• Hallo Leute

    Wir haben zu Hause einen süssen "kleinen" Dackel-Französische Bulldoggen-Mix der 9 Monate alt ist... Zu Hause hört er eigentlich immer recht gut, baut allgemein nicht so viel Mist und er kann auch alleine bleiben ohne uns die ganze Wohnung zu zerstören :) Aber wir haben immer wieder ein paar Problemchen :headbash:

    Er versucht immer wieder der Chef bei uns zu sein, wird manchmal übermütig, beim Spazieren hat er ab und zu (zum Glück im Moment selten) seine 5 Minuten und muss in die Leine beissen und daran zerren, und wenn er nicht an die Leine rankommt, muss z.B. mein Arm dran glauben, und das tut ganz schön weh!
    Wenn er übermütig wird, bringt sanft sein bei ihm nichts. Wir müssen ihn meistens etwas härter packen und festhalten oder ihm mit der Zeitung drohen (alles andere bringt wirklich nichts).
    Ich hab mit ihm schon etwa 15h Junghundekurs gemacht. Anfangs war es schwer mit ihm, wenn wir im Kreis standen, bellte er immer die anderen Hunde an, weil er zu ihnen wollte. Er regt sich ziemlich schnell auf, wenn er was nicht darf. Ich hab dort gelernt, im richtigen Moment wegzugehen und den Abstand zu vergrössen (Aber deshalb hab ich dann die Hälfte des Kurses nicht mitbekommen). Es wurde mit der Zeit auch besser (vielleicht auch, weil die Gruppe kleiner wurde), nun aber machen wir eine Pause. Wir werden ihn kastrieren lassen (er muss wohl so oder so ran, weil ein Hoden im Bauchraum geblieben ist und der dann zu Krebs oder ähnlichem verändern könnte), vielleicht wird er dann auch etwas ruhiger?

    Beim Spazieren können wir leider nicht mehr so gut die Aufmerksamkeit auf uns ziehen. Er ist nur mit der Nase am Boden. Auf seine Hunde-Leckerlies reagiert er nicht mehr (obwohl er früher so verfressen war), ausser mit Wurst, dann geht's meistens, aber leider trotzdem nicht immer. Deshalb ist es sehr schwer, mit ihm beim Spazieren zu arbeiten. Fuss etc. klappt leider auch noch nicht, so wie wir es möchten...

    Er ist immer ein fröhlicher Hund, deshalb springt er auch gerne fremde Leute an. Er liebt vor allem Kinder, aber wir können ihn zu keinem lassen, weil er die sofort umrempeln würde (er ist nicht gerade der Sanfteste). Wenn wir beim Spazieren einem Kind begegnen, zerrt er immer zum Kind hin und bellt dann, weil er nicht hindarf (das erschreckt die Kinder natürlich noch, er bellt ziemlich laut). Wie können wir ihm das abgewöhnen? Oder wie können wir ihm das "Sanft-sein" mit Kindern und auch mit Erwachsenen lernen? Habt ihr Tipps?

    Wir können ihn noch nicht ab der Leine lassen. Ein Problem ist natürlich das Anspringen fremder Leute und vor allem kleiner Kinder, das ist nicht angenehm. Ein anderes ist, dass er sich nicht abrufen lässt. Wenn er mal frei ist, kommt er zwar meistens schon, wenn wir ihn rufen, aber rennt gleich wieder weg, für ihn ist das alles irgendwie noch ein Spiel. Ganz lustig hat er's gefunden, als er aus dem Halsband gerutscht ist (an einer Strasse), wie ein Wilder durch das Quartier gerannt ist und wir ihm dann durch das ganze Quartier nachrennen mussten (er ist auch an einem Kinderwagen hochgesprungen, und da haben wir nicht gerade liebe Worte gesagt bekommen...). Für uns war das die Hölle, und der Kleine fand das natürlich lustig, er ist immer wieder gekommen und wieder weggerannt.
    Wir lassen ihn nun deshalb nur frei, wenn er mit einem Hund spielt (und dieser Hund sich abrufen lässt), er bleibt nämlich immer beim anderen Hund...
    Ich möchte nun das Abrufen sehr gut mit ihm Lernen. Habt ihr Tipps?

