Mein Hund an der Leine, Klappe die 49595ste

  • Hallo,

    ich komme mit Pluto aktuell wieder sehr gut zurecht. Ein paar Baustellen gibts natürlich noch, aber nichts womit ich nicht leben könnte (auch wenn wir trotzdem daran arbeiten). Mit einer Ausnahme: sein Verhalten an der Leine. Leinenführigkeit ist mir sehr wichtig und ich bekomme regelmäßig Beagle-bei-Ebay-inserier-Anfälle wenn wir unterwegs sind. Phasenweise kann Pluto wunderbar an der Leine gehen, phasenweise ist es eine Katastrophe. Den ganzen Sommer über war sein Leinelaufen absolut akzeptabel, da waren wir aber auch wahnsinnig viel unterwegs. Jetzt wird es wieder schlimmer und zwar schlimmer als je zuvor. Er ist nicht der erste Hund den ich erziehe, ich kenne alle gängigen Methoden. Das hilft mir aber nicht weiter. Solang ich "geistig" bei ihm bin kann der korrekt an der Leine laufen, wenn wir alleine sind sowieso. Sobald ich andere Hunde und/oder Kinder dabei habe und nicht mindestens die Hälfte meiner Aufmerksamkeit auf ihn konzentriere zieht er. Und das führt bei mir mittlerweile durchaus zu körperlichen Beschwerden. Auch wenn er nur 16 Kilo wiegt, kann ich meine linke Schulter nach dem Spazierengehen mit Pluto erstmal zwei Stunden nicht mehr schmerzfrei bewegen. Mir vergeht außerdem die Lust am Spazierengehen mit ihm. Gerade waren wir eine Stunde unterwegs, aus Übungszwecken habe ich ihn an der Leine gelassen und bin gefrustet und völlig verspannt zuhause angekommen. Spaziergänge mit ihm machen mir im Moment keinen Spaß (solang er an der Leine ist, im Freilauf ist er sehr lieb).

    Um das gleich vorweg zu nehmen, wir waren schon bei zwei Trainern (Einzelstunden) und haben eine Hundeschule angetestet. Ich habe gute Tipps bekommen und auch umgesetzt.
    Die Hundeschule hat Richtungswechsel empfohlen, klappt natürlich super toll auf dem Hundeplatz, aber wenn ich unterwegs bin und mich mein Hund nur begleitet (also ich nicht für den Hund gehe, sondern er nur mitkommt) ist das einfach nicht praktizierbar. Vor allem hab ich meist mehrere Hunde dabei, die ich nicht alle gnadenlos durch die Gegend schleifen kann. Getrennt gehen ist natürlich möglich, aber ich geh nicht mit drei Hunden aufwärts je zwei Stunden getrennt. Dann kriegt halt nur jeder eine Stunde und das finde ich für die Hunde echt doof, wenn sie statt dessen zusammen drei Stunden haben können.

    Trainer 1 hat empfohlen einerseits den Hund nur noch links zu führen (mach ich jetzt schon einige Monate, meine gehen links, Sittinghunde rechts), außerdem sollte ich zuerst an Mauern und Zäunen üben. Mission erfüllt, an Mauern und Zäunen ist mein Hund leinenführig ;-) Nachts übrigens auch, weil ich seine ersten eineinhalb Lebensjahre die Nachtrunde immer genutzt habe um die Leinenführigkeit zu clickern. Gutes Stichwort: Clickern funzt wunderbar, aber der Hund ist clever genug zu wissen wann er sich etwas erarbeiten kann und wann ich einfach laufen will. Und ich will und kann nicht die nächsten 10 Jahre einen adulten Hund clickern weil er die Leine durchhängen lässt. Ein paar Wochen gerne, aber dann müssen sich auch Erfolge einstellen.

