Meine Hunde beißen sich
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Hallo,
ich finde das Trainingskonzept, das Dir vorgeschlagen worden ist, gar nicht mal schlecht.Mehrhundehaltung ist nun mal - je nach Kandidaten - mit mehr oder weniger Management verbunden.
Gutes soziales Verhalten in der Gruppe wird positiv mit dem Clicker bestätigt, statt Konflikte immer auszuleben, bekommen die Hunde ein Alternativ-Verhalten beigebracht. Am Anfang muss man dabei als Mensch sehr viel leisten, aber mit jeder "guten" Zusammenkunft wird es von Mal zu mal einfacher. Hunde setzen sich nicht hin und denken nach, was sie jetzt doch gleich tun sollten, wenn es in der Gruppe Streß gibt, da hast Du völlig Recht. ABER - Hunde sind, wenn man sich ihre Kommunikation mal gründlich anschaut, durchaus bemüht, Konfliktvermeidung in einem Recht grossen Ausmaß zu betreiben, eben weil dies für das Zusammenleben in einer Gruppe so wichtig ist. Das funktioniert auf recht engem Raum in per Zufallsentscheid wahllos zusammengeschmissenen Gruppen nicht immer so, wie Mensch und Hunde es gern hätten und deshalb brauchen viele Hunde ein wenig Nachhilfe. Und dafür eignet sich das Trainingskonzept, das Dir vorgeschlagen wurde, sehr wohl sehr gut. Du gibst Deinen Hunden mit diesem Training ein "neues" Konfliktvermeidung-Handwerkszeug in die Pfoten. Wenn sie das erst einmal verinnerlicht haben, läuft das wie automatisch ab. Ob man dieses Alternativ-Verhalten nun Target-Training nennt, ist dabei schnurzpiepegal - wichtig ist , dass die Hunde lernen "Wenn Gruppenstress entsteht, hört dieser sofort auf, sobald alle Hundis sich auf ihren Platz zurückziehen".Das geht.
Bei uns gab es vor einem Jahr noch eine alte, tüdelige, fast blinde, f ast taube Hunde-Omi, die nachts gewandert ist und damit alle anderen Hunde "genervt" hat. Weil die Omi das warnende Brummeln der anderen ja gar nicht mehr mitbekam, hatten wir ein Problem. Genau so lange, bis wir den anderen Hunden beigebracht hatten, einfach wegzugehen, wenn die Omi ihnen zu nahe kam. Dazu gabs einfach noch ein paar Couchen und Sessel mehr, so dass die fitten Hunde sich auf "höhere Ebenen" zurückziehen konnten. Problem gelöst und zwar ohne Gefahr für die Hunde-Omi.Statt Hunde, die irgendein Problem miteinander haben, komplett zu trennen, ist es durchaus oft wesentlich sinnvoller, sie auf Sichtkontakt per Hundegitter zu trennen, damit sie nicht jedes Mal, wenn Ihr übt, komplett "neu" in die Gruppensituation gebracht werden. Eine völlig komplette Trennung - möglicherweise noch über Wochen - würde ich bei unseren Hunden nur in wirklich extremen Fällen durchziehen.
Aber soooooo extrem finde ich Eure Problematik nicht.
In dem Moment, in dem Du doch schon weisst, dass eine Konfliktsituation da ist, kannst Du doch auch bereits regulierend eingreifen. Wenn Dein einer Hund Stress hat, weil er nicht an Dich herankommt, hast Du verschiedene Möglichkeiten. Zum einen können HUnde lernen, abzuwarten, bis sie dran sind. Dann bringen sie sich nämlich gar nicht erst in solche Situationen. Zum anderen können Hunde lernen, sich leidlich gesittet aufzuführen, wenn alle gleichzeitig "dran" sind, was Begrüßen, Schmusen, Leckerlis angeht. Dabei muss ja nicht rumgewuselt werden, wie auf einem Ameisenhaufen, das geht ja auch in aller Ruhe.Für relativ " normale" Hunde, wie Deine, sei Dir das Buch "Einmal Meutechef und zurück" von Patricia McCornell ans Herz gelegt - da gibt es einige Tipps zum Management von Hundegruppen.
