Leinenziehen: Weitere Ideen gesucht

  • Unsere Amira hat recht schnell begriffen was wir von Ihr wollten... Wir haben sie ja noch nicht lang jedoch war schnell klar das sie Leinen garnicht kennt, sie war nicht agressiv oder hat versucht sie los zu werden aber sie hat sich immer voll in die Leine geworfen... gut, dann probierten wir es direkt ab der zweiten Woche mit einer Schleppleine und Geschirr, der Befehl "bei Fuß" wurde eingeführt!

    Wir haben die Schleppleine dann auf dem Boden gleiten lassen und "Bei Fuß" gesagt, ist sie bei Fuß gegangen gabs Lob (und Leckerlie), ist sie das nicht gabs nen Tritt auf die Leine und sie blieb stehen... (das würde ich aber nur bei einem Geschirr machen, beim HB weis ich nicht ob das so gut ist). So wurde der Befehl recht schnell gelernt. Danach haben wir sie die volle Leinenlänge ausnutzen lassen und den Befehl "langsam" eingeführt! Sobald sie an der Leine gezogen hat kam der Befehl und wir sind stehen geblieben bis sie von alleine gemerkt hat "Es geht nicht weiter wenn ich ziehe...", als wir gemerkt haben das es an der langen Leine (15 Meter) klappt haben wir auf 13 Meter verkürzt, das selbe Spiel... so ging das immer weiter bis wir eine kurze Leine nehmen konnten. Inzwischen klappt es mit Schleppleine, mit kurzer Leine oder auch im Wald) ohne Leine... Dazu muss man allerdings sagen das das "nicht ziehen" nur im Wald klappt bisher. Im Dorf oder in der Stadt hat unsere nämlich aufgrund der Vorgeschichte noch große Angst, da kann man dann auch 2 Stunden stehen bleiben und sie zieht weil sie weg möchte. das ist aber ein psychisches Problem was wir auf eine ganz andere Weise angehen...

    Wichtig ist wohl das man Befehle und "Konsequenzen" sofort umsetzt! Nicht lange reden oder sich aufregen, das muss sofort bei unerwünschtem verhalten passieren, wenn sie erstmal merkt "oh, ich kann ja doch länger an der Leine ziehen" ist man wieder am Anfang. Es soll wohl auch klappen ein Leckerchen in der Hand zu halten und eine Faust zu machen, das hält man dem Hund vor die Nase und wenn er länger mit dem Befehl "Fuß" am Bein klebt bekommt er es... Ich weis aber nicht ob es klappt da unsere kaum Leckerlies nimmt, wenn sie aufgeregt ist oder sich vor irgendwas erschreckt ist es dann ohnehin ganz vorbei ;) Da muss man schauen was der eigene Hund am besten "verträgt".

    Liebe Grüße

    Edit: Wenn jetzt jemand von dem "armen Hund der ist ja sicher totaaaal verängstigt gewesen als ihr auf die Leine getreten seit, der arme..." es war nicht so, sie hat uns angeschaut, überlegt, mit der Rute gewedelt und wusste was falsch gelaufen ist...

  • Das Problem mit der Leinenführung hatte ich auch, gibt ja irgendwo noch einen Beitrag dazu, jedenfalls auch alles probiert von anderer Richtung, Richtungswechsel, Leckerlie usw. Das einzige was bis dato geholfen hat war den Hund konsequent kurz zu halten so das er direkt links neben mir läuft ohne Stop bis ich ihn von der Leine lasse.

    Das habe ich ca. 3-4 Tage praktiziert und seitdem klappts. Kostet auch nicht soviel Kraft wie wenn er bei 2-3 Meter voll in der Leine hängt und den Richtungswechsel macht man automatisch mit. Learning by Doing ohne Würger ohne Stachelhalsband.

  • Hallo ! :hallo:

    Also ich würde es so machen, dass ich die übliche Methode mit Richtungswechsel und Stehen bleiben mit der Methode "Geschirr= Ziehen, Halsband = an lockerer Leine gehen" kombinieren würde.

    Hier ein kleines Video zu der "Halsband- Geschirr" Methode:

    http://www.youtube.com/watch?v=dTdWjqJnXOE

    (Da gibt es auch einen zweiten Teil zu. ;) )

    Finde das da eigentlich ganz gut erklärt und finde es vorallem im Alltag ziemlich praktisch, weil man die konsquente Durchsetzung der Leinenführigkeit manchmal nicht durchsetzen kann- was bei anstehenden Terminen zum Beispiel der Fall ist. Das erspart Halter und Hund eine Menge Stress und minimiert auch die Zeit die man zum Erfolg braucht, die Übungszeit ist klar gekennzeichnet und man muss eben nicht immer und ständig zu jeder Zeit das Training durchziehen.

    Die Methode am Halsband sollte kann dann Stehen Bleiben oder auch Richtungswechsel sein, oder auch ähnlichd er Methode in dem Video ein Erreichen des Fressnapfs bei lockerer Leine. Das Prinzip ist generell das gleiche:

    Der Hund wird durch das gehen an lockerer Leine belohnt, er kommt durch vernünftiges Gehen zu seinem Ziel, dabei ist das weiterlaufen dürfen, wenn die Leine locker ist selbstbelohnend und das Prinzip wird auch bei der Fressnapfmethode in dem Video gezeigt.

    Der Hund merkt recht schnell- nur wenn ich ordentlich gehe, komme ich zu meinem Ziel. Dann noch gezielt bei lockerer Leine belohnen zum Beispiel mit Clicker und der Hund begreift was Du von ihm willst.

