Angst vor fremden Menschen und Hunden.. Hilfe!!!
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Huhu,
bei mir steigt die Verwirrung. Meine Emily kläfft neuerdings fremde Leute an, knurrt dabei teilweise. Bei fremden Hunden genau das gleiche. Wenn es sich um Menschen handelt, kann ich sie eigentlich immer zurückrufen. Okay, manchmal muss ich zweimal rufen, aber dann kommt sie auch wirklich zurück. Bei Hunden sieht das anders aus, weshalb ich sie, wenn es sich abzeichnet, dass wir welchen begegnen an die Leine nehme. Nun ist es auch noch so, dass wir hier eigentlich nur nicht freundlichen Straßenhunden begegnen.
Emily ist jetzt ca. 7 Monate alt. Kann es da einfach nur an der Pubertät liegen? Bin mir so unsicher... Vor meinem Gärtner hat sie auf jeden Fall Angst. Da verkriecht sie sich oder bleibt ganz nah bei mir. Elli hingegen liebt ihn heiß und innig. Doch der macht keinen Hehl aus seiner Abneigung gegen die kleine. Da muss ich immer hören, dass Elli (Goldi-Mädchen, 5 Jahre) der liebste und schönste Hund sei, und die kleine NUR EIN ARBI. Sprich ein tunesischer Köter ohne Wert. Und diese Hunde haben eins gemein: Sie mögen KEINE Tunesier. Klingt merkwürdig, aber ist so. Emily unterscheidet auch deutlich zwischen Tunesiern und Nicht-Tunesiern. Kann ihre Angst vielleicht mit ihrem Vorleben zu tun haben? Und noch was könnte eine Rolle spielen, sehen die Leute hier einen Hund, werden schon aus 20 Metern Entfernung Steine gesucht zum Werfen!!! Das mussten wir hier auch schon erleben, allerdings war ich da noch mit der Großen alleine...
Was kann ich nur tun, um ihr beizubringen fremde Menschen zu ignorieren? Menschen kann ich nicht ändern, aber vielleicht die Sorgen meines Mädchens? Wir gehen schon immer Wege, wo wir möglichst keinem begegnen, denn ich möchte auch nicht, dass irgendwann die Situation wirklich kippt und sie beißt.
Hundeschulen und Trainer sucht man hier vergebens. Einen Lichtblick haben wir noch. In ca. 9 Monaten kommen wir nach Deutschland zurück und dann werden wir zu allererst eine Hundeschule besuchen. Aber bis dahin muss ich ihr doch irgendwie helfen... !!!Bin verzweifelt und wie immer für jeden Rat, löchernde Fragen und konstruktive Kritiken dankbar...
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Hallo,
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huhu,
ich habe das gleiche bzw. ähnliche problem. bei mir ists so, dass sobald er einen anderen hund oder menschen sieht. rennt, bzw. will er unbedingt hin. Seit ca. 2 Wochen fängt er sogar an Menschen anzukläffen u zu knurren...dann springt er immer um sie herum und die leute haben dann angst. abrufen lässt er sich dann nur selten...muss ihn dann immer einfangen
(gelingt mir nicht immer, in vorher anzuleinen). ach ja u mein hund is jetzt etwas über einen jahr.
also bei dir denke ich liegts einerseits daran, weil sie ihre grenzen austesten will und angst. vllt denkt sie, sie muss dich beschützen... hast du es schon mal mit richtungswechsel probiert? wenn du merkst sie visiert, dann schlagartig die richtung wechseln ... dann hat sie keine zeit, sich weiter hineinzusteigern...und merkt das es unwichtig ist, was in der anderen richtung passiert. du musst die aufmerksamkeit auf dich lenken.
oder vllt hat sie schlechte erfahrungen gemacht??!! Dann würde ich versuchen, das sie eben lernt das es auch was schönes sein kann...wie z.b. das die fremde person ihr ein leckerli gibt..hoffe das ich dir helfen konnte. lg
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Hallo,
schön, dass Du mir geantwortet hast. Oje, das Einfangen müssen kenne ich von meiner Großen. Einmal im Meer, musste ich sie schon sehr oft aus dem Wasser holen, weil freiwillig kommt sie da nicht mehr raus... Wir haben es einmal getestet, wie lange sie es da aushält: von nachmittags um vier bis Mitternacht ist sie wie ein Patrouillenboot von einem Ende der Bucht bis zum anderen und zurück (ca. 100m). Wir haben sie am Ende rausholen und festhalten müssen...
