weiter.
Sorry aber genau dadurch verschwindet der Konflikt, weil er lernt
1. verteidigen ist zwecklos
2. mir wird eh nix weggenommen
3. wenn ich mitmache ist es viel schöner.
Ich sehe nicht wo hier ein schwerwiegender psychischer Schaden entstehen sollte.
Und wenn es sich bei dem gefundenen um eine Bratwurst handelt? Als Beispiel. Da ist es so manchen Hund egal ob der Halter mit ihm spielt oder nicht. Hat er einmal begriffen, dass er das Teil schneller und ohne Störung runterschlingen kann wenn er nicht mit dir spielt und du dann tatenlos daneben sitzt, hat der Hund nur eine Lernerfahrung, die er eigentlich nicht machen sollte. Oder habe ich dich missverstanden? -
Shoppy: Reichen mehrere Monate Krankenhaus beim Besitzer für einen ernsthaften Verteidiger?
@PoccoLocco: Doch genau das würde ich bei einem unausgebildeten Hund tun. Wenn ich nicht verhindern kann, dass er aufnimmt und er das Kommando AUS nicht beherrscht, dann lass ich ihn.
Was soll ich denn bitte sonst tun? Reinfassen und einen noch massiveren Konflikt riskieren?Der erste Schritt ist der Aufbau des Kommandos AUS ( kein Strafbefehl, sondern lediglich ein Begriff für: Was auch immer du da zwischen den Beißerchen hast, spuck es aus! )
Da arbeite ich gerne nach dem konfliktfreien Spiel nach Lind.
Der Hund darf nach Freigabe einbeißen, zerren, nachtragen, sichern, dann kommt irgendwann das Kommando AUS.
So nun muß ich mich dem Hund anpassen, bei einem Welpen oder eher milden Hund presse ich das Objekt lediglich gegen den Oberschenkel und warte. Geduld ist eine Tugend, Ruhe auch.
Ältere Hunde kann man in den Arm nehmen, oder ins Sitz bringen, so dass der Hund die Beute halten, aber sich nicht ablegen kann.
Es kann dauern, aber irgendwann spucken sie alle aus und genau in dieser Sekunde kommt die erneute Freigabe.
Das selbe Prinzip funktioniert mit Futter auch, man fängt mit einem harten und großen Kauartikel an.
Beim Fressen auf der Straße arbeite ich über den Apport.
Holzis Nervzwerg apportiert auch Wienerle freudig. -
Gut. Mein Rüde bringt mir alles was er findet und für ihn interessant ist (draußen sinds Äpfel, drin alles was die Kater von der Arbeitsplatte schmeißen). Er zeigt es mir und je nachdem was es ist, darf er es fressen oder er bekommt einen Ausgleich dafür.
Meine Hündin spuckt alles bei einem Pfui sofort wieder aus.
Ich habe beides nicht üben müssen, aber bei einem dubiosen Gegenstand würde ich bei meinen Hunden (!!) lieber den Konflikt suchen, als sie nachher mit irgendeiner Vergiftung in der Klinik zu haben. Bei Pauline habe ich es gemacht. In den Rachen gegriffen und rausgeholt. Denn bei der half auch keine Erziehung bei ihrem Kohldampf. Sie hats nach der ärztl. Behandlung von selbst sein gelassen oder war abrufbar von dem Objekt.
Nur bei der TS ist ja das Kind schon in den Brunnen gefallen. Meinst du denn, deine Methode würde da im Moment was bringen? *ich weiß, die frage hört sich geschrieben etwas überheblich an, ich frage allerdings auch ernstem Interesse!!!*
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Klar, bisher hat es funktioniert. ABER man brauch eben das richtige Handling, sonst riskiert man Löcher.
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Ich habe bereits am Anfang mitgelesen und nun noch einige der letzten Seiten und ich muss sagen ich bin etwas geschockt wie leichtfertig dem TS dazu geraten wird "hart durchzugreifen" obwohl bereits beschrieben wurde das er mitlerweile Angst vor dem Hund hat und hier niemand den Hund noch die Familie kennt?!?

Ich will gar nicht näher auf den Sinn oder Unsinn dieser Tipps eingehen, nur soviel:
Was wenn der Hund nach oder während so einer Aktion zubeißt, was dann?! Noch härter durchgreifen oder wie?! Sorry, aber solche Tipps find ich echt grob fahrlässig! Mag ja sein, dass solche Methoden bei einigen Hunden und bestimmten Situationen "ok" sind aber doch bitte nicht über ein Forum dazu raten... Und ja, auch ich habe meinem Hund schonmal bescheid gesagt als er was geklautes nicht hergeben wollte und gebrummelt hat und ja, wenn mein Hund anders gestrickt wäre hätte es auch sein können, dass er geschnappt hätte. Hat er aber nicht und das er das nicht tun würde, dessen war ich mir recht sicher sonst hätt ich das nicht gemacht! Aber ich käme NIE auf die Idee jemandem dazu zu raten wenn ich denjenigen und den Hund nicht gut kenne. Dazu kommt ja neben der Gefahr das es zu einem Beißunfall kommt auch noch die Gefahr des Vertrauensverlustes seitens des Hundes wenn solch ein "Eingreifen" falsch, (versehentlich) zu heftig oder schlecht getimt passiert, schon mal daran gedacht?Letztendlich hat der TS ja bereits geschrieben, dass ein Trainer nach Hause kommen soll und das wird auch das beste sein...Ich wünsche der Familie jedenfalls alles Gute dabei!

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