Wie reagiere ich richtig, wenn sie nicht kommt?

  • Hi ihr Lieben,

    ich hab ein kleines Problemchen mit Bibi. Seit fast 1 Jahr läuft sie überwiegend offline, begleitet mich eigentlich auf Schritt und Tritt, ist auf der Arbeit mit dabei und mein absoluter Traum von einem Hund.

    Auch das Abrufen klappt gut. Wenn sie was megadolles in der Nase hat, kann es sein, dass sie sich etwas Zeit lässt, bis sie kommt, aber das stört mich gar nicht so. Was mich aber WAHNSINNIG macht ist, wenn sie nicht kommen will und sich dann auch noch hinsetzt oder sogar hinlegt. Sie beschwichtigt dann immer, aber rührt sich keinen mm.

    Beispiel:

    Ich bin mit ihr am Stall, will nach Hause. Sie läuft freudig mit, bis zum Parkplatz. Ich öffne das Auto, sie soll einsteigen und bleibt sitzen. Ich rufe sie noch mal, sie beschwichtigt und legt sich hin. Freundlich locken und Party machen bringt nichts, etwas strenger rufen erst recht nicht. Zur Zeit ist es so, dass ich sie dann wirklich hochheben und ins Auto tragen oder am Halsband/Geschirr hinter mir herschleifen muss. Das Theater hab ich ab und zu auch, wenn sie nicht Gassi gehen will, da bekomm ich sie aus dem Hundebett im Schlafzimmer nicht raus ohne sie zu schleifen oder zu tragen.
    Meine Freundin, die mit ihrem Hund eine Hundeschule besucht, sagt, ich solle einfach gehen, sie würde dann schon kommen. Fehlanzeige. Die bleibt da liegen bis Ultimo.
    Bis vor ein paar Wochen war es so, dass ich sie gerufen hab und sie kam, sprang ins Auto und wenn ich gesagt hab "Komm, Gassi!" war sie die erste an der Tür. Seit ihrer Knie-OP ist es schlimmer mit dem nicht hören, aber gemacht hat sie es vorher auch schon, wenn sie scheinbar keine Lust hatte.

    Jetzt wüsste ich gern, wie ich richtig reagieren soll, wenn sie nicht kommt. Soll ich sie weiterhin schleifen? Wohl eher nicht, ist ja nicht angenehm und wenn sie schon beschwichtigt, heißt das ja, dass sie Angst hat (keine Ahnung warum) oder es ihr irgendwie unangenehm ist. Habt ihr einen Tipp für mich?

  • Hallo... das erinnert mich jetzt stark an meinen alten Hund ( das mit dem Einsteigen ins Auto ).
    Der hat sich nach dem Spaziergang auch einfach hingelegt und war nicht dazu zu bewegen, ins Auto zu springen. Erst nach einer gewissen zeit erbarmte er sich und sprang ins Auto. Lange , lange Zeit hab ich gedacht, er ist stur und macht das extra. Bis ich gemerkt habe, dass ihm nach dem Gang irgendetwas weh getan hat.
    Wennn der eine Zeitlang gelegen hatte, ging es dann wieder.
    Villeicht könnte das bei deinem Hund ja auch so sein, dass ihr in dem Moment was weh tut und sie nicht laufen kann und will??

  • Sie hatte ja vor 3 Wochen eine Knie-OP, klar tut ihr da was weh. Hat sie davor aber auch schon gemacht, dass sie vom Stall nicht weg wollte, mich bis zum Parkplatz begleitet hat und dann nicht weiter wollte.
    Sie muss auch nicht ins Auto springen, ich hebe sie immer rein, weil ich nicht will, dass sie springt, aber es wäre echt nett, wenn ich sie nicht immer die 5 - 10 m zum Auto schleifen oder tragen müsste, sie wiegt 19 kg, wuchte mal 19 kg hoch, die sich wie ein nasser Sack hängen lassen.
    Und sie macht das ja auch, wenn sie im Körbchen liegt und nicht Gassi gehen will, ich aber beschließe, dass es nach 6, 7 Stunden jetzt einfach sein MUSS. Die würde auch 14, 15 Stunden in ihrem Körbchen bleiben, wenn es nach ihr ginge...

