Junghund kann nicht mehr alleine bleiben

  • Hallo,

    ich bräuchte mal wieder einen fachkundigen Rat (und jemand der mich runter bringt).

    Koda ist jetzt knapp 9 Monate alt und seit etwa 2- 3 Wochen klappt das mit dem alleine bleiben irgendwie nicht mehr.
    Jedesmal wenn ich heim komme ist was kaputt (hauptsächlich Kleidung von mir oder Schuhe) bzw gestern hat er mein Bett angepisst/ markiert. Und er ist wirklich gut drin die Sachen zu finden die mir echt wichtig sind und neu und teuer waren. Grade eben habe ich die Leiche von meinen nagelneuen, sauteuren Schuhen gefunden und das Schuhregal ist kaputt. Ist wohl seine Rache dafür, dass ich ihn aus dem Schlafzimmer ausgesperrt habe und er meine Klamotten nicht zerbeißen konnte. *aaargs* (Kann mich mal bitte jemand beruhigen!?) Ich war nur eine knappe Stunde weg!

    Ich finde das Problem einfach nicht. Das alleine sein habe ich schön bis 5 Stunden aufgebaut. Er ist aber normalerweise nie länger als 3- 4 Stunden alleine, die 5 Stunden sind nur zur Sicherheit. Vor allem hatte er bis jetzt auch nie ein Problem damit (hatte lange Zeit ne Cam mitlaufen), kam verschlafen auf mich zu wenn ich heim kam usw. Ich gehe auch jedesmal bevor ich weggehe nochmal ne kleine Runde mit ihm. Ich kann mir auch kein Ereignis denken, wieso er jetzt plötzlich so einen Stress haben könnte. Er wirkt auf mich auch nicht gestresst wenn ich heim komme. Oder ist das einfach Langeweile (er kaut ja prinzipiell gerne auf Sachen rum) oder die Pubertät?

    Habt ihr vielleicht eine Idee was das sein könnte und vor allem was ich dagegen tun kann? Vor allem in Hinsicht darauf, dass ich gleich nochmal weg muss.
    Ich habe schon überlegt ob ich ihn nachher in seine Box sperren soll, aber ich hab Angst, dass ichs dadurch noch schlimmer mache. Maulkorb erst recht nicht...
    Ich könnnt grad einfach nur heulen... :verzweifelt:

  • Da hast Du ja ein richtiges Problem :???: .
    Ich kann Dir auch nicht sagen warum er es macht.
    Vieleicht hilft es ja wenn Du Deinem Schnuffel einen Kauknochen gibst wenn Du weg gehst, dann hat er was zum kauen (was er kauen darf).
    Oder Du versteckst Leckerchen im Zimmer so das er suchen muß.
    Ob es was bringt kann ich nicht sagen, das ist mir so eingefallen.
    In einer Box o.ä. würde ich ihn nicht einsperren, das kann nach hinten los gehen.
    LG Ute

  • Das gleiche Problem hatte ich auch mal. Bei uns lag es daran , das Sammy plötzlich unter verlustängste litt. Er hat mir den ganzen Boden im Wohnzimmer rausgerissen , meine Schuhe kaputt gemacht , mind. 4 Internetkabel und und und.Meine Schwester hatte 2 Monate bei mir gewohnt und Sammy liebt sie abgöttisch. Wir wussten erst auch nicht woher das kam , denn immerhin war er da schon 6 Jahre alt und konnte problemlos allein bleiben. Ob es bei dir auch der Grund ist kann ich nicht sagen , weiß ja nicht wie deine Lebensumstände sind :)
    Ich habe es damals so gemacht das ich bevor ich los musste ca. eine stunde spazieren war. Dort wurde getobt , Suchspiele gespielt und ein bisschen trainiert. Als ich dann los musste hat er sein fressen bekommen oder einen Kauknochen und danach war er meistens kaputt und hat geschlafen. Ich habe es aber auch über den Tag verteilt sehr oft gemacht das ich einfach mal für 1-2 minuten wortlos raus bin und wieder rein und dann ging es von heut auf morgen wieder.

  • also ich würde nur einen bestimmten Bereich zur Verfügung stellen, wo du weißt das nichts schlimmes kaputt gehen kann (bei uns Flur und Schlafzimmer) und dann nen leckeren Kauknochen geben oder n gefrorener Kong ist doch auch ne prima Beschäftigung . . .

  • Normalerweise (außer heute, weil ich ihn eben aus dem Schlafzimmer gesperrt habe), verstecke ich immer Futter oder einen getrockneten Pansen oder so in seiner Box und mach da die Türe zu (die kann er öffnen). Da ist er dann 10 Minuten beschäftigt.
    Bis jetzt wars auch so, dass ich fast das Gefühl hatte, dass er mich aus der Wohnung schmeißen wollte, damit er endlich seine Box öffnen darf. ;)
    Aber eben seit ein paar Wochen, funktioniert das nicht mehr. Also er holt sich das Futter schon, aber er will lieber mit mir mit.