Nun aber zurück zum Thema:
Könnte mir auch schon n bissl vorstellen, dass Grenzen austesten zusätzlich mit reinspielt. Den Richtungswechsel habe ich noch nicht ausprobiert, aber das wird dann gleich mal nachher bei der Nachtrunde passieren... Das mit der Aufmerksamkeit auf mich lenken machen wir bereits. Wenn sie wieder bei mir bleibt, wird gelobt und der Futterbeutel zur Belohnung geworfen... Das hilft meistens. Ich dachte nur immer, dass das das Problem an sich aber nicht behebt, weil ist ja nur Ablenkung... eben den anderen vergessen...
Schlechte Erfahrungen hat sie in jedem Fall schon gemacht: Als mein Mann mit den beiden mal unterwegs war, wurde sie von zwei Hunden angegriffen. Die Große und mein Mann sind dazwischen gegangen. Seitdem, glaube ich zumindest, hat sies nicht mehr mit fremden Hunden. Sie kläfft und knurrt wenn die nur am Horizont erscheinen. Und ansonsten, als mein Gärtner mal auf die beiden aufpassen musste, meinte er, dass da jemand über die Mauer zu mir in den Garten kam. Soll wohl keine schöne Situation gewesen sein. Es ging n bissl was zu Bruch, wahrscheinlich auch ihr kleines bisschen Vertrauen in die "Menschheit"... Es ist auch nie klar, ob die Einbrecher hier einbrechen oder nur die Hunde klauen wollen. (Leider in letzter Zeit sehr häufig der Fall) Situationen hier beim Gassigehen sehen eben auch immer gleich aus. Menschen sehen freilaufende Hunde, heben Steine auf (geworfene hat aber eben auch nur die Große bisher erleben müssen, obwohl sie sie ignoriert hat), tun so, als ob sie werfen würden oder machen eben sonstige Drohgebärden auch schon aus der Ferne. Könnte mir vorstellen, dass sie da irgendwann mal einen zuviel bekommen hat und nun glaubt, sich so schützen zu müssen: Angriff ist die beste Verteidigung. Deshalb umgehen wir solche Begegnungen, wo es nur geht.Liebe Grüße...
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Was ich nicht verstehe, wenn ein Hund ein solches Verhalten zeigt, gehört er m. E. gesichert –> Schleppleine. Bis die Ursache gefunden wurde und dann wird trainiert, auch an der Schleppleine. Kein Hund soll Menschen oder Tiere ankläffen, angehen oder was-auch-immer dürfen. Jedes Mal ist der Hund erfolgreich, jedes Mal brennt sich diese Strategie ein. Jedes Mal wirds schwieriger, dagegen zu trainieren.
Mein Tipp; Sichere Deinen Hund durch eine Schleppleine. Lerne ihn zu lesen in den Situationen (ist ja dann ungefährlich weil gesichert, kannst Dir also Zeit lassen). Dann entwickle eine Strategie dagegen, probiere und wenns nicht klappt, ändere die Strategie. So kannst Du zumindest erstmal rausfinden, aus welchen Gründen sie so reagiert.
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Also... ich finde ja, dass sie angesichts der (für Hunde) bedrohlichen Umwelt total normal reagiert. Wer von uns wäre nicht verängstigt oder würde sich wehren wollen, wenn er bei jeder Begegnung mit einem Menschen schon aus der Ferne bedroht und schlimmstenfalls sogar ernsthaft angegriffen (Steinewerfen) wird?
