Rinderkehlkopf bei Verdacht auf Schilddrüsenunterfunktion

  • Also, so in´s blaue hinein was in der Richtung zu machen ist brandgefährlich!

    Eine überfunktion ist bei Hunden sehr sehr selten, hingegen eine unterfunktion kommt immer mal wieder vor.
    Allerdings ist die Ursache dessen noch nicht geklärt, bzw. es gibt unheimlich viele davon, so das das warum und woher nicht immer eindeutig zu erklären ist.

    Fakt ist:

    Hypertheriose hat mehrere Klinische indizien und ist durch ein T4 Screening allein nicht eindeutig nachzuweisen, da dieser Wert bei Hunden ohnehin starken Schwankungen unterliegt.

    Also ab zum TA, T4 bestimmen lassen.

    Zudem die restlichen "üblichen" Klinischen Symthome abklären:

    In der Regel ist dann die Schilddrüse im patologischen Fall zu palpieren (was sie sonst nicht ist!)

    Weitere "Indizien" auf welche man in einem Solchen Fall den TA drüber informieren sollte:

    - Liegeschwielen an Ellenbogen des Hundes treten hervor (stärker als sonst und werden grösser)
    - Übermäßiger Haarverlust ohne das die Felldichte abnimmt
    - Veränderung an der Haut (meisst Dunkle Flecken bei hellhäutigen Hunden, welche durchaus zu grossen flächen "zusammenwachsen" können)
    - Übermäßiges Krallenwachtum (Krallen sind auch Härter als sonst und nutzen sich daher auch schlechter ab)
    - Lethargie
    - Steigerung der Agression (kann auftreten, ist aber nicht immer der Fall)
    - Gewichtszunahme trotz gleicher Nahrungsmenge / Bewegungseinheiten
    - Juckreiz
    - übermäßige sensibilität der Haut
    - "Vertalgung" Sprich der Hund stinkt einfach bestialisch nach "Hund" und wenn man ihn streichelt hat man total fettige, im schlimmsten Falle gar weiße Finger.

    Wichtig ist auch, das wenn der Hund wirklich unter Hypertheriose leidet und man diese dann mit Forthyron behandelt, das es im Grunde keine maximaldosis bei Hunden gibt! Bzw. die Dosis im laufe der Therapie ohne weiteres steigen kann, da die Schilddrüse bei regelmäßiger gabe die Funktion nahezu völlig einstellt!

    So hat Emma z.b. mit 800 microgramm angefangen und ist nun bei 1600!
    Ich weiß aber auch von Fällen, welche erst mit 2800 gut "laufen"!

    Problem ist, das das Medikament mit möglichst wenig Nahrung gegeben werden soll, da es sich sonst prima daran "andockt" und nicht vom Hund aufgenommen wird.

    Man macht dann ab Gabe ca. alle 3 Monate immer mal ne T4 bestimmung, bzw. beobachtet das klinische Bild.
    Wichtig ist auch, das sie die Schilddrüse von ihrem Umfang nicht zurrück bildet!!!
    - Sprich sie ist kein indikator für o.g.!

    Auch sollte man diese stets im Auge behalten, das diese nicht entartet, mir sind zwar keine Fälle bekannt, aber so mein TA, der sich auf dem Gebiet gut auskennt und meine Hund da gerne als Studienobjekt hernimmt, schaut sich dies gerne alle 2 Monate mal an.

  • Das, was du da beschreibst ist die Hypothyreose - die Schilddrüsenunterfunktion (SDU).

    Die Hyperthyreose ist die Schilddrüsenüberfunktion, bei Hunden relativ selten und mit gänzlich anderen Symptomen.

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