    Ich weiss, dass wir bisher bei der Erziehung schon viele Fehler gemacht haben und dass sein Verhalten nur wegen unseren Fehlern so ist. Aber wir möchten das Beste rausholen.
    Hab nun noch 4 Wochen Ferien und möchte "intensiv" mit unserem Darko üben (zu intensiv auch nicht, will ihn ja nicht überfordern!). Nun weiss ich leider nicht, wo ich anfangen soll. Ich wäre deshalb um jeden kleinen Tipp seeeeeeehr froh! :roll:

    Huch, ich hab so viel geschrieben, wollte ich eigentlich gar nicht :ops:

    Danke euch schon im Voraus und entschuldigt, falls ich irgendwie nervig rüberkommen sollte oder sowas.. Irgendwie ist mein Text etwas durcheinander.. ist ja schon spät.. :sleep: Fragt mich, wenn ihr mehr wissen möchtet!

    Liebe Grüsse
    Angelita

  • Hallo Angelita :)

    Zitat

    Er versucht immer wieder der Chef bei uns zu sein


    das ist in meinen Augen Blödsinn. Er versucht nicht Chef zu sein, er ist einfach nicht erzogen ;)

    Zitat

    Er versucht immer wieder der Chef bei uns zu sein, wird manchmal übermütig, beim Spazieren hat er ab und zu (zum Glück im Moment selten) seine 5 Minuten und muss in die Leine beissen und daran zerren, und wenn er nicht an die Leine rankommt, muss z.B. mein Arm dran glauben, und das tut ganz schön weh!Wenn er übermütig wird, bringt sanft sein bei ihm nichts. Wir müssen ihn meistens etwas härter packen und festhalten oder ihm mit der Zeitung drohen (alles andere bringt wirklich nichts).


    Kennt er das Kommando "Aus" oder "Nein"? Mit der Zeitung drohen - was soll das bringen?

    Zitat

    Ich hab mit ihm schon etwa 15h Junghundekurs gemacht. [...] Ich hab dort gelernt, im richtigen Moment wegzugehen und den Abstand zu vergrössen (Aber deshalb hab ich dann die Hälfte des Kurses nicht mitbekommen)


    Ich würde zu einer anderen Hundeschule gehen oder ein paar Stunden Einzeltraining nehmen. Und nein, durch die Kastration muss sich nicht zwingend etwas ändern. Er kann bleiben wie er ist, er kann ruhiger werden oder auch aggressiver.

    Zitat

    Beim Spazieren können wir leider nicht mehr so gut die Aufmerksamkeit auf uns ziehen.


    Hier empfehle ich die Schleppleine. Solange er nicht wirklich abrufbar ist, solltest du ihn nicht von der Leine lassen. Auch Bindungsspiele sind hier hilfreich.

    Zitat

    Er ist immer ein fröhlicher Hund, deshalb springt er auch gerne fremde Leute an. [...] Wie können wir ihm das abgewöhnen? Oder wie können wir ihm das "Sanft-sein" mit Kindern und auch mit Erwachsenen lernen? Habt ihr Tipps?


    Wir haben die anderen Menschen gebeten, unsere Hunde zu ignorieren. Und die Hunde so an der Leine gehalten, dass sie gar nicht die Möglichkeit hatten andere Menschen anzuspringen. Wenn dir andere Menschen entgegen kommen und er will hin - wechsele die Richtung. Du bestimmt wo es lang geht, nicht der Hund.

    Das ist die Kurzfassung, du wirst hier sicherlich noch viele Tipps bekommen ;)

    Einige Fragen habe ich noch:
    Wie sieht euer Tagesablauf aus?
    Wer kümmert sich hauptsächlich um den Hund?
    Wie reagierst du, wenn er zu Menschen hinzieht und sie anspringt?

  • Ich schließe mich Sonja an und möchte hinzufügen: Dieser Hund braucht eine artgerechte Auslastung - und das hast nicht, dass ihr stundenlang mit ihm durch die Botanik traben sollt, sondern dass er mal kopfmäßig ausgelastet wird. Sucharbeit z.B.

    Ich würde euch jedenfalls dringend zu einem guten Hundetrainer raten, denn offensichtlich müsst auch ihr noch das eine oder andere lernen.