Da ist der Tipp mit dem Leckerliwerfen wohl ein klein wenig an der Realtität vorbei. Wenn man vielleicht nen netten Nachbarn findet, der das ab und zu macht - schön! Vllt lernt sie dann diesem einen Menschen nicht ganz soviel Misstrauen entgegen zu bringen. Aber grundsätzlich ist ihr Verhalten ja total "angebracht" angesichts der Feindseligkeit der Menschen, denen sie begegnet. Ich würde garnicht wollen, dass sie zutraulich auf Menschen zugeht, wenn ihr von so vielen Leuten Gefahr droht. Ich würde wollen, dass sie sich fernhält und in meiner Nähe bleibt, damit ich auf sie aufpassen kann. Dazu dann noch die Anspannung von euch Menschen, die ja um die Hundefeindlichkeit wissen und Menschen entsprechend meiden, wenn die Hunde dabei sind. Das bestärkt ja noch in der Haltung, dass die anderen Menschen gefährlich sind. Davon abgesehen würde ich solche Begegnungen natürlich auch meiden. Aber halt als Erklärung.
Ich weiß jetzt nichts über die Vorgeschichte des Hundes. Wie hat sie denn gelebt, bevor sie bei euch war?
Meine Kleine ist aus Mallorca. Sie wurde da sicher nicht am laufenden Band mit Steinen beworfen, aber Gutes hat sie von Menschen dort nicht erlebt. Sie war von Anfang an sehr ängstlich anderen Menschen gegenüber und hat sie auch schon von Weitem verbellt (Hunde genauso). Da sie noch sehr jung war / ist und ich ihr hier einfach ausschließlich positive Begegnungen mit Menschen ermöglichen kann, ist das vieeeeeeeel besser geworden. Sie hat schnell gelernt, dass die Leute ihr nichts tun wollen und Frauchen total entspannt bleibt und locker mit den Leuten redet. Anfassen lässt sie sich von keinem Fremden (erwarte ich auch nicht von ihr), aber sie ist mittlerweile neugierig und bellt nicht mehr. Andere Hunde findet sie auch nicht mehr "verbellenswert" sondern total spannend.
Also ich kenne eure Lebensumstände ja nicht. Aber es klingt nach einer sehr hundefeindlichen und für die Hunde zurecht bedrohlich wirkenden Umwelt. Wie soll sie denn da lernen Menschen gut zu finden?
Ich würde eher darauf hinarbeiten, dass sie ganz viel Vertrauen in dich / euch als Bezugspersonen gewinnt. Zeigt ihr, dass ihr sie beschützen könnt und sie das nicht selbst übernehmen muss. Sie muss sich nicht um andere Hunde oder Menschen kümmern, das ist eure Aufgabe. So lange sie so unsicher ist und nicht von selbst in eurer Nähe bleibt, wenn euch andere Menschen/Hunde begegnen, würde ich sie anleinen und nur in kontrollierter Umgebung (du schreibst von einem Gärtner, also habt ihr wohl nen Garten) freilaufen lassen. Ich würde versuchen ihr zu zeigen, dass die Leine ihre Versicherung ist, dass ich auf sie aufpasse. Wenn jemand bedrohlich wird, stell dich zwischen sie und die Bedrohung, zeig ihr, dass du sie beschützt.
Das ist jetzt, wie gesagt, alles vielleicht garnicht passend, weil ich nichts Genaues über eure Lebensumstände weiß. Aber in erster Linie hab ich Verständnis für den armen Hund und seine Unsicherheit.
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Hab jetzt mal noch ein bisschen gestöbert. Unsere zwei scheinen ja in etwa gleich alt zu sein :)
Über ihr Leben, bevor sie etwa 4 Monate alt war, weiß man bei Yara leider nichts. Viele gute Erfahrungen mit Menschen / andern Hunden hat sie wohl nicht gemacht und mit normalen Alltagseindrücken natürlich auch nicht. Also mir sind gewisse Unsicherheiten und Ängste da nicht fremd. Aber ich hab, dadurch dass ich in einer ganz ruhigen und so gänzlich ungefährlichen Gegend wohne (sieht man von Wildschweinen ab, die des Nachts im Dunkeln lauern *g*), da natürlich viel bessere Voraussetzungen und entsprechend Fortschritte gemacht.Ich würde die Begegnungen mit den "unfreundlichen Straßenhunden" einfach nicht zulassen. Wenn sie sich da nicht abrufen lässt (klar, sie will sich verteidigen) dann würde ich sie wirklich an der Leine behalten, um sie jederzeit sichern zu können. Sollten sich trotzdem welche an sie ranwagen, kannst du unmittelbar eingreifen und sie beschützen.