  • Huhu :).
    Wir haben ja auch zwei Hunde, einer davon begleitet mich regelmäßig zum Stall. Er hat dort immer wahnsinnig viel Spaß. Da unser "Alter" (11-jähriger Jacky-Westie-Mix) nicht so oft dabei ist, wenn es zum Pferd geht, und es für ihn dann immer ein besonderes Highlight ist, hat er sich auch mal angewöhnt, am Ende einfach nicht ins Auto zu steigen und auf stur zu stellen. (Party war ihm egal, ist man zu ihm, ist er dann frech ein Stückchen weggerannt und hat sich dort grinsend wieder hingesetzt :P)

    Was bei uns geholfen hat:
    Kofferraumtür auf, Hund setzt sich hin. Also 2-3 Mal gerufen. Wenn nichts passiert ist Kofferraumtür zu und rein ins Auto. Gaaanz langsam losgefahren (eben so, dass er auf keinen Fall unters Auto kommen kann oder so), ohne ein Wort,während ein Anderer geguckt hat, dass nichts passiert.
    Er kam dann irgendwann ganz schockiert nachgelaufen, wir sind noch 2 Meter weiter gefahren, haben dann die Tür aufgemacht und wenn er drin war dann losgefahren.
    Ist er die nächsten Male dann beim Rufen oder so von selbst rein, wurde er natürlich be-jackpottet und angebetet :D. Und eben diese zwei Extreme immer auf sein Verhalten angepasst.
    Nach zwei Wochen war das Ganze kein Ding mehr. Gerade wenn der Jungspund drin saß (dem er allerdings NIE reinfolgen würde, da ist er nicht mit weich zu kriegen), war er bööse empört, wenn der mit uns dann "heim fuhr" (;)) und er nicht.

    Natürlich musst du gesundheitliche Probleme ausschließen können, aber anscheinend kannst du das ja (:.

  • Hallo, würde auch raten genau zu schauen ob mit ihr körperlich alles in Ordung ist, oder ob sie dir auf diese Art mitteilen möchten, daß ihr etwas weh tut. Denn so wie du berichtest scheint sie ja nicht wirklich ein Grundgehorsamsproblem zu haben. Auch das Beschwichtigen deutet für mich in diese Richtung. ( Ich würde gerne tun was du möchtest, kann aber nicht )
    Vielleicht laßt ihr sie körperlich noch einmal durchchecken. Eine Möglichkeit wäre auch durch genaues Beobachten herauszufinden ob es bestimmte Dinge sind die sie vermeidet um daraus evtl. Rückschlüße ziehen zu können was schmerzt.

    Liebe Grüße Franziska

  • Danke für eure Antworten!

    @ KriGeKi

    Das hab ich schon versucht, sie bleibt trotzdem liegen und wartet zur Not auch 1 Stunde. Wenn ich das Auto noch mal umparken will, funktioniert das, da hüpft sie um das Auto rum und will mit, aber wenn es nach Hause gehen soll, bleibt sie liegen.

    @ Maus1970

    Franziska, sie hatte eine Knie-OP. Ihr tut JETZT etwas weh, ja, aber dieses Verhalten hat sie vorher auch schon gezeigt und sie ist mehrfach durchgecheckt, sie hat sonst nichts. Sie KANN. Sie müsste ja nicht mal ins Auto springen, sondern nur zu mir her kommen, wenn sie vorher rumlaufen konnte, wird sie die letzten 5 - 10 m ja auch noch schaffen. Sie macht das ja nicht nur, wenn sie Auto fahren soll, sondern auch, wenn wir Gassi gehen wollen/sollen und sie nicht will. Wenn ich sie dann runtertrage läuft sie freudig mit und rennt rum, aber BIS ich sie mal unten habe...
    Es ist auch nicht jeden Tag, anfangs dachte ich, es sei ihr zu heiß, aber jetzt war es ja schön kühl und sie macht es trotzdem immer wieder.
    Sie beschwichtigt, weil ich die Stimme hebe und energischer rufe, nicht schreie, aber halt eben deutlicher forder, dass sie kommt.
    Die Hundeschule, die meine Freundin besucht, vertritt die Meinung, dass der Hund auch mal nen "Abriss" braucht, also schon mal gar nicht loben, wenn man 10.000 Mal gerufen hat, bis der Hund dann endlich mal kommt und wenn ich das richtig verstanden habe, werden die Hunde da dann auch mal zurechtgewiesen, indem sie dann am Halsband/Geschirr gezupft werden, es wird mit dem Fuß aufgestampft... Bibi am Wickel packen und hinterherschleifen will ich nu nicht wirklich, ich nehme sie derzeit dann halt immer am Halsband oder trage sie. Das mit dem Fuß aufstampfen funktioniert gut, wenn sie im normalen Freilauf nicht schnell genug folgt, aber in meiner Problemsituation erfolgt daraufhin nur hinlegen und beschwichtigen...

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