    Wenn du schreibst, wo genau du in der Schweiz lebst, hat vielleicht jemand einen Tipp für dich.

    cazcarra

  • Zitat


    Ich weiss, dass wir bisher bei der Erziehung schon viele Fehler gemacht haben und dass sein Verhalten nur wegen unseren Fehlern so ist. Aber wir möchten das Beste rausholen.
    Hab nun noch 4 Wochen Ferien und möchte "intensiv" mit unserem Darko üben (zu intensiv auch nicht, will ihn ja nicht überfordern!). Nun weiss ich leider nicht, wo ich anfangen soll. Ich wäre deshalb um jeden kleinen Tipp seeeeeeehr froh! :roll:

    Hi Angelita,

    für mich liest sich dein Beitrag so, als hättet ihr viele Baustellen und du schreibst ja selber, das du gerade nicht weisst womit du anfangen sollst. Das ist nicht schlimm und ich finde es klasse, das du dir hier Hilfe holen möchtest. :gut: Ich denke aber, das es für euch und Darko besser ist, wenn ihr euch an einen kompetenten Hundetrainer wendet der euch vor Ort hilft an den Problemen zu arbeiten. Ein guter Trainer kann euch auch erklären wieso sich Drako so verhält, was man dagegen tun kann und was man dabei beachten sollte. Über das Internet Tipps geben ist immer schwierig, da man sich kein richtiges Bild von der Situation machen kann. Ein Hundetrainer kann euch auch besser helfen als wir hier im Forum, da der Trainer euch und Darko live erlebt und gleich Hilfestellungen geben kann. Was sagt denn der/die Trainer/in bei eurem Junghundekurs zu den Problemen? Bevor du Dinge wie das Abrufen usw. mit Drako übst, solltest du ihm erst einmal die Grundkommandos wie "Nein" und "Aus" beibringen. Ihr kommt mit einer liebevollen, konsequenten und geduldigen Erziehung weiter als mit "Erziehungsmaßnahmen" wie das mit der Zeitung. Wenn du mit ihm übst, versuche ihn spielerisch zu erziehen. So ist er mit Freude dabei und merkt nicht einmal, das du ihn gerade erziehst. ;)

  • @ Asmodiena:
    Dass er (noch) nicht ganz erzogen ist, stimmt natürlich schon ;) Aber manchmal hab ich wirklich das Gefühl, er versucht der Chef zu sein...

    Normalerweise kennt er "Aus" und "Nein" schon. Zu Hause hört er auch sehr gut darauf, ausser bei Zerrspielen muss ich ihn meistens zuerst am Halsband halten und dann "Aus" sagen, daran müssen wir noch feilen.
    Das mit der Zeitung ist eigentlich wirklich ein Blödsinn, aber manchmal wirkt es.

    Wir haben nun eine Schleppleine gekauft, ich werde mich nun etwas mehr einlesen, damit ich weiss, wie ich sie genau benutzen soll.
    Und was für Bindungsspiele z.B.?

    Tagesablauf.. Morgens wird natürlich zuerst mit ihm Gassi gegangen, dann bleibt er alleine zu Hause während alle arbeiten und ich in die Schule gehe, in der Zeit schläft er immer. Mittags kommt dann meine Mutter nach Hause, Gassi gehen, Fressen. Dann kommt noch mein Vater. Ich komme meistens gegen 16h nach Hause, gehe mit Darko Gassi und spiele und übe etwas mit ihm.. naja ab dann sind wir einfach meistens alle zu Hause, ausser ich hab noch Training. Es geht immer wieder jemand anders Gassi. Abends isst er noch und dann schläft er auch wieder..
    Hauptsächlich kümmert sich meine Mutter um ihn, sie geht morgen früh Gassi, gibt ihm Fressen.. An Wochenenden oder in den Ferien kümmere ich mich dann dafür mehr um Darko als meine Mutter..

    Zu Erwachsenen zieht er nicht mehr so oft hin, wenn Menschen an uns vorbeilaufen, ist er meistens mit schnuppern am Boden beschäftigt. Wenn Kinder vorbeigehen, halte ich dann meistens kurz an, lasse ihn neben mir sitzen, halte ihn kurz an der Leine und warte, bis die Kinder vorbei sind. Manchmal bleibt er ruhig sitzen, manchmal versucht er's trotzdem noch. Früher war das schlimmer, es hat sich schon recht gut gebessert. Aber wäre er frei und hätte die Möglichkeit, würde er sie anspringen und spielen wollen.
    Mit dem Richtungswechsel werde ich es versuchen.

    @ cazcarra:
    Du hast recht, Darko braucht wirklich mehr Kopfarbeit!


