Angst vor Leine
-
-
Hallo,
das tut mir sehr leid wenn ihr nicht richtig informiert worden seid von Seiten der Organisation.
So etwas sollte eigentlich vorausgesetzt werden.Ich finde es jedenfalls toll, dass Deine Hündin bleiben kann und ihr gemeinsam an den Problemen arbeiten werdet.
Liebe Grüße
Steffi
- Vor einem Moment
- Neu
Hallo,
hast du hier Angst vor Leine schon mal geschaut ?*
Dort wird jeder fündig!-
-
Der Hund kann ja nichts dafür und ist letztlich geschädigt genug.
Solang ich Wege sehe, um das alles lebbar zu machen in der Anfangssituation, dann werden wir das tun. Aber in allen anderen Fällen geht meine Tochter vor. -
Puh, das wird immer mehr eine Endlosgeschichte - fürchte ich.
Nachdem es mit der Hausleine zunächst besser wurde und sie sich fast anstandslos rausführen ließ, muss man sie jetzt wieder durchs halbe Haus zur Tür ziehen
neben Zylkene und DAP, Tiertrainer, noch weiteren Arztbesuchen (u.a. Tierheilpraktiker und Physio) um organisches auszuschließen, wird uns nun auch noch ein Verhaltenstherapeut ans Herz gelegt.
Nachdem sich erst Hoffnung ausbreitete, es würde werden, sehe ich gerade wieder gar kein Licht. Klar gibt es ERfolge. Sie akzeptiert inzwischen in 95 % der Fälle klaglos, dass ich meine Tochter im OG wickele und sie unten bleibt (weil sie sich die Holztreppe nicht hoch traut).
Aber raus gehen, ist bis zur Tür eine Katastrophe. Draußen wird es besser. -
Grundsätzlich lässt sich an allem arbeiten.
Grundsätzlich wird es immer Rückschritte geben beim Training, das ist normal, gehört dazu.
Wichtig ist, dass man das Training weiterführt, sich nicht entmutigen lässt.
Reflektieren: Ist etwas anders geworden? Haben sich Hund oder Umstände geändert? - Dann wird das Training angepasst; sonst wird das Training unverändert weitergemacht - weil es eben immer auch Rückschritte gibt bzw Tage, an denen es nicht gut läuft.
Und: Dass Rückschritte normal sind, gilt für HH und Hund gleichermaßen
Was deine Zeitvorstellungen angeht: Achtung, nun wird es frustrierend.
Bei einem Angsthund ist von Monaten, oft von Jahren auszugehen, die er braucht, um selbstsicher(er) zu werden.
Es gibt Hunde, die stecken widrige Lebensumstände schneller weg als andere - dann kann "der Spuk" wirklich innerhalb kurzer Zeit (Wochen) vorbei sein, wenn der Hund realisiert, dass nun alles besser oder anders ist.Doch bei vielen Angsthunden kommt eine 2. Komponente (neben Misshandlung, schlechten Erfahrungen, nicht artgerechter Haltung) hinzu: Deprivationsschäden, also eine nicht optimal verlaufene Prägephase.
Wenn der Hund zB innerhalb seiner ersten Lebenswochen keine Menschen gesehen hat, können ihm diese Zeit seines Lebens suspekter bleiben als einem Hund, der Menschen als "Teil der Welt" kennen lernen konnte.
Gleiches gilt für alle andere Umweltreize.
(Das hat übrigens nicht unbedingt etwas mit einem Tierschutzhund zu tun. Auch bei eingetragenen Züchtern muss man genau hinsehen, wie die Hunde dort aufwachsen und geprägt werden.)
Die Kombi aus schlechter Haltung bzw Misshandlung und schlechter Prägung ist hartnäckig und kann dem Hund sein ganzes Leben lang "nachhängen".ABER - und hier wird es nun ermutigend.
Solche schlecht geprägten Angsthunde entwickeln oft ganz feine Antennen für ihr Umfeld und können, wenn man diesen Draht zu ihnen gefunden hat, wunderbar sensible, sehr angenehme Gefährten sein. Ein Angsthund, der sich an seine Leute bindet, berührt auf ganz besondere Weise. Man geht eine tiefe Beziehung miteinander ein, Hund und Mensch. Das ist auch sehr beglückend.