Ich denk wirklich, dass es zentral ist, dass sie Vertrauen zu dir / euch aufbaut und sich von anderen Hunden / Menschen erstmal fernhält, es sei denn, du erlaubst es. Ist sicher nicht ideal, wenn man einem Hund beibringen will, dass es keinen Grund gibt Angst zu haben. Aber wenn es diesen Grund nunmal in der Realität gibt? Ich würde nicht riskieren wollen, dass ihr was passiert oder sie immer neue schlechte Erfahrungen macht (was ja offensichtlich bei der feindlichen Umgebung sehr wahrscheinlich ist).
Wenn sie euch mehr vertraut, würde ich langsam andere freundliche Menschen dazuholen und sie schrittchenweise daran gewöhnen, dass von ihnen keine Gefahr ausgeht. Zumindest zu Hause / im eigenen Reich.
Könnt ihr denn mit den Hunden im Garten toben oder seid ihr auf öffentliche Freiräume zu spielen / offline toben angewiesen?
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Hallo BabaJaga,
hier in Tunis ist die Welt tatsächlich nicht sehr hundefreundlich. Sie werden hier eher verteufelt. Seit der Revolution haben sich zwar viele einen "echten Hund" angeschafft (Schäfer, Rottis, Pitbulls etc.) damit sie das Haus bewachen, aber nicht, weil sie mit einem Hund zusammenleben wollen. Diese werden dann auch entsprechend scharf gemacht, was auf der Straße die sowieso schon vorhandene Hundeangst noch mehr schürt... Als kleine Erläuterung, warum so agressiv auf Hunde reagiert wird... Um nicht noch mehr in Ärger zu verfallen, höre ich hier lieber auf. Keiner will die Horrorstorys hören oder erleben, die hier teilweise abgehen...
Wir haben zwar einen Garten, in dem wir spielen können, aber richtiges Toben ist nur draußen möglich. Das machen wir dann vorwiegend nachts nach 22:00 Uhr oder vor 06:00 Uhr morgens, denn da sind bekanntlich die wenigsten unterwegs. Emily ist, seit sie ca. 6 Wochen alt ist, bei uns. Ihre Herkunft ist wirr. Der Wächter eines Kollegen hat dessen Sohn ein Spielzeug mitgebracht. Die Emily. Wo der die herhatte, weiß irgendwie keiner, seine Antworten sind widersprüchlich. Die Eltern wollten aber gar keinen Hund und baten also mich, ob ich sie nicht nehmen könnte... Wollte sie eigentlich nur behalten, bis wir jemanden seriöses für sie gefunden haben, aber es fand sich keiner bereit. Also blieb sie bei mir. Von Anfang an hat sie bei mir Schutz gesucht, wenn sie Angst vor was auch immer bekommen hatte. Auch von Anfang an hatte sie eine gewisse Angst oder besser Respekt vor Männern. Mein Mann bildete da wie immer eine Ausnahme. Wie es jetzt ist, kann ich leider nicht sagen, denn er hat meine Mädels das letzte Mal zu Ostern gesehen. Das ewige Leid einer Fernbeziehung...
Ich weiß halt nur nicht, wie ich noch reagieren kann oder soll. Souverän an den Leuten vorbeigehen. So heißt es doch eigentlich. Wenn wir dann aber ggf. auch noch beschimpft werden, was soll ich denn machen?! In Luft auflösen kann ich mich noch nicht!!! Auch das bekommt sie doch mit. Wie BorderCollie2010 (hoffentlich habe ich das richtig geschrieben) schon sagte, ist auf dem Absatz umkehren eine Alternative, die wir ausprobieren werden. Keine Frage. Aber manchmal kann man fremde Menschen nicht umgehen.