    Trainer 2 hat mir meine längere Leine empfohlen (ob ein oder fünf Meter, Pluto hängt in seinen schlechten Phasen immer am Ende und versucht seinen Radius zu erweitern) und außerdem sollte ich die Leinengänge interessanter für den Hund gestalten. Also kleine Spielchen spielen, Leckerlies verstecken und Co. Klingt ja nett, kann man auch mal machen, aber ich lebe eben nicht FÜR den Hund. Ich habe oft Ziele zu denen ich die Hunde mitnehme und da will ich dann verdammt nochmal einfach laufen und nicht den Hund bespaßen, damit er die Güte hat mich nicht durch die Gegend zu zerren.
    Ihn nur noch hinten laufen zu lassen haben wir im Zuge der Zaunaktion geübt. Funktioniert auch, wobei ich da halt immer 100 Prozent mit meiner Aufmerksamkeit auf den Hund fixiert sein muss, weil Pluto einfach wahnsinnig penetrant versucht das System zu untergraben. Dieses Extrem fällt selbst anderen Beaglehaltern auf, scheint also nicht beaglebedingt normal zu sein. Als Beispiel: wenn ich vier Wochen lang den Hund immer wieder hinterscheuche wenn er mich überholt wird er es am ersten Tag der fünften Woche trotzdem versuchen wenn ich auch nur eine Sekunde abgelenkt bin.

    Jetzt würde ich gern zu Plutos seltsamen Verhalten an der Leine kommen. Meine Tierärztin meinte es wäre testosteronbedingt und da sie mir aus gesundheitlichen Gründen eine Kastration nahe legt meinte sie auch das würde danach besser werden. Ich halte sein Verhalten eher für eine Übersprungshandlung, weil die Situation an der Leine mittlerweile hochgradig konfliktgeladen ist. Und zwar schnuppert Pluto so extrem (als Beagle hat er natürlich immer die Nase unten, aber an der Leine ist es abnormal) dass er sich teils die Schnauze wund scheuert. Er zieht nach links rechts, vorn, hinten, stemmt sich in alle Richtungen in die Leine, versucht alle zwei Meter zu pinkeln. Der ganze Hund steht unter Spannung. Auf den ersten Blick würde ich sagen, er ist nicht ansprechbar. Stimmt aber nicht. Sage ich "sitz" sitzt er. Sage ich "links" springt er auf die linke Seite, sag ich "da nicht" markiert er dort nicht. Aber er versucht alle schrägen Verhaltensrituale immer wieder penetrant durchzusetzen.

    Ich weiß aktuell nicht mehr wie ich weiter kommen soll. Als sich sein Verhalten im Oktober wieder verschlimmert hat habe ich ihn zu den normalen Spaziergängen zuhause gelassen und bin mit ihm gesondert gegangen um zu üben. Aber das kann doch auf Dauer auch nicht die Lösung sein nur noch getrennt zu gehen (die Runden fallen dann natürlich kürzer aus, auch wenn ich ihn dabei meist mehr arbeiten lasse). Mit allen anderen Hunden machen mir die Spaziergänge Spaß, mit Pluto gehe ich seufzend und komme knurrend zurück, ich hab keine Lust, es macht mir keinen Spaß und da ich stur bin lasse ich ihn solang er nicht ordenltich an der Leine läuft auch viel weniger freilaufen und kann ihn daher noch weniger genießen.

    Ich möchte nochmal betonen: Er ging den ganzen Sommer über wunderbar an der Leine, das Problem besteht erst (wieder) seit Kurzem und es hat sich nichts bei uns geändert. Wenn ich alleine mit ihm gehe ist alles besser, wenn auch nicht perfekt. Er nutzt es absolut aus, wenn er nicht meine komplette Aufmerksamkeit hat.

    Wir stecken bei diesem Thema gerade in einer Art Teufelskreis und scheinen eine komische Wechselwirkung aufeinander zu haben. Jedenfalls komm ich da grad nicht wieder alleine raus und würde mich über Hilfestellung freuen.

  • Vielleicht eine blöde Frage, aber wird denn "korrektes" Leinelaufen bei dir auch belohnt?

    Das klingt alles sehr nach "Er weiß, wies nicht geht und machts trotzdem" aber weiß er denn auch, wie es geht? Ja, ich weiß, im Sommer hats geklappt, aber hast du das verstärkt? Hast du ihm klar gemacht, dass DAS das Verhalten ist, das du bitte immer haben möchtest?