Nicht nur, wenn man die Erfolge sieht, wie der Hund immer mehr auftaut und Lebensqualität gewinnt. Sondern durch die Achtsamkeit, die sich rund um einen Angsthund entwickeln kann, kommt auch ins eigene Leben eine besondere Lebensqualität.
Insofern würde ich an deiner Stelle zwei Dinge tun:
Natürlich realistisch abschätzen, wie viel Zeit, Nerven und Geld du effektiv für Hundetraining hast.
Aber ich würde auch mein Herz befragen (auch wenn's vielleicht blöd klingt), ob ich diesen Hund als meinen Gefährten haben will. Ob ich zum Hund eine Verbindung spüre, der ich nachgehen will, für die ich eintreten will (und für die ich dann auch bereit bin, etwas zu investieren). Ohne dieses innere JA zu genau diesem Hund wird es, glaube ich, schwer.Zum Auto:
Ich weiß nicht, was da los ist (kennt sie nicht mit? Will sie nicht einsteigen?). Aber ich kenne das bei meinem Hund durchaus, dass sie manchmal zu ihrem Glück gezwungen werden muss.
Gerade bei unbekannten Dingen scheut sie wie ein Pferd. Da komm ich mit Gewöhnung uU nicht weiter, weil bestimmte Hürden nicht genommen werden. Setz ich meinen Hund "hinter die Hürde" (alles bildlich gemeint), geht's.
Aber ohne eine Trainerin, hätte ich mir solche Aktionen auch nicht zugetraut. Man muss sich sehr reindenken in den Hund und genau erkennen, wo und warum er blockiert und wie man ihn überhaupt aufnahmefähig bekommt - sonst kein Lerneffekt.Noch eine Bitte wegen deiner Tochter:
Bitte extrem aufpassen, dass sie deinen Hund nicht bedrängen kann, zB wenn er angeleint auf seinem Platz liegen sollte. Das wird dir sicher klar sein, aber ich muss es noch mal loswerden.
Der Hund muss immer die Möglichkeit haben, sich aus der bedrängenden Situation zu entfernen, damit er nicht nach vorne gehen "muss" (sprich schnappen, beißen, anspringen/umwerfen usw.)Ich würde mich übrigens über ein Foto deines Hundes freuen!
Und ich drücke dir/euch die Daumen, dass ihr eine Entscheidung trefft (bleiben/nicht bleiben und bezgl. Trainerwahl/-methoden), mit der sich alle wohlfühlen. -
Zitat
Puh, das wird immer mehr eine Endlosgeschichte - fürchte ich.
Endlos nicht, aber sicher nichts, was in ein paar Wochen erledigt ist. Das wird Monate dauern.
Darf ich Dir mal eine Frage stellen: Warum habt Ihr Euch denn ausgerechnet für diese Hündin entschieden. Ich mein, es gibt doch wirklich tausende Hunde, warum sucht man sich da als Neuling in Sachen Hundehaltung und mit einem Kleinkind solch einen Hund aus?
Was ich von einer Tierschutzorganisation halte, die einen solchen Hund an eine Familie wie Euch vermittelt, behalte ich mal lieber für mich. Seriös ist das aus meiner Sicht jedenfalls nicht.
Was ich Dir sehr hoch anrechne, ist die Tatsache, dass Du Hilfe suchst und Zeit und Kosten in Kauf nimmst.
Bei uns leben immer wieder Pflegehunde und auch unsere eigene Hündin Mila war extrem ängstlich, als sie zu uns kam. Sie ist nun 1 Jahr bei uns und seit ein paar Monaten gibt es kleine (!!!) Erfolge. Aber nur bei meinem Mann, weil er mit ihr trainiert und ihr mittlerweile zumeist ausreichend Sicherheit vermittelt.
Was bei uns wichtig ist, es gibt keine Diskussion bei diversen Punkten.
Die Hunde müssen sich ein Geschirr und eine Leine anlegen lassen.
Sie müssen in die Box im Auto (wir fahren zum Gassi immer raus).Komischer Weise lernen alle Hunde binnen weniger Tage, dass Geschirr und Leine und Autobox (samt Fahren) positiv belegt ist, denn all diese Dinge bedeuten, dass wir spazieren gehen und viel Spaß haben.
