Jack-Russel-Terrier wird zum Raufbold

  • Vor 7 Monaten ist Floh im Alter von 10 Monaten zu mir gekommen.

    Er ist sehr "gesellig" und Begrüßt jeden mehr oder weniger Lautstark.

    Mit den Nachbarhunden hat er gerne Gespielt.

    Mit 14 Monaten sind wir auf die Hundewiese.
    Immer Mittags mit den gleichen Hunden,die sich alle schon länger kannten.

    Wurde Floh zu "Aufdringlich" haben ihn die größeren Hunde zurechtgewiesen.Das hat Problemlos geklappt.

    Mit einem Gleichgroßen hat er sich nicht Verstanden
    und als dann auch noch eine läufige Hündin dazukam wurde daraus eine Beisserei,
    bei der beide leichte Bissverletzungen hatten.
    Wir mußten Sie trennen . . .

    Ich bin dann mit Floh nicht mehr zur Hundewiese gegangen.

    Begegnen wir beim Spazieren und Spielen anderen Hunden,
    so wird Floh in letzter Zeit,Rüden gegenüber,zunehmend agressiver.
    Zuerst Schwanzwedeln und Schnüffeln und binnen Sekunden kann das ganze "kippen" und Floh geht auf den anderen Rüden los.
    Egal wie groß der ist . . .
    Vor 2 Monaten hatte er sich sogar in das Maul eines Kovac verbissen.
    Trenne ich die Kontrahenten,weil es zu doll wird,rastet Floh völlig aus.Bellt und Heult und will sich weiterprügeln.
    Ich muß ihn dann "in den Schwitzkasten" nehmen und wegtragen.

    Besonders mit gleichgroßen scheint er sich "messen" zu wollen.
    Lezten Sonntag waren wir am Strand,haben Ball gespielt.
    Ein anderer gleichgroßer Rüde kam dazu.
    2-3 Minuten haben sie gespielt.
    Dann fing Floh an,den anderen Rüden zu Beobachten,
    stieg ihm dann auf den Rücken und die Keilerei ging los.

    Sowas passiert immer häufiger.

    Gestern abend hat er sich am Tor in die Schnauze des Nachbarhundes verbissen der größer ist als ein Schäferhund und als sehr Friedlich bekannt ist.

    Durch Floh´s Verhalten meide ich immer mehr andere Hunde.

    So ein Raufbold ist ja auch keinem zuzumuten . . .
    ausserdem kann Floh auch mal an den falschen geraten !


    Hab hier im Forum nach Ratschlägen Gesucht,
    (bin ja nicht der einzige Terrierbesitzer der diese Probleme hat)
    hab aber nichts Gefunden.

    Wenn mich jemand auf entsprechende Beiträge hier im Forum "Lotsen" könnte wäre ich sehr Froh.

    Ist das mit 17 Monaten noch "pubertäres Gehabe"
    oder wird Floh zum "Streithammel" ?

    Ich würde mich sooooo Freuen (und Floh wohl auch)
    wenn wir auf der Hundewiese umhertollen könnten !

    ohne Stress . . . .

    Danke

    Holger

  • Hallo Holger,
    Das Problem liegt ganz klar schon in den Anfängen mit spielen, dann Rauferei, dann Beisserei...meist schon in Welpengruppen wo sich die Hunde über den Haufen Rennen und keine vernünftige Kommunikation lernen, dann geht es weiter auf Hundespielwiesen, wo gerauft wird, dann kommt die beisserei...sicherlich nicht immer bei allen Hunden aber gerade Terrier neigen dann dazu, es sehr ernst zunehmen, was Sie gelernt haben.
    Versuche die Aufmersamkeit deines Hundes Zu bekommen und lasse Ihn ausschließlich nur mit gut sozialisierten Hunden spielen. Bei Rauferein sofort unterbrechen!
    Lg

  • Ich muss es noch mal besser erklären, spielen mit anderen Hunden ist wichtig. Das Problem ist nur, dass es leider auch noch in einigen Hundeschulen so erzählt wird, dass die Hunde alles unter sich aus machen sollen. Und das sollten Sie eben nicht. Da schnell aus dem Spiel ernst wird, dann folgt das Raufen und am Ende kommt die Beißerei. Es ist nicht immer so dramatisch aber es kann so vorkommen. Umso öfter ein Hund solche Erfahrungen macht, kann es unter anderem schnell dazu führen ( rassebedingt auch Jack Russell), dass es Kratzbürsten werden, die jeden Hund angiften. Wenn es soweit gekommen ist, ist es sehr schwer den Hund wieder umzukonditionieren... Wie gesagt, Hunde meiden ist auch nicht die Lösung, also es macht das Problem nicht weg. Zu viel Hundekontakt kann wieder gefährlich sein, wenn es nicht richtig vollzogen wird. Wenn du daran wirklich arbeiten willst, wäre ein Trainer vor Ort die beste Variante.