Auch "Hundereich" von M. Cordt ist sehr aufschlussreich - für Eure Problematik aber fast schon ne Nummer zu "groß".Ich glaube, Du überschätzt momentan einfach den Zeitfaktor, den es braucht, um mit einigen gezielten Management-Manahmen wieder Ruhe in Deine 3-er-Gruppe zu bekommen.
Probier die Tipps der Hunde-Psycho-Frau einfach mal 14 Tage aus. Und zwar nicht mit der derzeitigen "na super-Stimmung", sondern etwas optimistischer.....
- ich kann mir vorstellen, dass Ihr nach ein paar Tagen bereits deutliche Besserungen sehen könnt...LG, Chris
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14. November 2011 um 09:25
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LG Steffi mit Buddy
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Hallo,
richtig erkannt mit den Targets Steffi

Also, es ist nicht so dass sich mein Großer völlig unkontrolliert auf den Kleinen stürzt!
Er beißt ja nur, wenn der Kleine seinen Individualabstand nicht einhält und auf die "Vorzeichen" nicht reagiert. Bevor es immer dazu kam, ging der Große immer zurück, wich aus, dreht den Kopf weg, kam der Kleine trotz allem ran, passierte es halt wieder.Tja, nun kam gerstern ihre Trainingsmethode per Mail...ganz ehrlich ich find´s mehr als allbern!
Ich soll den Hunden Entspannungswörter beibringen, sodass sie sie auf Komando entspannen , also ruuuuuhig, eeeeesay oder relaaaaaaaax
Dann soll ich ein mit Duftöl getränktest Tuch um die Hunde binden was die Entspannung unterstützen soll, dass beide Hunde entspannt sind und fühlen, wenn sie sich begegnen!Nach dem ganzen haben ich auch mit vielen Bekannten gesprochen, die auch mehrere Hunde haben und das über Jahre und die meinen unabhängig von einander alle das gleiche, was auch wesentlich schlüssiger und logischer für mich klingt!
Die drei bilden nun ein neues Rudel, welches sich erstmal ordnen muss...da heißt es geduld haben und wachsam sein. -
das trainieren auf die Entspannungswörter ist nicht albern.
Über Duftöl, naja, so weit würde ich nicht gehen.
Den Beitrag von chris finde ich sehr gut.Also, es ist nicht so dass sich mein Großer völlig unkontrolliert auf den Kleinen stürzt!
Er beißt ja nur, wenn der Kleine seinen Individualabstand nicht einhält und auf die "Vorzeichen" nicht reagiert. Bevor es immer dazu kam, ging der Große immer zurück, wich aus, dreht den Kopf weg, kam der Kleine trotz allem ran, passierte es halt wieder.und hier fehlt es vor allem an deiner Reaktion.
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Wenn ich dabei bin, ist auch alles soweit ok und es eskaliert auch nicht, weil ich nun weiß, worauf ich auf welche Ankündigungen achten muss. dann schicke ich den Großen nett in seine Box, die geschützt steht und den Kleinen nett auf seine Decke, die unterm Vordach im Windfang liegt wenn es brennzlich wird, aber es war ja auch als ich nicht bei war und jeder seine gewohnten Rückzugsmöglichkeiten hatte!
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Zitat
Hallo,
richtig erkannt mit den Targets Steffi

Also, es ist nicht so dass sich mein Großer völlig unkontrolliert auf den Kleinen stürzt!
Er beißt ja nur, wenn der Kleine seinen Individualabstand nicht einhält und auf die "Vorzeichen" nicht reagiert. Bevor es immer dazu kam, ging der Große immer zurück, wich aus, dreht den Kopf weg, kam der Kleine trotz allem ran, passierte es halt wieder.Tja, nun kam gerstern ihre Trainingsmethode per Mail...ganz ehrlich ich find´s mehr als allbern!
Ich soll den Hunden Entspannungswörter beibringen, sodass sie sie auf Komando entspannen , also ruuuuuhig, eeeeesay oder relaaaaaaaax
Dann soll ich ein mit Duftöl getränktest Tuch um die Hunde binden was die Entspannung unterstützen soll, dass beide Hunde entspannt sind und fühlen, wenn sie sich begegnen!Nach dem ganzen haben ich auch mit vielen Bekannten gesprochen, die auch mehrere Hunde haben und das über Jahre und die meinen unabhängig von einander alle das gleiche, was auch wesentlich schlüssiger und logischer für mich klingt!