Habe ich Freunde zu Besuch, geht es komischer Weise irgendwie... Merkt sie, dass ich denen vertraue, und bleibt deshalb recht gelassen? Bei Frauen mehr, bei Männern weniger, da bleibt sie dann eben auf Abstand, aber ohne groß den Aufstand zu proben...
Nagut, wieder einen Roman geschrieben... Lasse Euch mal schlafen und werde nun unsere Nachtrunde einläuten...
Liebe Grüße an Dein Mädchen, auf dass es bei Euch weiter bergaufgeht!!!
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Ach Mensch, das liest sich ja wirklich alles Andere als schön.
Da hat Emily ja in dem ganzen Chaos und Unglück doch auch richtig Glück gehabt. Nämlich bei dir zu landen und so ein Zuhause zu finden. Wenn man das so liest, kommen einem die eigenen "Aufreger" ganz schön lächerlich vor.*seufz* Wie soll man einem Hund die Angst nehmen, wenn die Umwelt wirklich so bedrohlich bis feindlich reagiert?
Es ist so verständlich, dass du dich ärgerst und wütend darüber bist, wie die Menschen den Hunden begegnen. Ich kann mir da sicher kein Urteil anmaßen. Die Menschen und Kulturen sind so verschieden. Aber wenn andere Lebewesen so missachtet werden, dann kann ich dafür einfach nur schwer irgendwie Verständnis aufbringen. Selbst, wenn manche Dinge zumindest eine Erklärung darstellen. Aber macht es das besser?Ich weiß nicht, ob das an eurer Realität vorbeigeht oder doch einen Versuch wert ist. Aber ich finde das Vorgehen in diesem Thread https://www.dogforum.de/zeigen-und-benennen-t128830.html wirklich klasse. Vielleicht ginge das ja in die richtige Richtung? Wir gehen in vielen Situationen ähnlich vor, also Yara und ich. Nur ohne Clicker, sondern eben mit verbaler und Leckerlibestätigung. Bei ganz "schnellen" und extremen Reaktionen, ist ein Clicker aber wahrscheinlich wirklich sinnvoll. Ich mag die Dinger nur nicht so gern mit mir rumschleppen und es geht auch ohne für uns.
Hast du herausgefunden, ab welcher Distanz zu anderen Leuten/Hunden sie anfängt Theater zu machen? Das mit dem Umdrehen und in die andere Richtung gehen, kannst du dann vielleicht in dem Moment schon machen, bevor sie anfängt sich aufzuregen und sie dann riesig dafür belohnen (meine würde Leckerli, vielleicht auch geworfen, und ein kleines Rennspiel am meisten lieben), wenn sie ruhig bleibt und mit dir mitkommt. So versuchen Situationen zu schaffen, in denen sie sich richtig verhalten kann und sie dafür loben. Vielleicht lernt sie auf diese Weise mit der Zeit eine Alternative zum Bellen und nach vorne gehen?
Es ist toll, dass sie sich bei dir sicher fühlt und Schutz sucht. Vielleicht lernt sie mit der Zeit, dass das auch bei solchen unliebsamen Begegnungen der beste Weg für sie ist - in deiner Nähe bleiben und dich das regeln lassen.
Ja, das waren noch so ein paar meiner Gedanken. Ich würde mich freuen, wenn du weiter erzählst und uns auf dem Laufenden hältst!
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Hallo Babajaga,
Zu Deinem Tipp mit dem Zeigen und Benennen: Manchmal gibt es ja Zufälle, die einem in die Karten spielen, denn am Montag habe ich angefangen, auch mit der Emily zu clickern. Sie reagiert da allerdings noch recht verunsichert, ist aber doch neugierig, denn Elli bekam vor ihren Augen ja immer ein Leckerchen, wenn dieses komische Ding laut knackte... Große Verwirrung und Abstand halten... Den Thread hatte ich auch mal gesehen und mir aber gedacht, nee die Überschrift sagt ja, dass das eine Denksportaufgabe sein wird und wir haben ja im Moment ganz andere Baustellen. Also schaute ich eben nicht dort hinein... Nun habe ich es doch getan und mir die Passagen "how to do" gleich ausgedruckt. Meine ersten Opfer sind meine zwei Kater, die fixiert sie erstmal um dann zu entscheiden, ob sie mal eben auf die spielerisch losgeht oder nicht. War lustig, denn nach dieser Entscheidung kam auch gleich mal ein Kater zur Tür rein. Sie schaute ihn an, ich clickerte, sie bekam das Leckerchen und war dann total verwirrt. Soll ich den Kater jetzt weiter anstarren oder nicht? Sie lies es bleiben. Nun warte ich einfach, bis sie wieder aufwacht, immer mit dem Clicker und Leckerchen bewaffnet...