    Wenn man an dem Halsband dann immer konsquent die Leinenführigkeit durchsetzt ist man dem Ziel sehr nahe. ;) :)

    Liebe Grüße!

  • Ich hab grad wenig Zeit, deswegen kann ich nicht ausführlich schreiben, aber such doch mal hier im Forum nach "Balanceleine". Müsste entweder im Junghunde-Kummerkasten oder -Laberthread zu finden sein, da hab ich das mal beschrieben und Fotos dazu eingestellt. Hat uns an der Leine sehr viel weiter gebracht! :smile:

  • Oh- da fällt mir auf, ich habe vergessen dazu zu schreiben, dass ich persönlich generell das Geschirr zum Ziehen und das Halsband zum üben der Leinenführigkeit vorziehen würde - also anders als in dem Video.

    Ziehen am Geschirr ist einfach nicht ganz so schädlich für den Hund wie das Ziehen am Halsband.

    :smile: =)


    (Mein 1000ter Beitrag. :D =) )

  • Es gibt immer derjenige der zieht und der andere der sich ziehen lässt.
    Bei mir wird nicht gezogen, nie, da werde ich stur wie ein Büffel und standhaft wie ein Baum.
    Meine Hunde haben gelernt auf das Leine anspannen sich den Druck selber wegzunehmen. Das setzt aber voraus, dass das Ende der Leine selbst nicht zieht und Gegendruck macht. Heißt sobald Hund nachgibt, fällt die Leine als hätte ich mir die Hand verbrannt.
    Wenn Hundi das doch mal vergiesst, gibt es einen kurzen Impuls und zwar bevor sich die Leine spannt.
    In einem solchem Moment, kann ich mit wenigen Mitteln den Hund sanft korrigieren, wenn der Hund aber schon in der Leine hängt ist das Kind schon in den Brunnen gefallen und ich muss massiv einwirken.
    Daher kann ich nur raten, erkenne was Dein Hund vorhat und reagieren bevor Dein Hund es tut.
    Wenn Dein Hund schon aus dem Kofferraum springt und zum nächsten Baum zerrt, wäre ich drauf gefasst, würde die Leine lang lassen und eben mit dem Boden verwurzeln und solange stehen wie der Hund braucht herauszufinden das es nix bringt und das spiel kann ich treiben bis zum St.Nimmerleinstag.

  • Das klingt alles so schön, aber was machst du, wenn dein Hund sich aufs Stehenbleiben selber korrigiert an deine Seite, nur um dann nach dem Lob genauso schnell und zügig weiterzulaufen, sodass er wieder vorne ist und du wieder stehen bleibst...?

  • Zitat

    @Najira: Wie lange hast du mit deiner Methode gebraucht, bis es wirklich und fest drin war?
    Hast du verschiedene Halsbänder bzw. Geschirre verwendet oder nen Kommando eingeführt?


    Das Grundprinzip des Nachgebens hat er in wenigen Tagen verstanden. Dass dies auch unter steigender Ablenkung gilt, war und ist eine langwierige Sache - bei rennenden Katzen und Eichhörnchen sind wir noch heute (fast ein Jahr später) nicht soweit..... :hust: Dummerweise hat er mein Stehenbleiben nun zum Signal gemacht, die Leine locker zu machen - ich hätte das lieber auch im Gehen und bin am umkonditionieren.

    Kommando habe ich keines, ausser wenn ich ein lockeres Fuss will. Am Halsband kommt er mit Ziehen nicht voran, Punktum. Da er ein extremer Sturkopp ist, glaubt er das auch nach Zigtausend vergeblichen Versuchen noch nicht wirklich. :o0:

  • Zitat

    Das klingt alles so schön, aber was machst du, wenn dein Hund sich aufs Stehenbleiben selber korrigiert an deine Seite, nur um dann nach dem Lob genauso schnell und zügig weiterzulaufen, sodass er wieder vorne ist und du wieder stehen bleibst...?

    Die Möglichkeit kriegt er gar nicht, den ich will gar nicht weiterlaufen, sondern nur einen Schritt machen..oder zwei..
    Ich bringe ich meinen Hund auch bei auf Leinenzug von oben sich hinzusetzten.
    Also hinsetzen, zwei Schritte weiter hinsetzen...etc..
    Wobei ich annehmen und nachgeben wirklich immer übe. Der Hund soll den Unterschied merken und lernen, eine durchhängende Leine ist so viel schöner, vor allem auch beim gehen und nicht nur im stehen.
    Ich lasse die Leine lang und nehme sie immer wieder an, sobald Hund nachgibt und näher zu mir kommt, fällt die Leine wieder locker runter usw..
    Bei Kollegen die meinen sie können lospreschen ohne Rücksicht auf Verluste arbeite ich mit einem kurzen Impuls, aber im richtigen Moment, also bevor der Hund in der Leine hängt.
    Ziehen dulde ich da nicht. Da kann ich absolut konsequent sein. Deshalb hatte ich wohl auch nie Probleme mit ziehenden Hunden.

  • Quirina, wieviele Monate bist du bereit, mit einem Hund nie mehr als 2 Schritte vor's Haus zu gehen? Oder hast du auch unterschiedliche Rituale, wenn du mit Hund mal wohin musst (Bsp TA)? Was, wenn er wegen fehlender Bewegung beginnt, am Rad zu drehen?

    Mein Hund hat sehr schnell durchschaut, wenn ich gar nicht weiterlaufen will. Ziehen tut er fast nur noch, wenn ich ein Ziel habe. Was ich nicht immer vermeiden kann, und eigentlich möchte ich ja einen Hund, der auch bei zielstrebigem Gehen nicht zieht. So wie alle meine Hunde vorher.

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