Hund bellt vor Freude, Nachbarn fühlen sich belästigt

  • Hallo Leute,

    ich habe seit Januar eine Parson Russel-Mixhündin in Pflege. Jedes Mal, wenn ich nach Hause komme, bellt sie vor Freude so laut, dass es sogar die Nachbarn in der 2. Etage hören. Ich muss dazu sagen, dass ich seit Juni in einer neuen Wohnung wohne und hier im Haus offensichtlich alles sehr hellhörig ist. :sad2: Von den anderen Nachbarn habe ich bereits gehört, dass gerade diese Leute sich über jeden kleinsten Laut beschweren. :sad2: Nun ja, nun höre ich jedes Mal, wenn ich nach Hause komme, nicht nur meine vor Freude kläffende Zoe-Maus, sondern auch diesen Nachbarn, der völlig entnervt mit irgendeinem Gegenstand von oben klopft. Meine Nachbarn neben mir hören nichts und die Nachbarin über mir, stört sich nicht daran. Dafür, dass Zoe ein Terriermischling ist, verhält sie sich recht ruhig in der Wohnung, zumal sie auch relativ schnell wieder runterkommt, wenn sie mal anschlägt.

    Habt ihr vielleicht eine Idee, wie ich verhindern kann, dass Zoe vor Freude gleich immer loskläfft? Ich meine, ich habe jetzt schon darüber nachgedacht, sie zu behalten und mit ihr eine Rettungshundausbildung zu machen, just for fun, damit sie ein wenig ausgelastet ist, aber mit dieser neuen Situation habe ich nicht gerechnet und bin nun ehrlich gesagt auch etwas verzweifelt, da diese Leute sich relativ schnell an die Verwaltung wenden und ich dann vielleicht wieder ausziehen muss, Mit zwei Wuffs eine neue Bleibe zu finden ist schon ziemlich schwierig hier in Düsseldorf. :sad2:

    Ich meine, schön wäre natürlich auch, wenn sich hierüber vielleicht auch die passenden Leute für Zoe finden würden, die evtl. ein Haus mit Garten haben, wo sich niemand daran stört, wenn der Hund mal anschlägt oder vor Freude kläfft, wenn man nach Hause kommt und die mit Zoe auslastungsmäßig ein wenig unternehmen würden.

    Ich habe heute mit besagten Nachbarn gesprochen und die halten erst einmal die, in diesem Fall die Hände, still und glauben mir, dass ich mich bemühen werde, das "Problem" in den Griff zu bekommen. Er weiß auch, dass es nicht von heute auf morgen geht.

    Wer weiß Rat oder war vielleicht selbst schon in dieser Situation???

  • Hey,

    wie lange bellt dein HUnd denn vor Freude? Schlägt sie mehrmals am Tag einfach so an?

    Hunde dürfen in Mietwohnungen eine halbe Stunde am Stück/am Tag bellen, glaube ich. Das Bellen zum Begrüßen wird ja wohl kaum so lange dauern, oder? Ich würde sagen, dein Nachbar hat da einfach Pech gehabt. Hat er nichts anderes zu tun als zu warten, dass dein Hund bellt? Und dann fängt er sofort an zu klopfen? Vielleicht solle er das mal sein lassen, denn das könnte den Hund zum weiteren Bellen/Anschlagen animieren ?!?
    Wenn Du etwas gegen das Problem tun willst, dann irgnorier deinen Hund wenn du reinkommst und sie bellt, so lange bis sie ruhig ist. Dann erst wird sie begrüßt. Kann sie denn ansonsten gut alleine bleiben?

    lg

  • Hallo,

    also Zoe kann so sehr gut allein bleiben, sie ist ja auch in Gesellschaft von meinem Jonas. Naja, hin und wieder schlägt sie schon mal an, wenn ihr Geräusche oder Schritte unbekannt vorkommen, aber sie beruhigt sich auch schnell wieder. Das Bellen, wenn ich nach Hause komme, hält solange an, bis ich in das Zimmer komme, indem sich auch die Hunde befinden. Sie ist automatisch ruhig wenn sie mich sieht.

  • dann würde ich es so machen (wenn dein Nachbar es aushält ;) ), dass ich das Zimmer erst betrete, wenn sie ruhig ist. Dann wird sie erst begrüßt. Vorher gehst du ganz normal deinen Tätigkeiten ab. Ganz so, wie man es bei jungen hunden auch macht. Sind sie ruhig, geht man wieder ins Zimmer...

