kleine problemchen mit junghund

  • hallo ihr lieben...

    ich hab ein paar kleinere anliegen und hoff, ihr könnt mir weiterhelfen.

    erstmal kurz die vorgeschichte zu unserm neuen familienmitglied. jack ist ein 11 monate alter pointer-mischling. der "züchter" wollte ihn als einzigen aus dem wurf behalten. vor gut einem monat war es ihm dann doch zu viel und er hat ihn dem besitzer einer wurfschwester in die hand gedrückt. der konnte ihn auf grund der hündin und einem kleinen baby nit behalten und gab ihn einer bekannten. diese konnte ihn auf grund ihrer ausbildung ebenfalls nit behalten und brachte ihn immer wieder woanders unter. bis sie auf uns zukam, ob wir ihn nit nehmen wollten.
    ich bin schon eine weile am überlegen, mir wieder einen hund zu holen. allerdings wollte ich zur zeit noch keinen welpen, da mein mann und ich berufstätig sind (ich nur halbtags, 6 std außer haus) und wir zwei kinder (4 und 8) haben. für mich war es im moment noch nit der richtige zeitpunkt für einen welpen (!). nun war jack ja schon 10 monate alt, also aus dem "gröbsten" raus. allerdings konnte er noch nit allein bleiben. ich sagte der bekannten, wir würden ihn mal über's wochenende zu uns holen und schauen, wie er sich hier gibt, mit den kindern umgeht etc. ich holte ihn mit unserm kleinen sohn ab. sofort liebe auf den ersten blick! jack hockte die ganze fahrt über neben unserm junior, zu hause tobten sie durch die wohnung und als unser sohn draußen war zum spielen und jack in der wohnung, stand er die ganze zeit hinter der tür und fipste. unsre tochter und er akzeptieren sich und vor meinem mann hatte er anfänglich großen respekt, der sich aber mittlerweile auch gegeben hat. nun hatten wir jack 3 wochenenden hintereinander und haben fleißig das alleinbleiben geübt. am donnerstag is er endgültig bei uns eiungezogen und war am freitag schon 6 std allein, ohne größere schäden...lediglich der wassernapf war total auseinander genommen (war irgend so en plastik ding).
    ich selbst bin mit hunden aufgewachsen, hatte selbst en jack russel rüden, eine labbi hündin und einen dsh rüden. mit letzten beiden habe ich auf einem hundeplatz die unterordnung gemacht, so dass ich sagen kann grundkenntnisse sind durchaus vorhanden.

    jetzt zu meinen "problemchen" mit jack...

    1. er folgt mir auf schritt und tritt. heut war großputz angesagt. schon mal probiert mit nem hund im schlepptau, der förmlich an einem klebt? naja, mal im ernst...so bald ich mich beweg is jack an meiner seite. auch, wenn ich ihm in der küche gerad sein fressen hingestellt hab, noch eben was mach und die küche verlass...schwupp, da is er wieder...und das fressen bleibt stehn. er schläft tief und fest...ich beweg mich und zack is er hellwach und folgt mir. klar, aufgrund seiner vorgeschichte hat er mit sicherheit die angst, dass ich ihn au wieder hängen lass. wir haben durch das allein-bleiben-üben (nach ner "anleitung" von hier) super erfolg gehabt. auch in der zeit konnte er sich hier ein wenig entspannen. aber nun, nachdem er gestern allein bleiben musste, klebt er wieder an mir. muss ich nur en haufen geduld haben oder kann ich ihm iwie helfen, die angst zu verlieren?