Ein guter Verhaltenstherapeut kann Euch sicher weiterhelfen, aber leider sind die Kosten nicht von der Hand zu weisen.
Ich wünsche Euch wirklich viel Geduld und auch Erfolg, aber leicht wird das sicher nicht. Noch dazu, da ich mir vorstellen kann, dass die Situation erneut schwierig wird, wenn Eure Tochter noch ein wenig größer wird und dann das Haus "unsicher" macht. Damit muss Eure Hündin erst mal klarkommen und ob das so einfach wird?
Viele Grüße
Doris
-
-
ich hab heut bißchen zeit ... deshalb
erzähl ich dir von meinem rippie 
aber vorher muß ich noch was loswerden: ich hab hier was schönes gelernt, das wort: schissbüxenhalter.
seit ich dieses wort kenne, muß ich nicht mehr sagen *das ist ein angsthund* und löse immer so ein graues gefühl zwischen mitleid, leichtem zurückweichen, unsicherheit, magengrummeln und so aus, sondern ein lächeln. und vielleicht macht dir dieses wort es auch einfacher deinen hund zu sehen. schau mal hin und denk: schissbüxe.ich find´s jedenfalls supertoll, daß nach so vielen jahren dieses wort meinen weg gekreuzt hat - dank ans df.
ok, rippie:
rippie kam und daher auch der name: der hund war ein gerippe. namenlos, fast haarlos, dürr, panisch - ein lehrbuchmäßiger angsthund. also eigentlich ein wrack. seit neuestem oberschissbüxe :bandit:fressen: nein.
auto: nein.
anfassen: nein.
ansprechen: nein.
schlafen: nein.
entspannen: nein.
durch türen gehen: nein.
treppen: nein.
leine: niemals !es war echt nicht einfach. rippie war am meisten durch den wind von allen, da fragt man sich schon: wo anfangen ?
meine hunde habens mir gelernt, also hab ich angefangen mit: nix. einfach gar nix. nicht angesprochen, nicht angefaßt, nicht hingegangen. nur aus den augenwinkeln heimlich beobachtet. die tür zum garten immer auf, daß rippie raus kann zum pinkeln etc. und gewartet. irgendwann kam das rippie angeschlichen, hat mit der nase meine hand angestupst und ich hab nix gemacht, außer die hand nicht bewegt. auch nicht hingeschaut. weiter irgendwann konnte anfassen aushalten werden, noch weiter sogar gut gefunden werden und nochmal weiter ein halsband umgelegt werden, ohne daß das rippie aus den pfoten gekippt wäre. in der ganzen zeit hat sich das rippchen nur im garten gelöst, zwar mit großen augen aus sicherer entfernung zugeschaut, wenn wir uns zum gassi aufgemacht haben und ich habe nix getan, außer die rippchen-neugierde zu schüren.
ans halsband hab ich dann ne flexileine drangemacht und wir haben z.b. zusammen den garten angeschaut. rippchen hatte mehr platz für sich und somit war die leine nicht mehr ganz so furchtbar. mit der zeit habe ich den radius verkürzt, und irgendwann ne ganz normale leine drangemacht ohne rippie-panik oder gegenwehr.heute ist es der vorlauteteste hund von allen und macht saltos, wenns zum gassi geht.
abgesehen von eurer entscheidung den hund zu behalten oder nicht: was ich dir erzählen, will ist, daß zeit einfach viel bringen kann und in dieser zeit, wird der hund halt nicht nach gängigen maßstäben *gehalten*.
und ich möchte dir mut machen, alles was ich oben geschrieben habe, hat nichts damit zu tun, daß ich mordsviel zeit investiert habe. einfach weiterleben. klar hab ich den topf beim kochen nicht auf den herd knallen lassen, aber gekocht wie immer.
laß dich kennenlernen von deinem hund. und vielleicht kannst innerlich die tür offen halten. so ungefähr: ich habs gerne wenn du mir zusiehst und ich freu mich wenn du mit gehst, aber ich verlange das nicht. ist auch eine form von souveränität, die dankend angenommen wird (hab ich jedenfalls so kennengelernt).bei schissbüxen hab ich die erfahrung gemacht, daß sie total auf rituale stehen um sicherheit zu gewinnen. also gebetsmühlenartiges verhalten soweit möglich.
das war nur rippies geschichte, aber es gibt hier bestimmt noch viele, die andere tips haben, oder jemanden empfehlen können, der in deiner nähe wohnt, der mit solchen hunden arbeitet.
lieben gruß, kopf hoch
zauberhundep.s. kinder hab ich auch und bitte so halten wie von big joy beschrieben.
