Jeder rät was anderes :-(

  • Zitat


    gib mal in die Suche Zeigen und Benennen ein, das ist eine Clicker-Methode und es haben dort auch viele ihre Erfahrungen nieder geschrieben :)

    LG,
    Patricia


    Viiiiiielen Dank! Genau das Richtige!
    Und ich dachte immer bei der Überschrift "Zeigen und Benennen" an Auslastung, also Gegenstände benennen und (vom Hund) zeigen (lassen) - quasi ZOS light. :headbash: Wer lesen tut, tut ganz klar im Vorteil sein.

  • hallo
    ich klinke mich hier mal mit ein,hab auch ein paar fragen ..
    folgendes
    ich habe einen äußerst sensiblen ,inzwischen auch noch sehr unsicheren(hundebegegnungen) hund .

    sam wurde mehrfach von freilaufenden,nicht abrufbaren hunden attackiert .er war jedesmal angeleint.das ganze ging jedesmal so schnell das eine reaktion meinerseits nicht schnell genug möglich war.

    mitlerweile handelt sam nach dem motto "angriff ist die beste verteidigung", er pöbelt,selbst wenn der andere schon vorbei ist,wird noch hinterhergegrummelt.

    nicht bei jedem hudn und auch nicht immer... bis jetzt kann ich das verhalten an nichts festmachen,was es auslösen könnte.

    wir haben 1 jahr dran gearbeitet... hatten alles gut im griff,bis es im winter zu diesen angriffen kam.seit dem sind wir wieder bei null.

    dazu kommt; sam hat einen herzfehler und einen lungenschaden
    bei solch aktionen regt er sich so auf das er kaum luft bekommt.

    nun haben wir einen trainer zu rate gezogen
    dieser sagte und sam müsse unbedingt lernen zur ruhe zu kommen.vorher mache es keinen sinn an dem eigentlichen problem zu arbeiten.

    sammy ist ein hektiker ,fährt sehr schnell hoch und nur langsam wieder runter.dies würde ihm auch die probleme mit den anderen hunden machen.

    wir haben schon vorher an sam´s ruheverhalten gearbeitet..aber das dies sich auch so sehr auf sein verhalten zu anderen hunden auswirkt hätte ich nie gedacht.

    dies als vorgeschichte...
    nun meine frage..

    was ist mit klarer ansage gemeint? wie definiert ihr das?
    gebt mir doch bitte bitte mal beispiele wie ihr da handelt "am hund"

    ich bin total verunsichert...
    sam ist so super sensibel... anbrüllen,körperlich maßregeln .... alles schon versucht.. dann habe ich tagelang einen total änsgtlichen hund,der geduckt um mich rumschleicht,und nur am beschwichtigen ist.und ich bin bestimmt nicht grob im umgang mit meinem hund.

    ihm sicherheit geben..aber wie?

    laut trainer sollen wir sehr ruhig bleiben,keine lauten worte,keinen frust zeigen.....alles leichter gesagt als getan.

    lg kirsten

  • Zitat

    laut trainer sollen wir sehr ruhig bleiben,keine lauten worte,keinen frust zeigen..

    genau das ist es! Ich achte in solchen Situationen sehr auf meine eigene Körpersprache. Mein Hund ist dann hinter mir, mein Körper ist voll dem anderen Hund zu gewandt udn wenn es nötig ist geh ich auch einen Schritt auf diesen zu. Ich hatte mal einen Pflegi der fand das nicht witzig und wolltean mir vorbei. Ichhabe ihm Sitz beigebracht udnd as unter jeglicher Ablenkung. Ich konnte ihn dann in brenzligen Siuationen hinter mir absitzen lassen und ich hab andere abgeblockt.

    Es gibt Rituale mit denen man Hunde zur Ruhe erziehen kann. Bei uns ist das von klein auf die Ansage hau dich hin. Darauf hin folgte von Anfang an intensives kuscheln. Das nutze ich auf Prüfungen auch gerne als Belohnung während der Richterbesprechung. Er schmeißt sich auf die Seite und läßt sich seinen Bauchi kraulen. Wichtig ist das du selbst ruhig und authentisch bist.