    2. draußen das totale gegenteil. ich bin ihm schnurzpiepegal. ich kann den affen machen, frische wurst in der tasche haben, bällchen werfen...wenn jack nit will, dann will er nit. :muede: ruf ich ihn ab, dreht er sich, wenn überhaupt, mal kurz um und macht weiter seinen unfug. mein jack russel z.b. hab ich von anfang an ohne leine laufen lassen...von der haustür, den ganzen spaziergang über bis zur haustür zurück. jack lass ich im feld immer erst los. da kann ich nach allen seiten schaun und seh, falls iwer kommt...dann muss ich allerdings mit der stimme "drohen" und schlussendlich ging es bis jetzt immer gut, wenn wer mit hund kam. anders hat sich das mit den pferden. :fear: dass es da lecker essen gibt, hat er schon raus. an die pferde selbst traut er sich nit ran. letzte woche is er in den elektrozaun geraten...au weia, was hat er geschrien. seitdem war er nit mehr in der koppel. naja, so weit wollt ich gar nit ausschweifen. also mein problem liegt hier daran...was kann ich noch machen, dass er mich interessant findet? wenigstens ein bisschen...dass er mal regung zeigt, wenn ich ihn ruf.
    (kleine anmerkung: heut hab ich mit der schleppleine begonnen. sehr gewöhnungsbedürftig, weil ich mehr damit beschäftigt bin, mich oder jack aus der leine zu wickeln, als mit allem andern. von 10 malen, die er in die leine rennt, zeigt er 3-4mal regung...so nach dem motto...ooops, da hängt ja noch wer am andern ende.)

    3. auto fahren...is ja au so ne sache für sich. im kofferraum und ganz vorne im fußraum übergibt er sich, auf der rückbank bekommt er blähungen, die so fürchterlich stinken, dass wir mit offenen fenstern fahrn...jetzt geht's ja noch, aber was mach ich im winter??? :verzweifelt: kann ich hier iwas für ihn tun? oder is es einfach so, dass manche hunde autofahren partout nit vertragen?

    4. freuden-gepinkel. is ja schön, wenn er sich freut, wenn wir oder ich heim kommen. aber jedes mal...bin ich die, die nass wird. aber nit nur 2,3 tröpfchen...nääää! bis unter's knie bin ich nass gesprenkelt. :dead2: mein mann und ich kommen heim, jack freut sich, springt an uns hoch...von mir zu meinem mann und wieder zurück...aber gepinkelt wird nur bei mir. was is das??? mein jack russel lässt mal 2, 3 tröpfchen wenn er sich irre freut...

    so, ich glaub das war's für's erste. würd mich über tipps und anregungen freun.

    liebe grüße jacksfrauchen

  • Oha, dein Hund hat ja schon allerhand durch.

    1 das ist nicht Liebe, sondern Kontrollverhalten. Schicke ihn auf seinen Platz, dann hast du Ruhe.
    2 Ist ganz normal, er erkennt dich noch nicht als Oberhaupt an. Ich würde ihn nicht von der Leine lassen und zu Hause mit ihm Unterordnung üben. Schleppleine brachte bei uns auch nichts. So ein Hund ist doch nicht blöd, der weiß genau wo das Ende ist und ob er frei entscheiden kann, oder angebunden ist.
    3 Wir haben unseren Hund auch zwischendurch im Auto schlafen lassen, Wenn es einfach vor der Tür stand. Damit es sein Auto wird. Es passiert garnichts, nebenbei lernt er auch alleine zu bleiben.Das kommt aber auf den Hund an, ob es klappt.
    4 Das kenne ich nicht von meinen Hunden. Gegen überschwengliches Begrüßen hilft bei uns ein Gegenstand den ich mitbringe. Diesen bekommt er ins Maul gesteckt und rennt damit los. Der Hund ist aufgeregt und benötigt ein Ventil. Was du als Ventil benutzt, mußt du selbst rausbekommen. Vielleicht eine Banane teilen, oder einen Ball werfen, oder Abbruch wenn nichts davon hilft. Also Kommando Platz/bleib.

  • Moin Jacksfrauchen,

    jo ... Du hast es schon richtig erfaßt ...
    Du brauchst vor allen Dingen mehr Geduld.

    Deine Problemchen wachsen sich eigentlich alle mit der Zeit aus - wenn in dieser Zeit nichts grundlegend verkehrt läuft.
    Ist doch logisch das Dein Wanderpokal total durch den Wind ist, Verlustängste ohne Ende und noch längst keine Bindung zu Dir hat.
    Übermässige Freude bei der Begrüßung, Erziehungsleistung das Anspringen nicht erwünscht ist, Autofahren, nicht immer nachlaufen, draußen auf den Menschen achten ... das kann er alles relativ schnell lernen ....