  • :???:

    Erstmal tiiieeeeffff durchatmen! Stück Schokolade oder ein großes Glas Rotwein! ;)

    Total frustrierend, kann Dich super verstehen....meiner ist in der Hinsicht auch die totale "Kackbrazte" und bin noch auf keinen Nenner gekommen...

    Schwierig ist bei Dir ja, dass er schonmal Leinenführig war, wenn ich das richtig verstanden habe? Hat es da auch unter Ablenkung funktioniert?
    Ich würde wenn trotzdem nochmal darüber nachdenken, was sich verändert haben könnte...

    Richtungswechsel kann ich verstehen wg. Durchführung im Alltag, Stehenbleiben wird dann wohl ähnlich schwierig sein (besonders mit mehreren Hunden)?

    Wenn klickern funktioniert, aber nur wenn Du immer voll "dabei" bist, vielleicht hat dann der "nächste" Schritt nicht geklappt? Also Belohnung / Marker abbauen sowie die ständige Aufmerksamkeit...also das verinnerlichen beim Hund?

    Anscheinend fehlt ja die "Verinnerlichung", dass er immer das komplette Programm / Training braucht? :???:

  • Zitat

    Vielleicht eine blöde Frage, aber wird denn "korrektes" Leinelaufen bei dir auch belohnt?

    Das klingt alles sehr nach "Er weiß, wies nicht geht und machts trotzdem" aber weiß er denn auch, wie es geht? Ja, ich weiß, im Sommer hats geklappt, aber hast du das verstärkt? Hast du ihm klar gemacht, dass DAS das Verhalten ist, das du bitte immer haben möchtest?


    Hey,

    selbstverständlich wird gutes Leinelaufen gelobt :-) Ich bin fast durchweg mit meinen Gedanken bei den Hunden, Blickkontakt von Pluto wird IMMER bestätigt, entweder mit Lächeln, Lob oder Leckerlie, je nachdem was ich habe. Beim heutigen Spaziergang hat es 15 Minuten gedauert bis er mich mal angesehen hat...

    Ich finde, dass ich mit Lob nicht geize. Besonders Pluto wird echt in jeder Situation in der er sich "gut beträgt" bestätigt.

    Hey Sandschiffchen,

    Schokolade ist ne gute Idee, am Besten direkt beim spazierengehen :D

    Zitat

    Schwierig ist bei Dir ja, dass er schonmal Leinenführig war, wenn ich das richtig verstanden habe? Hat es da auch unter Ablenkung funktioniert?


    Ja. Und wenn ich mit ihm alleine gehe klappt es ja auch ganz gut. Nicht so gut wie es schon mal war, aber akzeptabel. Er ist auch nicht leinenaggressiv und kann mit ein bisschen Abstand auch an anderen Hunden vorbei laufen ohne die Leine zu spannen.

    Stehen bleiben interessiert ihn überhaupt nicht, da würde ich stundenlang in der Gegend rumstehen. Auch Richtungswechsel interessiert ihn in den "schwierigen Phasen" gar nicht, er gibt dann Gas und saust in die andere Richtung weiter.

    Zitat

    Wenn klickern funktioniert, aber nur wenn Du immer voll "dabei" bist, vielleicht hat dann der "nächste" Schritt nicht geklappt? Also Belohnung / Marker abbauen sowie die ständige Aufmerksamkeit...also das verinnerlichen beim Hund?

    Anscheinend fehlt ja die "Verinnerlichung", dass er immer das komplette Programm / Training braucht?


    Ja, das glaube ich auch. Clickern wäre sicher nochmal ein guter Ansatz, darauf spricht er gut an. Aber wie komme ich vom Clickern zum Alltag? Und vor allem von welchen Zeitspannen reden wir? Wenn ich ihn erst zehn Jahre clickern muss bis ich das abbauen kann ist es den Aufwand nicht wert ^^
    Clickern wäre dann natürlich auch wieder mit Solospaziergängen verbunden, weil mich sonst Ewok in den Wahnsinn treibt. Ewok kann sich nicht entspannen solang "Arbeitsklima" herrscht. Dann will er natürlich für sich auch Belohnung rauskitzeln.