    Nach stressigen Situationen wende ich mich meinen Hunden nicht zu. Ich will dass sie es als normal betrachten wenn ich handel dann ist alles ok.

  • Zitat

    Die "harte" Variante, hab ich probiert und ich muss sagen, er zeigte sich beeindruckt. Allerdings sitz ich nun hier und hab ein wahnsinnig schlechtes Gewissen, weil ich ihn dermaßen runtergemacht hab. :/ So wollte ich eigentlich nie mit meinem Hund arbeiten.
    Er war dabei anfangs gestresst und gegen Ende dann aber zusehends entspannter.


    Ich finde, dass ein Hund in so einer Situation, wie du sie schilderst eine klare Ansage von dir braucht. Und das heißt nicht, ihn anzuschreien oder gewalttätig zu werden.
    Ich würde schon bei den ersten Anzeichen (z.B.Fixieren) einwirken. Reagiert er nicht auf eine verbale Einwirkung (z.B. ein Nein), dann würde ich körperlich auf ihn einwirken. (Z.B antippen, mit dem Bein zurückschieben etc.) Reagiert er immer noch nicht, wiederhole ich das, bis er reagiert. Geht gar nichts mehr, nehme ich den Hund aus der Situation (Abstand herstellen)
    Ich finde, die Leckerlimethode in so einem Fall nicht wirklich realistisch. Ich nehme Leckerlis, um etwas neues beizubringen oder zu loben. Aber nicht um ein Verhalten umzulenken oder um den Hund zu bestechen. (Naja, manchmal dann doch :hust: ;) )
    Aber natürlich gilt auch hier: jeder Hund ist anders. Es gibt bestimmt auch Hunde, die einem die Zähne zeigen, wenn man sie körperlich bedrängt.
    Dass dein Hund nach deiner deutlichen Ansage entspannter war, deutet für mich darauf hin, dass du zu ihm durchgedrungen bist und er gemerkt hat, dass er sich an dir orientieren kann/muss (das kann für Hunde entstessend wirken, "endlich Verantwortung abgeben dürfen")

    Liebe Grüße
    Nele

  • ich hab mit sam die ruhe auch so geübt ,das wir uns zwischendurch immer mal wieder kurtze auszeiten auf dem sofa nehmen und dann auch kuscheln.
    da ich selbst nicht gesund bin ,ist dies eine gute lösung.ich brauche öfter am tag solche pausen.
    auch unterwegs haben wir das angefangen... öfter mal pause(sam kennt das wort pause auch in dem zusammenhang)
    kuscheln ist sowieso für sammy das größte überhaupt :-)

    sitz und paltz(bei uns down) üben wir zur zeit nach anleitung des trainers auch mit ablenkung .wir sollen das immer weiter steigern
    zur zeit noch zuahuse im garten,in den nächsten tagen will ich das nun auch unterwegs anfangen.
    "trainingsobjeckt" ist sam sein lieblingsball.
    sam soll lernen nicht jedesmal aufzustehen und los zu rennen wenn sich auch nur was bewegt.er soll liegen/sitzen bleiben bis ich ihm sage er darf los.
    auch bei den übungen sollen wir davon absehen ihn direkt ins sitz o.der down zu plazieren,er soll seine lage wählen dürfen.wichtig ist das "bleiben" und er soll bleiben....

    für solch hibbel wie sammy ist das wohl sehr schwer..aber wir machen gute fortschritte.

    nur das hilft uns zur zeit leider nicht bei hundebegegnungen
    da war die vorläufige ansage... hund zügig dran vorbeiführen an kurzer leine damit er nicht zur seite o. nach hinten "ausbrechen" kann.
    beim absitzen lassen regt er sich zu sehr auf und bekommt dann schwierigkeiten mit der atmung(folge des lungenschadens)

    uns wurde gesagt,würde sammy nicht ruhiger werden,hätte er keine lange lebenserwartung.


    lg kirsten

  • Ich bin zwar kein Wattebäuschchenwerfer, aber grundsätzlich erhebe ich relativ selten die Stimme gegenüber meinem Hund.

