neugierde, angst oder beschützer-instinkt??

  • hallo liebe hundebesitzer/innen

    erstmal ein paar eckdaten zum verständnis:
    meine kleine hanna ist eine 1,5 jährige, kastrierte, ziemlich aufgeweckte spanierin (und wohl auch ex-straßenhund), die jetzt seit anfang april bei mir lebt. erst war sie verständlicherweise verunsichert, ohne jegliche erziehung und rudel-verhalten. mittlerweile hat sie sich super eingelebt. die (meisten) kommandos werden befolgt, sie erwürgt sich nicht mehr mit der leine, bellt nicht mehr alles an usw.

    aaaber, wir haben ein problem (bzw ein paar, aber ich glaube, die haben alle die gleiche "herkunft"), und ich kann nicht ganz deuten, was ihr verhalten soll:
    das hauptding ist: sie muß alles, ALLES von nahem begutachten. gehen wir mit der leine spazieren und es kommt uns jemand mit kinderwagen entgegen, zieht sie hin. steht da ein neues auto - zieht sie hin. das ist mit einem "nein" oder ablenkung nicht so das problem. wenn wir allerdings ohne leine unterwegs sind schon eher. erst ist sie käffend einem jogger hinterher... hanna wiegt 5kg und schaut aus, wie ein welpe. deswegen lachen die meisten und finden das noch niedlich. - ich aber nicht! und heute war eine frau mit 2 rottweilern an der leine auf dem feld, mit bestimmt 300m entfernung). ich hab sie nicht gesehen. hanna schon. zack! kamm gestellt, losgewetzt, gekläfft! hätte ins auge gehen können... wenn sie einmal los ist, ist sie auch nicht mehr abrufbar. sie stellt sich mit ca einem meter abstand vor "die gefahr", kläfft ca 5sek und rennt dann wieder zu mir.
    ich hab gelesen, komplett aufgestelltes rückenfell ist unsicherheit. aber warum rennt sie dann überhaupt hin? an ihrem (sehr ausgeprägten) jagdtrieb kann s nicht liegen, weil das auch so ist, wenn die hunde sich nicht bewegen. mit hunden, mit denen wir gassi gehn, hat sie sonst gar kein problem. auch auf der hundewiese am see nicht.
    und zur vervollständigung des bildes: sie mag nicht sitz machen. sie weiß, was das komando bedeutet, führt es aber nur seeehr ungern aus.

    so, vielleicht kann mir ja jemand mit mehr erfahrung sagen, was da bei meinem hündchen im kopf los ist... :)

  • Huhu,

    (bitte nicht falsch verstehen) wieso läßt du deinen Hund der nicht abrufbar ist und sehr ausgeprägten Jagdtrieb hat frei laufen?
    Wie lange hast du die Kleine denn schon?

    Grüße jenni u.tammy

  • Zitat

    Huhu,

    (bitte nicht falsch verstehen) wieso läßt du deinen Hund der nicht abrufbar ist und sehr ausgeprägten Jagdtrieb hat frei laufen?
    Wie lange hast du die Kleine denn schon?

    wenn ich sie seit anfang april habe - fast 5 monate.
    ich lass sie deswegen frei laufen, weil ich keine lust habe, sie ständig an der leine zu halten! sie ist sehr wohl abrufbar! und auch sicherlich kein "oh gott, ob sie wohl wiederkommt" - hund. sondern sehr auf mich fixiert. sie ist NUR nicht abrufbar, wenn oben beschriebenes problem eintritt!

  • das hab ich überlesen das du die seit April hast :smile:
    Brauchst dich nicht aufregen,ich frag dich nur weil das echt in die Hose gehen kann wenn die den Larry bei anderen Hunden raushängen läßt, die das vielleicht nicht so spaßig finden, vor allem wenn die anderen Hunde noch an der Leine sind.
    Meine kommt auch aus Spanien und hat sich am Anfang über so ziemlich alles und jeden aufgeregt :roll:
    Gehst du mit ihr in die HuSchu?

    Gruß Jenni

  • wir waren in 2 hundeschulen. die eine meinte "die ist so aufgeregt, der würd ich erstmal keine komandos beibringen" ->??? und das zweite war ein hundeverein. aber hanna hat s nicht so mit an-der-leine-zerren und anschreien-lassen - und ich auch nicht. war ziemlich ruppig da und nicht wirklich motivierend.

    klar kann das auch schief gehen. deswegen wache ich auch mit argus-augen! und wenn ich schneller wie sie bin "sitz und bleib", dann ist das kein problem. dann wird gesessen und geblieben ohne diskusion. deswegen auch die frage "was ist der auslöser für ihr verhalten" und nicht "was kann ich dagegen tun"

  • Ohne das wirklich live zu sehen kann man das nicht so genau sagen.Würde auf unsicherheit tippen, leg dafür aber nicht meine Hand ins Feuer.Such dir doch mal einen Hundetrainer/in.Die können das Verhalten besser analysieren und dir gegebenfalls auch Tipps geben.

  • Wie wäre es mit einem Trainer der zu euch kommt? Der kann sich den Hund in gewohnter Umgebung anschauen, der kann sich die Situation anschauen, der kann schauen, wie du dich verhältst und der kann dir Tipps geben, wie du die Signale neu aufbaust und das positive, damit sie dann auch abrufbar bleiben.

  • Meine Kleine zeigt manchmal ähnliches Verhalten: Wenn ein anderer, großer Hund entgegen kommt hat sie erstmal Angst, bzw ist unsicher. Sie stellt ihren Kamm auf und manchmal bellt sie auch und hüpft rum um sich größer zu machen als sie ist. Trotzdem läuft sie auf den anderen Hund zu. Das wirkt immer so wie "Uaaa, eigentlich hab ich Angst, aber vielleicht können wir ja doch miteinander spielen?" Das kommt auch mal bei ner Mülltonne oder einem Baumstumpf vor. :headbash:

  • @ pollypoket: danke! endlich jemand, der versteht, was ich wissen will :) genau so hätt ich das nämlich auch "übersetzt". wie reagierst du dann darauf? bei beschriebener (und mir auch bekannten) mülltonne gehen wir hin und schauen uns das ganze mal an, hüpfend, schleichend und tierisch gefährlich ;) aber, kriegst du deine dann gerufen, wenn sie auf andere hunde los-stürmt?

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