Schleppleinentraining - Erfahrungsberichte von euch gesucht!

  • Ihr Lieben,

    habe mit Junghund Moses vor einer Woche das Schleppleinentraining begonnen (auch nach der tollen Anleitung von dogforum-Knowledge Base) und werde es tapfer weitermachen, bis der Rückruf auch in Ausnahmesituationen prima klapp (heute war eine läufige Hündin auf der Wiese und es war ein Glück, dass die lange Leine dran war).

    Mich würden eure persönlichen Erfahrungen mit einem intensiven Schleppleinentrianig sehr interessieren!

    Wie lange habt ihr es durchgeführt? War die Leine wirklich immer dran, auch bei einsamen Waldspaziergängen? Wann haben sich erste Erfolge eingestellt? Wann habt ihr euch getraut, die Schleppleine wieder zu entfernen?

    Vielen Dank schonmal für eure Antworten!

  • Hallo,

    toll, dass Du Dir diese Arbeit machst, denn es ist die richtige Methode, dem Hund ohne Zwang beizubringen, was er tun soll.

    Wir haben mit Atti das SL-Training ca 1 Jahr durchziehen müssen, da er bei den Vorbesitzern den Rückruf ignorieren durfte, einen ausgeprägten Jagdinstinkt hat und glaubte, alles jagen zu müssen, was nicht bei 3 auf dem Baum war.

    Ich habe mit einer 10m Leine gearbeitet, die ich wohl immer in der Hand hielt und nie schleppen ließ.
    Ich gab immer nur soviel Leine frei, wie Atti gerade brauchte. Das ist zwar mühsam, weil du ständig die Leine aufwickeln oder freigeben musst, aber sicherer als würdest du ständig die 10 frei geben. Bei der gesamten Länge hat der Hund die Möglichkeit mit Volldampf in die Leine zu laufen und du als Mensch die A....karte oder kaputte Hände.

    Beim Spiel mit anderen Hunden habe ich die Leine abgemacht, da die Verletzungsgefahr zu groß ist.

    Auch auf Wegen, wo ich wusste, es gibt kein Wild, ließ ich den Hund ohne Leine laufen, auch wenn das manche Leute anders sehen

    Wenn du noch Fragen hast, her damit ;)

  • Wir machen mit Aiko seit Anfang des Jahres Schleppleinentraining. Bei uns durfte er leider noch nie ohne Leine laufen, weil er jagdlich sehr interessiert ist (hatte bei den Vorbesitzern schon jagderfolge), zu jedem Hund und Menschen hinrannte und einfach draußen gar nicht ansprechbar war.

    Aiko durfte bei seinen Vorbesitzern, wenn sie denn mal mit ihm draußen waren, machen was er wollte. Waren sie nicht mit ihm draußen, ist er halt über den Gartenzaun geklettert und hat sich alleine vergnügt.

    Mittlerweile sind ihm Menschen, ob zu Fuß oder auf dem Fahrrad, egal, bei anderen Hunden bleibt er zu 90% auf Entfernung stehen und sucht unseren Blickkontakt. Reagiere ich schnell genug, und er ist noch im Hasen-Anzeigemodus, kann ich ihn stoppen, habe ich diesen Punkt verpasst, hängt er in der Leine und "schreit" den Hasen an. :hust:

    Der Abruf bei mittlerer Ablenkung klappt mittlerweile auch ganz gut.

    Auf übersichtlichen, hasenfreien Waldstücken, wenn der Herr einen sehr guten Tag hat, lassen wir die Schleppleine schon mal schleifen.

    Wir haben zwar noch eine Menge Arbeit vor uns, aber ich bin sehr stolz auf mein Würstchen, wenn ich so zurückblicke. Nur noch ganz selten habe ich dieses starke verlangen den Hund am nächsten Baum anzubinden und so zu tun als ob es ihn nie gegeben hätte. :roll:

  • huhu,

    ich benutz die Schlepp auch nach einem Jahr immernoch täglich, wegen des starken Jagdtriebes. Das erstemal die Schlepp fallen lassen war nach ca. 8 Monaten möglich. Da hatten wir aber auch ende Herbst/anfang Winter, da hockten nicht alle paar Meter Fasane im Gras und Bugs Bunny hat da auch nicht versucht fang mich doch zu Spielen :roll: .

    Als ich die Schlepp anfangen konnte täglich fallen zu lassen, war ich schon froh das er die noch dran hatte. Weil auch wenn er "Warte" zwar konnte musst ich mich trotzdem beeilen und schnell nach der Leine greifen.
    Auch hatte er nach 8 Monaten manchmal ganz gern meinen Rückruf überhört. Dann konnt ich so ganz schnell die Leine wieder aufnehmen und ihn wieder dran errinern das er hören muss.

    Und wegen des Jagdtriebes lass ich meinen Rüden eh nur an bestimmten übersichtlichen Stellen laufen. Von daher ist die Leine quasi immer dran, auch bei einsamen Waldspaziergängen.

  • Vielen Dank für eure schönen Berichte - dann sind wir ja auf dem richtigen Weg und machen tapfer weiter.

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