Hund mehr Gehorsam beibringen
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Hey,
ich hab meinen Hund seit ca 3 Wochen, und so langsam kennt er die Gegend und es tauchen beim Spazieren gehen die ein oder anderen Problemchen auf. An der Leine geht er super,aber wenn er ohne Leine geht fällt es mir schwer wenn ich ihn vom Feld zurück rufen will. Denn wenn er einen gewissen abstand zu mir hat, ist alles viel interessanter als auf mich zu hören.
In den letzten Tagen hab ich versucht ihn zu mit Leckerchen zu überzeugen, immer wenn er denn dann mal gekommen ist wurde er sehr gelobt und hat auch eine Belohnung bekommen. Aber auch das hat geringen erfolg.
Vorhin hat er eine Katze im Feld gefunden und ich konnte nur noch zugucken wie er hinterher ist.Wie kann ich ihm das Gehorsam mehr einprägen? Bittte um Tipps! :)
Danke schonmal
Lg Spaks :)
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Hi,
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Schleppleine und Rückruf üben üben üben :)
Das klappt schon. Ich konditionier momentan auf ne Hundepfeife.
Und immer in kleinen Schritten arbeiten, das wird.
Viel Erfolg.
LG, Xeandra -
Werds so ausprobieren, danke:)
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Ja, Schleppleinentraining und Rückruf üben.
Machen wir jetzt seit zwei Wochen intensiv, erste Erfolge zeigen sich, bin ganz baff.
Wie wir es machen: 5-Meter-Schleppleine dran, Leberwurst in Tube (gibt es nur bei Rückruf) und andere Leckerchen (Lachsknöchelchen) mitnehmen, Clicker einpacken und los geht es.
Auf offener Fläche (Wiese) viele Richtungswechsel, wenn Joschi gut mitgeht und auf mich achtet, gibt es Lob und Leckerchen.
Zwischendurch Leckerchen in Gras werfen, "Such" sagen, Hund sucht. Wenn er es gefunden hat und etwas weiter von mir weg ist, rufe ich "Hier". Wenn er dann sofort kommt, Leberwurst.
Vorausschauend sein. Sobald etwas auftaucht, was ihn zum Losrennen motivieren könnte (anderer Hund, Hasen), Schleppleine gut festhalten.
Vor ein paar Tagen noch ist er immer losgerannt und dann eben in die Schleppleine.
Heute im Park sah er in Richtung Objekt der Begierde (anderer Hund), blieb aber stehen bzw. setzte sich hin. Als er ruhig saß und nur guckte, Click und Leckerchen.
Dann gehe ich etwas weiter weg, wenn Hund nicht mehr so angespannt ist, "Hier" rufen und wenn er kommt, Leberwurst.
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Nehmen wir an der Hund rennt aufs Feld und er reagiert erst beim 5,6 mal Rufen. Bekommt er dann trozdem noch Leckerchen weil er überhaupt gekommen ist. Oder eher nicht, weil er eben erst so spät reagierte?
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Also, 5 oder 6 Mal Rufen würde ich auf jeden Fall vermeiden.
Daher ist ja bei uns die Schleppleine dran und der Rückruf wird super intensiv geübt.
Also erstmal intensiv konditionieren. "Hier" sagen, Super-Keks oder Leberwurst in Hund, wieder "Hier" sagen, Keks in Hund usw. Klappt das gut, die Abstände vergrößern. Ein paar Meter entfernen. "Hier" rufen, Hund kommt sofort, Keks rein usw.
Das haben wir zwei Tage lang dreimal am Tag geübt, jeweils so 5 Minuten.
Dann auch beim gemeinsamen Gehen an der Schleppleine. Hund immer mal zwischendurch wieder rufen.
Immer immer immer üben. Bei uns klappt Leberwurst super. Oder Käse. Oder ein Spiel, auf das er total steht.
Über jedes "Hier", das mir manchmal noch passiert und auf das Joschi nicht reagiert, ärgere ich mich total (über mich).
Ich strenge mich an, immer nur zu rufen, wenn ich mir ziemlich sicher bin, dass er auch kommt.
Was ich auch mache, wenn ich mir nicht ganz sicher bin: Ich locke ihn per Name oder so Schnalzgeräusche zur mir, wenn er dann auf dem Weg ist, "Hier" sagen. Legt er Tempo zu, gibt es Superbelohnung.
Ist ein anstrengendes Training, aber es lohnt sich.
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In der Anfangszeit würde ich immer Leckerchen geben und Party machen, wenn er kommt. Das Wichtigste ist ja erst mal, dass er das Herkommen (zu Dir) als etwas Positives empfindet. Und schließlich übt ihr ja noch, das sitzt ja nicht vom ersten Tag an. Später, wenn es besser klappt, kannst Du Deinen Hund überraschen mit der sogenannten "variablen Belohnung", das bedeutet, mal gibt es nur verbales Lob, mal ein Mini-Leckerli, mal gar keins und mal eine Handvoll
. Immer spannend bleiben!Völlig kontraproduktiv ist natürlich, ihn zu beschimpfen, wenn er "zu spät" kommt.
Auch noch wichtig: Nicht so oft rufen (5-6 Mal, wie Du schreibst) und ihm immer sagen, was er machen soll. Nicht "BelloBelloBello" sondern (z.B.) "Bello, komm". Sonst blendet er die nervige Geräuschkulisse irgendwann aus