    Ich danke euch allen bisher recht herzlich für die Antworten und für die tollen Tipps. :D

  • Er ist 9 Monate alt. Was heute sitzt ist morgen wieder weg! :D so ist das in dem Alter!

    Deswegen nicht verzagen und weiter machen, denn er ist erst am Anfang seiner Pubertät! ;)

    Schau doch einfach mal, hier gibt es einen Treat, indem sich die Junghundebesitzer gegenseitig Mut zusprechen! Eventuell hilft dir das!

    Ansonsten kann ich nur sagen: Schleppe ans Geschirr und mit viel Motivation und positiver Bestärkung üben üben üben und nicht aufgebe und nciht verzweifeln!

    Die meisten hier mussten durch diese Phase ... und um dich zu beruhigen, meine Maus ist jetzt 3 und es sitzt noch lange nicht alles perfekt, trotz Begleithundeprüfung und regelmäßigem Training!
    Es sind eben Hunde und keine Maschinen!

    Ich würde dir zu einem neuen Trainer raten. Manchmal kommt man mit einem einfach nicht weiter und braucht neuen Input!

    Ich wünsch dir jedenfalls viel Erfolg und einen langen Atem! Den brauchst du bei einem Junghund nunmal!

    VG, aussiemausi!

    Edit: acho, Kopfarbeit/Auslastung ist natürlich super und kann sehr viel helfen!

  • Hallo!

    Zitat

    Er versucht immer wieder der Chef bei uns zu sein, wird manchmal übermütig, beim Spazieren hat er ab und zu (zum Glück im Moment selten) seine 5 Minuten und muss in die Leine beissen und daran zerren, und wenn er nicht an die Leine rankommt, muss z.B. mein Arm dran glauben, und das tut ganz schön weh!
    Wenn er übermütig wird, bringt sanft sein bei ihm nichts. Wir müssen ihn meistens etwas härter packen und festhalten oder ihm mit der Zeitung drohen (alles andere bringt wirklich nichts).
    Ich hab mit ihm schon etwa 15h Junghundekurs gemacht. Anfangs war es schwer mit ihm, wenn wir im Kreis standen, bellte er immer die anderen Hunde an, weil er zu ihnen wollte. Er regt sich ziemlich schnell auf, wenn er was nicht darf. Ich hab dort gelernt, im richtigen Moment wegzugehen und den Abstand zu vergrössen (Aber deshalb hab ich dann die Hälfte des Kurses nicht mitbekommen).

    Für mich liest es sich eher so, als ob Dein Hund unter Streß steht.
    Die "dollen fünf Minuten" an der Leine beim Gassi gehen könnten ein Zeichen dafür sein, daß irgendetwas zu viel für ihn war. Er konnte es nicht verarbeiten, er hat keine Zeit dazu es zu verarbeiten, weil er ständig neuen Input bekommt. Also fängt er an Übersprungshandlungen zu zeigen. In die Leine schnappen gehört dazu.

    Das Gleiche dann im Verein. Er kann noch nicht mit Frust umgehen, und das streßt ihn natürlich auch. Um diesen dann abbauen zu können, fängt er mit dem Bellen an.
    Daß es später weniger geworden ist, liegt entweder tatsächlich daran, daß die Gruppe kleiner geworden ist, wie Du es vermutest, oder, daß er sich schon daran gewöhnt hat, weil ja eh immer die gleichen Leute mit Hunde da waren.

    Zum "Aufregen, wenn er mal was nicht darf" - das könnte sein, daß er es noch nicht verstanden hat. Du sagst dann entweder NEIN, oder AUS, er bekommt es mit, weiß aber nicht, was es bedeutet. Du stehst da mit einer Erwartungshaltung vor ihm, die er (noch) nicht erfüllen kann, und somit setzt Du ihn unter Druck.
    Das sorgt dafür, daß er wieder Streß aufbaut ;)


    Zitat

    Beim Spazieren können wir leider nicht mehr so gut die Aufmerksamkeit auf uns ziehen. Er ist nur mit der Nase am Boden. Auf seine Hunde-Leckerlies reagiert er nicht mehr (obwohl er früher so verfressen war), ausser mit Wurst, dann geht's meistens, aber leider trotzdem nicht immer. Deshalb ist es sehr schwer, mit ihm beim Spazieren zu arbeiten. Fuss etc. klappt leider auch noch nicht, so wie wir es möchten...