Die drei bilden nun ein neues Rudel, welches sich erstmal ordnen muss...da heißt es geduld haben und wachsam sein.Hmhh, die Option: Sperr die drei in ein Zimmer, schau wer heile rauskommt und richte schonmal nen Scheck her für die nächste Tierarztrechnung ist mit Sicherheit die mit dem geringsten Aufwand für Dich. Das ist dann "das Rudel ordnet sich neu".
Scheint aber doch nicht das zu sein, was Du willst, steht jedenfalls in Deinem EP.
Die Alternative ist, dass Du die Zusammentreffen managst. Dafür müsstest Du aber immer an Ort und Stelle sein und die drei ständig im Auge haben. Das ist schwierig bis unmöglich. Deshalb erarbeitest Du Dir als Hilfsmittel die Targets. Die sind nichts anderes als eine Art automatisierter Notfallplan für Deine Hunde, bevor es knallt.
Jetzt hast Du die Wahl: bist Du der Sklave Deiner Hunde, der sie dauernd observiert und, wenn er versagt, Geld beim Tierarzt auf den Tisch packt - oder verinnerlichst Du bei den Dreien diesen Notfallplan = Rückzug?
Dazu kommt das Lernen von Entspannung und Geduld. Das ist sozusagen das "Sicherheitspolster" an der Geschichte - es ergibt sich ein zeitlicher Raum, in dem sich manche Konfliktsituationen von selbst auflösen werden.
Es auszuhalten bis es vorbeigeht ohne aktiv zu werden (den anderen Hund anzugehen).Wahrscheinlich dabei ist auch, dass der Große toleranter im Umgang mit dem Kleinen wird. Der Kleine nervt, mißachtet. Entweder er schmeißt in sofort aus seiner Individualzone raus - oder er hat die Geduld erstmal abzuwarten bis sich das Problem von alleine erledigt, und sei es, weil der Kleine merkt: den bring ich nicht aus der Ruhe.
Durch diese Entspanntheit, die der Große an den Tag legt, qualifiziert er sich wiederum bei dem Kleinen. Souverän zu sein ist eine Führungsqualität. Damit schlägst Du zwei Fliegen mit einer Klappe.
Deshalb finde ich den Trainingsplan gut. Erstmal Ruhe in die Gruppe bringen, klare Regeln definieren (Targets) und gleichzeitig die Frustrationstoleranz erhöhen (Entspannung, Geduld).
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Zitat
Die drei bilden nun ein neues Rudel, welches sich erstmal ordnen muss...da heißt es geduld haben und wachsam sein.Naja, aber ein wirkliches "Rudel" als Bezeichnung für eine natürlich gewachsene soziale Gruppe habt Ihr ja nun nicht...
Ihr habt eine "wahllos zusammengewürfelte Gruppe" von drei noch ziemlich jungen Hunden.
Es da drauf ankommen zu lassen, dass sich eine Gruppenordnung quasi wie von selbst einstellt, halte ich für recht gewagt. Meins wär das nicht.
Bei uns ist es vielmehr so, dass die Regeln, die für das Funktionieren unser recht bunt gemischten Gruppe von uns Menschen vorgegeben werden.
Die Grundregeln sind ziemlich übersichtlich - die lautet nämlich einfach nur, dass alles, aber auch wirklich alles hier sehr gesittet abläuft.Klar, man KANN Hundegruppen auch nach dem Rudel-Konzept halten.
Dann muss man dies aber auch mit allen Konsequenzen tun - auch dann, wenn die Hunde alt, verletzt, gebrechlich, besonders betreuungsbedürftig sind...da muss man dann damit leben, dass Hunde oft sehr rabiate Entscheidungen treffen.
