Zwei Hunde- unterschiedliche Bedürfnisse

  • Hallo liebe DF-ler. Heute brauche ich Rat vor allem von den Mehrhundehaltern unter euch. Ich stehe zur Zeit vor der Entscheidung eventuell die fanzösische Bulldogge meiner Cousine aufzunehmen. Zuerst dachte, super. Die beiden verstehen sich gut und die Kleine ist mit ihren 2 Jahren ein gut erzogener und ausgeglichener Hund. Aber jetzt kommen mir doch noch Zweifel. Wie lassen sich zwei Hunde mit so unterschiedlichem Bewegungsbedürfnis und Temperament vereinbaren. Amy braucht es auch mal stundenlang durch die Gegend zu streifen und über Felder zu fetzen. Chanel hatte diesen Sommer schon bei 26° einen Hitzschlag beim Ballspielen. Ab 20° sollte sie möglichst mit Wasser übergossen werden, bevor man mit ihr spazieren geht. Ich geh in der Hitze auch mit Amy keine großen Runden. Die verlege ich dann eher auf früh am Morgen oder am Abend, wenn es abkühlt. Aber ich glaube, dass es für die französische Bulldogge selbst dann noch zu heiß sein könnte und sie nicht mithalten kann. Habt ihr so gegensätzliche Hunde und wie vereinbart ihr das. Mir liegt die Kleine sehr am Herzen und ich würde sie super gern aufnehmen.

  • Hey,
    also ich habe eine Bekannte die einen spanischen Jagdhundmischling, einen Bully und einen Mops hat.
    Bei denen passt wohl alles prima. SIe wohnt allerdings in Meernähe und kann im Sommer stundenlang am Meer laufen. Hast du nicht nen See oder Fluss an dem du im Sommer laufen kannst?

    Mein Nachbar läuft mit seiner Bullyhündin auch täglich mehrere Stunden. Sie läuft halt neben ihm her und rennt nicht wild herum. Fahrradfahren oder joggen kannste halt vergessen mit Bully.

    Wenn der Bully deiner Cousine gehört kannst du ihn ja auch erst mal zur Probe nehmen. Warum will sie sich überhaupt trennen vom Bullschwein?

  • Einen zuhause lassen und mit dem anderen alleine gehen??

    Meine 12jährige Oma will bei Wärme oder auch generell manchmal nicht 2 große Runden am Tag raus, dann geh Ich mit Ihr halt nur Puschern und geh mit Luna alleine.

    LG katja

  • Das ist ohnehin so geplant, dass wir das erstmal antesten. Von Montag auf Dienstag wird sie das erste Mal hier übernachten. Dann schaun wir weiter. Meine Cousine ist zur Zeit überfordert. Sie hat diesen Sommer nochmal Nachwuchs bekommen und hat eine Tochter im Kindergartenalter. Die entscheidung viel ihr schon schwer. Aber sie möchte gern, dass der Hund in der Familie bleibt, weil auch die Tochter sehr an ihr hängt. Ich wünsche mir ohnehin einen Zweithund mit mäßigem Temperament. Amy ist ein Jack Russell/ Border Collie Mischling. Ich denke die hat genug Temperament, das reicht mir. ;) Aber ich hätte mir jetzt nicht einen plattschnäuzigen Hund ausgesucht, weil wir eigentlich sehr aktiv sind und viel unterwegs sind. Auch mit Hund. Radfahren wäre kein Problem. Ich hab noch einen Anhänger, weil Amy auch nicht stundenlang hinterm Rad her rennen kann. Und mit dem getrennt gehen hatte ich mir auch so gedacht. Gestern sind wir 1 Stunde mit den Hunden gelaufen. Und obwohl die Kleine nicht so gefetzt ist wie Amy, hat sie trotzdem gut mithalten können. Halt im mäßigen Tempo. Aber das ist ja okay. Man könnte ja dann zwischendurch noch ne Pause einlegen und vielleicht noch eine zweite Stunde dranhängen. Sie ist jetzt nicht so ein ewig röchelndes und schnaufendes Exemplar.

