Kommunikation
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Gast50741 -
12. November 2011 um 11:28
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Oft lese ich hier besonders wenn es um Welpen und Junghunde geht: " mein Hund hört nicht auf nein" Da wird nein gesagt und ignoriert und ich lese das und denke immer wo ist hier eigentlich das Problem. Es handelt sich um Welpen und Junghunde und nicht um perfekt ausgebildete reife Hunde.
Sie verstehen kein Deutsch und wissen nicht was nein bedeutet. Ignorieren sagt ihnen nur es ist ok was du tust mach doller und irgendwann hast du Erfolg.
Auch meine haben so wild gespielt als sie so jung waren und Andiamo tut es noch sehr gerne aber wir hatten damit nie ein Problem.
einem jungen Hund kann ich durch meine Körpersprache sehr gut verständlich machen was ich will und was nicht. Ein Welpe von ein paar Wochen weiß doch nicht was nein heißt warum sollte ich ihn damit zutexten?
Ich habe jetzt mal genau überlegt in welchen Situationen ich besonders das Flusenkind ausbremsen musste. Mir viel eine Situation beim bürsten ein, war gar nicht spektakulär. Er war 2 Tage bei mir und wollte unbedingt mit den Pfoten die Bürste erwischen. Ich hätte jetzt nein sagen können aber darüber hab ich gar nicht nachgedacht. Er lag ja auf der Seite vor mir also hab ich sanft aber fest seine Pfoten festgehalten und mit der anderen entspannt weitergemacht. Nach 3 Tagen war das Thema durch und der Kerl hat das Bürsten verschlafen. er ist eben gar nicht dazu gekommen "Fehlverhalten" in sein Repertoire einzubauen.
Beim toben lief es ähnlich. Ich leite das Spiel und dazu gehören auch kurze Pausen in denen man sich nur mal angrinst. Sanftes festhalten und kraulen wenn er abends im Bett nochmal aufdrehen wollte und ruhige Kuschelspiele sind bis heute auf der Tagesordnung.
Ich möchte nicht das er fremde Personen anhüpft also gab es bereits beim ersten Versuch von mir kein Nein sondern ich nahm ihn am Schlawittchen stellte in auf die Füsse und beachtete sein Gezappel nicht weiter. Für ihn ist es ganz normal geworden Fremde zu irgnorieren, einfach weil mein Verhalten immer gleich und ganz normal war und er eigentlich nur Aufmerksamkeit von mir bekam wenn er sich nur mit zuwandte.
Aus, Pfui, nein und was es da alles gibt halte ich für komplett überflüssig. Ich zeige meinen Hunden einfach nur das richtige Verhalten und vermeide "Verhaltensfehler". Im Alltag genügt für einen jungen Hund ein Abrufkommando das man in der Regel spielerisch sehr schnell und nachhaltig konditionieren kann. Damit kann ich ihn von Pfui-Dingen abrufen. Aus muss es dann nicht geben weil er nimmt ja nichts auf wenn er zu mir kommt wenn ich rufe, und nein kann ich mir sparen weil ich ihn ja gar nicht bis zu dem Fehler kommen lasse.
Das einzige das ich dafür tun muss ist, mich auf gemeinsamen Streifzügen nur auf meinen Hund zu konzentrieren. Das heißt aber nicht ihn permanent zu gengeln sondern vielmehr ständig einen Abgleich schaffen was macht mein Hund und was könnten Umweltreize in ihm für Reaktionen auslösen.
Ob das an der SL oder ohne erfolgt hängt immer von 2 Faktoren ab. a) wie schnell ist der Hund und b) ist der HF schneller in Denken und Handeln als dieser.
Und wenn ihr jetzt meint die mit ihrem Pudel kann gut reden, die sind so leichtführig und intelligent so muss ich sagen ja das stimmt aber sie sind genau aus diesen Grund nicht zu unterschätzen, denn sie hinterfragen gerne mal und denken sich "Blödsinn aus". Aber auch mit meinem Husky-Hovawart-Mix bin ich auf diese Art und Weise sehr gut zurecht gekommen und das war garantiert kein einfacher Hund.
Kommunikation mit unseren Hunden wird ja immer großgeschrieben. Bindung soll über Kommunikation aufgebaut werden und auch Gehorsam. Man darf dabei aber nicht vergessen dass unsere Hunde nicht wie wir mit Lautsprache kommunizieren sondern durch Gestik, Mimik und Taten. Wären wir alle stumm hätten wahrscheinlich sehr viel mehr Menschen wirklich gut erzogene Hunde.
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Seit Pan hier wohnt, hab ich mich immer wieder gefragt, was denn nun das Problem ist. Ein Welpe kennt die Bedeutung von nein, aus etc. nicht und ich habe es bisher auch nicht gebraucht. Er lernt es natuerlich, aber einsetzen musste ich es bisher nicht um eine Situation zu aendern.
Er bockt beim Ohren putzen..joa soll er doch. Ich hab ihn sanft festgehalten und weiter gemacht. Toll findet er es noch immer nicht, aber er lasst es ueber sich ergehen
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genau sowas meine ich. Sie sind so leicht formbar und wenn man sie ohne Gewalt nur mit Liebe und Konsequenz in die richtigen Bahnen lenkt hat man die tollsten Begleiter der Welt und darum ist man noch lange kein Wattebauschwerfer.
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Mhh, also ich fahre mit Nein..Aus..Hier & Co ganz gut, muss ich sagen. Charly hats schon als Welpe gelernt und ehrlich gesagt weiss ich nicht warum dies ein fehler ist

Klar hört er mal mehr und weniger darauf aber er ist jetzt anderthalb Jahre alt und da kommt die Pupertät hinzu....wie sollte man es sonst machen wenn er z.b. irgendwo dran geht woran er nicht darf?
