Ausbildung zum Ausbilder :)

  • Hallo Ihr da draussen.

    Ich habe mich eben schon kurz vorgestellt, und möchte mal meine aktuelle situation schildern, denn die ist der grund, warum ich mich hier angemeldet hab:
    ich bin 38 und habe all diese jahre mit hunden gelebt. während der letzten 15 jahre habe ich zudem gezüchtet, und in der folge sehr viel über die problematik des zusammenlebens "hundeunerfahrener menschen" mit hunden erlebt. mir hat es sehr viel freude gemacht, den hundeneulingen hilfreich zur seite zu stehen, und darf mit ein bisschen stolz vermelden, dass ich bis auf einen einzigen hund niemals einen welpen wegen irgendwelcher unlösbaren probleme wieder aufnehmen musste.
    wie auch immer. ich stehe jetzt vor der frage, was ich in meinem "fortgeschrittene alter" aus meinem leben mache.
    sozusagen "was will ich mal werden, wenn ich alt bin?"
    Ich denke also darüber nach, mich zum hundausbilder/trainer ausbilden zu lassen...
    Da steh ich gleich vor dem nächsten Problem, dass ich hier ganz sicher auch nicht lösen kann: WER ist der "Hundepapst" dessen Philosohie ich mich anschließen will?
    Rütter, Nijbor, Polch...alle auf ihre Weise beeindruckende Menschen, die wissen was sie tun, und ihre Anhänger haben...aber irgendwie.... Denke ich grundsätzlich oft:
    ´
    Überfordern diese zweifellos erfahrenen und fachkundigen Menschen nicht ihre Kunden? Welche Mutter von 3 Kindern kann und will stundenlang einen Futterbeutel unterm Kinn geklemmt den Hund beobachten? Versteht ihr was ich meine? Im Grunde geht es ja bei diesen ganzen oft Publikums und tv-freundlichen dingen nicht in ersterlinie um alltagstagliche Hilfen....
    Ich denke, es wäre angebracht, die Latte insgesamt langsam mal wieder etwas tiefer zu hängen, und im Auge zu behalten, dass im heutigen Mensch Hund rudel ein einfacher und praktizierbarer Weg gefunden werden muss, BEIDEN teile, also Mensch und Hund ein zufriedenes Miteinander zu ermöglichen... Und das GEHT, im Grunde sogar recht leicht...auch ohne Futterbeutel - (der macht sicher Sinn, aber leute wie ich, die schon den Einkaufszettel IMMER vergessen ist es ein unlösbares Problem, an dieses ding zu denken - IMMER)

    Wo war die Frage... genau: Welche erfahrungen habt ihrgemacht... Habt ihr Trainer in Anspruch genommen, und wie war der Erfolg? Was hat Euch geholfen, oder überfordert...
    Wonach habt ihr die Trainer ausgewählt?

    Bin neugierig, was Ihr schreibt!
    Sabine

  • Die Fragen sind nicht einfach zu beantworten:

    Nicht jeder Trainer passt zu jedem, nicht jedes Training passt zu Hund oder/und Hundebesitzer.
    Ich denke, nimm von jedem etwas und modifiziere es darauf, was du auch wirklich vermitteln kannst. Authentizität ist das wichtigste, die Hunde lassen sich nicht täuschen!

    Ich bin zwar was "Trainerverschleiß" anbetrifft aus der Pferdeszene, aber jeder Ausbilder hat mir ein wenig weitergeholfen und wenn ich in seinem Seminar nur gelernt habe, ein Pferd auf den Hänger zu verladen. Zuletzt blieb ich bei einem hängen und das nun schon seit 16 Jahren. Die Methode passt, die Chemie stimmt und wir kennen unsere Schwächen.

    DEN Ausbildungspapst im Hundewesen/Pferdewesen gibt es m.E. nicht!

    Also Erfahrungen sammeln, Gedanken austauschen und üben, üben, üben..

    Viel Erfolg!

    Grüßle, Susanne

  • Danke Susanne!