-
nur kurz:
Zitat
Darf ich Dir mal eine Frage stellen: Warum habt Ihr Euch denn ausgerechnet für diese Hündin entschieden. Ich mein, es gibt doch wirklich tausende Hunde, warum sucht man sich da als Neuling in Sachen Hundehaltung und mit einem Kleinkind solch einen Hund aus?weil wir uns auf die Aussage verlassen haben, dass sie nur zurückhaltend und nicht (so) ängstlich ist. Wir haben explizit nachgefragt, ob sie ein ängstlicher Hund ist, dies wurde verneint.
Und was machst du, wenn du dann feststellen musst, dass die Beschreibung nicht zutrifft. Aber der Hund da ist? wieder raus schmeißen? noch mehr traumatisieren? oder das Beste aus der Situation?Zitat
Insofern würde ich an deiner Stelle zwei Dinge tun:
Natürlich realistisch abschätzen, wie viel Zeit, Nerven und Geld du effektiv für Hundetraining hast.
Aber ich würde auch mein Herz befragen (auch wenn's vielleicht blöd klingt), ob ich diesen Hund als meinen Gefährten haben will. Ob ich zum Hund eine Verbindung spüre, der ich nachgehen will, für die ich eintreten will (und für die ich dann auch bereit bin, etwas zu investieren). Ohne dieses innere JA zu genau diesem Hund wird es, glaube ich, schwer.
guter Punkt. Mein Mann spürt dieses innere JA zu diesem Hund, ich kaum bis gar nicht - aber die Arbeit hängt an mir...Z
Zitat
Noch eine Bitte wegen deiner Tochter:
Bitte extrem aufpassen, dass sie deinen Hund nicht bedrängen kann, zB wenn er angeleint auf seinem Platz liegen sollte. Das wird dir sicher klar sein, aber ich muss es noch mal loswerden.
Der Hund muss immer die Möglichkeit haben, sich aus der bedrängenden Situation zu entfernen, damit er nicht nach vorne gehen "muss" (sprich schnappen, beißen, anspringen/umwerfen usw.)
da sind wir sehr dahinter, sobald sie sich in Richtung ihrer Decke bewegt, schreiten wir ein und erklären, dass Nelly da allein schlafen möchte. Nelly darf nicht ihr Bett, sie nicht in Nelly's Bett. -
Kind satt, jetzt ist mehr Zeit:
Zitat
ABER - und hier wird es nun ermutigend.
Solche schlecht geprägten Angsthunde entwickeln oft ganz feine Antennen für ihr Umfeld und können, wenn man diesen Draht zu ihnen gefunden hat, wunderbar sensible, sehr angenehme Gefährten sein.
Das sie ein solcher Hund ist, lässt sie durchaus erkennen.... was mich sehr hoffnungsfroh für ein gemeinsames Leben stimmt.ZitatInsofern würde ich an deiner Stelle zwei Dinge tun:
Natürlich realistisch abschätzen, wie viel Zeit, Nerven und Geld du effektiv für Hundetraining hast.
Aber ich würde auch mein Herz befragen (auch wenn's vielleicht blöd klingt), ob ich diesen Hund als meinen Gefährten haben will. Ob ich zum Hund eine Verbindung spüre, der ich nachgehen will, für die ich eintreten will (und für die ich dann auch bereit bin, etwas zu investieren). Ohne dieses innere JA zu genau diesem Hund wird es, glaube ich, schwer.