Wär ja ne super schöne Lösung...Also nochmal großen Dank für Deine einfühlsamen Antworten, wenn Du magst halte ich Dich wirklich gerne auf dem laufenden, wie unsere Fortschritte so sind.
Die Distanz ist recht unterschiedlich: Im Prinzip, sobald sie jemanden sieht/ registriert fängt sie schonmal mit fixieren an. Vorführeffekt eben: Keiner weit und breit zu sehen, also Leine los und mit dem Futterbeutel gespielt und dann aus ihrer Sicht vor ihr weggelaufen, aber eigentlich der Elli hinterher, die sich gerade über Müll hermachen wollte. Keine von uns hat den Mann registriert, der an uns vorbeikam (10m Abstand und im Straßengraben!!!) erst als er vorbei war, habe ich ihn bemerkt, weil ich den Sack in genau die Richtung werfen wollte. Schnell umentschieden und genau in die entgegensetzte geworfen. Hurra, wir sind ohne Sorgen einem Menschen begegnet und die kleine hat es nicht mal bemerkt!!! Bei den beiden Hunden, an denen wir immer vorbeimüssen (die sie angefallen haben) sah es natürlich anders aus. Musste die Mädels förmlich hinter mir herzerren, denn keine wollte auch nur einen Meter zurückweichen... Aber gut, mit dem Zeigen und Benennen zu Hause noch weiter üben und dann an denen testen...
Freue mich riesig über Deine Ratschläge und habe gerade ein kleines Hoch bekommen...Was die Aufreger in Deutschland betrifft, komm Dir bloß nicht lächerlich vor, eine andere "Welt", eine andere Erwartungshaltung. Bin mit Elli damals bei München aus einer Hundeschule rausgeflogen, weil sie sich da eine beste Freundin gesucht hat. Ein Dobermädchen, das da sowieso nicht gerne gesehen wurde. Die beiden spielten recht intensiv miteinander, vergaßen die anderen Hunde völlig und auch das wurde nicht gerne gesehen. Wir wurden gebeten, uns eine andere Einrichtung zu suchen. Dabei waren die beiden da gerade mal vier und sechs Monate alt. Elli wurde schließlich zum einzigen Goldi in einem Dobermannverein!!
Und fühlte sich da pudelwohl...Und nochmal Danke, Danke, Danke
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Huhu :)
Mensch, na das klingt doch so, als hättest du erstmal einen Plan, wie es weitergeht, super!
Und viel hab ich ja garnicht gemacht, also kein Grund zu danken :)Wie läuft es denn bisher?
Schneller sein, als die Hunde, also potenzielle "Bedrohungen" oder "Ausflippgründe" vor ihnen zu sehen, ist wirklich die ultimative Rettung oft *g* Wenn die kleinen Mistgurken nur nicht selbst so schnell wären
Aber super, dass das mit dem Futterbeutel in die andere Richtung werfen als Ablenkung in dem Moment gut geklappt hat!Ich bin gespannt, ob ihr mit dem Zeigen und Benennen vorankommt und das draußen auf die "fiesen" Hunde anwenden könnt.
In jedem Fall wünsch ich dir viel Geduld und Ruhe und trotz der Anspannung immer wieder Spaß beim Training.
Hast du denn von deinen beiden Mädels Fotos, die du zeigen könntest? Ich bin ja schon etwas neugierig, wie sie aussehen.
Liebe Grüße aus dem kalten, verregneten Berlin in den warmen Süden

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