    Er ist ja noch recht jung.
    Erwarte nicht zu viel von ihm!
    Natürlich kann man das jetzt schon langsam üben, aber vergiß bitte nicht, daß junge Hunde noch nicht in der Lage sind, sich schon so lange konzentrieren zu können. Halte lieber die Einheiten ganz kurz und schließe mit einem "Erfolgerlebnis" ab.


    Zitat


    Ich möchte nun das Abrufen sehr gut mit ihm Lernen. Habt ihr Tipps?

    Ich würde das Ganze mit der Schleppleine (am Geschirr) absichern und üben wollen.
    Vorteil: er kann sich selbst keine Erfolgserlebnisse mehr verschaffen.
    Und Du hast ihn unter Kontrolle.

    Aber, bedenke dabei, daß er noch jung ist. Erwarte noch nicht zu viel von ihm. Bau das wirklich langsam auf.
    Zeig ihm, daß es toll ist, wenn er hört. Zeig ihm, daß es bei Dir immer toller und vor allem besser ist, als ganz woanders.


    Noch ein Tip,
    auch wenn es im Augenblick wirklich anstrengend sein kann, werde etwas lockerer. ;)
    Die Pubertät ist ist sowieso schon eine "Nummer für sich".
    Nimm manche Dinge mit Humor, und trainiere das Ganze nicht zu "verbissen". Bleib aber nur in Deinen eigenen Aktionen konsequent. Also nicht mal "heute darf er", und dann plötzlich wieder "nee, jetzt paßt es mir grad nicht". Bleibe bei einer Linie.
    Dann kommt der Rest auch schon fast wie von selbst.


    Schöne Grüße noch
    SheltiePower

  • aussiemausi: Vielen lieben Dank für die aufmunternden Worte! :)

    SheltiePower:

    Wenn Darko seine "fünf Minuten" hat, ist er allerdings unter Stress, da hast du vollkommen recht. Das passiert meistens dann, wenn er nicht zu einem anderen Hund, Kind etc. darf/kann. Er regt sich dann einfach auf, ist zu überdreht und muss sich abreagieren, indem er irgendwo reinbeisst. Aber wie kann ich drauf achten, dass er sich weniger stresst?
    Und manchmal ist das Leinebeissen auch eine Art Spielaufforderung, kommt es mir vor. Dann lässt er sich auch sehr schnell beruhigen, weil ich ihm dann klar mache, dass ich hier und jetzt nicht mit ihm spielen möchte/kann.

    Wie kann ich ihm denn das Nein etc. klar(er) machen?

    Ich möchte ihn auch nicht unter Druck setzen und habe auch nicht allzugrosse Erwartungen. Bisher finde ich, dass er es als Hund ganz gut meistert, nur habe ich das Gefühl, das was ich ihm jetzt nicht lerne, wird ich ihm später nur schwer beibringen. Viele sagen mir immer, du musst mit ihm üben, üben, üben, er sollte mit seinem Alter schon mehr können, du musst ihn erziehen, bla bla bla... Die haben irgendwie ja schon recht, aber vielleicht braucht der Darko einfach mehr Zeit? Ich weiss nicht. Bisher hat sich ja vieles schon "von selber" etwas gebessert...

    Eigentlich bin ich immer die, die locker ist und nie nervös. Wenn man mich mit meinem Vater vergleicht, bin ich das komplette Gegenteil. Deshalb bin wahrscheinlich auch ich die, die dem Darko was beibringen sollte. Mein Vater hat gar keine Geduld, bei ihm muss immer alles sofort klappen und er ist immer etwas der "Bösere".. :roll:
    Ich nehme da recht viel mit Humor, Darko bringt uns sowieso täglich zum Lachen :D

    Wenn ich müde bin, schreibe ich immer so viel :headbash:
    Danke für deine Tipps! Ich werde versuchen, sie so gut wie möglich umzusetzen :)

  • Zitat

    SheltiePower:

    Wenn Darko seine "fünf Minuten" hat, ist er allerdings unter Stress, da hast du vollkommen recht. Das passiert meistens dann, wenn er nicht zu einem anderen Hund, Kind etc. darf/kann. Er regt sich dann einfach auf, ist zu überdreht und muss sich abreagieren, indem er irgendwo reinbeisst. Aber wie kann ich drauf achten, dass er sich weniger stresst?