  • Hi!

    sag mal, könntest Du Dir vorstellen, dein ganzes Programm völlig umzuschmeißen? Ich les das alles und muss ganz ehrlich sagen, für mich hört es sich so an, als hättest Du erstens wirklich unheimlich viel Zeit investiert, und dir alle Mühe gegeben, und wärst zweitens im Grunde auch an nem Punkt, wo dir ziemlich der Spass vergeht...

    Dein Pluto scheint durch und durch ein Beagle zu sein :) So ein ziemlich robuster Meutehund, der immer wieder sein höchstes Ziel erreichen will, und dann einfach unzugänglich wird: NASE unten und vor allem VORN!!! Wer muss schon atmen, wenn er auch keuchen kann... ;)
    Mich wundert überhaupt nicht, dass er in der Gruppe nicht dauerhaft erreichbar ist, für deine Bemühungen...

    Wie wäre es denn, wenn du umdenkst? Hättest Du nicht die Möglichkeit, deine Hundegänge so zu gestalten, dass möglichst viel entspannter Freilauf für alle Hunde drin ist, und du deine Schulter UND deine Nerven schonen könntest? Manchmal ist eine (vorläufige) Kapitulation auch eine Lösung, denn sie macht den Kopf etwas frei.

    Musst Du Pluto auf deine Besorgungsgänge mitnehmen, weil er ansonsten zu viel allein ist, oder bestünde die Möglichkeit, mit dem Rudel täglich genug ausdauernden Freilauf zu machen? Wenn du diese Freiläufe durch Apportier- oder Suchübungen noch in der Attraktivität steigern kannst, bringt das vielleicht mehr Aufmerksamkeit in Eure Beziehung, und wenn du die Leinengänge möglichst kurz hältst, nimmt erstmal der Stress ab...
    Abrufen aus dem Spiel ware auch ne sehr gute Übung, und beagle sind doch im allgemeinen sehr gut mit Leckerli zu kriegen? Vielleicht setzt du ihn etwas auf "Diät" und belohnst dafür mehr bei "gutem Betragen", dann wird er sich sicher wieder mehr auf dich konzentrieren, denn er weiß, du bist die Quelle des Genusses :)

    Ich denke, dass vielleicht das Problem echt in dem Meuteverhalten deines Hundes liegt, und er eben eine Führernatur ist...

    Was meinst du?

    LG
    Sabine

  • Hi Sabine,

    danke für deine sehr interessante Antwort.

    Zitat


    Dein Pluto scheint durch und durch ein Beagle zu sein :) So ein ziemlich robuster Meutehund, der immer wieder sein höchstes Ziel erreichen will, und dann einfach unzugänglich wird: NASE unten und vor allem VORN!!! Wer muss schon atmen, wenn er auch keuchen kann... ;)
    Mich wundert überhaupt nicht, dass er in der Gruppe nicht dauerhaft erreichbar ist, für deine Bemühungen...


    Öhm, ja :D

    Zitat


    ...sag mal, könntest Du Dir vorstellen, dein ganzes Programm völlig umzuschmeißen? Ich les das alles und muss ganz ehrlich sagen, für mich hört es sich so an, als hättest Du erstens wirklich unheimlich viel Zeit investiert, und dir alle Mühe gegeben, und wärst zweitens im Grunde auch an nem Punkt, wo dir ziemlich der Spass vergeht...

    Wie wäre es denn, wenn du umdenkst? Hättest Du nicht die Möglichkeit, deine Hundegänge so zu gestalten, dass möglichst viel entspannter Freilauf für alle Hunde drin ist, und du deine Schulter UND deine Nerven schonen könntest? Manchmal ist eine (vorläufige) Kapitulation auch eine Lösung, denn sie macht den Kopf etwas frei.