    Als ich Timon übernommen habe war er ein Leinenpöbler der Extraklasse. Total unansprechbar und hysterisch.

    Habs mit dem üblichen probiert, die ganzen Ratschläge. Nix geholfen.

    Eines Abends platze mir einfach der Kragen. Ich habe meinen Hund (verbal) für etwa 10 Sekunden in voller Lautstärke dermassen zusammengefaltet, dass er auf einer Briefmarke Platz nehmen konnte. Das war das erste Mal dass er ansprechbar wurde und aufgehört hat. Wohlgemerkt: das war auch das einzige Mal dass ich ihn in dieser Form angebrüllt habe, ich habe das seither nicht mehr gemacht.

    Natürlich hatte ich danach ein schlechtes Gewissen wegen meiner Reaktion. An nächsten Vormittag, was war den das? -- sind wir da nicht grade an einem Hund vorbei ohne großes Theater?

    Es war der Beginn einer Wende. Mittlerweile mache ich ganz klare Ansagen (in normaler Lautstärke), bei denen kein Zweifel aufkommt, was ich meine. Nichts mit Ignorieren oder umdrehen oder sonst was. Klare Ansage -- und es ist viel besser geworden.

    Ansonsten: ich schicke mittlerweile Hunde, die auf ihn zustürmen, sehr unfreundlich weg, auch das hat ihn beeindruckt. Nachdem es dann etwas besser war mit der Ansprechbarkeit habe ich eine Variante von Zeigen und Benennen eingeführt: Ich arbeite dabei ohne Clicker, weil mir das zu umständlich ist unterwegs. Ich zeige ihm den Hund (den ich vor ihm sehe) - Wenn er ruhig bleibt - Lob - Schau - Lob -Leckerli. Wenn er unruhig wird: ein motziges und strenges "Naaaa". Dann korrigiert er sich mittlerweile meist von selbst. Setzt sich oft hin und schaut mich an. Lob. Leckerli.

    Seit wir Mantrailing machen ist es übrigens auch viel besser geworden. Die ersten Trails waren noch geprägt von: Hund folgt dem Trail -- muss aber zwischendurch noch schnell einen entgegenkommenden Hund anpöbeln -- und ist dann für den Rest des Trails hektisch und etwas unkonzentriert. Mittlerweile interessiert ihn beim arbeiten kein entgegenkommender Hund mehr. Die Versteckperson mit seinen Superleckerli hat da jetzt Priorität.

    Und das merke ich auch im Alltag, oft kommen wir schon an anderen Hunden vorbei ohne dass er groß reagiert. Ich schätze, dass das Problem in einigen Monaten behoben sein wird, was zu Beginn kaum möglich schien.

    Ich würde einen Hund nicht öfter anbrüllen -- ich glaube das stumpft ihn ab und kann das Vertrauen beschädigen. Zumal der Hund ja aus seiner Sicht einen guten Grund für sein verhalten hat. Aber eine klare und deutliche Ansage mit Aufzeigen von Alternativen hat bei uns eindeutig eine Wende eingeläutet.

  • Ich glaube, dass es sehr auf den Hund ankommt. Ich bin mit der Harten Variante schlecht gefahren, da wurde Benni noch verrückter und flippte noch mehr aus. Der sah aus wie ein Mini-Monster.
    Erst seitdem ich ihn durch ablenken versuche zu steuern, wird es leicht besser. Das klappt momentan aber nur, wenn ich Benni absitzen lasse, und mich davor stelle, bis der andere vorbei ist.
    Selber vorbei gehen geht noch nicht, dann ist die Aufmerksamkeit wieder weg.
    So arbeiten wir uns nun Stück für Stück voran.
    Sobald der Kleine was sieht, wo er sich schon leicht steif macht, dann versuche ich ihn mit heller, motivierender Stimme abzulenken, dass er mich anschaut. Dann bekommt er sofort ein Leckerchen.
    In Situationen, wo er überfordert ist, z.B. mehrere Sachen auf einmal, Radfahrer, Hund, fremde Leute etc. dann lasse ich ihn absitzen und er bekommt immer Leckerchen, wenn er mich anschaut. Irgendwann entspannt er, dann gehts Stück für Stück weiter.
    Aber sobald es in die Stadt geht, ist wieder Holland in Not, dann komme ich mit der Methode kaum ein paar Meter weiter.

