Heute auf der Speisekarte: Spatz
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Hallo liebe Forumsmitglieder,
unser Janosch (21 Wochen) hat sich gerade einen Vogel - genauer gesagt einen Spatz - geschnappt. Ich nehme mal an, dass der Vogel vielleicht benebelt war (die fliegen bei uns gern mal an die Fensterscheibe), denn wenn die Katze verzweifelt den Vögeln hinterher schaut weil wieder mal leer ausgegangen, wird unser Dicker wohl kaum einfach so nen Vogel fangen. Als ich es sah und Aus gesagt habe, hat er ihn kurz fallen lassen (das üben wir zurzeit ganz oft mit seinem Spielzeug), der Vogel ist ein Stück nach vorn geflattert und damit wars vorbei: Hund hinterher, Vogel geschnappt und schön weit weggerannt. Frauchen erst lauthals Aus geschrieben und dann hinterher (ganz schlecht). Jetzt hat er ihn zerlegt (viel ist nicht mehr übrig) und hat sich wunderbar drin gesielt. Und ich mach mir jetzt ein bissl Sorgen – Krankheiten, Federkiele die vielleicht die Speiseröhre oder den Magen verletzt haben könnten? Was meint Ihr?
Haben wir jetzt einen kleinen Geflügel-Jäger bei uns? Klar er ist von anfang an den Vögeln gern hinterher gerannt, ist ja auch ein tolles Spiel. Das war aber nie ernst. Nur wenn sich im hinteren Teil des Grundstücks abends einige Vögel gesammelt haben, ist er mit hoch erhobener Rute in die Runde gerannt. Die Hühner, Gänse und Enten beobachtet er nur. Aber wer weiß, vielleicht wartet er ja nur auf die Gelegenheit wo kein Zaun mehr zwischen ihm und seinen potentiellen Opfern ist.
Ich muss sagen, ich bin doch ein bissl baff. Hätte ich von einem Berner nicht gedacht. Fängt es mit den Vögeln vielleicht nur an? Sollten wir uns jetzt Gedanken ums Anti-Jagdtraining machen? Auf jeden Fall sollten wir wohl in den nächsten Tagen und Wochen das Aus solange trainieren bis er sogar ne Bockwurst aus dem Maul fallen lässt - da wünsch ich mir selbst schon mal viel Spaß dabei

Wie sind Eure Erfahrungen mit dem Jagdtrieb Eurer Hunde, vorallem wenn es keine "typischen" Jagdhunde sind?
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Hi,
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Wegen dem gesundheitlichen Aspekt würde ich mir keine Sorgen machen. Beobachte ihn und wenn er nicht komisch ist, ist denke ich alles okay.
Ich würde ihm jedoch jetzt schon verbieten hinter den Vögeln herzurennen. -
Ich seh da kein Problem. Der Kleine hatte eine geile Party und Du warst nicht eingeladen, so sieht das aus.

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Hallo storyboard, genau so wars! Dabei hab ich mich schon so gefreut als er den Vogel beim ersten Aus hat fallen lassen. Ich überleg jetzt grade ob mein Hund damit sagen wollte, dass er werden will.
Beoachten werde ich ihn heute ganz genau. Im Moment sucht er zum zwischenzeitlich 5. oder 6. Mal heute ein neues Versteck für ein eine Woche altes und vom Regen schon halb zersetztes Pansenstück. Sicherheitshalber werde ich heute aber nochmal beim Tierarzt nachfragen. Da gehen wir heute eh hin. Der junge Herr ist fremden gegenüber sehr zurückhaltend und lässt sich nicht gerne anfassen - unser Tierarzt war so nett, uns anzubieten immer mal wieder abends vorbei zu kommen um ihn an diese Situationen zu gewöhnen.
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Dein Hund ist ein Baby. Der will dir noch gar nichts sagen. Der will toben und die Welt erleben und nicht immer will er, dass Du daran teil hast. - Das ist absolut normal.
Ich finde es übrigens nicht unbedingt erstrebenswert einen Hund zu haben, der sich von jedem anfassen lassen möchte. Meine Hündin ist so ein Hund, eine Kuschelhure sondergleichen, die sich auch von Menschen anfassen lässt, die mir den Magen hochtreiben - und ich kann es leider nicht immer schnell genug verhindern. Mir wäre es lieber, meine Kleine wäre Fremden gegenüber reserviert. Wobei reserviert natürlich nicht aggressiv meint.
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Ich würde dem Hund nicht beibingen, dass er einen Vogel fallenlässt, den er gefangen hat. Es ist toll, wenn er das "Aus" versteht, aber wieso darf er Vögel jagen? Das würde ich schon unterbinden, denn - ja - wenn er das darf, ist es irgendwann, wie Du jetzt siehst, zumindest für den Vogel kein Spaß mehr und das hat schon Auswirkungen auf das Jagd- und Hetzverhalten. Was er jung lernt, wird er sich später schwer wieder austreiben lassen.
Ich habe einen Hund der liebend gerne mit allen Leuten kuschelt und gerne alle Gesichter ablecken würde. Mein Aussie ist dagegen reserviert und trägt auf seinem K9-Geschirr die Aufschrift "Nicht anfassen", da er gegenüber Fremden unsicher ist und sich schnell bedrängt fühlt und dann geht er nach vorne. Wenn er nach einer Weile von sich aus auf die Person zugeht, ist alles OK und es gibt keinen Ärger.
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So ganz langsam müßt ihr glaube ich bei eurem süßen Berner mal ein bißchen Grenzen setzen.