    Das Einzige was mir jetzt noch aufgefallen ist, einfach weils zeitlich halbwegs passt, dass er immer genau wusste, ob ich mich zum Gassi gehen oder zum alleine weggehen anziehe. Und einmal hab ich mich eben 'hübsch' angezogen und hab ihn aber dann doch mit in die Stadt genommen. Aber das kann doch auch nicht solch fatale Folge haben oder?

    Naja, ich werds nachher mal mit nem Kauknochen versuchen. Wobei ich nicht denke, dass der die 3,5 Stunden durchhält ;)


    Hmm, ne sowas eigentlich nicht. Ich führe halt eine Fernbeziehung mit meinem Freund, an dem er sehr hängt, aber das ist auch nichts Neues für ihn, dass der mal paar Tage hier ist und dann wieder paar Tage nicht.
    Als ich am Wochenende Wäsche gewaschen hab (10 Minuten im Keller), kam er mir nicht mal zum begrüßen entgegen. Sondern hat sich nur im liegen gefreut und kurz den Wanzt kraulen lassen. Ich war eigentlich stolz auf ihn... :smile:
    Aber plötzliche Verlustängst klingen nicht so schlecht... Nur woher kommen die in meinem Fall und was mach ich dagegen? Ich kann ja nicht nochmal alles neu aufbauen...


    Ich habe mit Flur nur 3 Zimmer und er hat bisher in jedem was gefunden ;) Das wars ja was ich heute probiert hatte, weil er meine Schuhe davor nie angefasst hatte....


    Naja, ich geh nochmal mit ihm raus und probiers dann mit nem Knochen... Und vllt hab ich noch Zeit das Schuhkästchen für heut mal wegzuschieben. Nur ist das natürlich keine Dauerlösung...

  • hm das is natürlich blöd . . .

    kriegt er denn sonst auch ab und an solche Leckereien!? könnte mir vorstellen, dass er langsam lernt, dass wenn du lauter tolle Sachen versteckst etc er nu weiß, dass er dann alleine ist . . und 3 Stunden kann man nen Hund ja kaum mit Kauen beschäftigen :hust:

    und ist er immer "so lange" alleine?? wenn ja würde es vll helfen, dass du ab und an nur für ne viertel Stunde oder so gehst, dass er dein weggehen net direkt mit "so langem" alleine bleiben verbindet . .

  • Hallo Ansotica!!!!

    Fühl dich mal feste gedrückt und verstanden!

    Mein Junghund hatte genauso eine Phase, woran es lag?? Keine Ahnung!

    Unsere Situation ähnelt sich. auch wir führen eine Fernbeziehung und Paul ist mal hier und mal dort. Das kennt er seit welpenalter an und zeigte nie nicht Probleme damit. Auch ich hab immer eine Cam laufen lassen...der Hund war entspannt und schlief...als ich nach Hause kam kam er mir verschlafen und sich streckend entgegen.

    Plötzlich war dann alles anders. Er kaute die Möbel an, er zerfetzte meine neuen, nicht einmal getragenen Schuhe (sie mögen in Frieden ruhen) und meinen einzigsten passenden trägerlosen BH...ach ja und noch mehr Holzmöbel mussten dran glauben.

    Was hab ich gemacht? ehrlich gesagt, nichts. Ich hab mich hier im Forum ausgeheult und gehofft dass es sich wieder gibt. Ich hab mich verhalten wie immer, hab ihm öfters mal nen gestopften Kong hinterlassen und Leckerchen zerstreut. Achso: ein was hab ich doch gemacht. ich bin wieder öfter mal aus der Wohnung raus, ohne Hund. Dann wieder rein, was holen und wieder raus. Ähnlich wie beim Aufbau...ob es das war, was es gebracht hat? Ich glaubs fast nicht, aber wer weiss :smile:

    Seit ein paar Wochen gehts wieder....er schläft wieder wenn ich weg bin und macht nix mehr kaputt. Ich kann dir nur versuchen die Hoffnung zu geben dass es wieder aufhört. Vielleicht versuchst du die nächste Zeit lieber einmal weniger weg zu gehen, wenn es sich einrichten lässt.

    Ansonsten wünsch ich dir starke Nerven und viel Erfolg!!!!

    Sollte es gar nicht besser werden, würde ich zu einem Trainer raten...