Mir persönlich kommt es unpraktisch und nicht besonders alltagstauglich vor, nach Rudelstrukturen mit meinen Hunden arbeiten zu müssen. Dann müßte ich ja, bevor ich einem rangniedrigen Hund ein Leckerchen gebe, erst mal alle anderen abfüttern...sonst gibts Stress unter den Hunden...bevor ich einen rangniedrigen Hund zu mir hole, erst mal die anderen, bevor ich ihn streichel, erst mal die anderen....das haut hier bei uns nicht hin.Wo das "Rudelkonzept" auch recht problemlos funktionieren mag - bei Hundezusammenstellungen, die sich wesentlich mehr unterscheiden, als Eure drei Jungs, die altersmäßig arg nah beieinanderliegen und allesamt noch ziemlichg grün hinter den Ohren sind... da, wo es einen Hund in der Gruppe gibt, der zur "Führungskraft" taugt, mag das hinhauen. Bei solchen Konstellationen wie bei Euch, hätte ich ziemliche Bedenken. Eure sind zu nah beieinander - sowohl vom Wesen her, als auch vom Alter her, als auch von der "Lebenserfahrung".
Ein funktionierendes Entspannungssignal für das Zusammenleben einer Hundegruppe, ist ein Segen! Auch das ist durchaus ein sehr vernünftiger Trainingstipp!
Auch "kleine Helferlein", wie Duftöle (zugegeben, wär auch nicht meins
...), Bachblüten, etc.pp. können durchaus hilfreich eingesetzt werden. Wobei ich auch da finde, dass Eure Problematik noch recht übersichtlich ist und mit einigen Management-Manahmen durch Euch gut in den Griff zu bekommen sein sollte.LG,
Chris -
Ihr scheint mich falsch verstanden zu haben!!!
Ich lasse meine nicht zusammen einfach und schaue was raus kommt nach dem Rudelprinzip.Haben den Hof jetzt abgezäumt, sodass beide Partein freilaufen können, sich durch den Zaun sehen aber halt nicht zusammen kommen!
Mal sehen, wie ich die Situation für alle so angenehm wie möglich gestalte.
Auf jeden Fall werde ich weiterhin berichten -
Zitat
Tja, nun kam gerstern ihre Trainingsmethode per Mail...ganz ehrlich ich find´s mehr als allbern!
Ich soll den Hunden Entspannungswörter beibringen, sodass sie sie auf Komando entspannen , also ruuuuuhig, eeeeesay oder relaaaaaaaax
Dann soll ich ein mit Duftöl getränktest Tuch um die Hunde binden was die Entspannung unterstützen soll, dass beide Hunde entspannt sind und fühlen, wenn sie sich begegnen!
Ich hab ehrlich gesagt schon blödere Tipps von Trainern gehört und finde diesen Ansatz hier gar nicht so schlecht. Du musst bedenken, dass die Art und Weise, wie du bisher mit den Tieren umgegangen bist, nicht zum Erfolg führte. Um das Verhalten deiner Hunde zu ändern, musst du dein eigenes Verhalten auch ändern, auch wenn sich das erstmal seltsam anfühlt und nicht der eigenen "normalen" Vorgehensweise entspricht (was aber unumgänglich ist, um Veränderungen zu erzielen). Von daher bin ich Chris' Meinung: probier es mal aus und schau, was passiert. Da das vorgeschlagene Training auf positiver Bestärkung basiert ist das schlimmste was dir passieren kann, dass es nicht funktioniert.Bei mir im Bekanntenkreis gibt es ein ähnliches Problem und der HH fragte mich um Rat. Von daher bin ich sehr gespannt, wie es bei dir weiter geht :-)
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An sich sind sich meine Hunde gegenüber nicht aggressiv, überhaupt nicht. Ich denke und glaube einfach, dass sie mit der neuen Wohnsituation noch nicht klarkommen. Jedenfalls der Große noch nicht, obwohl ich drauf geachtet habe dass er wie auch bei den vorherigen Wohnungswechsel, gleich eine ruhige Ecke mit seiner Box als Rückzug hat.
Der kleine kommt erstaunlich gut zurecht. und möchte, so wie es immer war auch mal mit dem großen kuscheln. Was dem aber derzeit zuviel ist. Ich denke, dass das Kommunikationsproblem in der Vergangenheit liegt. Der Große hat den kleinen immer gewähren lassen, sodass der kleine nie Rücksicht beim Großen gelernt hat. Bei jedem anderen Hund, so auch bei den dritten, hält er sich an "die Regeln".
Von daher werde ich den Tipp mit dem Clicker ausprobieren. Aber wenn ich dabei bin, entschärfe ich die Sache so oder so schon vor ihrer Entstehung! -
Hallo nochmal,
das mit dem falsch verstehen ist aber auch leicht, wenn man nur das Geschriebene vor Augen hat!
