Rinderkehlkopf bei Verdacht auf Schilddrüsenunterfunktion

  • Hallo Fories!
    Irgendwie werde ich nicht schlau und weiss auch nicht so recht was ich tun soll. Folgendes:
    Unsere Trainerin hat die Vermutung, dass meine Hündin eine Schilddrüsenunterfunktion hat, weil sie oft total hyperaktiv und überdreht wirkt, heftig auf allerlei Reiz reagiert und so weiter. Sie hat mir deshalb geraten, vorerst täglich etwas Rinderkehlkop zu zu füttern va 2-3 Monate (das soll anscheinend genau die Hormone enthalten, von denen Line zu wenig produziert und ihr somit helfen) und dann je nach Erfolg ein Bluttest beim Tierarzt machen zu lassen. Das ist jetzt fast 2 Monate her. Ganze 6 wochen haben wir also Kehlkopf zugefüttert.
    Nach und nach begann Line extrem stark Haare zu verlieren und das, obwohl der Fellwechsel schondurch war (zumindest hatte ich das Gefühl dass sie erst dann wieder extrem das haare lassen begann... Inzwischen bin ich mir nicht mehr so sicher)
    Aus Sorge etwas falsch zu machen und nach Rücksprache mit der Trainerin haben wir den Kehkopf jetzt wieder ausgeschlichen und abgesetzt. Inzwischen ist sie 1 Woche "clean" und verliert schon etwas weniger Haare. Dafür ist sie wieder völlig hibbelig und überdreht. Das merke ich beispielsweise daran, dass sie mich wieder dauernd anspringt, wenn es Raus geht oder wenn ich nach Hause komme. Oder dass sie wieder viel stärker auf Reize (über-) reagiert. Das war vorher praktisch nicht mehr der Fall. Sie war ruhiger, teilweise fast schon seeehr ruhig und gelassen für ihre Verhältnisse.
    Jetzt zweifle ich. Die Trainerin meinte, in 4-5 Wochen solle ich ein Bluttest machen (toll, meine Line dreht beim blossen Anblick eines Tierarztes schon völlig ab, wie doll das mit der Blutabnahme klappen!?! :hilfe: )
    Das werde ich wohl tun.
    Gibt es hier jemanden der mit Kehlkopffütterung Erfahrungen gemacht hat und vielleicht sogar Ähnliches erlebt hat? Würde mich interessieren, auch wril ich mir echt überlege nochmals einen Versuch zu wagen, wenn sie ja dadurch offensichtlich etwas ruhiger geworden ist...
    Was würdet ihr tun??

    Liebe Grüsse
    Oskaline

  • Bitte, bitte lass es sein und sag auch deiner Trainerin was für ein Blödsinn das ist und dass sie aufhören soll, solche Sachen zu empfehlen! :mute:

    Mir wird immer ganz schlecht, bei der Empfehlung bei einer Schilddrüsenunterfunktion ein bisschen selber mit Kehlkopf, Schlund und Hühnerhälsen zu experimentieren.

    Eine SDU ist ein ernstzunehmendes Problem, das unbehandelt schwere körperliche und charakterliche Schäden nach sich ziehen kann. Wenn ihr die Vermutung habt, sucht euch einen guten Tierarzt der auf dem Gebiet Erfahrung hat und lasst einen Bluttest machen, um die Schilddrüsenfunktion zu testen.

    Es ist schon richtig, dass Kehlkopf und Co Reste von Schilddrüsenhormon des Schlachttieres enthalten können, aber das kann man nie und nimmer dosieren. Ich kann nie sagen, wieviel und ob mein Hund überhaupt Hormone zu sich genommen hat, was starke Schwankungen des Hormonspiegels zur Folge haben kann.
    Ein gesunder Hund hat damit keine Probleme, wenn er hin und wieder mal Kehlkopf mit Hormonresten gefüttert wird. Ein SDU betroffener Hund kann jedoch sehr sensibel auf die Hormonschwankungen reagieren.

    Also bitte, wenn der Verdacht besteht, ab zum TA und wenn sich der Verdacht bestätigt, dann mit Hormonpräparaten unter TA Aufsicht einstellen und nicht ein bisserl in der Gegend herumexperimentieren.

  • Zitat


    Also bitte, wenn der Verdacht besteht, ab zu TA und wenn sich der Verdacht bestätigt, dann mit Hormonpräparaten unter TA Aufsicht einstellen und nicht ein bisserl in der Gegend herumexperimentieren.

    Ganz genau!

  • Na das sind ja komische Methoden die Deine Trainerin da empfiehlt :roll:
    Mach Dich schnellstens auf zum TA., das nichtbehandeln einer SDU kann schwerzwiegende Folgen für Deinen Hund haben, da ist die kleine Blutabnahme noch das geringste Problem.

  • Tobis SDU hat sich dadurch bemerkbar gemacht, dass er ängstlich, ruhig und träger war. Bei den Symptomen von deiner Hündin würde ich eher von deiner Beschreibung her auf eine Überfunktion der Schilddrüse tippen.