  • Und ich sehe das wieder gaaanz anders :D

    Als erstes bin ich der Meinung hat dein Hund recht, Aussie 1987. Ihr seit auf einem begrenzten Platz, Ausweichen nicht wirklich möglich, vor allen Dingen nicht wenn man an der Leine ist, und dann gibt es da einen größenwahnsinnigen Westi.

    Als zweites würde ich mit dem Trainer sprechen das er sich doch bitte schön mal um den Besitzer mit dem Westi kümmert und beiden Manieren beibringt.

    Dann würde ich meinen Hund blocken wenn Westi zu nahe kommt um mich dann dem Westi zuzuwenden und dem die Meinung geige, denn der hat sich mir gegenüber zu benehmen. Den eigenen Hund würde ich mit Ruhe aus der Situation führen.

    Ich würde es nicht einsehen meinen Hund zu Maßregeln auf dem Platz wenn ein anderer Hund den Maxen macht. Solch einer Situation entziehe ich mich bis mein Hund mir abnimmt das ich mich kümmere und er sich dezent zurückhalten darf.

  • Zitat

    Und ich sehe das wieder gaaanz anders :D

    Als erstes bin ich der Meinung hat dein Hund recht, Aussie 1987. Ihr seit auf einem begrenzten Platz, Ausweichen nicht wirklich möglich, vor allen Dingen nicht wenn man an der Leine ist, und dann gibt es da einen größenwahnsinnigen Westi.

    Als zweites würde ich mit dem Trainer sprechen das er sich doch bitte schön mal um den Besitzer mit dem Westi kümmert und beiden Manieren beibringt.

    Die "Besitzerin" ( oder besser: Das andere Ende der Leine ;) ) ist ein 10 - jähriges Mädel. Ich hab sie schonmal von mir aus gebeten, dass sie den nicht immer so provokant zu uns lässt, aber ich glaub sie ist einfach überfordert damit.

    Eigentlich finde ich das, was staffy schreibt ganz schlüssig. Wenn man bedenkt, dass die Verunsicherung eher davon kommt, dass er einfach mal gemaßregelt wurde (war bisher eher selten der Fall :hust: )
    Ich bin einfach nur gespannt wie das nächste Aufeinandertreffen sein wird.

    Und ja, ich tu mir irgendwie wirklich richtig schwer damit, meinen Hund anzu"meckern"

    Den Westie anbrüllen und meinen ruhig da rausführen? :???: Das geht niemals, denn meiner wird definitiv mitbrüllen, wenn nicht gar vorher brüllen :lachtot:

  • Nun gut, angebrüllt werden weder meine Hunde noch der Andere ;) Das geht viel subtiler und nachhaltiger.

    Barry hätte mir was gehustet wenn ich ihn da angebrüllt hätte. Er sollte sich einfach zurück nehmen. Nicht mehr und nicht weniger. Da musste ich ihn nicht zur Sau machen. Bei Ashkii bringt z.B. alles nichts und Carlos der würde sich auch bedanken wenn ich rumbrüllen würde. Gerade bei solchen Pöblern, die meinen immer provozieren zu müssen, lässt er mir immer mehr den Vortritt (soll die Alte sich doch damit rumärgern :D ).

    Und was das Mädel angeht: welche Funktion hat denn eigentlich die Trainerin auf dem Platz? Und was wird denn in der BH-Gruppe bitte gelernt wenn da ein nicht kompatibles Team (Westi/Mädel) mitmacht :???:

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