Mag wohl sein, dass ich die Beschreibung dessen, was Deine Bekannten so denken, zu sehr in Richtung "ach, lassen wir die Hunde einfach mal machen" interpretiert hab, ich habs auch etwa so verstanden:
"Sperr die drei in ein Zimmer, schau wer heile rauskommt und richte schonmal nen Scheck her für die nächste Tierarztrechnung ist mit Sicherheit die mit dem geringsten Aufwand für Dich. Das ist dann "das Rudel ordnet sich neu".
Das liegt wohl daran, dass in der wirklichen Welt ziemlich viele HH rumlaufen, die "die machen das unter sich aus" auf ihren Fahnen stehen haben...
Deshalb wäre mir der Satz "Die drei bilden eine neue Gruppe, die DU erstmal neu ordnen musst" verständlicher.
So, wie Du bereits angefangen hast, ist es doch schon sehr gut - ein wenig "Management" von den Zweibeinern, was leichter fällt, wenn mensch ein wenig sensibilisiert ist und gleich die ersten Ansätze bearbeitet. Dein - nettes !!!! (und das ist wirklich wichtig, kein Hund verliert in Konflikt-Momenten gern sein "Gesicht" - in die Box/auf den Platz schicken ist ja im Grunde das, was die Hunde-Psycho-Frau mit den Target-Übungen erreichen wollte und ob man nun per Clicker bestätigt (was ab einer bestimmten Anzahl an Hunden schwieriger wird) oder per Bestätigungs-Wort/-Signal/-Geräusch ist reine Geschmackssache.
Leicht hat man es als Mensch, wenn die Hunde ihre Konflikte lediglich dann aufkommen lassen, wenn es um die Ressource Mensch geht. Das ist meist recht einfach zu regeln. Wenns bei Euch aber auch zu Problemen der Hunde untereinander kommt, wenn Ihr gar nicht im Spiel/anwesend seid, wäre noch die Frage, worum es dann gerade geht. Das ist ziemlich wichtig, damit man diesen Faktor in der nächsten Zeit aussen vor lassen kann, bzw. unter "kontrollierten" Bedingungen üben kann. Manche - von uns Menschen mangels Anwesenheit gar nicht direkt beeinflussbare Situationen, können nach ein wenig Üben, Bestätigen, Alternativverhalten lernen, tatsächlich "wie von selbst" ebenfalls von den Übungen profitieren, weil die Hunde Verhaltensweisen, die zur Konfliktentschärfung in dem einen Moment beitragen, gern auch mal in anderen Momenten ausprobieren. So kann man also auch in menschlicher Abwesenheit dahinkommen, dass in einer Hundegruppe, in der - als Beispiel - Spielzeug eine wichtige Ressource waren, nach einiger Zeit des Managements das Spielzeug auch wieder liegen bleiben kann, wenn die Menschen nicht anwesend sind.
Hast Du denn in der Richtung irgendeine Vermutung?´'Wenn nicht, könnte man mal per Webcam oder so Mäuschen spielen.
Nochmal zum Entspannungssignal - meine Hunde haben jeder ein "eigenes" und meine Hundegruppe hat noch ein Extra-Wort (nämlich "locker bleiben, Jungs..."
), wenn wir draussen unterwegs anderen Hunden begegnen. Die Dynamik, die entsteht, wenn ein eingeschweisstes Hunde-Team auf Fremdhunde trifft, darf man nämlich auch nicht unterschätzen. Da können die sich daheim aus dem Weg gehen und gar nicht so dicke miteinander sein - das ändert sich aber schlagartig, wenn fremde Hunde ins Spiel kommen und möglicherweise gar noch stänkern - da gilt dann einer für alle und alle für einen...Wie schon geschrieben - das Konzept, das Dir vorgeschlagen wurde, ist durchaus sehr praxisnah und taugt auch was.
Ich gestehe, mit der Nomenklatur der Psychologen auch ein wenig meine Problemchen zu haben... wenn man einiges aus den Vorschlägen einfach in was ganz Bodenständiges umbenennt, liest sich das auf einmal schon ganz anders und gar nicht mehr albern angehaucht.Ich drück Euch die Daumen, dass Ihr bald eine deutliche Besserung seht und es wär prima, wenn Du ab und an eine rückmeldung gibst!
LG, Chris
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