    Das seh ich genau wie du, nur möchte ich ja nicht einer der vielen selbsternannten hundtrainer sein, sondern schon fundierte ausbildung vorweisen, da liegt ja der hase im pfeffer... Ich hab einige WE-seminare besucht, u.a. bei nijbor... ein brillianter menschenversteher, finde ich, auch wenn ich genau wie viele andere gerade bei ihm die Umsetzbarkeit oft nicht sehe, im NORMALEN alltag vieler hundhalter...(und an manchem auch zweifele)

    ich denke aber jedenfalls, dass jemánd der hund trainieren will, professionell, auch im umgang mit agressiven oder verhaltensauffälligen hunden geschult sein muss, denn sonst ist diese verantwortung nicht zu tragen.

    Gibt es noch andere Foris, die vielleicht selber Trainer sind, oder wissen, wo IHRE Trainer gelernt haben?

  • Hallo Sabine,

    ich denke, das muss jeder für sich entscheiden.
    Ich bin selbst Ausbilderin im DVG.
    Das hält mich jedoch nicht davon ab, mich von Rütter & Co. "belehren" zu lassen.

    Ich denke, all diese namhaften Hundetrainer können Dir einen Weg zeigen, ob und wie Du ihn gehst, entscheidest letztendlich Du ganz alleine.

    Ich habe selbst bisher noch keinen Trainer in Anspruch nehmen müssen, aber was mir wichtig wäre bzw worauf ich auch achte:

    - Wie ist das Team heute drauf? Sind sie beide gut gelaunt und freudig bei der Sache, kann man eine Übungseinheit sicherlich etwas verlängern. Ist einer von beiden mies drauf, wird die Übunsgeinheit stark verkürzt. (Hauptsache, es gibt einen kleinen Erfolg am Ende) oder es wird gleich abgesagt. (Meist, weil FRauchen/Herrchen schlechte Laune hat und sich das auf den Hund überträgt. Das bringt dann einfach nix)

    - Überforderung ist ein ganz wichtiges Thema. Merkt man leichteste Anzeichen einer Überforderung beim Mensch oder Hund ist die Übung vorbei. Denn es bringt nix, jemanden zu überfordern, da er dann eh nicht mehr bei der Sache ist.

    - Der wichtigste Punkt ist erstmal das TEAM. Beide müssen zu einem Team heranwachsen. Erst dann kann man Probleme bewältigen. Es soll beiden Spaß machen und beide müssen sich auf den anderen verlassen können. Ist diese Bindung nicht gegeben, wird das eigentliche "Problem" nur sehr schwer, wenn überhaupt, zu bewältigen sein.

    Zum Futterbeutel: Deshalb gibt es bei mir kaum ne Jacke, die keine Leckerchen in der Tasche hat :D Nen Beutel würde ich auch vergessen. ;-)

  • HIHI...MIRI!

    JA...Leckerli lose in der Tasche...und das zusammen mit dem Kleingeld...gerade heute hat die Kassiererin bei Aldi wieder etwas irritiert geguckt, als ich ihr n Leckerli statt 10 cent reichte...ist dann gern auch mal etwas peinlich :)

    Wo hast du denn die Ausbildung gemacht?
    Gibts da n link, damit ich mal schauen kann?

    Grüße
    Sabine

  • Die läuft über den DVG/VDH. Als Aussenstehender kannste da nicht einfach Trainer werden. Du musst Mitglied im DVG sein. Zudem musst Du als "Trainer-Anwärter" dem DVG gemeldet sein. (Schließlich geht es ja auch um die praktische Erfahrung direkt auf dem Platz)

  • AHHH...VDH.

    interessant. leider bin ich da nicht mitglied. Habe lange Bulldoggen gezüchtet, aber in der dessidenz-und das ganz bewusst, weil die züchter dieser rasse im vdh einfach nicht das züchteten, was ich verantworten wollte. aber das ist ein anderes thema, und stellt auch keine kritik an dem verein dar, den ich durchaus sehr schätze.
    meine pudeldame hat aber auch uci papiere, und würde damit dort vermutlich auch kritisch gesehen....

    kannst du mir denn tipps geben, an wen ich mich für einen erstkontakt wenden könnte, um mich mal persönlich zu informieren?

    gibt es kontaktpersonen im raum Bonn?

  • bitte lasst das thema nicht schon einschlafen! mir liegt sehr viel an rat und meinungen!!!

    wer hat denn ne hundeschule von euch? gern auch als PN an mich wenden, mich interessiert das thema sehr!!!

Jetzt mitmachen!

Du hast noch kein Benutzerkonto auf unserer Seite? Registriere dich kostenlos und nimm an unserer Community teil!