Kommunikation

  • dann darf er eben nicht unbeobachtet bzw ohne Aufgabe auf Wiesen wo es Mauselöcher gibt. Ich denke wenn es wirklich ein Problem wäre, würdest du es in den Griff bekommen.

  • Hier sind überall Mäuselöcher. Dann könnte ich ihn gar nicht mehr rauslassen. Ich habe ja auch kein Problem damit, da ich es ja im Normalfall mit Nein beenden kann. So eine Situation wie heute kommt so gut wie nie vor. Es hatte mich nur interessiert, wie man es rein körpersprachlich auch machen könnte, sonst nichts weiter.

  • Zitat

    Hier sind überall Mäuselöcher. Dann könnte ich ihn gar nicht mehr rauslassen. Ich habe ja auch kein Problem damit, da ich es ja im Normalfall mit Nein beenden kann. So eine Situation wie heute kommt so gut wie nie vor. Es hatte mich nur interessiert, wie man es rein körpersprachlich auch machen könnte, sonst nichts weiter.


    'Rein körpersprachlich' dürfte das in der Situation nicht zu regeln sein.
    Dafür müßtest du die Aufmerksamkeit deines Hundes in dem Moment haben, aber die liegt woanders.
    Also wird es nur über den Abruf oder Abbruchkommando funktionieren.

  • Meine erste Reaktion war dir teilweise zu widersprechen, Lockenkopf, ;)

    ..weil mir sofort in Erinnerung kam, wie meine Hündin sich als Welpe und Junghund gegen körperliches Fixieren gesträubt hat.
    ABER ich habe es ja dann dennoch so gehandhabt, wie du es beschreibst, wenn auch anfangs nicht konsequent genug, WEIL sie sich eben SEHR dagegen wehrte.
    Im Nachhinein gesehen, hätte ich in dem Punkt früher viel nachdrücklicher sein sollen.
    Dann wäre ich für sie in einigen Situationen klarer gewesen.

    Ich möchte dir also unbedingt recht geben. :gut:
    Quatschen, Brüllen, Kommandos zu wiederholen bis zum Erbrechen... ist nervig, für den Hund unverständlich und irritierend.
    Körpersprachlich zu kommunizieren, bedeutet nicht grob oder hart mit dem Hund zu verfahren, sondern eher
    klar verständlich, so wie nachdrücklich und konsequent. Nicht zu vergessen liebevoll. :roll:

  • Ich bin eurer Meinung. Anhand der Körpersprache kann man - besonders mit Welpen - wesentlich mehr erreichen. Ich habe neulich eine Fortbildung und da war die Kommunikation ein Tagesthema. Im Nachhinein könnte ich mich in den Hintern beißen, dass ich nicht von vornerein so kommuniziert habe. Nun ist mein Dicker 1,5 Jahre alt und setze nun seit 21 Tagen mehr Körpersprache ein.

    Die ersten Erfolge sind schon beobachtbar:
    1. Er ist ruhiger beim TA, weil ich ihm den Halt geben kann.
    2. Die Arbeit mit ihm ist ruhiger und klarer geworden.
    3. Ich scheine für Carlos lesbarer zu sein = mehr Vertrauen
    4. Er ist zuhause ausgeglichener
    5. Ich habe mehr Vertrauen in Carlos, weil ich so langsam lerne, ihn zu lesen.

    Ich würde zwar nicht den Hund körperlich stark fixieren, da ich es bei Carlos nicht brauchte. Aber bei der Körperpflege bekommt man einiges besser hin, wenn man den Hund sicher händelt und so tut, als ob es gar nichts besonderes wäre. Besser als wenn man vor sich hin brabbelt und den Hund nur noch verunsichert.

    Das Kommando Nein bzw. bei uns Lass haben wir ihm beigebracht, indem wir ihn mit der Hand weggeschoben haben und das Kommando gesagt haben. Aber auch die anderen Kommandos haben wir ihm so beigebracht. Wenn er sich hingesetzt hat, haben wir Sitz gesagt...

  • ich habe beispielsweise gemerkt- dass wenn ich meinen Hund festhalte- er schnell von einem hohen Erregunslevel runter kommt.
    ein hohes Level erreicht er- bei problematischen Hundebegegnungen und bei Wild. Da wirkt der ganze Hund angespannt und planlos, irrt umher- pumpt sich auf und kommt dann nur sehr schwer wieder runter. Halte ich ihn fest und umarme ihn- entspannt er sich.

    Zwar mag er das nicht besonders- aber es hilft ihn.

  • Da ich sowieso nicht die Quatschtante vor dem Herrn bin, gefällt mir diese Sichtweise, Anja! :gut:

    Besonders bei meinem Fussel, der gerne rumtanzt, rumhektelt und Pirouetten dreht, finde ich die sprachlose oder spärliche Art der Kommunikation sehr erstrebenswert.

    Das "Bonding" - also Festhalten (gibt's ja beim Menschen auch) - geht manchmal, wobei ich es je nach Situation auch gut finde, einfach mit dem Zeigefinger zu arbeiten. Zeigefinger hochhalten, still werden und frontal anschauen heisst:"Aufgepasst! Schluss mit der Hampelei!" - und dann geht der Zeigefinger zum Körbchen.

    Allerdings ist Zookie ja auch schon knapp erwachsen. Sie hat das aber viel schneller gelernt als alle Worte.

  • Zitat


    Kommunikation mit unseren Hunden wird ja immer großgeschrieben. Bindung soll über Kommunikation aufgebaut werden und auch Gehorsam. Man darf dabei aber nicht vergessen dass unsere Hunde nicht wie wir mit Lautsprache kommunizieren sondern durch Gestik, Mimik und Taten. Wären wir alle stumm hätten wahrscheinlich sehr viel mehr Menschen wirklich gut erzogene Hunde.

    Bindung kann sich nur durch Kommunikation aufbauen. Einen anderen Weg gibt es garnicht :smile:
    Die Frage ist eher welche Methoden von Kommunikation ich wähle um eine nachhaltig tragende Bindung aufzubauen und eine, welche mir selbst Authentizität verleiht.

    Zitat


    Aus muss es dann nicht geben weil er nimmt ja nichts auf wenn er zu mir kommt wenn ich rufe, und nein kann ich mir sparen weil ich ihn ja gar nicht bis zu dem Fehler kommen lasse.


    Entschuldige bitte und bei allem Respekt, aber das kann ich mir beim besten Willen nicht vorstellen, daß Du ihn stets nicht bis zum Fehler kommen lässt. Ich glaube, daß hier die Realität etwas anders aussieht. Das was Du schreibst wäre das Ideal.

    Auch Hunde kommunizieren durch Lautäußerungen, sonst wäre es sicher nicht veranlagt.

  • Zitat


    Entschuldige bitte und bei allem Respekt, aber das kann ich mir beim besten Willen nicht vorstellen, daß Du ihn stets nicht bis zum Fehler kommen lässt. Ich glaube, daß hier die Realität etwas anders aussieht. Das was Du schreibst wäre das Ideal.


    Ich halte das auch für völlig realitätsfern - so könnten meine Hunde nur noch an der kurzen Leine, am besten über Asphalt, ausgeführt werden. Ich kann doch nicht pausenlos den Hund abrufen, weil ich nicht wissen kann, ob da nicht eine tote Maus o.ä. liegt.....

    Ich mache beim Welpen auch sehr viel über Körpersprache, finde aber ein kleines Repertoire an Signalen für den Alltag ungemein nützlich. Abrufen ist, bei aller Wichtigkeit, nicht immer die optimale Steuerungsmöglichkeit.

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