Hierzu muss ich noch etwas los werden. Dieses JA fällt mir schwer. Vielleicht weil ich derzeit mehr eingeschränkt bin, als mein Mann. Ich spüre mehr Auswirkungen auf meinen / unseren Alltag als er, der 10 Stunden arbeitet.ZitatZum Auto:
Ich weiß nicht, was da los ist (kennt sie nicht mit? Will sie nicht einsteigen?). Aber ich kenne das bei meinem Hund durchaus, dass sie manchmal zu ihrem Glück gezwungen werden muss.
Gerade bei unbekannten Dingen scheut sie wie ein Pferd. Da komm ich mit Gewöhnung uU nicht weiter, weil bestimmte Hürden nicht genommen werden. Setz ich meinen Hund "hinter die Hürde" (alles bildlich gemeint), geht's.
Aber ohne eine Trainerin, hätte ich mir solche Aktionen auch nicht zugetraut. Man muss sich sehr reindenken in den Hund und genau erkennen, wo und warum er blockiert und wie man ihn überhaupt aufnahmefähig bekommt - sonst kein Lerneffekt.
rein geht sie von selbst nicht. Wobei uns nicht klar ist, ob sie es nicht kann (die Moppeline) oder nicht will... Setzen wir sie rein, lässt sie sich streicheln, frisst auch gern den dort servierten Joghurt. Fahren wir los, geht der Krampf los, heulen, rumspringen, hecheln. Sei zeigt totale Stressanzeichen und dreht ziemlich am Rad. Beruhigendes reden, streicheln, Leckerchen reichen helfen gar nicht. Sie fährt derzeit noch im Kofferraum mit Abtrennung zu den Rücksitzen. Wir suchen noch eine geeignete Box, was gar nicht so leicht ist, mit Hund der nicht allein bleiben und nicht Autofahren mag. :/Zitat
Ich wünsche Euch wirklich viel Geduld und auch Erfolg, aber leicht wird das sicher nicht. Noch dazu, da ich mir vorstellen kann, dass die Situation erneut schwierig wird, wenn Eure Tochter noch ein wenig größer wird und dann das Haus "unsicher" macht. Damit muss Eure Hündin erst mal klarkommen und ob das so einfach wird?was heißt für dich, das Haus "unsicher" macht?
Zitat
aber vorher muß ich noch was loswerden: ich hab hier was schönes gelernt, das wort: schissbüxenhalter.
seit ich dieses wort kenne, muß ich nicht mehr sagen *das ist ein angsthund* und löse immer so ein graues gefühl zwischen mitleid, leichtem zurückweichen, unsicherheit, magengrummeln und so aus, sondern ein lächeln. und vielleicht macht dir dieses wort es auch einfacher deinen hund zu sehen. schau mal hin und denk: schissbüxe.
Danke, DEN merk ich mir. Tatsächlich ändert allein die Bezeichnung des Problems viel an der Sichtweise auf das Problem. Danke
Zitatin der ganzen zeit hat sich das rippchen nur im garten gelöst, zwar mit großen augen aus sicherer entfernung zugeschaut, wenn wir uns zum gassi aufgemacht haben und ich habe nix getan, außer die rippchen-neugierde zu schüren.
blödfrag: uns erzählen alle, bloß nicht allein lassen, nie länger allein lassen als schon trainiert. Sonst könnte sich alles nur verschlimmern...
und jetzt les ich, dass ihr einfach Gassi gegangen seid ohne eure Schissbüxe.Ansonsten bemühe ich mich um einen relativ strukturierten Tagesablauf. Gassi , zum pieseln raus zu möglichst ähnlichen Zeiten. Futter gibt es auf anraten der Trainer, wenn ich mal die Etage verlasse und die allein bleiben muss - also häppchenweise auf Zuteilung. Sonst versuche ich sie in Ruhe zu lassen.
Kommt sie aus ihrer Ecke, wenn ich mit der Kleinen spiele, bekommt sie nur kurz Aufmerksamkeit. Kommt sie zu besseren Gelegenheiten, nehm ich mir Zeit zum schmusen, kraulen und "sitz" üben.
Mut hast du mir ganz gut gemacht, das habe ich heute mal wieder gebraucht. Danke -
Zum Auto nochmal:
Einen Hund, den ich kenne, haben Rescuetropfen aus der Apotheke geholfen.