  • also ich habe einen Bordermix und eien Russellmix und hin und wieder auch och den Puggle meiner Freundin dabei. Das geht super, wenn man merkt einer braucht noch was, dann geht man halt mit dem noch mal oder macht mehr Kopfarbeit im Haus.

  • Hach, eigentlich hat mein Herz schon entschieden. Die kleine Maus liegt mir echt am Herzen. Wenn ich irgendetwas noch nicht bedacht habe, sagts mir. Ich mach mich jetzt los, die Kleine abholen und dann mit den beiden Mädels eine Runde laufen.

  • Also ich gehe häufig mit einer Freundin und ihren Bullies. Im Hochsommer geht sie Abends die große Runde, allerdings auch häufig abgekürzt - einer der beiden Hunde ist Allergiker. Aber jetzt wo es kühler wird, wird sogar der träge Kerl echt aktiv und hält große Runden locker mit.

    Ich denke, deine Ersthündin kannst du noch zusätzlich bespaßen unterwegs und ich denke, dass die Kondition beim Bully mit der Zeit durchaus steigen wird!

    Meine beiden haben draußen auch unterschiedliche Baustellen. Sehr häufig gehe ich die Morgenrunde getrennt und stimme die Runde einfach auf die jeweiligen Bedürfnisse ab.

  • Wir haben hier ja auch unseren Hibbelhund (zweijähriger DSH-Mix, der voll im Saft steht und auch ordentlich arbeiten will) und unser 9-jähriges Erbstückchen (Bordeaux-Doggen-Dame, die es eher gemütlich mag). Das ist oft schon für uns ein Problem, vor allem, weil Laura auch extrem unverträglich ist (wahrscheinlich aus Unsicherheit; sie hat nicht viel kennengelernt). Da müssen wir halt dann mit ihr gehen, wo wenig los ist, heißt in unserem Fall meist im Wald. Da müssen die Hundis aber angeleint sein und somit ist die Runde für unseren Hibbelhund alles andere als erfüllend.

    Wir machen es so, daß ich morgens eine große Runde mit Fiete gehe und ihn etwas auslaste (UO, Schnüffelspiele, Rad fahren etc.). Mein Mann geht morgens vor seinem Frühdienst (ca. halb fünf) mit der alten Dame eine kleine Runde. Wenn ich mit Fiete wieder komme, gehe ich noch mal mit Madame zum Pullern.
    Nachmittags geht mein Mann mit beiden Hunden im Wald. Danach ist Fiete aber nicht wirklich ausgelastet, so daß ich nach Feierabend meist noch mit ihm was mache. Abends gehen mein Mann und ich noch mal getrennt mit beiden Hunden eine Runde - Fietes Runde ist halt etwas größer und Lauras dann entsprechend kleiner.
    Bei uns dreht sich mittlerweile fast alles um die Viecher, wir müssen da echt schon gut organisieren, weil wir beide auch voll berufstätig sind.

    Ich gehe gar nicht mit Laura und Fiete. Wenn Laura einen anderen Hund sieht, tickt die an der Leine vollkommen aus, der Hibbelhund will sie dann korrigieren und schon keifen die beiden sich an und auch noch den anderen Hund. Und da Laura 47kg hat und Fiete noch mal 24kg ist das dann schon nicht mehr so schön, mit zwei pöbelnden Hunden an der Leine da zu stehen - wenn man denn noch stehen kann, die beiden haben mich auch schon mal zwei Meter durch die Luft mitgerissen :hust:

    Ich muß ganz ehrlich sagen, daß ich froh bin, wenn Laura mal nicht mehr ist :mute: Sie wird auf ihre letzten Tage von uns gut versorgt (besser als bei meinem verstorbenen SchwiePa) aber es ist schon extrem stressig für meinen Mann und mich. Aber das kommt wohl auch daher, daß Laura so unverträglich ist. Ansonsten würde ich mit beiden auf die Hundewiese gehen und da könnte dann jeder nach seinem Temperament laufen und spielen.

    Das waren jetzt mal meine Erfahrungen mit zwei Hunden, die unterschiedliche Bedürfnisse haben.

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