    Damit kommen wir zum wirklich großen Problem:
    Das Alleinbleiben hat NICHT geklappt ... jedenfalls nicht aus Hundesicht.
    Hunde unterscheiden ja nicht ob sie grad den teuren Perserteppich oder den billigen Plastikwassernapf zerstören - und Zerstörungs"wut" ist ein Zeichen von großer Verlustangst beim Alleinbleibtraining. :/

    Ein "normaler" Hund braucht schon mehrere Wochen bis er in einer neuen Familie wirklich angekommen ist ... und nach über einem Jahr zeigen sich immer nochmal Veränderungen wo man merkt: jetzt ist er wirklich richtig "aufgetaut". ... Dein Jack dürfte wohl noch was länger brauchen ...
    der braucht ganz viel Zeit und Geduld - ein sehr stabiles Zuhause mit sehr regelmässigen Abläufen und Strukturen. Und ich fürchte, der wird noch lange nicht wirklich allein bleiben können .... :verzweifelt:

    Wie Ihr das in Eurem Alltag managen könnt weiss ich auch nicht ....

    LG
    Susa

  • Das der Hund dir auf Schritt und Tritt folgt, hat mit Kontrollverhalten überhaupt nichts zu tun, er hat ganz einfach Angst, wieder verlassen zu werden.
    Wenn er sich noch mehr eingelebt hat, wird er das ganz von alleine lassen.
    Wenn er dich so nass pinkelt, wenn du heimkommst, wie lange war er vorher dann nicht draussen zum lösen :???:

    6 Stunden alleine bleiben ist für den Hund m.M. nach so kurz nach dem Einzug zu viel. Da würde ich mir eine Lösung suchen, bis er das richtig gelernt hat und richtig bei euch heimisch geworden ist.
    Er hat in den paar Monaten wo er auf der Welt ist, schon viel verkraften müssen, er braucht jetzt einfach nur Geduld.

  • ich denke auch das er noch zeit braucht um sich einzugewöhnen...
    der mensch ist immer viel zu ungeduldig, wenn es nicht immer sofort klappt, wenn du merkst, dass du wütend oder ungeduldig wirst, dann atme ein paar mal tief durch.

    ich kenne das nur zu gut, wir haben mitch auch erst 2 wochen (mitch ist knappe 5 monata alt), wenn er auf einmal angst vor allem hat oder nicht auf nein hört, was er vorher per handtraining mit leckerlis getan hat, dann atme ich tief durch und versuche es nach einer spielstd. nochmals :)

  • guten morgen...und danke schon mal für eure antworten.

    die unterordnung zu hause funktioniert eig schon prima. gut, die sache mit dem auf's plätzchen schicken hab ich jetzt nit sooo konsequent durchgezogen (in dem sinn, dass ich ihn iwann erlöst hab und er nit von allein aufgestanden is). bis an die straße hört er super...aber so bald er das feld sieht, is alles vergessen. naja, übung macht den meister...gewohnheit und sicherheit kommen sicher auch mit der zeit.

    wenn er allein war und ich wiederkomme, bekommt er immer leckerli oder sein ball wird geworfen...aber er reagiert auf nichts. leckerli lässt er gerad aus dem mund fallen und den ball beachtet er gar nit. er is dann so fixiert auf uns und lässt sich auch schwer beruhigen. ich begrüß ihn kurz, lob ihn und ignorier ihn bzw. weise ihn zurecht, wenn er hoch springt. und das mit dem pieseln...ich verlass die wohnung immer erst, wenn ich vorher mit ihm gassi war, er alles gemacht hat und mehr als einma kurz gepieselt hat. und da ist es egal, ob er jetzt 10 minuten oder zwei std allein war.
    hmm...ihr habt wohl recht, dass es zu schnell ging mit dem allein lassen. drei std hat er schon 2,3 mal geschafft und daheim nix "angestellt", deswegen war ich zuversichtlich...und dass es nur der wassernapf war, war für mich eig ein gutes zeichen. ich hab ihn halt so schnell zu uns geholt, dass er nit ständig nach dem we wieder weg muss...halt auf grund der tatsache, dass die 3 std schon geklappt haben.
    wir haben noch eine woche arbeit vor uns, bzw. die 4 tage jetzt und dann haben wir zwei wochen urlaub, also nochmal ein wenig zeit das alleine bleiben und alles andere intensiver zu üben.

