Lili ist da!! :)

  • Hallo lieber DFler,

    gestern ist Lili, eine 2-jährige Labradorhündin bei uns eingezogen. Sie kommt von einer Blindenführhundschule, ist demnach super gehorsam und hat uns auch schon als neues Rudel akzeptiert :roll: Ich bin überglücklich, dass sie endlich da ist!

    Nun stellt sich nur ein Problem: Wir wohnen im ersten Stock, Lili muss also 2 Treppenabsätze (gefliest) zur Wohnung hochsteigen. Nur leider macht sie das nicht :fear:
    Einmal hat es schon geklappt, mit viel gutem Zureden und einigen Leckerlis.. aber manchmal bleibt sie einfach stur und läuft immer wieder die schon erklommenen Stufen hinunter.
    Mein Freund hat sie nun schon 2x nach erfolglosem Locken (u.a. auch mit ihrem Spielzeug) einfach hochgetragen - allerdings kann das ja kein Dauerzustand sein. Zumal ich sie mit ihren 28kg gar nicht hoch bekomme, tu mich ja manchmal schon alleine schwer :D
    Habt ihr vielleicht irgendwelche Tricks und Tipps parat, wie wir sie zum Treppen steigen kriegen? Irgendwas, was bei euren Hunden funktioniert hat? Ich wäre echt super dankbar, da ich mit Hundeerziehung so gar keine Erfahrung habe..

    Eure chillie & Lili

  • Teppichfliesen aus dem Baumarkt haben uns geholfen. Nach drei Tagen war das Thema Treppe gegessen. Die Teppichfliesen sind noch drauf. Sieht gar nicht so schlecht aus und meine Katzen lieben die nun gepolsterten Stufen. Zudem habe ich Nicki am Anfang mit einer Leine hochgeführt. Als Angsthund aus NUR Tierheimhaltung kannte er in der Wohnung gar nichts.
    Viele Grüße.

  • Fliesen sind für viele Hunde ein grosses Problem. Wobei ich denke, wenn sie aus einer Blindenhundausbildung kommt, dass sie das dort gelernt hat :???: .
    Aber egal, sie macht es ja nun nicht.
    Ein guter Tipp mit den Teppichfliesen kam ja schon. Es gibt auch diese etwas dickeren *Schmutzfang*dinger für Stufen. Die gingen auch.
    Eigentlich geht alles, was nicht rutschend ist.

  • Hm, das Problem sind glaub ich nicht die Fliesen. Zumindest ist sie jetzt schon 2x ganz alleine hoch, ohne Rutschen oder sonst irgendwas. Sie war sogar viel schneller als ich.
    Aber einen Versuch mit den Teppichfliesen ist es allemal wert, vielen Dank!

    Was ich mir jetzt noch gedacht hab: In einer Wohnung im Erdgeschoß lebt auch ein Hund, den sie bereits kennengelernt hat. Könnte es sein, dass sie ihn riecht und viel interessanter findet, als in die eigene Wohnung zu gehen? Wie bekomme ich sie davon los?

    Tut mir leid, falls es ne doofe Frage ist, aber ich bin Hunde-Anfänger und möchte alles richtig machen, damit es ihr bei uns gut geht :ops:

  • Hmm...also wie reagiert sie denn, wenn ihr zur Treppe kommt?!

    Also ich hätte sie auch einfach an die Leine, kein zögern sondern ganz sicher drauf zu und hoch. Versteh auch nicht, warum sie das als trainierter / antrainierter Blindenführhund nicht macht?

    Ansonsten hätt ich sie wohl da einfach mal stehen lassen (wenn sie schon alleine mal hoch ist und augenscheinlich keine? Angst hat) ...also gegangen - vielleicht noch oben mit Futternapf und Trockenfutter geklimpert. Ansonsten Tür zu...und gucken was passiert.

  • Hi,

    Glückwunsch zum Hund!
    Wieso wurde sie denn in der Schule nicht weitertrainiert?

    Wegen der Treppen:

    Geht sie nur nicht hoch oder auch nicht runter?

    Wenn sie keine große Angst hat, sondern eher nur keine Lust in die Wohnung zurückzugehen, würde ich da gar nicht rumdiskutieren.

    Du hast sie an der Leine und gehst dann einfach die Treppe hoch. Wichtig ist dabei, selber total selbstbewusst aufzutreten, Schultern nach vorne gerichtet (also nicht zum Hund umdrehen).
    Wenn man die Schultern zum Hund dreht, empfindet der das als körpersprachliches Abstoppen und wird nicht freiwillig mitkommen.