  • Zitat

    hm das is natürlich blöd . . .

    kriegt er denn sonst auch ab und an solche Leckereien!? könnte mir vorstellen, dass er langsam lernt, dass wenn du lauter tolle Sachen versteckst etc er nu weiß, dass er dann alleine ist . . und 3 Stunden kann man nen Hund ja kaum mit Kauen beschäftigen :hust:

    und ist er immer "so lange" alleine?? wenn ja würde es vll helfen, dass du ab und an nur für ne viertel Stunde oder so gehst, dass er dein weggehen net direkt mit "so langem" alleine bleiben verbindet . .


    Naja, die tollen Sachen sind meist einfach nur sein Frühstück. Also Leckereien an sich gibts vllt jedes zweite oder dritte Mal. Aber ja, er kriegt auch sonst hin und wieder welche.
    Ich hatte ihn, wie gesagt, dadurch auch schon fast so weit, dass er sich gefreut hat wenn ich gegangen bin. :D
    Hmm ja, das könnte ich nochmal probieren. Weil ich dann doch meist länger weg bin als 10 Minuten. Also, viel Waschen in nächster Zeit :D

    Zitat

    Hallo Ansotica!!!!

    Fühl dich mal feste gedrückt und verstanden!

    Mein Junghund hatte genauso eine Phase, woran es lag?? Keine Ahnung!

    Seit ein paar Wochen gehts wieder....er schläft wieder wenn ich weg bin und macht nix mehr kaputt. Ich kann dir nur versuchen die Hoffnung zu geben dass es wieder aufhört. Vielleicht versuchst du die nächste Zeit lieber einmal weniger weg zu gehen, wenn es sich einrichten lässt.

    Ansonsten wünsch ich dir starke Nerven und viel Erfolg!!!!


    Danke, das baut mich grad total auf. Und die Tatsache, dass er diesmal nichts zerstört hat (außer sein Spielzeug), gut er hatte auch nicht wirklich die Möglichkeit :D Vielleicht liegt es doch einfach dran, dass seine Frusttoleranz momentan etwa bei -5 ist. *hoff*
    Ich gehe ja eh kaum weg. Also momentan vor allem Pflichtvorlesungen und Einkaufen. Beim Rest kommt er eigentlich eh fast immer mit.

    Also gut, bissl dran Arbeiten und abwarten. Das klingt ja schonmal passabel. Gut dass eh nur noch eine Woche Vorlesungen sind :lol:

  • Unser Junghund ist 8 Monate alt und ist auch regelmäßig 2 Stunden, manchmal 4 Stunden, ganz selten mehr allein.

    Als Junghund braucht Moses nun einfach mehr Auslastung als früher, daher toben wir morgens richtig viel im Park herum, lernen Tricks, Apportieren, Ballspielen, machen Schleppleinentrainig, Freiablage etc. (etwa eine Stunde), dann ist er auch müde und das Zur-Ruhe-Kommen bzw. das Alleinbleiben klappt prima.

    MEINE IDEE: Vielleicht ist deinem Kleinen einfach langweilig, er fühlt sich unterfordert, ist nicht wirklich müde, will was lernen, erleben usw.

    Das Alleinbleiben ist vermutlich nicht das Problem, du hast es super aufgebaut und er weiß ja, dass du wiederkommst.

    Und dazu noch die Jugend bzw. Pubertät, deren Auswirkungen man in geordnete Bahnen lenken muss.

    Moses hat heute früh vor lauter Übermut nach dem Park unsere Tapete angeknabbert, ich war kurz unter der Dusche, nehme die Schuld ganz auf mich - wenn er noch etwas wild herumflitzt, kebbel ich normalerweise ein wenig mit ihm oder wir üben den neuen Trick, der ihm am meisten Kopfzerbrechen macht (derzeit "Singen"), dann hat er nach spätenstens 5 Minuten genug, kaut noch etwas auf seinem Knochen herum und legt sich dann hin und für bis zu 8 Stunden ist Ruhe.

    MEIN TIPP: Einfach mehr mit dem Hund machen, ihn körperlich, aber vor allem geistig fördern und fordern, nicht wütend auf den Kleinen sein, sollte doch mal etwas zerstört sein (ist schwierig, ich weiß).

    Mit so Sachen wie Einsperren oder Maulkorb verlagerst du das Problem vermutlich nur und dein Kleiner fängt an zu jaulen und zu bellen.

  • Zitat

    also ich würde nur einen bestimmten Bereich zur Verfügung stellen, wo du weißt das nichts schlimmes kaputt gehen kann (bei uns Flur und Schlafzimmer) und dann nen leckeren Kauknochen geben oder n gefrorener Kong ist doch auch ne prima Beschäftigung . . .

    So würde ich es auch machen. Der Hund muss ja nicht die ganze Wohnung zur Verfügung haben, es reichen 1-2 Zimmer. Bei uns ist das das Wohnzimmer und Küche, da halten wir uns auch am meisten auf wenn wir Zuhause sind. Ich denke ins Bad, Klo und Kinderzimmer muss sie in der Zeit ja nicht.

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