Ist kein Wundermittel, wäre aber einen Versuch wert.Verhaltenstherapeutisch:
Nur ganz kurze Fahrten zu schönen Zielen unternehmen. Damit sie verknüpfen kann: Auto = toller Spaziergang (zB)
Bestenfalls haltet ihr an, bevor sie sich bis in die heftigsten Symptome hochgepusht hat.
(Evt kann diese Kurzfahrten ja auch dein Mann übernehmen, nach oder vor der Arbeit, damit nicht alles an dir klebt?)Kiste, aus der sie nicht rausgucken kann, kann helfen.
Es könnte auch helfen, wenn sie die Position im Auto wechselt. Wenn sie auf das Fahren anspringt, könnte sie gelassener reagieren, wenn sie statt hinten alleine im Kofferraum, vorne beim Beifahrer zwischen den Beinen sitzt.
Das ist zwar kein gut gesicherter Bereich, aber es geht ja erst mal nur darum, dass sie nicht auf das Fahren an sich panisch reagiert. Sollte es vorne im Beifahrerraum besser klappen, kann dort die Gewöhnung ans Autofahren stattfinden und danach, später, kann sie wieder hinten mitfahren (wenn's Fahren sie nicht mehr in Panik versetzt).
- Dazu müsstet ihr aber erst mal zu zweit fahren (vielleicht auch ne Freundin mit dir?)Mit dem Alleinsein: Was ist denn da der aktuelle Stand? Wie reagiert sie und wie gehst du vor?
Du hast mein Mitgefühl, ein Hund, der weder Alleinsein noch Autofahren kennt - das ist für den Alltag echt ne Herausforderung!
-
liebe smilla,
es freut mich, daß du hier tips bekommst, die dich ein bißchen entspannen. ich kann dir gut nachfühlen, mit kind und neuem schisserhund, von dem man wenig weiß, braucht man viel kraft.
die wünsch ich dir, egal wie eure entscheidung letztendlich ausfällt, auch dafür braucht man kraft.
jetzt muß ich mal schauen, daß ich mich auf die reihe bekomme (koche gerade nebenher. stichpunkt kochen: um das rippchen abzuschließen: ist zu einer 20 kg-rippe mutiert und *genießt* seit längerem erziehung auch in form von verboten / grenzen, also nicht mehr nur trau-dich).
ja, das rippchen war allein daheim. die entscheidung fiel für mich zwischen schlecht und schlechter. schlecht = bleibt daheim. schlechter = kann mich nicht einschätzen und beschließt fürderhin sich überhaupt nie mehr anfassen zu lassen. ich wollte aber das (entspannte) anfassen lassen erreichen.
im gegensatz dazu der proplembär (name frei nach stoiber
), hat vorher gebissen. den hab ich ins auto gezwungen - ähnlich wie schocktherapie - und auch sonst ganz anders gehandelt als beim rippchen. beim bärchen waren andere dinge in den waagschalen gelegen. z.b. absolutes beißverbot, sehr strenge regeln, und gleichzeitig die innere tür auf: komm bärchen, ist alles halb so wild, du mußt dich nicht fürchten.ich kann dir nicht soo viel raten, wie du vorgehen kannst, um das autofahren hinzubekommen, aber wie big joy geschrieben hat, eine abgedunkelte box kann wunder wirken.
warum kannst du sie nicht alleine lassen ? was macht sie ?
es ist halt wirklich so, ohne blick und gefühl für das verhalten eines hundes ist es sehr schwer etwas zu raten. die nuancen bei den schissern sind haarfein.
trotzdem: verlaß dich auf dein gefühl und trau dich. schau, mit welchen methoden eines trainers du gut zurecht kommst. man darf hinterfragen: mag ich das ? ist die erklärung einleuchtend, warum ich irgendwas tun soll ? wie fühlt sich mein hund an, wenn ich den rat befolge ? wie fühl ich mich an, kann ich das aus-/durchhalten ?
ich würde mich sehr freuen, wenn du weiterschreibst, wie es euch geht.
lieben gruß, nicht unterkriegen lassen
zauberhunde - Vor einem Moment
- Neu
Jetzt mitmachen!
Du hast noch kein Benutzerkonto auf unserer Seite? Registriere dich kostenlos und nimm an unserer Community teil!