    Du weißt ja im Grunde genommen schon, daß er SO drauf ist.
    Wenn er Dir in die Leine springt und "Rabatz" macht, hast Du schon zu spät reagiert.
    Jetzt heißt es, den Hund im Auge behalten, und gezielt trainieren.
    Halte die Distanz zu den "Auslösern" noch groß. Das gleiche gilt übrigens auch für die Hundegruppe. Regt er sich auf, seid Ihr noch zu nah beieinander. Vergrößere die Distanz, geh aus der Situation raus.

    Wenn er sich beruhigt hat, kannst Du ihn dafür belohnen.
    Dann kannst Du Dich auch wieder umdrehen, und ihn so lange belohnen, wie er noch ruhig bleibt. Merkst Du, daß er unruhig wird und sich nicht (mehr) auf Dich konzentrieren kann, dann ist seine "Grenze" erreicht. Bis dahin kannst Du arbeiten.
    Klappt es gut, wird die Distanz verkürzt. Aber nicht so flott. Immer schön langsam, und viel bestätigen.
    Er soll ja merken, daß es bei Dir viel schöner ist, und es sich lohnt, sich auf Dich zu konzentrieren.

    Zitat

    Wie kann ich ihm denn das Nein etc. klar(er) machen?

    Hier im DF gibt es eine wunderschöne Erklärung dazu.

    https://www.dogforum.de/bring-deinem-h…bei-t18293.html


    Zitat


    Ich möchte ihn auch nicht unter Druck setzen und habe auch nicht allzugrosse Erwartungen. Bisher finde ich, dass er es als Hund ganz gut meistert, nur habe ich das Gefühl, das was ich ihm jetzt nicht lerne, wird ich ihm später nur schwer beibringen. Viele sagen mir immer, du musst mit ihm üben, üben, üben, er sollte mit seinem Alter schon mehr können, du musst ihn erziehen, bla bla bla... Die haben irgendwie ja schon recht, aber vielleicht braucht der Darko einfach mehr Zeit? Ich weiss nicht. Bisher hat sich ja vieles schon "von selber" etwas gebessert...

    Ich meine es jetzt ganz bestimmt nicht böse, aber in diesem Part widersprichst Du Dir selbst ;)
    Klar mußt Du üben, und klar solltest Du konsequent dabei sein.
    Aber vergiß bitte nicht, daß Du es noch mit einem relativ jungen Hund zu tun hast, der sich im Augenblick auch noch in Pubertät befindet. Da wird schon mal Erlerntes gerne "vergessen". :D

    Und es verhält sich mit den Hunden so ähnlich, wie bei den Menschen. Die lernen ein ganzes Leben lang. Und immer wieder etwas Neues dazu. ;)

    Du bleibst natürlich am Ball, aber nicht so verbissen. Sieh es locker(er).
    Es ist nun mal so, daß, wenn von außen "Druck" aufgebaut wird, egal, ob nun unbewußt oder ganz bewußt, ein Schüler schon mal "abschaltet". Es macht halt keinen Spaß, unter diesen Randbedingungen zu lernen. Und wenn die Erwartungshaltung vom Trainer / Lehrer etwas höher ist, als man diese erfüllen könnte, dann neigt man schon mal dazu, vorher aufzugeben, weil man ja jetzt schon weiß: egal, was man auch tut, es ist nie gut genug. ;)

    Genau davon sollte man als Trainer / Lehrer weg kommen. Fang mit den kleinen, einfachen Dingen an, von denen man weiß, daß sie auf jeden Fall "machbar" sind. Dann wird genau das bestärkt. Und schon ist die Motivation da, das Lernen macht (wieder) Spaß und man ist auch wieder bereit, etwas mehr zu "riskieren", da es ja keine "Fehler" gibt.

    Man sollte nie vergessen, daß das Lerntempo immer noch vom Hund bestimmt wird.
    Es ist da wie beim Menschen: es gibt welche, die lernen ohne Mühe und kommen schnell voran, und andere brauchen etwas länger, um einen gewissen Zusammenhang verstehen zu können.
    Geht man dann als Halter auf seinen Hund ein, kann man fast nichts falsch machen.
    Meint man aber, der Hund sollte bestimmte Dinge in bestimmten Stufen "können", (eventuell auch deshalb, weil die anderen Hund das auch schon können,) dann baut man unter Umständen viel zu viel Druck auf, und es könnte sein, daß der Hund dann erst recht "abschaltet".


    Schöne Grüße noch
    SheltiePower

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