  • Zitat

    Sag Holger, warst mit Floh schon in einer Hundeschule oder bei einem Hundetrainer?

    Würd ich jetzt mal ganz pauschal vorschlagen.

    Ja,das wäre das Beste !

    Ich bin ja auch zur Schule gegangen . . . hat auch was gebracht . . . ;)

    Nur leider kostet das so ca 15 € pro Gruppenstunde.
    Die hab ich bei einer Rente eben über Grundsicherung nicht über . . . leider.

    Ich Versuche erstmal zu "sondieren" wie ernst das Problem mit meinem "Halbstarken" ist.

    Zitat

    und lasse Ihn ausschließlich nur mit gut sozialisierten Hunden spielen

    Ja,aber im jetzigen Zustand ist Floh doch eine Zumutung für andere Hunde
    und deren Besitzer,die manchmal kurz vor einem "Herzkasper" sind wenn Floh rumrandaliert . . .
    Das hört sich ja auch nicht wie Mädchenpensionat an,wenn es Ernst wird.

    Derzeit schaue ich den Hunden immer zuerst auf den Hintern.

    Ist es ein Mädel,ist alles klar und es wird gespielt und getobt.
    Bei den Mädels kommt er gut an.Er darf bei 3 Hündinnen in der Nachbarschaft sogar aus deren Napf naschen.

    Ist es ein Rüde,sag ich dem Hundeführer das Floh ev. Streit anfängt
    und geh mit ihm Angeleint weiter.
    Flohs Gekläffe ist da auch Selbsterklärend . . . und vertreibt so manchen Hundehalter.

    Da wo andere Hunde sein könnten geh ich gar nicht mehr ohne Leine.


    tschüss

    Holger

  • Holger, mal anders, ist Floh Dein erster Hund?

    Wie konsequent warst Du bisher mit ihm?

    Wie sicher sitzt der Abruf?

    Kannst Du ihn lesen?

    Wo warst Du als Floh feststellte, er muss mal schnell den anderen Hund in die Schuhe verbringen und wie war Deine Reaktion darauf?

    Was weißt Du über den Jack und seine Eigenheiten?

  • Meine Freundin ihr Jacki ist genauso. Er ist jetzt 5j.. Erst spielen, dann beißen. Und leider beißt er dann auch ziemlich heftig :sad2:
    Mein Rocco ist mit allen verträglich, er ist sehr sehr lieb und selbst er wurde schon von ihm gebissen. Ich glaub das liegt an der Rasse.

  • Das wollte ich auch gerade fragen ;) ...
    es ist eben sehr schwierig hier detallierte Tips zugeben, weil es schwer sein wird für Holger, alles genaustens umzusetzen...und gerade der Jack ist ein Hund für sich, ich habe zwei davon...
    Deshalb wird es nur eine Lösung geben, wenn sich Holger Hilfe vor Ort sucht, denn die Terrier sind sowas von Stur, da braucht man wohl Hilfe in Holgers Lage. :|

  • Hallo Gretchen,
    ja Rasse hin Rasse her, sicherlich sind diese Terrier nicht ohne und vorallem meine beide nicht, trotzdem hören sie bei mir aufs Wort und können bei mir ihren Dickkopf nicht durchsetzen..andere Hunde werden auch in Ruhe gelassen... ;) .ich habe auch die Begleidhundeprüfung gemacht...also möglich ist es sie super gut zu erziehen.

  • Grins, der Jack wie auch der Parson sind nicht stur... nur das mit dem Will to please haben sie nicht verstanden, dazu noch ein bissi Größenwahn, nebenbei halten sie sich auch noch für Doggen im Zweifelsfall und ein unerfahrener inkonsequenter Halter und schon hat man den Schlamassel.

    Deshalb wär auch mir ein Trainer vor Ort ganz lieb.

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