Vögeln hinterherrennen ist absolut Käse, er übt damit "was sich schnell bewegt, darf ich aufhetzen" - das generalisiert sich mit Sicherheit, wenn du da nicht jetzt ganz klar sagst, das du das Mist findest.
Ich finde es auch schwierig, wenn ein Welpe in dem Alter beschließt, sich in meiner Gegenwart nicht von Fremden anfassen zu lassen, alleine ist das was anderes, aber mit dir dabei sollte er das unbedingt tun.
Aber daran arbeitet ihr ja schon.
Ich würde mir da jetzt keinen Riesenkopf machen, der reißt sicher nicht mit 21 Wochen die Weltherrschaft an sich, aber einen ganz schön eigenen Kopf hat der Herr ja schon, das würde ich im Auge behalten und den Dickkopf mal ein bißchen stutzen.
Wegen des Vogels - mach dir mal keinen Kopf. Ein paar Federkiele oder frische Geflügelknochen verträgt ein junger gesunder Hund ohne Schaden davonzutragen.
Tja - sowas wie dieser geschredderte Vogel zeigt einem dann, daß man nicht ausreichend achtgegeben hat (im Vorfeld meine ich jetzt, in der Situation kannst du wenig tun).
Sowas hab ich immer im Kopf, wenn ich im Bekanntenkreis höre - "ach laß die doch ruhig den Vögeln hinterher, die kriegen die doch eh nicht"................manchmal dann halt doch. -
Ich denke ihr solltet schon anfangen das Jagen konsequent zu unterbinden. Ihr müßt euch im Klaren darüber sein, daß bereits das lange Anvisieren von Vögel und so weiter teil des Jagen ist und schon hier ansetzten und dem Hund ein Alternativverhalten bieten und dieses intensiv belohnen. Auch unser Hund liebete alles was fliegen kann. ( Enten und Vögel ) habe dann an der Langlaufleine trainiert, daß er zurück kam sobald er Enten gesehen hat und ihn dann intensiv belohnt. Ich bin mit ihm zu einen See/ Teich gegangen an dem viele Enten leben. Da ging es dann immer Hund sieht Ent-sofort zurück mit Namen ansprechen und zurück- rufen-Hund kommt-intensiv belohnen.
Heute ist das Thema gegessen und er ignoriert Enten und Vögel. Spielt aber liebend gerne mit allen möglichen anderen Hunden. Je wilder desto besser.
Liebe GrüßeFranziska
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Warum sollte ein Berner keinen Spaß an der Jagd haben?!? Hund ist Hund und stammt vom Wolf ab. Balu ist von seiner Rasse her auch kein Jagdhund, hat mich aber viel Arbeit gekostet, ihm das klar zu machen.
Da ging's von Vogel bis Reh ab....! Aber nun ist's gut, wenn....ich schnell genug bin. Und das kleinste "Erstarren, Fixieren" merke...! Ich unterbreche dann mit "Stop" und Balu kommt zu mir...! Also...ran ans Anti-Jagd-Training...good luck! 
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Hallo,
@ Storyboard: In meinem Satz dass ich überlege, fehlten mal eben noch ein paar Wörter. Ich wollte scherzhaft damit ausdrücken, dass er vielleicht mehr Frischfleisch fressen werden will.
Reserviert gegenüber Fremden zu sein finde ich ja auch gut. Wir hatten früher einen Goldie, der ist zu allem und jedem hingerannt. Kenn das aber auch aus der Verwandtschaft, dass der anfänglich ängstliche Hund in der Zwischenzeit beim Tierarzt aggressiv reagiert. Daher muss Janosch merken, dass beim Tierarzt alles okay ist und er sich dort nicht mit eingezogenem Schwanz an die Ausgangstür drücken muss. Prinzipiell lässt er sich schon anfassen, er brauch nur seine Zeit um mit den Leuten warm zu werden. Und Zeit um den Hund jedes Mal erst ne halbe bis ganze Stunde mit Leckerlies zu bestechen, hat glaube ich kein Tierarzt (obwohl er sich die nimmt).
Vögel jagen „darf“ er auch nicht. Das macht er auch nicht, auch wenn es vielleicht ein bisschen so rüber kam. Aber mal ehrlich welcher Eurer Hundewelpen ist nicht bei Gelegenheit mal einem Vogel hinterher gehoppst wenn der grade auf dem Boden saß. Der bewegt sich ja so schön – genau wie ein Frosch oder ne Feldmaus oder ne Fliege.
Und es ist jetzt auch nicht so, dass er die ganze Zeit draußen fixiert – egal ob Vogel oder Hausgetier. Aber wir werden ihn jetzt besonders hinsichtlich dieses Verhaltens beobachten und wenn er los flitzt, unterbinden, ablenken und das gewünschte Verhalten belohnen.
Der Tierarzt meinte auch, dass ich mir über Krankheiten oder ähnliches keine Gedanken machen solle. Er sagt aber auch, dass die Situation gestern seines Erachtens nicht wirklich mit Jagdverhalten zu tun hat. Als Vergleich sagte er, was hätte der Hund getan wenn in der Küche ne Bockwurst runter gefallen wäre? Geschnappt, abgehauen, aufgefressen. Das es nun grade ein Vogel war, war Pech für den Vogel aber ne Chance die der Hund gleich ergriffen hat. Daher finde ich das Aus-Training schon sehr wichtig. Manchmal würde ich ja auch gerne ne Bockwurst essen
Jedenfalls scheint ihm das Vögelchen nicht schlecht bekommen zu sein, er hat ganz normalen Stuhl.
Liebe Grüße und danke für Eure Tipps und Erfahrungen!
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