    Teilweise habe ich es schon so praktiziert dass ich Pluto bei Erledigungen zuhause lasse und dann hauptsächlich Freilaufspaziergänge mit ihm unternehme. Da arbeite ich dann auch mit ihm, lass ihn was suchen und er genießt solche Spaziergänge mit mir allein auch sehr. Da sieht man ihn strahlen. Andererseits tut er mir immer leid wenn er allein zuhause bleiben muss (er kanns aber) und ich die anderen Hunde mit nehme. Ich finds halt irgendwie verschwendete Zeit wenn ich eh durch die Gegend lauf, den Hund aber zuhause lasse...

    Zitat

    Musst Du Pluto auf deine Besorgungsgänge mitnehmen, weil er ansonsten zu viel allein ist, oder bestünde die Möglichkeit, mit dem Rudel täglich genug ausdauernden Freilauf zu machen? Wenn du diese Freiläufe durch Apportier- oder Suchübungen noch in der Attraktivität steigern kannst, bringt das vielleicht mehr Aufmerksamkeit in Eure Beziehung, und wenn du die Leinengänge möglichst kurz hältst, nimmt erstmal der Stress ab...
    Abrufen aus dem Spiel ware auch ne sehr gute Übung, und beagle sind doch im allgemeinen sehr gut mit Leckerli zu kriegen? Vielleicht setzt du ihn etwas auf "Diät" und belohnst dafür mehr bei "gutem Betragen", dann wird er sich sicher wieder mehr auf dich konzentrieren, denn er weiß, du bist die Quelle des Genusses :)


    Also wie gesagt, ich kann ihn natürlich zuhause lassen, dann würde er allerdings ein bis zwei Stunden weniger Spaziergang als die anderen haben und er kommt mir dann immer so "abgeschoben" vor und ich bin die böse Stiefmutter oder so :headbash: Andererseits hab ich dann viel mehr Lust auf ihn. Wenn wir dann alleine spazieren gehen ist es auch immer sehr schön.

    Auf Diät ist er grad mal wieder aus erzieherischen Gründen, allerdings klaut er dann in der Wohnung wie ein Rabe und ist im Garten nicht mehr ansprechbar weil er Futter sucht. Abrufübungen machen wir viele, immer mit Leckerlie als Belohnung, das mag er und macht auch schön mit.

    Zitat

    Ich denke, dass vielleicht das Problem echt in dem Meuteverhalten deines Hundes liegt, und er eben eine Führernatur ist...


    Als Führernatur sehe ich ihn eigentlich nicht, kann aber natürlich trotzdem sein dass er diese Position innerhalb meines kleinen Rudels einnimmt. Sein Meuteverhalten hat sicherlich damit zu tun. Sobald wir zu vielen sind ist er total unter Spannung, als ob er auf der Jagd wäre. Jedenfalls an der Leine, im Freilauf ist alles besser.

  • Zum Clickern: Wenn ich im Alltag geclickert habe, dann hatten wir nicht wirklich ein Arbeitsklima. Wenn Ewok den Clicker auch kennt, dann wäre vielleicht ein Markerwort nur für Pluto ne Idee. Mein Bluey ist ja auch gerne im "Arbeitsmodus", da aber gerade beim Spaziergang bei Jabba mehr Bestätigungsbedarf besteht, habe ich Markerwörter eingeführt und wenn Bluey trotzdem reagiert, dann gibt es für ihn gar nix. Es kriegt wirklich immer nur der, dessen Markerwort ich genannt habe.
    Das mit dem Extrem-schnüffeln kenne ich von Jabba so ähnlich auch, es ist total extrem und sogar mein Trainer hat gemeint, daß er das SO extrem noch selten oder sogar nie gesehen hat. Gerade heute morgen war wieder super anstrengend...

    Ach, und mal zu dem "schlechten Gewissen" wegen weniger Auslauf für Pluto: Vielleicht ist das sogar gut für ihn? Wenn der sich ja so hoch holt bei den Spaziergängen, dann tut ihm das vielleicht sogar sehr gut, wenn er weniger läuft und mehr Ruhe hat?. Nur mal so ne Idee. Jabba würde auch ewig weit laufen, aber wenn es über 45 min geht, dann merke ich meist wie er "neben der Spur" läuft. Kopfmäßig kann der das nicht so gut ab, kann man schlecht erklären, aber sein Gesichtsausdruck ist dann angespannt, seine Impulskontrolle geht den Bach runter und er erschrickt schneller.

