Kommunikationsproblem oder Ungehorsam

  • Liebe Hundefreunde,

    in unserem Freundeskreis ist ein Border-Collie/ Australian- Shepherd- Mix- Welpe eingezogen. Sie ist 12 Wochen jung und die Erst- Hündin 9 Jahre alt und eine große Retriever- Dame. Von ihr und anderen größeren Hunden lässt sich die Kleine zurechtweisen, wenn nötig.

    Unsere kleine Dackel- Yorkshire Hündin, 9 Jahre und die Freundin der großen Hundedame, ist ein sehr sozialisiertes, liebes Hundemädchen, das sich anderen Hunden - auch großen gegenüber - ohne aggressiv zu werden, zu behaupten weiß. Es gab noch nie Probleme dabei. Im Gegenteil: Sie wirkt eher ausgleichend auf andere Hunde.

    Nun geschieht es, dass der Junghund im Rahmen eines Besuches bei uns, sehr aufdringlich wird, offensichtlich spielen will, aber unsere Kleine möchte ihre Ruhe haben und bringt das auch durch ablehnendes Verhalten zum Ausdruck, was aber total ignoriert wird. Im Gegenteil werden die Attacken des jungen Hundes immer massiver und unsere Hündin weiß sich kaum zu erwehren, da sie auch noch kleiner als der Welpe ist. Schließlich schlägt die Junge mit den Pfoten heftig auf unsere ein und diese reagiert mit Knurren und Bellen. Nachdem ich unsere weggerufen habe, läuft die Kleine hinterher und reagiert auf keinerlei Abwehr der Älteren.

    Das gleiche Spiel geschah auch während eines gemeinsamen Spaziergangs auf neutralem Boden. Unsere Dame hat einfach keine Chance gegenüber der Kleinen und die lässt sich nicht zur Raison bringen.

    Die Besitzerin geht davon aus, dass unser Hund die Kleine angeblich nicht versteht(" sie will ja nur spielen") und das Verhalten unserer für sie unverständlich sei. Eine Bekannte, die sich mit etwas Hunden auskennt, sagte mir, dass diese Junghündin kein gutes Sozialverhalten an den Tag legt und es dringend erforderlich sei, dass ihr in einer Hundeschule "Anstand" beigebracht werden sollte, sonst gäbe es später Probleme auch mit größeren Hunden und vor allem mit kleinen.

    Da wir bei unserer Kleinen noch nie aggressives Verhalten erlebt haben - auch jetzt nicht, da sie nicht angreift, sondern nur versucht, abzuwehren, bin ich irritiert. Auch möchte ich nicht, dass es zwischen den Hundebesitzern und mir zu unnötigen Meinungsverschiedenheiten kommt.

    Wer kann mir/ uns raten?

    Liebe Grüße

    Hundeliebchen

  • Och, ich würd meine Hündin gar nicht erst in die Verlegenheit bringen, dass sie das regeln muss sondern bei den ersten Anzeichen, dass die jungen Dame zu aufdringlich wird und meine Hündin bedrängt, die junge Dame blocken und meinen Hund aus dieser Situation herausnehmen.

  • Hallo und willkommen im DF :winken:

    Deine Bekannte hat recht, die junge Hündin hat noch nicht gelernt, was Respekt ist und sollte von ihrem Frauchen in die Schranken gewiesen werden.
    Sollte das Frauchen nicht einschreiten, würde ich an Deiner Stelle die Hündin schnappen und ihr unmissverständlich klar machen, dass dieses Verhalten nicht erwünscht ist.
    Ich habe auch einen älteren Hund und wenn die überfordert wird, dann regele ich das für sie, was sie auch dankbar annimmt.
    Ich finde Deine Einstellung sehr gut, jetzt musst Du nur noch aufpassen, dass Deine Hündin nicht überfordert wird, sondern ihre Ruhe bekommt, die sie eindeutig möchte =)

  • Ich bin auch der Meinung, daß du da in solchen Situationen deiner Hündin beistehen sollte. Das Verhalten des Welpen finde ich gar nicht mal so auffällig sie ist ja mit 12 Wochen noch sehr jung und muß die Vielfalt der Kommunikation unter Hunden noch erlernen. Ich stelle mir das ähnlich vor wie bei Kindern. Die verstehen mit 2 Jahren zwar schon einiges aber noch nicht alles, was mn ihnen sagt.
    Der Halterin des Welpen würde ich raten ihren Welpen mit souveränen großen Hunden in Kontakt zu bringen die sich besser moderat durchsetzen können.

    LG Franziska mit Till

  • Hallo,

    ich fasse mich kurz:

    Es handelt sich weder um Ungehorsam noch um ein Kommunikationsproblem.

    Es ist typisches Welpenverhalten, es gibt sie, diese kleinen, stürmischen und nervigen "Ungeheuer".
    Da ist menschliches Eingreifen angezeigt.
    Nicht mehr und nicht weniger.

    Gruß
    Leo

  • Zitat

    Hallo,

    ich fasse mich kurz:

    Es handelt sich weder um Ungehorsam noch um ein Kommunikationsproblem.

    Es ist typisches Welpenverhalten, es gibt sie, diese kleinen, stürmischen und nervigen "Ungeheuer".
    Da ist menschliches Eingreifen angezeigt.
    Nicht mehr und nicht weniger.

    Gruß
    Leo

    Genau so sehe ich das auch und welcher "Gehorsam" wird von einem 12 Wochen alten Welpen vorrausgesetzt?

    LG Sabine

  • Wer hat was von Ungehorsam geschrieben? :???:

    Mit 12 Wochen sprich 3 Monaten ist die Zeit der Prägung schon fast gelaufen.
    Scheinbar hat die kleine Hündin bisher wenige kleine Hunde kennen gelernt, meine Vermutung.
    Sie scheint kleiner Hund mit Welpe zu verbinden.
    Das dies nicht so ist, sollte das Frauchen ihr vermitteln, sonst gibt es später Probleme. ;)

  • Hallo, liebe Helferinnen und Helfer,

    ich bin erstaunt, wie schnell das mit den Hilfestellungen und Ratschlägen geht. Vielen Dank.

    Ja, liebe "dieschweizer", das ist so ein kleines, aber liebes Ungeheuer und ich mag sie gerne. Wenn nur unsere nicht darunter leiden würde.

    Jetzt hoffe ich nur, dass ich der Jung- Hundebesitzerin klar machen kann, dass "Frau" auch mal eingreifen muss, ansonsten muss ich das in die Hand nehmen. Die Welpin "mag" mich nämlich so sehr, dass sie sogar versucht, meine eigene Hündin von mir fernzuhalten. Was ich natürlich nicht zulasse. Unsere Kleine kam im Alter von einem Jahr zu uns aus übler Haltung und es hat eine Weile gebraucht, bis ein Vertrauensverhältnis entstand, das lasse ich nicht kaputt machen. Sie ist nämlich wirklich ein ausgesprochen gutartiges Wesen, trotz ihrer schlimmen Erfahrungen.

    Liebe Grüße und gute Nacht und ein dankbares wuff wuff von

    Hundeliebchen mit Hundemädchen

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