Hunde orientieren sich am Tonfall..das sie die Wörter nicht verstehn ist klar...aber der Ton macht die Musik. Und das kann meiner sehr sehr gut unterscheiden.
Im Endeffekt macht es jeder so wie er für richtig hält und ich finde es gibt auch nicht "Die Methode" überhaupt.
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Mein Hund hat auch Nein und Aus gelernt und ich wende es auch an. Trotzdem interessiert mich diese Methode auch. Mich würde mal interessieren, wie man damit z.B. Mäuse jagen unterbindet, was meiner sehr gerne macht. Ich breche das mit Nein ab bzw wenn er eine im Maul hat, gibts ein Aus. Wie würde man das ohne diese Kommandos händeln? Vom Mäuseloch wegdrängen? Ich finde die Verwendung von Körpersprache sehr wichtig und mache das auch, aber in manchen Situationen weiss ich nicht, wie ich das richtig anwenden soll.
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Zitat
Das einzige das ich dafür tun muss ist, mich auf gemeinsamen Streifzügen nur auf meinen Hund zu konzentrieren. Das heißt aber nicht ihn permanent zu gengeln sondern vielmehr ständig einen Abgleich schaffen was macht mein Hund und was könnten Umweltreize in ihm für Reaktionen auslösen.
Ob das an der SL oder ohne erfolgt hängt immer von 2 Faktoren ab. a) wie schnell ist der Hund und b) ist der HF schneller in Denken und Handeln als dieser.
Kommunikation mit unseren Hunden wird ja immer großgeschrieben. Bindung soll über Kommunikation aufgebaut werden und auch Gehorsam. Man darf dabei aber nicht vergessen dass unsere Hunde nicht wie wir mit Lautsprache kommunizieren sondern durch Gestik, Mimik und Taten. Wären wir alle stumm hätten wahrscheinlich sehr viel mehr Menschen wirklich gut erzogene Hunde.
danke!
grad beim welpen oder junghund geht noch soooo vieles über körpersprache.
"nein" "aus" oder meinetwegen "käsekuchen" mögen zwar für uns menschen völlig klare begrifflichkeiten sein - aber für einen welpen bedeuten unsere worte erstmal gar nichts.
ebenso das bisschen "mühe"' dass man sich anfangs beim welpen/junghund geben sollte, um ihm die welt zu erklären - die chance, die so ein lüttes ding braucht, um überhaupt zu lernen, was gemeint ist - wie oft wird viel zu viel und viel zu schnell "erwartet" dass so ein kleinteilchen auf anhieb wissen soll, was genehme ist. aber nebenbei wird ständig übersehen, was sich da grade "anbahnen" könnte weil man mitm kopf ganz woanders ist.
geh mal mit anderen hhs spazieren - bleib stehen - sag ihnen sie sollen schnell die augen schliessen und spontan dahin zeigen, wo sich grade ihr hund befindet - und du wirst feststellen, die wenigsten liegen richtig......
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Ich hatte das nicht so verstanden, dass ein Hund das alles nicht lernen soll
Meine adulten Hunde kennen und koennen diese Kommandos. Ein Welpe kennt das Wort nicht und kann es demnach auch nicht befolgen. Ich persoenlich wundere mich immer, wie man sich bei einem rohen Hund (es gibt sicher auch adulte Hunde, die diese Worte nicht kennen) aergern o.ae. kann, weil er z.B. beim zwicken im Spiel nicht auf 'aus' reagiert.Fuer mich sind nein, aus, pfui nichts anderes als sitz, platz, steh. Es muss aufgebaut werden und der Hund muss Zeit haben, es zu verstehen.
Pan meinte anfangs, er duerfe auf meinem Bett sein, wenn ich da esse. 'Abmarsch' oder 'runter' kennt er noch nicht wirklich. Also wurde er runter'geworfen' und ihm danach mittels Koerpersprache erklaert, dass ein erneutes hochspringen weniger gut fuer ihn waere..
Ich texte den Hund da nicht mit Kommandos zu, die er eh nicht kann. Wozu auch? Um mir die Kommandos abzunutzen? -
Ja das mit dem Erlernen ist logisch. Wobei ich auch schon Menschen mit Welpen gesehen habe, die den Hund zugetextet haben, obwohl es offensichtlich war, dass er nicht verstanden hat, was sie von ihm wollen.
Kennt jemand vielleicht ein gutes Buch zu dem Thema? Also wie man Körpersprache richtig verwendet etc. Also eins, das richtig ausführlich ist.
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Zitat
Mich würde mal interessieren, wie man damit z.B. Mäuse jagen unterbindet, was meiner sehr gerne macht. Ich breche das mit Nein ab bzw wenn er eine im Maul hat, gibts ein Aus. Wie würde man das ohne diese Kommandos händeln? Vom Mäuseloch wegdrängen? Ich finde die Verwendung von Körpersprache sehr wichtig und mache das auch, aber in manchen Situationen weiss ich nicht, wie ich das richtig anwenden soll.
Ganz einfach auch wenn es nicht einfach ist: Jagdverhalten schon im Ansatz unterbinden, Alternativverhalten anbieten.
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Logisch, aber oft schwierig umzusetzen. Heute hat er plötzlich den Kopf in ein Loch gesteckt und schon hatte er die Maus. Alles so schnell, dass ich nicht mehr reagieren konnte. Sonst unterbinde ich es natürlich. Aber in dieser Situation war ich doch froh, dass wir ein Kommando fürs Ausspucken haben.
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