  • Ich denke, dass du dein schlechtes Gewissen wirklich in diesem fall bei Pluto zuhause lassen solltest, wenn vorprogrmiert ist, dass der Spaziergang für ihn zum Tauziehen, und für Dich zur Tortur wird. Dann hat er auch gleich was, zum drauf rumkauen :headbash:
    Auch auf die anderen Hunde überträgt sich ja dein Stress, und alle haben im Grunde weniger davon. Das gleiche gilt abgewandelt auch für gänge, auf denen er dich zu einem ziel begleitet, auf das du dich konzentrieren willst. Dabei lernt er wenn dann nur falsches, und du hast deshalb auch kein besseres Gefühl.

    Ich würde ihn ggf so einschränken, dass er nichts klauen kann. Lotta ist wenn ich weg bin im (großen) flur, mit Spielzeug und Kauknochen. So hat sie genug Platz, und kann keinen Unfug machen (Meine Schuhe stehen vorläufig im Regal im Wohnzimmer :D). Ich habe das eingeführt, damit sie schnell sauber wird, und falls doch ein Unglück passiert eben nur die Fliesen betroffen sind...Das hat sich gut bewährt.

    Das mit der Fürhernatur meinte ich allein auf das anführen der meute bezogen, das zeigt sich bei beagles nicht unbedingt wirklich durch dominantes Verhalten gegen andere Hunde direkt... es ist eben so, dass sie mehr unter strom stehen, als andere im verband, die gar nicht WISSEn, dass sie nach dem Fuchs jagen ;)

  • [quote="Sandschiffchen"]:???:

    Erstmal tiiieeeeffff durchatmen! Stück Schokolade oder ein großes Glas Rotwein! ;)

    DAS ist auch ein sehr guter Tipp :) Kann ich nur unterschreiben :)

    hmmpf...das mit dem zitieren hab ich noch nicht raus... :(

  • Hallo FräuleinWolle und Sabine,

    also ihr plädiert für Solospaziergänge für den Beagle? Dann werde ich das wohl wieder einführen und versuchen mein schlechtes Gewissen zu ignorieren. Denn dann wird er den Winter über nur etwa eine Stunde Freilauf mit Arbeit plus Garten bekommen.

    In der Wohnung einschränken geht eigentlich nur mit Anbinden. Durch die Kinder stehen hier ständig die Türen offen und ein Türgitter würde natürlich auch die Kinder einschränken (vielleicht keine schlechte Idee ^^).

    Zitat

    Das mit der Fürhernatur meinte ich allein auf das anführen der meute bezogen, das zeigt sich bei beagles nicht unbedingt wirklich durch dominantes Verhalten gegen andere Hunde direkt... es ist eben so, dass sie mehr unter strom stehen, als andere im verband, die gar nicht WISSEn, dass sie nach dem Fuchs jagen ;)


    Ah okay, das klingt plausibel, danke.

    Zitat

    Zum Clickern: Wenn ich im Alltag geclickert habe, dann hatten wir nicht wirklich ein Arbeitsklima. Wenn Ewok den Clicker auch kennt, dann wäre vielleicht ein Markerwort nur für Pluto ne Idee. Mein Bluey ist ja auch gerne im "Arbeitsmodus", da aber gerade beim Spaziergang bei Jabba mehr Bestätigungsbedarf besteht, habe ich Markerwörter eingeführt und wenn Bluey trotzdem reagiert, dann gibt es für ihn gar nix. Es kriegt wirklich immer nur der, dessen Markerwort ich genannt habe.


    Eigene Markerwörter wären natürlich ne Idee, bisher haben sie nur ein gemeinsames. Aber wenn Ewok "Arbeit" wittert ist der echt sofort dabei und will es auf jeden Fall richtig machen und mir unbedingt recht. Also ich denke das ist schwierig für ihn, wenn ich mit Pluto nebenbei arbeite und er entspannt nebenher laufen soll. Clickern ist übrigens schon Arbeit für Ewokse. Mama will was, Mama kriegt was und zwar solang bis sie glücklich ist ^^

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