    Ist sie ein kleines bisschen unsicher, würde ich genauso verfahren.

    Ist sie sehr sehr ängstlich, solltest du es anders machen.

    Wichtig ist einfach, dass du kein großes Thema draus machst und dem Hund dadurch vermittelst, dass diese Treppen ganz selbstverständlich sind.
    Dann wird sie wahrscheinlich in einigen Tagen ohne Probleme hochgehen.

    Mein Aussie-Mix mag auch keine Treppenhäuser, obwohl wir knapp zwei Jahre mit ihr im dritten Stock gewohnt haben und demnach mehrmals täglich die Stufen hoch sind, läuft sie auch jetzt noch in allen Treppenhäusern eng an die Wand gedrückt und reagiert ängstlich, wenn sie nciht an der Wand entlang gehen kann.
    Ich habe den Eindruck, dass sie durchaus versteht, wie tief es da runter geht und sich trotz Geländer nicht an den Abgrund traut. Hat wohl einfach bisschen Höhenangst ;)

    Ich gehe auch immer einfach selbstbewusst und ganz selbstverständlich ("das ist eine Treppe, da müssen wir eben rauf") und sie kommt brav mit.

    lg,
    Sanne

  • Hallo ihr Lieben,

    erstmal danke ich euch sehr für eure Antworten!

    Ich war gerade mit Lili alleine draußen und musste ja nun irgendwie die Treppe wieder rauf. Nach ein paar gescheiterten Versuchen hab ich sie dann einfach mal abgeleint und - schwupps - war sie die Treppe oben. Ihr könnt euch gar nicht vorstellen, was für ein Stein mir vom Herzen gefallen ist!! :lol:
    Jetzt weiß ich wenigstens, wie ich es in der Zwischenzeit machen kann. Aber irgendwann muss sie ja auch mit Leine da hoch, in fremden Treppenhäusern zum Beispiel..also muss ich weiter üben.
    Wenn sie an die Treppe kommt, geht sie wie selbstverständlich 2, 3 Stufen mit den Vorderpfoten hoch, hält dann inne und will wieder runter.
    Bisher ist nur das Raufgehen ein Problem, runter ist alles super.

    Das mit dem selbstbewusst Vorausgehen hab ich probiert, aber wenn sie so stark nach unten zieht, muss ich mitgehen, da ich sonst die Treppe runterfalle.
    Vielleicht finde ich demnächst was, was ihr wirklich wirklich gut schmeckt, um ihr den obersten Treppenabsatz schmackhaft zu machen.
    Oder sollte ich es vielleicht zunächst mit einer 5m langen Leine probieren, damit ich schon voraus gehen kann, ohne dass sie zwingend mit muss und quasi frei hochlaufen kann? Und dann die Leine schrittweise kürzer machen?

    Zur Frage mit der Blindenführhundschule: Sie wurde nicht weitertrainiert, weil es ihr auch nach 1 Jahr nicht abzugewöhnen war, andere Hunde zu begrüßen. Sie ignoriert komplett alles - ob Katzen, Pferde, Hühner, Rehe oder Jogger - da guckt sie kurz und geht weiter. Aber zu anderen Hunden zieht sie hin, was als Blindenhund natürlich absolut nicht geht. Ansonsten ist sie die Bravste überhaupt, horcht aufs Wort und macht nicht mal Terz, wenn es an der Tür klingelt.
    Ich bin jetzt schon so verliebt in sie, obwohl sie gerade erst den zweiten Tag da ist :roll:

  • Zitat


    Das mit dem selbstbewusst Vorausgehen hab ich probiert, aber wenn sie so stark nach unten zieht, muss ich mitgehen, da ich sonst die Treppe runterfalle.
    Vielleicht finde ich demnächst was, was ihr wirklich wirklich gut schmeckt, um ihr den obersten Treppenabsatz schmackhaft zu machen.
    Oder sollte ich es vielleicht zunächst mit einer 5m langen Leine probieren, damit ich schon voraus gehen kann, ohne dass sie zwingend mit muss und quasi frei hochlaufen kann? Und dann die Leine schrittweise kürzer machen?


    Schleppleine war auch meine erste Idee, - sie kann Tempo selbstbestimmen aber nicht abhauen und du hast Zeit sicheren Stand zu finden, wenn sie umdreht. Vielleicht kommt sie ja auch hinterher wenn du ausser Sicht bist (um den Treppenabsatz herum).

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