  • Das würde ich gern machen, aber dann kommt Zoe leider gar nicht runter. :-( Dann ginge das Theater über Stunden und irgendwann möchte ich ja auch mal raus mit den beiden. Das ist wie mit den Bällchen, sie könnte stundenlang vor mir sitzen und mich ankläffen, es solle doch das Bällchen werfen, würde ich nicht einfach an ihr vorbeigehen, sobald sie mit dem Kläffen anfängt. Ihre Tonlage ist leider ziemlich hoch. :-/

  • Achso, nochwas. Du hast doch bestimmt eine schriftliche Erlaubsnis für deinen Hund? Wenn die anderen Nachbarn nicht gestört werden, dann wird für den einen Nachbarn schwer das zu beweisen.
    Hier mal ein UrteiL: "Die Erlaubnis des Vermieters zur Tierhaltung kann widerrufen werden, wenn der Hund andere Mieter belästigt. Gelegentliches Bellen oder Jaulen ist jedoch nicht zu vermeiden und muß hingenommen werden.
    (AG Hamburg-Altona, AZ 316a C 97/89)" Quelle:http://toelt-und-hund.de/urteile-hund/mietrecht/index.php

    Da es sich bei dir ja um gelegentliches Bellen handelt, ist da nicht viel zu machen.

    "Ein nur kurzes Bellen, auch wenn es noch so laut ist, ist zulässig, da dem Tierhalter nicht auferlegt werden kann, dass er seinen Hund nur zu gewissen Zeiten das Bellen erlaubt. So ist das Anschlagen bei Besuch, das Verbellen von Fremden oder bei der Begrüßung zulässig und fällt unter artgerechte Reaktionen des Tieres. Trotzdem ist das kein Freischein für ein Gebelle. Der Tierhalter hat dafür zu sorgen dies bei Aufsicht zu unterbinden."
    Quelle:http://www.hilfreich.de/hundebellen-rechtslage_4733

  • Ja das schon, aber die Vormieter konnten auch erfolgreich aus ihrer Wohnung vertrieben werden, weil dieser Nachbar bei der Verwaltung Druck gemacht hat. :sad2: Und auf diesen Stress habe ich ehrlich gesagt keine Lust. Aber vielen Dank für den Ausschnitt, ist auf alle Fälle sehr hilfreich. ;)

  • Hast du mit diesen mietern denn schon gesrpochen? ich würde ihnen freundlich erklären, dass der Hund das noch lernen muss und dass du dran arbeitest, evtl lädst du sie mal zum kaffee ein, damit sie dich und Hund besser kennen lernen können ;)

  • Ich bring dir mal meinen Pflegling vorbei - danach sind deine Nachbarn froh, dass es nur Begrüßungsbellen ist ;)

    Hast Du von außen überhapt eine Möglichkeit einzugreifen? Die bellen ja meist schon los, wenn man vor der Haustür ist.

  • Zitat

    Hast du mit diesen mietern denn schon gesrpochen? ich würde ihnen freundlich erklären, dass der Hund das noch lernen muss und dass du dran arbeitest, evtl lädst du sie mal zum kaffee ein, damit sie dich und Hund besser kennen lernen können ;)

    Ja habe ich, sonst wüsste ich gar nicht davon. Die wären sogar so feige gewesen und hätten der Verwaltung still und heimlich einen Brief geschrieben. Habe es nur durch Zufall mitbekommen, da der Mann ständig mit irgendeinem Gegenstand geklopft hat. Daraufhin habe ich die Leute dann angesprochen. Erst wollten Sie es sogar nicht zugeben, aber ich habe nicht locker gelassen und kurz vor dem Gehen, kam dann der Mann hervor und hat gesagt, dass er derjenige ist, der klopft. Allein auf Grund dieser Sache, würde ich die Leute nie freiwillig auf einen Kaffee einladen ... :|

    Zitat

    Ich bring dir mal meinen Pflegling vorbei - danach sind deine Nachbarn froh, dass es nur Begrüßungsbellen ist ;)

    Hast Du von außen überhapt eine Möglichkeit einzugreifen? Die bellen ja meist schon los, wenn man vor der Haustür ist.

    Naja, hin und wieder schlägt sie zwischendurch an, aber beruhigt sich auch schnell wieder. Selbst das ist ihm schon zu viel! Ich versuche jetzt so leise wie möglich zur Haustür hereinzukommen und meine Wohnungstür aufzuschließen. Habe es jetzt schon geschafft, dass sie nicht bellt. Bin richtig stolz auf mich :D, aber blöd ist halt, wenn sie es in der Nacht macht, falls ich mal weg gehe. In dieser Hinsicht kann ich meine Nachbarn auch verstehen, aber sonst nicht. Ein Hund wäre kein Hund, wenn er keine Laute von sich gäbe.

    Was für einen Plegi hast du denn Nocte?

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