    Genaues kann nur eine Blutuntersuchung sagen. Kennst du nicht einen TA, der die Blutabnahme bei dir zu Hause vornehmen kann, villeicht ist Line dann etwas ruhiger.

  • Vor allem das Problem an der ganzen Sache ist doch, dass der Bluttest VOR der Fütterung des Kehlkopfes Sinn gemacht hätte. Denn dann hätte man Ursprungswerte gehabt.
    Jetzt weiß man nicht, war überhaupt Schilddrüsengewebe an den Kehlköpfen, wenn ja wieviel. Wieviel Hormone sind in soclhe getrocknetem Gewebe überhaupt noch enthalten.
    Also wenn sie jetzt normale Schilddrüsenwerte hat, weiß man nicht sind sie normal weil sie gesund ist, oder sind sie normal weil in den Kehlköpfen überhaupt was drin ist.
    Hund ehaben im Gegensatz zu Katzen häufig Schilddrüsenunterfunktionen, und sind dann eher fettleibig, träge udn verlieren Fell. Katezn mit Schilddrüsenüberfunktionen übersteigert aggressiv und nhemen stark ab.
    Wenn Hunde Schilddrüsenüberfunktionen haben, dann häufig leider aufgrund von Schilddrüsentumoren.
    Also bleint euch der Gang zum TA nicht erspart, und sollte sie unter Schilddrüsentherapie müssen, dann wird dies leider nciht die einzige Blutabnahme sein

  • Zitat

    Tobis SDU hat sich dadurch bemerkbar gemacht, dass er ängstlich, ruhig und träger war. Bei den Symptomen von deiner Hündin würde ich eher von deiner Beschreibung her auf eine Überfunktion der Schilddrüse tippen.

    Das kann man so pauschal nicht sagen. Fluffy war immer ein sehr
    hibbeliger Hund, von Trägheit nicht die geringste Spur und er hat
    definitiv eine SDU.

    Zu der Trainerin möchte ich sagen, dass was da von ihr „empfohlen“
    wird, grenzt für mich schon an „unterlassene Hilfeleistung“.
    Bitte lass bei deinem Hund ein großes Schilddrüsenprofil machen,
    dann bist du und dein Hund auf der sicheren und richtigen Seite.

    Zitat


    Hund ehaben im Gegensatz zu Katzen häufig Schilddrüsenunterfunktionen, und sind dann eher fettleibig, träge udn verlieren Fell.

    Auch das ist eine pauschal Aussage, die ich so nicht bestätigen kann.
    Fluffy hat weder Haare verloren, noch ist er fettleibig, oder übergewichtig.
    Seine SDU hat sich „nur“ durch panische Geräuschempfindlichkeit und daraus
    resultierende Panikattacken bei Gewitter, Regen, Knaller usw. bemerkbar
    gemacht.

  • Edit:
    Die SD ist beim Hund leider immer noch nicht so erforscht wie beim
    Menschen. Dadurch kann auch nicht gesagt werden DAS sind die
    klassischen Symptome bei einer SDU/SDÜ.
    Darum gibt es auch noch nicht genug TÄ die sich mit der SD auskennen.

  • *Fluffyzustimm*. Das kann man wirklich so nicht sagen, Luna hat eine schwerste SDU seit ihrem ersten Lebensjahr (bekommt 800 Mikrogramm Forthyron pro Tag) und war auch nie träge oder müde. Und dick ist sie absolut nicht bei 14kg und 50cm SH.

  • Zitat

    Vor allem das Problem an der ganzen Sache ist doch, dass der Bluttest VOR der Fütterung des Kehlkopfes Sinn gemacht hätte. Denn dann hätte man Ursprungswerte gehabt.
    Jetzt weiß man nicht, war überhaupt Schilddrüsengewebe an den Kehlköpfen, wenn ja wieviel. Wieviel Hormone sind in soclhe getrocknetem Gewebe überhaupt noch enthalten.
    Also wenn sie jetzt normale Schilddrüsenwerte hat, weiß man nicht sind sie normal weil sie gesund ist, oder sind sie normal weil in den Kehlköpfen überhaupt was drin ist.

    Das ist kein Problem, Schilddrüsenhormone werden sehr schnell verstoffwechselt.

    Eine Woche keine Kehlköpfe, Hälse, Schlundfleisch usw und gut ist.

    Zum Thema dick und träge: Gerade in der Anfangsphase sehen SDU Hunde sehr oft genau anders aus. Hyperkative, sehr schlanke Hunde, die egal was man macht nicht zunehmen wollen. Erst bei länger Andauernder Unterfunktion zeigt sich das Bild vom fetten, trägen Hund.

    Wie Fluffy schon schrieb, grad die SDU hat eine solche Vielzahl von unterschiedlichsten und teils gegensprüchlichen Symptomen, dass man kaum sagen kann, "der typische SDU-Hund ist so und so"

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