Und zu guter Letzt: Sich etwas zur Seite drehen, vielleicht sogar ein paar Schritte weggehen, nicht frontal dem Hund gegenüber stehenbleiben beim Rufen. Steigert die Motivation zum Herkommen ungemein, weil Hunde das Frontale ja eher als Bedrohung empfinden.
Viel Glück + Erfolg + Geduld

Wauzihund
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Zitat
Sich etwas zur Seite drehen, vielleicht sogar ein paar Schritte weggehen
genau, hatte das noch vergessen, wenn Hund zu langsam kommt, ein paar Schritte nach hinten weggehen, dann kommt er meist schneller

viel Spaß beim Training!
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Danke für die tollen und vielen Tipps werds versuchen so gut wie möglich um zu setzen und hoffe einfach mal das bald ein kleines erfolgserlebnis kommt :)
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Zitat
Wie kann ich ihm das Gehorsam mehr einprägen? Bittte um Tipps! :)Danke schonmal
Lg Spaks :)
Indem du den Gehorsam in kleinen Lernschritten aufbaust, und den Hund nicht überforderst.Den Grundstein des abrufen legst du ohne Ablenkung, so dass dein Hund keinen Grund hat, nicht zu kommen und sich die hoffentlich tolle Belohnung zu verdienen. Beim Abruf gibt es grob gesagt zwei Schwierigkeiten: die Distanz und die Ablenkung. Man fängt ganz easy an, aus der Nähe und ohne Ablenkung - das kann im Haus oder Garten sein. Und dann steigert man langsam immer nur das eine. Also entweder grössere Distanz ohne Ablenkung, oder mehr Ablenkung auf kurze Distanz. Erst wenn man da mit beidem eine Stufe höher ist mit viel üben, kann man sie kombinieren. Da passieren die meisten Fehler, denn das dauert, und der ungeduldige Mensch probiert dann doch schon den Abruf von der Katze, was meist so ist, wie von einem Grundschüler Abitur verlangen.....
Es gibt keine Schnelllösungen, das dauert, bis der Gehorsam wirklich sitzt. Es geht schneller, wenn man sich verkneift, in aussichtslosen Situationen zu rufen. Bis es soweit ist, lässt man den Hund nur in risikofreien Gebieten frei laufen, und sichert ihn ansonsten mit der Schleppleine. Zum Vorgehen beim abrufen wurden schon viele gute Tipps gegeben. Wichtig ist, dass die Belohnung für den Hund wirklich toll ist - das muss nicht immer Würstchen sein, überlege dir, was dein Hund megatoll findet, probiere aus, wechsle ab, so dass der Hund nie genau weiss, welchen Gewinn er erzielen wird.....
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