    an geduld mangelt es mir zum glück nit. es sind eher zweifel an mir selbst was den hund betrifft. ich will auf keinen fall iwas falsch machen, ihm die sicherheit und alles geben, was er braucht, dass er sich hier wohl fühlt. mir tut er halt wahnsinnig leid, weil er tagsüber wenn ich da bin nur zum schlafen kommt, wenn ich mit ihm im gleichen raum bin. mein mann war bis heute nacht geschäftlich unterwegs, die kinder sind bei oma...und er hatte eben nur mich. jetzt liegt mein mann noch im bett und schläft und jack neben dran...und ich kann hier ohne probleme wursteln. er kommt zwar ab und an nach mir schaun, aber doch mit wesentlich mehr ruhe.

    nochmal zu dem an der leine lassen. klar is das die simpelste art, aber wie steht's dann mit dem auslauf? wenn ich ihn ohne leine gelassen hab, is er durch's feld geflitzt wie ein irrer und hatte danach zu hause dann auch mehr ruhe, weil er einfach ko war. gestern hab ich ihn ja wie gesagt nur an der schleppi lafufen lassen...vll hat er ja au deswegen zu hause dann nit so abschalten können, weil ihm einfach das toben gefehlt hat...???


    liebe grüße jacksfrauchen

  • Zitat

    nochmal zu dem an der leine lassen. klar is das die simpelste art, aber wie steht's dann mit dem auslauf? wenn ich ihn ohne leine gelassen hab, is er durch's feld geflitzt wie ein irrer und hatte danach zu hause dann auch mehr ruhe, weil er einfach ko war. gestern hab ich ihn ja wie gesagt nur an der schleppi lafufen lassen...vll hat er ja au deswegen zu hause dann nit so abschalten können, weil ihm einfach das toben gefehlt hat...???

    Das mit dem Auslauf muss wohl noch ne Weile lang warten ... Geduld, Geduld ...
    Auslasten kann man ja auch übers Köpfchen, mit Suchspielen, ZOS und/oder Fährten, Mantrailing etc.
    oder - google mal nach Longieren ...

    Oder Du guckst mal ob ne Hundeschule in Eurer Nähe Tobe-Auslauf-Spielstunden anbietet ...

    Lg
    susa

  • Das wird schon, du machst es ja richtig :gut: es dauert halt alles seine Zeit, beim Welpen wäre es ;) ja auch nicht anders.
    In dem Alter verlieren Hunde öfter mal Freudentröpfchen, war bei meinem Bentley auch so, das vergeht aber wieder.

  • Hallo,

    ich denke auch, dass sich vieles von alleine legen wird wenn Jack merkt, dass er ein Zuhause hat an dem er Willkommen ist und nicht herumgereicht wird.

    Wegen der Sorge um den Auslauf:
    kauf Dir doch eine Schleppleine. So hat er einen viel größeren Radius und Du kannst das Abruftraining besser üben.

    Liebe Grüße

    Steffi

  • Zitat

    Moin, ich glaube nicht das das so einfach geht, auch nicht mit jedem Hund.

    Wenn er zu wenig Bewegung hat, dann würde ich ihn langsam an das Fahrrad gewöhnen. Also zuerst nur am Rad gehen, ab und an mal aufsteigen und ein kleines Stück Traben. Dann wieder absteigen und laufen. Der Hund muß sich immer auf dich und das Rad konzentrieren, was anstrengend ist. Das ist genau wie eine Stunde spazieren gehen, nur eben am Rad. Galoppieren solltest du vermeiden, auch keine langen Strecken traben, immer höchstens eine Stunde und oft das Tempo wechseln. Damit die Gelenke nicht überlastet werden.

    Doch am besten sind immer die Soiele mit anderen Hunden.

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