Frustrationstoleranz und Fiepen...

  • Hallo,

    meine kleine fiept in letzter Zeit häufiger, wenn sie nicht zu den Katzen darf, wenn sie auf ihr Futter wartet, wenn wir aus der Haustür meines Freundes gehen und sie meint er kommt auch noch nach und manchmal weiß ich nicht warum.
    Wenns sie ganz furchtbar frustriert ist kommt auch manchmal ein Verzweiflungskläffer hinterher :)

    So...zur Vorgeschichte: ich hab den Hund seit Mai, davor war sie bei ihrer ersten Familie. Alles super duper, keine schlechten Erfahrungen und gut erzogen mit HUndeplatz etc. war sie auch schon.
    Anfangs hat sie gar nicht gefiept.
    Dann kam es manchmal beim trainieren, vermutlich wenn ich zuviel wollte/zuviele andere Reize da waren.
    Richtig durchschlagend ist es erst geworden, während ich zwei Wochen bei meinen Eltern war. Sie hat sich das aber nicht von deren Rüden abgeguckt, der macht das nicht.
    Seit es auftritt ignoriere ich es, und es geht meistens erst weiter wenn sie wieder ruhig ist (manchmal passt es mir einfach auch nicht zu warten, ich bin nicht der geduldigste Mensch, wenn ich ehrlich bin. Gebe mir aber Mühe).
    Wirklich besser geworden ist es allerdings nicht - eher schlimmer.

    Zur Frustrationstoleranz: ich übe mit ihrem Dummy, alle möglichen Variationen. Warten bis er geflogen ist, hinlaufen lassen, dann doch vorher abrufen, daran vorbei im Fuß etc. alles kein Problem. Sie ist dabei schön konzentriert und kein fiepen kommt über ihre Lippen.

    Wie kann ich die Frustrationstoleranz in den Alltagssituationen gut üben?
    Denn offenbar ist es bei ihr ja nicht allgemein fehlende Frustrationstoleranz, sondern nur in bestimmten Situationen.

    Danke schonmal an alle, die sich den Roman durchgelesen haben, ich freu mich auf Tips!

  • Hi,

    Ich würde da ruhig mal Übungen mit dem Futter machen. Futter herrichten, hochstellen, halbe Stunde warten, dann erst füttern.
    Da dann immer wechseln, mal bekommt sie es sofort, mal nach 5 Minuten, mal nach einer Stunde.

    Auch mit der Haustür könntest du eine Übung machen, rausgehen, wieder reingehen etc.

    Wichtig in allen Alltagssituationen (z.B. auch mit den Katzen!): Sie darf niemals das bekommen was sie gerade möchte, während sie fiept oder bellt. Da muss man ganz stark drauf achten!

    lg,
    Sanne

  • Mach dir keinen Kopf - das geht weg. Das Fiepen bedeutet nur, dass dein Hund sich etwas aufregt. Ignorieren ist da das Beste und wie SusanneB schrieb einfach mal ein paar Frustsituationen schaffen (immer klein anfangen und nie zu schwer) und dann fürstlich belohnen. Für ihr Futter muss unsere Hündin IMMER was tun - wenn es nur ablegen ist und zugucken wie ich Futter hin stelle wobei sie minutenlang auf ihre Freigabe warten muss während ich gerade was anderes mache (das würde ich nicht gleich am Anfang versuchen). Pass auf, dass dein Hund sich nicht selbst bedient.

    Bei Katzen und Hunden lohnt es sich den Hund umzulenken d.h. der Hund sieht ein anderes Tier, will hin und wird von dir auf "verlorenes" Futter (ups!) aufmerksam gemacht (Futter muss hinter dir liegen). So lernt dein Hund, dass es nicht weiter schlimm ist wo anders nicht hin zu können ... danach kann sie wieder gucken. Hier muss man auch wieder auf den Abstand zum Reiz achten - niemals unmöglich zu schaffende Situationen schaffen.
    So machen wir es zumindest.
    Olli

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